21 Photos - Aug 31, 2014
Photo: Eine Alpenüberquerung der besonderen Art vom 23.-28.AUG 2014Photo: Nachtzug ab Düsseldorf 23:13 h, die Liegen werden umgeklappt. Ohne viel Stress passieren wir Bahnhöfe und Tunnel. Die Gedanken kreisen um unsere Reise. Wird alles so klappen, wie geplant?
Gegen 7 Uhr Ankunft in München, umsteigen in den Regionalexpress nach Kufstein.Photo: In Kufstein werden die Drahtesel gesattelt und wir rollen aus eigener Kraft Richtung Innbruck.Photo: Der Inntalradweg (85 km) bis Innsbruck ist länger als die Autoroute, weil er sich schlängelt, teilweise auch unbefestigt.Photo: Ab Innsbruck muss man treten wie ein Pferd, denn der Radweg auf den Brenner steigt kräftig an. Eine alternative Auffahrt mit dem Zug geht  ratz-fatz und kostet nur 10 € (Velo eingeschlossen).Photo: Jetzt kommt das Sahnestück: die Abfahrt vom Brenner nach Brixen, ein 5-Sterne-Radweg, anfangs stetig bergab, später auch mit einigen Wellen.Video: Hier eine KostprobePhoto: Boxenstopp in Brixen, Besuch Altstadtfest und Übernachtung in der Pension Heiseler. Am nächsten Morgen um 10 Uhr geht es gutgelaunt Richtung Trento.Photo: Bereits nach 10 km die erste Unterbrechung; verdammt, unsere Personalausweise sind noch im Hotel. Einer muss umkehren, der andere auf das Gepäck aufpassen.Photo: Nach einer Stunde ist der ausgeschickte Fahrrad-Kurier wieder zur Stelle. Gemeinsam geht es weiter auf dem Radweg zwischen Hauptstraße und dem Flüsschen Eisack bis Bozen, wo die Eisack in die Etsch fließt (ital. Ádige).Photo: Es ist eine Lust, auf zwei Rädern unterwegs zu sein, in sanften Schleifen, horizontal wie vertikal, vorbei an Obstplantagen und Weinbergen. Doch aufgepasst, die letzten km bis zum Etappenziel Lévico Terme haben es in sich.Photo: Denn wir haben die Rechnung ohne den Berg gemacht, der sich vor dem Etappenziel auftürmt.
Links herum (blaue Linie) wäre richtig gewesen, der Valsugana-Bahn folgen. Doch wir lassen uns irritieren, umfahren den Berg von der anderen Seite, durch die Großstadt Trento (Autos, Ampeln, Abgase),  kämpfen uns über die Berge, endlose Anstiege und ebensolche Abfahrten, am Ende fast verzweifelt, Ankunft 21h30 im Dunkeln in der Höhle des Löwen: Hotel Salus, fix und foxi... argh.Photo: In Lévico zwischen 2 Seen entspringt die Brenta. Sie bahnt sich ihren Weg zur Adria durch das Trentino. Wir folgen dem Fluss über die Brenta-Radroute, stromabwärts mit sanften Schwingungen und eingerahmt von imposanten Bergen.Photo: Links vom Fluss liegt der legendäre Monte Grappa. Dahinter bei Bassano del Grappa durchbricht die Brenta das Gebirge und wird zum Flachland-Gewässer.Photo: Nach 70 km machen wir in Bassano eine Kaffeepause an der Piazza della Liberta. Genussfahrerinnen könnten jetzt in den RE einsteigen und wären nach knapp 2 Stunden in Montegrotto. Dagegen warten auf ausdauerstarke Entdecker noch 2 Highlights:
Km 90: Cittadella, eine mittelalterliche Stadt wie aus dem Bilderbuch, von einer ringförmigen Mauer eingeschlossen;
Km 105: Piazzola sul Brenta, mit der Villa Contarini des berühmten Baumeisters
Andrea Palladio und schließlich...Photo: Ankunft gegen 18 Uhr im Kurhotel VULCANIA; die Drahtesel werden versorgt und angebunden, eine kalte Dusche und rein in das wohltuende Thermalwasser. Danach ein üppiges Dinner und ein "lecker Dröppcke", was wir uns redlich verdient haben. Sportlerherz, was willst du mehr?Photo: Hör auf deinen Körper: Mach mal Pause! Ein Wellness-Tag ohne viel Pedalieren, dafür mit schwimmen, relaxen und Berichte schreiben (wie diesen).Photo: Die Schlussetappe: über Padua via Brenta-Kanal bis Mestre, wo wir uns im OBI-Baumarkt eine große Folie und eine Rolle Klebeband besorgen; danach weiter Richtung Venedig Santa Lucia.Photo: Fahrräder sind in einer Wasserstadt nicht wirklich nützlich. Bevor wir den Bahnhof erreichen, gönnen wir uns am Canal Grande noch ein leckeres Panino  und einen letzten Spritz.Photo: An Gleis 16 werden die Räder fachmännisch verpackt. Denn wir reisen bei der Rückfahrt ohne Reservierung. Die wenigen Plätze im Fahrradabteil waren schon lange ausgebucht.Photo: Die Stunde der Bewährung schlägt in München beim Umsteigen in den ICE. Ob wir mit unseren "Plastiktüten" wohl Einlass finden? Glück gehabt, der Plan geht auf. Ende gut - alles gut.