Dr. Schopenhauers letzter Wille.

Der Mensch sei ein Wesen wie das Tier. Ein blinder Wille prügelt es durchs Leben. Streng naturgesetzlich organisiert. Ursache, Wirkung. Ursache, Wirkung. Ursache, Wirkung. Der Mensch kann nicht wollen, nur der blinde Wille will.

Dieses Vermächtnis kommt bei den Hirnforschern sehr gut an. Sie verstehen sich schließlich als Naturwissenschaftler. Verdienen auch ihr Geld und ihre Reputation mit diesem Label. Dummerweise haben sie bisher nur Korrelationen zwischen den Aktivitäten des Menschen und seines Hirns festgestellt. Von kausalen Beziehungen sind sie so weit entfernt wie vom Ausweis der Naturwissenschaftlichkeit. Das wird also noch ein wenig dauern.

Aber damit haben die Menschen Erfahrung. Als der Homo Sapiens so richtig Fahrt aufnahm, dauerte es 67 500 Jahre bis die Naturwissenschaft erfunden wurde. Auf deren Erkenntnisse konnte er nicht warten und erfand Regeln , wie er seine Gemeinschaften organisieren konnte. Moral, Gesetze, strafende Götter und strafende Richter, meist Methoden, die nicht sonderlich viel vom Menschen hielten. Aber auch positiv gestimmte Bonussysteme, wie die Tugenden, warf der Homo Sapiens auf den Regel-Markt.

Es ist also kein Problem, solange zu warten, bis Dr. Schopenhauers Vermächtnis erfüllt ist. Lasst euch Zeit, liebe Hirnforscher, es pressiert nicht, und wenn ihr dann soweit seid, gibt es ja immer noch die strategische Moral, die euch austrickst.

#BlinderWille
#Hirnforscher
#Regelsysteme

Help!!!

Der Volksmund sagt:
Wir brauchen Moral.

Moral sagt uns, was wir tun sollen.
Das heisst, wir können auch tun,
was wir nicht sollen.

Schopenhauer sagt:
"Der Mensch kann zwar tun,was er will.
er kann aber nicht wollen, was er will"

Wozu brauche ich dann die Moral???

... help me get my feet back on the ground!!!

#Moral   als #Wertmaßstab?
 
Was ist ein Menschenleben wert? Oder: Welchen Schaden verursacht ein Todesfall? Moralisten werden allein diese Fragestellung entrüstet als unmoralisch zurückweisen und postulieren, den Wert eines Menschenlebens könne und dürfe man nicht schätzen. Der Wert jedes Lebens sei erhaben über alle Schätzansätze oder Monetarisierungsversuche.
 
Das ist scheinheilig!
 
Wir schätzen, vergleichen und bewerten immer und alles! Aber eben nicht immer in physikalischen oder monetären Größen, sondern viel lieber in unverbindlich-willkürlichen Einheiten, die uns die Sozialisation in der jeweiligen Ethik, in die wir hineingeboren wurden, klammheimlich ins Unbewusste gemogelt hat. Wir nennen das unsere Moral.
 
In Bad Aibling starben 11 Menschen während einer Zugfahrt. Am gleichen Tag starben – im statistischen Mittel – größenordnungsmäßig genauso viele Menschen im Straßenverkehr. An jenem Tag starben auch 40 Menschen an sog. nosokomialen Infektionen im Krankenhaus, also an Infektionen, die sie erst im Krankenhaus erworben haben, dort, wohin man geht, wenn man eigentlich gesund statt tot wieder herauskommen möchte! An jenem verhängnisvollen Tag des Zugunfalls starben weltweit (statistisch) zwei Menschen bei erotischer Selbststrangulierung. Und weltweit haben wir es jährlich mit 28 Toten zu tun, die beim Selfie-Fotografieren die falsche Position eingenommen haben.
 
