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Flüchtlinge drängen als Gasthörer an deutsche Unis

Unter den Gasthörern an deutschen Hochschulen ist eine Verjüngungskur im Gang. Neben die Generation 60 plus treten junge Leute aus aller Welt. Besonders eine Nation erobert die Hörsäle.

Über Jahre waren es vor allem die Alten, die als Gasthörer an die Universitäten drängten. Jetzt aber wird die Gruppe der Gäste in Deutschlands Hörsälen deutlich jünger. Der Grund: Immer mehr Ausländer und Asylbewerber nutzen die Möglichkeit, sich weiterzubilden.

Allein die Zahl der syrischen Gasthörer hat sich zum Wintersemester 2016/2017 vervierfacht. Rund 1600 Syrer besuchten als Gäste Lehrveranstaltungen an deutschen Hochschulen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Insgesamt stieg die Zahl der ausländischen Gaststudierenden um knapp 60 Prozent auf 4900 Menschen. Auf die Gruppe der insgesamt knapp 37.000 Gasthörer wirkte das wie eine Verjüngungskur: Die Altersgruppe der unter 20-Jährigen legte um 27 Prozent zu. Diejenige der 20- bis 29-Jährigen stieg um ein knappes Viertel.

Bis heute allerdings ist jeder zweite Gaststudierende an deutschen Hochschulen 60 Jahre oder älter.

Deutschlands Bildungspolitiker wollen mit dem unkomplizierten Gasthörer-Status Türen zum lebenslangen Lernen öffnen. Idee ist es, wissenschaftliche Weiterbildung nach Wahl auch für Menschen zu ermöglichen, die keine formale Hochschulreife vorweisen können.

Viele nutzen Wartezeit zur Weiterbildung

Die Hochschulen in Deutschland stehen bewusst auch Asylbewerbern offen. Diese können sich, auch wenn ihr Asylantrag noch nicht genehmigt ist, offiziell einschreiben und dann auch an Prüfungen teilnehmen. Voraussetzung dafür sind allerdings ausreichende Deutschkenntnisse sowie eine Hochschulzugangsberechtigung aus ihrem Heimatland.

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Da aber nicht jeder Flüchtling auf seiner Reise sämtliche Zeugnisse mit sich trägt, sind die deutschen Behörden inzwischen flexibel. In einer Broschüre zum „Hochschulzugang und Studium von Flüchtlingen“ klärt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) unter anderem über Wege an die Unis auch ohne Original-Zeugnisse auf. In diesem Fall empfiehlt die Kultusministerkonferenz ein mehrstufiges Nachweisverfahren mit gesonderten Prüfungen.

Schneller und unkomplizierter ist in jedem Falle der Status als Gasthörer. Diese müssen sich lediglich registrieren und geringe Semestergebühren entrichten. Sie dürfen an Vorlesungen und Seminaren teilnehmen sowie die Bibliotheken nutzen, haben aber nicht das Recht, Prüfungen abzulegen.

Die Gasthörerschaft sei für viele Flüchtlinge eine gute Ergänzung zu den regulären Integrationskursen, heißt es im BAMF. Dort könnten sie ihre Deutsch- und Fachkenntnisse vertiefen. Einige hätten in ihrer Heimat bereits ein Studium begonnen und stünden nun in den Startlöchern, es fortzuführen.

Vor einer Abschiebung schützt übrigens auch die offizielle Einschreibung an einer Universität nicht. Wird sein Asylantrag nicht anerkannt, muss auch ein Student das Land verlassen. Das allerdings sollte niemanden davon abhalten, die teilweise lange Wartezeit für seine Bildung zu nutzen.

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Anwalt - „Präsident Trump forderte nie Einstellung von Ermittlungen“

Ex-FBI-Chef Comey erhob vor dem Untersuchungsausschuss schwere Vorwürfe gegen die US-Regierung. Diese weist Trumps Anwalt Marc Kasowitz entschieden zurück. Alles zur Anhörung im Live-Ticker.

Der Anwalt von US-Präsident Donald Trump hat die Vorwürfe des früheren FBI-Chefs James Comey kategorisch zurückgewiesen. Trump habe Comey nie, in welcher Art auch immer, angewiesen, Ermittlungen gegen den ehemaligen Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn oder andere einzustellen, sagte Anwalt Marc Kasowitz am Donnerstag. Gleichzeitig warf er Comey vor, unautorisiert Details aus vertraulichen Gesprächen mit dem US-Präsidenten weitergegeben zu haben.

Comey hatte kurz zuvor vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats gesagt, Trump habe ihm die Einstellung der Ermittlung gegen Flynn nahegelegt und ihn gefeuert, um den Kurs der Untersuchungen zu Russlands Beeinflussung der US-Wahl zu ändern. Teil dieser Ermittlungen waren auch die Kontakte Flynns und anderer Trump-Vertrauter nach Russland gewesen.

Comeys Aussage vor dem Senatsausschuss war mit Spannung erwartet worden. Es waren seine ersten öffentlichen Ausführungen seit seiner Entlassung im Mai. Am Mittwoch war bereits eine siebenseitige Stellungnahme mit Aufzeichnungen Comeys über seine Vieraugengespräche mit Trump veröffentlicht worden.

