51 Photos - Feb 13, 2013
Photo: Eingangstor zum Palastbereich der Chefferie (Königreich) Baleng. 
Das Banner verkündet die Totengedenkfeier (frz. lamentations, engl. cry-die od. chop-die) für den im Alter von 86 Jahren verstorbenen Fotso Victor, einen der reichsten Männer Kameruns.Photo: Eingangstor zum Palastbereich der Chefferie (Königreich) Baleng. Typisch für die Bauweise der Bamileke-Ethnie im Kameruner Grasland sind die Spitzkegeldächer. Je größer die Anzahl der Kegel desto größer die Bedeutung.Photo: Totengedenkfeier (frz. lamentations, engl. cry-die od. chop-die) für einen der reichsten Männer Kameruns, den mit 86 Jahren verstorbenen Großunternehmer Fotso Victor. Vor den Augen zahlreicher Fons (Könige) der umliegenden Fondoms (Königreiche, Chefferien) "tanzen" hunderte Notable (Würdenträger) mit rhythmischen Schrittfolgen im Takt der Trommeln gegen den Uhrzeigersinn um den Festplatz in Baleng, wobei der Kreis spiralförmig nach innen immer enger wird. Zweck der traditionellen Zeremonie ist es, den Verstorbenen wieder in die Großfamilie heimzuholen, damit er künftig als Vermittler zwischen den Verstorbenen und den Lebenden vermitteln kann. Erst nach der Totenfeier gilt der Verstorbene als Ahn und kann durch Opfer und Gebete angerufen werden.Photo: Totengedenkfeier in Baleng: Schreittanz der teilnehmenden Würdeträger.Photo: Prestigekappe 1
 Diese Kopfbedeckung eines Notablen (Würdenträger) wird auch "Igelkappe"genannt. Oft stehen die 3-4 cm langen gehäkelten Röhrchen von der Kappe ab, indem sie von innen mit Stäbchen versteift werden.Photo: Notabler auf einer Totengedenkfeier. Bunte Kappen gehören zum Herrschaftskleid von Würdenträgern (Notablen).Photo: Prestigekappe 2
 Diese Kopfbedeckung eines Notablen (Würdenträger) wird auch "Igelkappe"genannt. Oft stehen die 3-4 cm langen gehäkelten Röhrchen von der Kappe ab, indem sie von innen mit Stäbchen versteift werden.Photo: Prestigekappe 3
 Diese Kopfbedeckung eines Notablen (Würdenträger) wird auch "Igelkappe"genannt. Oft stehen die 3-4 cm langen gehäkelten Röhrchen von der Kappe ab, indem sie von innen mit Stäbchen versteift werden.Photo: Das Horn einer Antilope benutzt dieser Teilnehmer als Musikinstrument. Dass der Bläser ein Notabler aus einem Königshaus ist, erkennt man an seinem Gewand in der Königsfarbe Blau-weiß.Photo: Auch viele wohlgekleidete Damen beteiligen sich an dem Schreittanz. In den Händen tragen sie die bei einer rituellen Feier unentbehrlichen Tanzwedel.Photo: Warum nicht auch in Minirock und High Heels? Tradition und Moderne vertragen sich gut.Photo: Gleichgewandete Frauengruppe, die offenbar nicht den weiten Weg von der Hauptstadt Yaounde gescheut hat. (Siehe Emblem)Photo: Die Tänzerinnen im Vordergrund tragen Zweige der sog. Friedenspflanze, die beitragen sollen, dass nach dem Todesereignis wieder Harmonie einkehrt.Photo: Federhüte
Die "Hüte" bestehen aus Federn - entweder von Vögeln oder Hähnen -, die in einem Bastteil verankert sind.Photo: Federhut
Der "Hut" besteht aus Federn - entweder von Vögeln oder Hähnen -, die in einem Bastteil verankert sind.Photo: Federhut und Tanzwedel
Der "Hut" besteht aus Federn - entweder von Vögeln oder Hähnen -, die in einem Bastteil verankert sind. In den Händen trägt dieTänzerin die bei rituellen Zeremonien unentbehrlichen Tanzwedel, die meist aus Pferdehaar hergestellt werden. Die Griffe sind mit bunten Perlen besetzt. Das blau-weiße Gewand weist sie als Mitglied einer königlichen Familie aus.Photo: Schreittanz der NotablenPhoto: Hutkreation mit stilisierten Personen (Bedeutung unklar).Photo: Moritz Paysan reiht sich als Titelträger in die lange Reihe der Notablen ein.Photo: Moritz Paysan hat offensichtlich Gefallen am Schreittanz.Photo: Königliche Waffenträger