Jeder möge nun einmal die genannten Beispiele, und gern auch weitere, durchspielen und dabei darauf achten, welche Art und Intensität von Gefühlen aufkommt: Panik? Entsetzen? Entrüstung? Trauer? Wut? Unverständnis? Humor? Gleichgültigkeit? … Wir müssen dann ehrlich feststellen, dass Todesopfer nicht gleich Todesopfer ist. Bei den „Selfie“-Toten fassen wir uns an den Kopf, bei den Erotik-Unfällen wird sich mancher ein müdes Lächeln kaum verkneifen können, die Infektionsopfer sind ebenso wie die Verkehrstoten – so zynisch das klingen mag – die traurigen Beweise für die Existenz eines Phänomens, das wir inzwischen als Lebensrisiko bezeichnen und damit quasi akzeptieren. Zwischen shit happens und Fassungslosigkeit erleben wir die volle Bandbreite an Gefühls-„Volatilität“ und damit an persönlicher Bewertung, die so ganz ohne Messgrößen auskommt, aber trotzdem real messbar wäre: Hirnaktivität, Herzfrequenz, Hautfeuchte … würden signifikante Unterschiede liefern.
 
Diese Art der Bewertung mit ihren von Fall zu Fall jeweils unterschiedlichen „Ergebnissen“ werden Moralisten als eben typisch menschlich rechtfertigen können, schließlich bleiben die Bewertungen unverbindlich, oder sie werden unterdrückt und bleiben unausgesprochen. Folgenlos bleiben sie jedoch nicht: Sie definieren und füttern die Moralität einer Gruppe und damit das individuelle Verhalten in der Gruppe und nach außen.
 
Der Mathematik, der Ökonomie, der technischen Sphäre überlassen wir nur solche Phänomene und Ereignisse, denen wir keine Moral andichten können. Leider bleibt da nicht viel übrig: Ökologische Fragen werden überwiegend ideologisch und damit moralisierend aufgeladen diskutiert, Geld stinkt, Freihandel ist böse, das Finanzwesen ist der Buhmann par excellence, angesichts von zunehmender Robotik und künstlicher Intelligenz wird nach einer Maschinen-Ethik im Maschinenbau gerufen, alles aus dem Dunstkreis von Gentechnik wird per se in die Schmuddel-Ecke verbannt. Es bleibt abzuwarten, ob die jüngste „Horch-Sensation“ von Prof. Karsten Danzmann und seinem LIGO-Observatorium nicht bald Kritiker aufruft, die ethisch motivierte Zurückhaltung beim Schnüffeln im All anmahnen. Plattentektonik und Tsunamies? Lässt sich das wohlmöglich ebenso mit Moral beleben? Meteorologische Phänomene sind inzwischen fast vollständig aus dem Naturgeschehen verbannt und auf das Sündenkonto des Homo Sapiens umgebucht, der damit das bleibt, was Gott entschieden hat: Der ewige Sündenbock, jeder ist ein kleiner Dr. Faustus für sich. Es lebe der Teufel!
 
Wir Menschen sind Profis darin, wenn’s „eng“ wird, die Ebene der Sachlichkeit zu verlassen und in Richtung irrationaler Unverbindlichkeit zu flüchten. Die Sprache hilft uns dabei: Die Grammatik liefert geeignete Mittel an Möglichkeitsformen und Konjunktiven, Metaphern vernebeln, Euphemismen färben rosarot … Diese Kategoriensprünge leben und gedeihen in unserer Alltagssprache und werden kaum wahrgenommen.
 
Franco Moretti (Stanford) hat mit quantitativen Analysewerkzeugen die jährlichen Berichte der Weltbank von 1946 bis 2012 durchforstet und dabei verschiedene Epochen der Sprachverwendung erkannt. Für die jüngere Entwicklung der Sprache, der Häufung von Wörtern und für den Einsatz grammatischer Formen in jenen Berichten sieht er eine Tendenz Richtung „abstrakt“ und „weg vom Konkreten“. „Temporaladverbien wie jetzt, später oder bald werden immer seltener benutzt. Es finden sich immer weniger konkrete Ergebnisse und abgeschlossene Handlungen in der Zeitform der Vergangenheit, dafür immer mehr unspezifische Infinitive: Wissen teilen und Governance verbessern verweisen auf eine Wirklichkeit, die sich beständig ändert, aber keine konkrete Zukunft hat.“ So heißt es in einem Beitrag in der FAS vom 31.1.2016. Das Fazit lautet: „Die Berichte werden damit zu metaphysischen Dokumenten, deren Protagonisten nicht mehr wirtschaftliche Akteure, sondern allgemeine Prinzipien sind.“
 
Allgemeine Prinzipien! Oder auch „Kategorische Imperative“. Das moralisierende Ausrufezeichen! Dieser Trick erlaubt es, Willkür und Unverbindlichkeit hinter der Behauptung zu verstecken, man folge einem apriorischen Soll, welches erhaben sei über schnöder Bodenhaftung. Der Sieg der Moralarroganz über die Demut des Konkreten.   