Comey beschrieb sein Unbehagen über die Zweiergespräche mit Trump. Dieses unwohle Gefühl habe ihn dazu getrieben, direkte Notizen über die Unterredungen anzufertigen. „Ich war ernsthaft besorgt, dass er über die Natur unseres Treffens lügt“, sagte Comey zu einem Treffen mit Trump im Januar. „Ich wusste, dass ein Tag kommen könnte, an dem ich eine Aufzeichnung von dem brauchen könnte, was passiert ist – nicht nur, um mich zu verteidigen, sondern um das FBI zu schützen.“ Er habe das Gefühl gehabt, dass Trump ihn politisch unter Druck setzen wollte. „Er wollte etwas im Gegenzug dafür, dass er meine Bitte bewilligte, den Job zu behalten.“

Angesprochen auf den Tweet von Trump, in dem er andeutete, es könnte Tonaufzeichnungen seiner Gespräche mit Comey geben, sagte der ehemalige FBI-Direktor: „Herrgott, ich hoffe, dass es Aufzeichnungen gibt.“ Dann sollte Trump diese auch alle veröffentlichen.

Zu verblüfft von Trumps Bitte

Comey sagte, er habe bei einem Gespräch im Oval Office Trumps Forderung nach einer Einstellung der Ermittlungen gegen den früheren Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn nicht sofort zurückgewiesen. Er sei in dem Moment damals einfach zu verblüfft von dieser Bitte gewesen und habe keinen klaren Gedanken fassen können. Aber selbst wenn er das gekonnt hätte, sei er nicht sicher, ob er gewagt hätte, dem Präsidenten der Vereinigten Staaten direkt zu widersprechen.


Trump sagte Comey zufolge bei dem Treffen unter vier Augen, er hoffe, dass der FBI-Direktor die Flynn-Ermittlung einstelle. Trump habe zwar das Wort „hoffen“ benutzt, es habe aber wie eine klare Richtungsanweisung geklungen, sagte Comey.

Die demokratische Senatorin Dianne Feinstein stellte dazu die Frage, die auch viele Republikaner in den vergangenen Wochen aufgeworfen haben: „Warum haben Sie nicht innegehalten und gesagt: „Mister President, das ist falsch“?“, fragte sie Comey. Der entgegnete, dies sei eine „großartige“ Frage. „Vielleicht hätte ich das getan, wenn ich stärker gewesen wäre. Ich war so verblüfft von dem Gespräch, dass ich es einfach nur aufgenommen habe.“

Comey wurde ebenfalls gefragt, ob er glaube, dass er wegen den FBI-Ermittlungen zur Einmischung Russlands in die US-Wahl sowie die Untersuchungen zu den Russland-Kontakten von Trumps Wahlkampfteam entlassen worden sei. „Ja“, antwortete Comey. „Weil ich gesehen habe, dass der Präsident das sagte.“

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Massenzuwanderung setzt Asylregeln außer Kraft

Dublin-Regeln gelten nicht: Deutschland kann einem Gutachten zufolge die Aufnahme Hunderttausender Flüchtlinge nicht auf die Staaten abwälzen, in denen die Flüchtenden erstmals EU-Boden betreten haben.

Die Asylanträge von Menschen, die während der Flüchtlingskrise 2015 in die EU kamen, sollten von den Ländern geprüft werden, in denen sie zuerst gestellt wurden. Das geht aus einem Gutachten der Generalanwältin des Europäischen Gerichtshofs, Eleanor Sharpston, hervor. Ein „illegaler Grenzübertritt“ im Sinne der Dublin-III-Verordnung liege nicht vor, wenn Mitgliedstaaten an den EU-Außengrenzen den Flüchtlingen gestattet hätten, in ihr Land einzureisen und es zu durchqueren.

Geklagt hatten ein Syrer, der über die Westbalkanroute nach Slowenien eingereist war, sowie zwei Afghaninnen, die ebenfalls über die Westbalkanroute nach Österreich kamen. Sie stellten ihre Asylanträge in Slowenien und Österreich, doch die Länder wollten die Anträge nach Kroatien übergeben, da es das erste EU-Land war, das sie während der Durchreise betreten hatten. Nach der Dublin-III-Verordnung ist das erste EU-Land, was betreten wird, für den Asylantrag zuständig. Zwischen dem 16. September 2015 und 5. März 2016 reisten laut dem EuGH 685.068 Menschen nach Kroatien ein.

Kroatien wäre heillos überfordert

Generalanwältin Sharpston betonte, dass die Dublin-III-Verordnung die „außergewöhnlichen Umstände eines Massenzustroms“ nicht vorsehe. Weil in Griechenland „systemische Mängel im Asylverfahren“ bestünden, wäre Kroatien – wo die Flüchtlinge auf der Balkanroute erneut EU-Gebiet betraten – nach den üblichen Regeln für die Ankömmlinge zuständig gewesen.

Wegen der hohen Zahl der Asylbewerber wären EU-Staaten in Grenzlage wie Kroatien aber in Gefahr, die Lage nicht bewältigen zu können, stellte Sharpston fest. „Das wiederum könnte die Mitgliedstaaten in eine Lage bringen, in der sie nicht imstande wären, ihren unions- und völkerrechtlichen Verpflichtungen nachzukommen“, teilte der EuGH zu ihrem Gutachten mit.

Der EuGH ist in seinem Urteil nicht an die rechtliche Einschätzung der Generalanwälte gebunden. Häufig geben deren Gutachten jedoch die Richtung einer späteren Entscheidung vor.

Insgesamt machten sich 2015 eine Million Flüchtlinge und Migranten auf den Weg in die EU und beantragten internationalen Schutz. Es war die größte Massenbewegung von Personen in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg.

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