Das wiederkehrende Abfeuern von Salven - meist aus Vorderladern - ist ein wesentliches Element auf einer Totengedenkfeier. Die symbolische Bedeutung wird unterschiedlich gedeutet. Entweder heißt es, es handele sich um Ehrensalven für den Verstorbenen oder aber man sagt, man wolle den Tod endgültig töten - auch wenn er immer wiederkehrt.Photo: Ihre königlichen Hohheiten 1
König neben König, anders ausgedrückt Fon neben Fon. Fon ist die meistbenutzte Bezeichnung der Könige im Kameruner Grasland, die über kleine Königreiche herrschen. Für die sind auch die Bezeichnungen "Fondoms, Kingdoms, Royaumes, Chefferien" üblich.Photo: Ihre königlichen Hohheiten 2
Der Fon vorne links trägt die nur Titelträgern wie Königsmachern und Rittern vorbehaltene schwarze Kappe aus Raphiabastfasern mit Kaurischnecken.Photo: Etwas abseits stehend verfolgt ein zukünftiger Fon das Geschehen. Die Federn weisen ihn als einen solchen aus.Photo: Rasseln  und Tanzwedel
Tanzwedel - meist aus Pferdehaar erstellt - sind ein unverzichtbares Element bei rituellen Zeremonien. Ihr Griff ist mit bunten Perlen besetzt. Die Wedel darf man nicht etwa als Fliegenwedel verstehen, sondern als Zeichen der Würde. Mit den kunstvoll verzierten Kalebassen werden rasselartige Geräusche erzeugt. An den Füßen tragen die Tänzerinnen ebenfalls Rasseln aus Juju-Bohnen (botanisch: Entada phaseolo), die bei den ununterbrochenen kurzen Schrittbewegungen scharrend-klappernde Geräusche erzeugen.Photo: (Teils) Gewichtige FrauengruppePhoto: Ketten spielen als Schmuck nicht nur bei den Frauen eine große Rolle. Auch Männer tragen die gleichen Ketten.Photo: Ketten spielen als Schmuck nicht nur bei den Frauen eine große Rolle. Auch Männer tragen die gleichen Ketten.Photo: Königlicher Zeremonienmeister (?) 1Photo: Königlicher Zeremonienmeister (?) 2Photo: Gleich macht's "Peng!" 
Im Hintergrund zur Dekoration und Steigerung der Würde des Geschehens Tücher in den königlichen Farben blau-weiß.Photo: "Peng!"Photo: Laden für die nächste Salve.Photo: Und immer wieder neue Gruppen im Defilé der Schreittänzer.Photo: ... und alle nach dem gleichen (Tanz-)Schrittmuster.Photo: Voller Hingabe bei der Sache.Photo: Nadelstreifen und Federkappe - Tradition und Moderne.
Beide vertragen sich gut in Kamerun.Photo: Auch Plastikröhren lassen sich Töne entlocken.Photo: Tanzwedel und Musikinstrumente im Dauereinsatz.Photo: Recht eigenwillig gestaltete Kopfzierde.Photo: Mindestens die Damen 1 (blau-weiß) und 3 (weiß) sind Vertreterinnen eines Königshauses.Photo: Fachsimpelei unter Fons (Königen)Photo: "Somewhat tiring today, Your Royal Highness? ...Photo: ... und dabei geht direkt vor ihm "die Post ab"!Photo: Viele Leiber, gleiches Schrittmuster.Photo: Buchstäblich aus der Reihe tanzen plötzlich Juju-Frauen. 1Photo: Buchstäblich aus der Reihe tanzen plötzlich Juju-Frauen. 2Photo: Juju-TänzerinPhoto: Unter Ehrenschirmen...
... verlassen die Fons ihre Plätze und wenden sich dem Palast zu. Die Ehrenschirme wirken etwas stilfremd eher wie Sonnenschirme auf einer Restaurant-Terrasse.Photo: Am Ende der Totengedenkfeier posiert ein Gruppe Tänzerinnen bereitwillig für ein Foto. Als Belohnung für ihren Einsatz sind sie mit zwei Bierkästen bedacht worden.Photo: Freundlich und charmant.