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Der Verstand ist zwar kein Monster, kein böser Trickbetrüger, der uns versklaven will, indem er uns mit der Illusion lockt, wir könnten irgend etwas oder gar alles in unserem Leben kontrollieren.

Er ist nichts weiter als ein Werkzeug, ohne Eigenleben, einen Willen oder irgendwelche guten oder bösen Absichten. Nicht mehr und nicht weniger ist er, wie eine Zange, ein Schraubenzieher oder ein Hammer.

Nur eben ein weitaus mächtigeres Werkzeug.

Er ist nicht einfach nur eine dualistische Sortiermaschine, mit der wir alles fein säuberlich in gut und böse, falsch und richtig, spirituell und nicht spirituell, göttlich und nicht göttlich sortieren und die wir sogar programmieren können, dass sie das automatisch tut.

Und genau da liegt der Haken: wir programmieren den Verstand, anhand welcher Kriterien er die auftretenden Erscheinungen in dualistische Kisten sortieren, auf unsere beiden endlosen gut und böse Listen setzen soll. Nicht er sich selbst, sondern WIR ihn!

Und das nur aus reiner Faulheit, damit wir nicht immer wieder dieselben Abwägungen treffen müssen, ob wir einer spontan auftretenden Erscheinung folgen, uns ihr hingeben, oder ihr besser aus dem Weg gehen sollten.

Das funktioniert so weit immer eine Zeit lang ganz gut, kann uns scheinbar vor Schaden in Form der Erfahrung von Schmerz und Lied bewahren und so manche positive, erwünschte Erfahrung verwirklichen.

Und da liegt der nächste Haken: wir werden mit der Zeit zu Sklaven unserer selbst angelegten Listen von Gut und Böse, Falsch und Richtig. Weder wir, noch das Universum sind nämlich statische Gebilde, die immer einem genau vorgegebenen Programm folgen, sondern lebendig, dynamisch, immer im Wandel.
Kein Wunder also, dass wir uns immer wieder mit einmal perfekt wirkenden Programmierungen und Konzepten herum schlagen müssen, die uns vor etwas bewahrt haben, was wir als „negativ", unerwünscht betrachtet haben, wonach wir uns jetzt aber unendlich sehnen.
Oder Vorgehensweisen, die immer (zumindest in unserer Einbildung) erfolgreich zu Wohlbefinden geführt haben, uns in Liebe, Harmonie, Hingabe und Freude versetzen konnten und plötzlich versagen, weil wir oder das Universum uns verändert haben.

Und der vielleicht schwerwiegendste Haken ist, dass Verstand und Gefühl eigentlich gar nichts getrenntes sind. Ob sich etwas gut und richtig anfühlt, hängt nämlich nur von unserer Interpretation ab - ob unsere selbst angelegten Programme, die einmal vielleicht sehr nützlich waren, eine wahrgenommene Erscheinung in die gute oder die böse Liste einsortiert.
Die sicher sehr reizvolle Idee, sich statt auf den Verstand auf das Gefühl zu verlassen, ist also reine Augenwischerei. Die Erfahrung, ob etwas positiv, gut, himmlisch, göttlich, herrlich, freudig oder negativ, schrecklich, leidvoll, beängstigend, unangenehm erfahren wird, hängt genauso vom Verstand wie von den durch ihn und seine Programme erzeugten Gefühle ab. Ausnahmslos!

Ja! Ohne den Verstand existieren überhaupt keine guten oder schlechten, positiven oder negativen, falschen oder richtigen Erscheinungen und Gefühle. Alles ist nur vollkommen neutrales, göttliches Sein und wird auch als solches wahrgenommen, wenn es nicht vom Verstand interpretiert und gewertet, mit den Listen und Konzepten verglichen und gemessen wird.

So könnte das ganze Leben ein einziger, endloser, unaufhörlicher Orgasmus, pure Ekstase, reine, göttlich Verschmelzung in totaler Hingabe sein, wenn wir nicht immer wieder auf unsere ach so gerechten, mitfühlenden, verantwortungsbewussten, „liebevollen” Konzepte herein fallen würden, die wir selbst irgendwann einmal aus Faulheit oder weil es uns richtig, nützlich erschien oder zumindest vor vermeintlichem Schaden bewahren konnte, so programmiert haben.

Das Sein entfaltet sich aber nicht so, wie es unseren mit der Zeit stetig wachsenden Bergen von Konzepten, Regeln, Gesetzen, unseren Listen entspricht, sondern ganz spontan im Augenblick, der vollkommen erfüllend und göttlich erfahren werden könnte, wenn da nicht unsere ganzen Listen, unsere Vorstellungen von Falsch und Richtig, Verantwortung, Mitgefühl, Intuition, Gefühl, religiösen, spirituellen, rationalen, psychologischen und sonstigen Vorstellungen der Wirklichkeit es verhindern würden, vollkommen darin einzutauchen.

Wahre Liebe liebt sowieso ALLES, was im Augenblick erscheint, vollkommen rücksichtslos und jenseits aller Konzepte und Vorstellungen, die wir so als Programme im Lauf der Jahre angesammelt haben.
Sie kennt keine Vergangenheit und keine Zukunft, keine Liebe, die einmal war, aufrecht erhalten, gerettet, repariert oder erneuert werden könnte - ebenso wenig wie eine, die einmal entstehen könnte. Sie kennt nur den Augenblick, ist vollkommen präsent und erfasst das ganze Wesen auf allen Ebenen, und wenn da keine unfassbare Anziehung und Erfüllung, keine ekstatische Hingabe an das Objekt der Liebe und das ganze Sein erfahren wird, ist es nur ein Konzept, ein Trugbild des Verstandes, eine Folge einer Programmierung.

Alles, was nicht bereits im Augenblick mühelos fließt, mit Freude erfüllt, das ganze Sein als absolut göttlich erkennen und erfahren lässt, ist nur ein Trugbild des Verstandes, ganz egal, ob es sich nun als Gedanke oder Gefühl zeigt, als Intuition, höhere Wahrheit, Intuition, Verantwortung, Mitgefühl, kosmisches Gesetz oder spirituelle Weisheit tarnt - und führt nur in eine weitere Sackgasse, hält gefangen in der Illusion der Trennung, Spaltung, inneren und äußeren Widersprüchen, ewigem Kampf um Erfüllung, Verschmelzung irgendwann einmal in einer Zukunft, DIE NIE EINTRETEN WIRD.

Gefunden auf Facebook
By Roland Baba

Bln hellwach

Schön dies Seite gefunden zu haben. Danke für die Inspiration !

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♡lichen Dank für die Einladung :-)
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Danke für die Gruppen Einladung, bist richtig fleißig ☺😉
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