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Manipulieren mit Metaphern.

Hätte Schäuble sich durchgesetzt, wäre Köln jetzt noch schlimmer. 

Im November vergleicht Schäuble die Zuwanderung mit einer Lawine. Dann weiter: "Ob wir schon in dem Stadium sind, wo die Lawine im Tal unten angekommen ist, oder ob wir in dem Stadium im oberen Drittel des Hanges sind, weiß ich nicht. Wenn wir im oberen Drittel des Hanges sind, ist das Bild von der Lawine eine ziemliche Herausforderung."

Das Bild

ist eine Metapher - ein Sachverhalt (die Ankunft von Flüchtlingen in Deutschland) in ein Bild gekleidet, das den Sachverhalt dramatisiert und das Denken in eine bestimmte  Richtung lenkt.

Das Denken

in Metaphern heißt keineswegs, dass nur saftige Bilder dürre Texte auffrischen. Metaphern verändern das Denken.

Das wusste auch Angela Merkel, die zur Metapher von Schäuble sagte, dass sie nicht so denke. Deshalb hat sie sich auch energisch gegen die Weiterverbreitung der Metapher Lawine gewandt (hätte Schäuble etwa die Metapher Strom benutzt, wäre  das eine mildere Form gewesen. Ein Strom kann stärker oder schwächer sein. Er kann schnell  oder langsam fließen, er kann auch versiegen. Eine Lawine dagegen ist eine Naturgewalt, die über einen kommt und alles verschüttet. Der Zeichner der Karikatur, die im oberbayerischen Volksblatt erschienen ist, hat verschärfend eine Schlammlawine daraus gemacht, aber netterweise darauf verzichtet, die Lawine in Form von Köpfen statt Steinen zu zeichnen).

Warum sind Metaphern so stark?

Erst sehen wir Bilder, dann finden wir Begriffe dafür. Egal, ob ein Baby mit einem Bild startet, oder die Menschheit in ihrer Entwicklung. Der Weg geht immer von der Emotionalität des Bildes zur Rationalität des Wortes. Und manchmal steckt in einem Wort beides. Wer emotionalisieren und instrumentalisieren will, wählt Metaphern, die seine Ziele unterstützen. So wie einst der amerikanische Präsident Bush mit dem War on Terror. Der Krieg, den Bush gegen den Internationalen Terrorismus führen wollte, war kein Krieg, wie er bis dahin verstanden wurde. Ein Krieg ist eine Auseinandersetzung zwischen zwei souveränen Staaten, der erklärt wird. Bush hat die Bekämpfung des internationalen Terrorismus aber zum Krieg erklärt, damit er alle Mittel einsetzen konnte, die nur ein Krieg erlaubt. Das Ergebnis: 1 Million Tote. Die Metapher aber in den Köpfen der Menschen einzupflanzen, hat nur funktioniert, weil Bush die komplette Public-Relation-Maschine dafür einsetzte und auch bereit war, dafür jede Wahrheit zu verbiegen.

Diese Public-Relation-Maschine wurde hier nicht eingesetzt. Niemand, weder die Regierung noch die Medien haben die Metapher der Lawine für Flüchtlinge weiterverfolgt. Wäre die Metapher der Lawine durchgesetzt, würden wir Flüchtlinge mit anderen Augen sehen und begreifen. Die Aufregung nach den Silvester-Übergriffen am Kölner Hauptbahnhof hätte sehr viel höhere Wellen geschlagen.

#Metapher
#Flüchtlingslawine
#MetapherManipulation
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Ist Buddha ein Gott?
 
Ich komme soeben zurück aus Myanmar. Dort habe ich eine Idee des #Buddhismus erlebt.
 
Ich frage eine bekennende Religionslehrerin: „Ist Buddhismus eine Religion oder eine Philosophie?“ Antwort: „Eine Philosophie.“
 
Meine Anschauung: Buddhismus ist eine Religion. Buddha wird verehrt wie ein Gott, man betet ihn so an wie alle Religiösen ihren Gott anbeten. Der Buddhismus kennt Rituelles genauso wir Tabus und Gebote. Das Land ist von zigtausenden sakraler Bauten übersäht, keine kleinste Dorfgemeinschaft ohne einen Tempel, eine Stupa oder eine Pagoda. Irrationales prägt das alltägliche Verhalten. Es gibt die Lehre Buddhas und damit ein Narrativ …
 
Ein Philosoph stellt Fragen zu Themen, die das Wesentliche des Menschseins betreffen, und er versucht, Antworten zu finden. Der religiöse Mensch stellt keine Fragen, er antwortet mit fertigen Phrasen. Also ist ein Buddhist kein Philosoph, denn auch er – wie der Christ, der Muslim, der Jude – stellt keine Fragen, stellt nichts in Frage, will keine Zweifel. Buddhas Teachings sind die Weisheit an sich.
 
Warum sagt dann die Religionslehrerin, Buddhismus sei eine Philosophie?
 
Die Erklärung: Ihr Religionsbegriff kennt eine schöpferische, denkende und lenkende, und schließlich strafende Gottheit. Aber der Buddhismus kommt ohne diese Attribute aus: Buddha hat nichts geschaffen, er nimmt keine direkten Einfluss. Der Buddhist muss sein Leben schon selbst leben.
 
Auch das Jenseits ist anders: Im Nirwana sitzen keine Harfe spielenden Engel auf Wolken, Jungfrauen warten dort auch nicht … es herrscht das Glück des unbewussten Nichts. Der Mensch ist nach Buddha kein Sünder an sich. Wenn er Schlechtes tut, erhält er die Quittung, umgekehrt auch. Das wird „give and take“ genannt, hört sich einigermaßen ökonomisch-vernünftig an und wird auch so verstanden und praktiziert. Das kann die Religionslehrerin nicht als Religion durchgehen lassen. Ihre Religion braucht die Sünderrolle, die Angst, das Kleinmachen. Das kirchliche Moralsystem lebt von diesen Voraussetzungen, vom Gut und Böse, von der Schuld.
 
In Myanmar habe ich keine Amoralität kennengelernt, die Menschen kennen und leben Moral. Wenn also das moralische Handeln dort einigermaßen funktioniert, dann muss es dafür eine andere Erklärung geben als die Angst vor dem strafenden Gott: Es könnte die simple Einsicht sein, dass Moral nutzen kann.

Wie lange in den 70 000 Jahren des Menschenbestehens waren Ungarn Ungarn?

Gibt es den Ursuppen-Ungarn?

Antwort von einem Ungarn, der das glaubt.

Klar, uns gibt's schon immer.

Ungarn sind aber erst um 900 auf das Gebiet des heutigen Ungarn eingewandert.

Quatsch, wir waren immer schon da!

Erst um 1900 ist der Anteil der Ungarn durch Zwangs-Magyarisierung von 45% auf 55 % gestiegen.

Lügenblog.

Hab' ich aus Wikipedia.

Lügenwikipedia.

Seriöse Zeitungen schreiben das auch.

Lügenpresse.

Die wissenschaftliche Belege sind gut gesichert.

Lügenwissenschaft.

Dasselbe Gespräch könnte auch mit einem Kaczynski-Polen, einem Le-Pen-Franzosen oder einem Pegida-Deutschen so ablaufen.

Der rechte Glaube geht von einer blutreinen Volksgemeinschaft aus und nicht von einer modernen Willensgesellschaft.

Im Gegensatz zu Gott und Gottesteilchen (siehe meinen post: Nachrichten von Gott und dem großen Bumser), die sich weder beweisen noch verwerfen lassen und dadurch zu den unlösbaren letzten Wahrheiten zählen, geht es bei den  Fragen zur nationalen Reinheit um vorletzte Wahrheiten, die sich dadurch auszeichnen, dass sie sich belegen oder widerlegen lassen.

Sind also Infostände in Ungarn, Polen oder Dresden die Lösung?

Wohl eher nicht.

Oder wie es der geniale Philosoph Dieter Bohlen ausdrückt:

"Das Problem ist: Mach einem Bekloppten klar, dass er bekloppt ist."

#RechteBewegungen
#BlutreineVolksgemeinschaften
#ModerneWillensgesellschaften

Neues von Gott und dem großen Bumser.

Sie haben das ganze Jahr geschossen.

Im nahen Osten, um den einzig wahren Gott zu ermitteln.

In Genf auf der Suche nach dem ultimativen Gottesteilchen.

Im nahen Osten soll ein wenig über den Frieden gesprochen werden, der erste maßgebliche Teilnehmer wurde inzwischen erschossen.

In Genf zeigen die Schussmessdaten des Large Hadron Colliders (der große Bumser) eine winzig kleine Erkenntnis-Beule, die möglicherweise in 2016 noch wachsen soll.

Was lernen wir daraus?

Erstens:
Die Suche nach der letzten Wahrheit ist in Wahrheit eine einzige Schießerei.

Zweitens:
Wir sollten statt nach der letzten Wahrheit, nach den vorletzen Wahrheiten suchen.

Möglicherweise gibt es die eine oder andere davon ohne Schusswechsel.

#Gott
#Gottesteilchen

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So schön können Stempel sein. Und so unschuldig!
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Moralisten stempeln gern.
 
Die Aliens kommen nach ihrem Besuch auf der Erde zurück auf ihren Heimatplanet und berichten von den Menschen: „Ihr werdet es nicht glauben. Diese Menschen, die haben ein interessantes Hobby: Die stempeln!“
 
Und so berichten die Außerirdischen weiter von ihrer Expedition:
 
Die Menschen sortieren, klassifizieren, standardisieren, kategorisieren, ordnen, definieren, katalogisieren … Dafür haben sie Kästchen, Schubladen, Ordner, Verzeichnisse, Zertifikate, Schilder, Sprachen und Termini … Sie schaffen Systeme, Strukturen, Regeln, Orientierung … Ihre wichtigsten Ziele, so deuten es die Aliens: den Erzfeind Komplexität besiegen, das eigene Tun in legitimierten Systemen sicher einbetten und Kontrolle schaffen.
 
Ihr wichtigstes Symbol und Handwerkzeug ist der Stempel, damit machen sie bumm bumm. Und ewig währt die Botschaft der (meist) blauen Farbe. Ohne Stempel geht nichts, mit Stempel fast alles. Erste Versuche, den Stempel durch Chips zu ersetzen, scheinen vielversprechend.
 
Aber schön der Reihe nach! Woher stammt dieses Hobby der Erdenmenschen?
 
Platon bereits kannte „Fahnen“ als Mittel der Dialektik und als Methode zum Erarbeiten von rationalem Konsens. Heute nutzen wir die Fahnenbildung als Hilfe im Brainstorming. Etwas ist genau dann so oder so, wenn … und dann sind notwendige und hinreichende Voraussetzungen zu beschreiben, deren Erfüllung die Klassifizierung oder Akzeptanz einer Behauptung oder These erlaubt, mit der wir weiterarbeiten können. Verwandtes läuft unter dem Markennamen Metaplan-Technik bei der Moderation von Gruppenarbeit.
 
Aristoteles führte die Unterscheidung und Einheit von Substanz und Akzidenz ein. Der Substanz einer Sache haften die Akzidentien untrennbar an: Quantität, Qualität, Relation, Zeitbestimmung, Ortsbestimmung, Tätigkeit, Leiden, Lage und Besitz waren die Kategorien der Beschreibung.
 
Heute erfinden wir weitere Kategorien, wir könnten auch sagen Eigenschafts-Cluster oder bildlich: Kästchen und Schubladen. Metaphern, Bilder. Alles was uns über den Weg läuft, packen wir dort hinein oder verbinden es mit neuen oder bereits gespeicherten Bildern: Zeitgenossen, Dinge, Situationen und Phänomene. Mit dieser Zuordnung erhält möglichst alles, was unsere Welt ausmacht, einen Stempel, wir vergeben Namen und Nummern, Adressen. Wir schaffen künstliche Identitäten.
 
Im Sport kennen wir Ligen und Gewichtsklassen. Wir haben Farbkarten nach RAL oder HKS. Mit Zolltarifnummern und eClass-Systemen ordnen wir Materialien und Erzeugnisse. Branchenschlüssel, Postleitzahlen, Kfz-Kennzeichen … Gefahrgutklassen, Effizienzklassen, Ampelsysteme für gesund und schädlich … Schulklassen und Schulabschlüsse … das Periodensystem der Elemente … diese Erfindungen des stempelnden Menschenwesens dienen der Charakterisierung, Zuordnung und Wiedererkennbarkeit. Wir ent-anonymisieren, um damit die Vereinbarung von anonymen Standards zu ermöglichen und die Grundlagen für die Normung (DIN, EN, …) zu schaffen.
 
Um festzustellen, was der Norm entspricht, was also „normal“ ist, und dieses Normgerechte vom Ab- oder Un-Normalen außerhalb der Norm abzugrenzen, benötigen und schaffen wir Grenzen und Grenzwerte. So lassen sich innen und außen differenzieren, oben und unten, erlaubt oder verboten ...
 
Angst stellt sich ein, sobald wir mit Situationen und Personen konfrontiert sind, für die wir keine Schublade bereithaben, d.h. die wir nicht oder nur schwer einschätzen, einordnen können. Diese Angst könnte eine evolutionsbiologisch bewährte Gefühlsreaktion sein. Schubladen dagegen erzeugen das Gefühl, Kontrolle zu haben.
 
Kästchenbildung ist eine der unabdingbaren Voraussetzung für die Arbeit und die Ergebnisse der Statistiker: Was wir nicht irgendwie vergleichbar gemacht oder gebogen haben, kann nicht sauber registriert, gezählt, inventarisiert und schließlich Auswertungsverfahren zur Verfügung gestellt werden. Die Buchhaltung oder Buchführung als Spezialgebiet und Mischform aus Statistik und Dokumentation gewinnt erst durch Kategorienbildung (Kontenplan), laufende Zuordnung (Buchung) und abschließende Zählung (Inventur, Saldenbildung …) ihren amoralisch-neutralen Sinn und Wert, den auch die Nazis im administrativen Bereich des KZ-Wesens genutzt haben. Aller „Eingang“ im KZ wurde erfasst und nach Kategorien zugebucht: Menschen, persönliche Gegenstände wie Prothesen, Brillen und Zahnbürsten. Nach dem Vollzug der Aufgabe des KZ wurde wieder gebucht: etwa die abgeschnittenen Haare, das Zahngold.
 
Solange wir uns im Bereich der Technik, etwa im Maschinenbau bewegen, sind Grenzwerte und auch die dazugehörenden Toleranzangaben kaum Anlass für Diskussion oder gar Streit. Die Werte und Maße sind in der Anwendung geprüft, haben sich bewährt … oder sie werden angepasst, pragmatisch, amoralisch.
 
Viele Grenzziehungen und Cluster-Definitionen sind jedoch willkürlich. Warum ist ein junger Mensch mit genau 18 Jahren wahlmündig? Wie ist das Zeitfenster für die Erlaubnis von Schwangerschaftsabbrüchen zu begründen? Wie kommen die Abgasgrenzwerte bei Autos zustande? Warum ist ein Judoka mit bis zu 60 kg in der Klasse Superleichtgewicht und nicht auch noch mit 61 kg? Wie kommt es zur „Rente mit 63“?
 
Kritischer und vor allem gefährlicher sind solche Grenzzäune zu werten, die jeder von uns nach eigenem Gutdünken errichtet: die moralischen Werturteile, die gern zwischen Gut und Böse unterscheiden. Das Wort Toleranz hat in diesem Kontext einen anderen Geschmack als im Maschinenbau: „Ich bin tolerant.“ bedeutet  nichts anderes als „Du bist die Abweichung. Ich aber erfülle die Akzidentien des Guten.“. Mit der vermeintlichen Toleranz desjenigen, der sich als Guter einschätzt, wird also das moralisch Schlechtere als solches erst gestempelt … und in diesem Kästchen eingesperrt. Das Gute ist apriori da; und das ist gut so. Der Gute lebt von seiner Toleranz, ohne das Böse gäbe es keine Guten.
 
Das Einsperren in Schubladen verbunden mit der moralisierenden Raffination ist neben der Willkür des Schubladenbauers eine weitere Konsequenz. Wer einmal lügt dem traut man nicht. Polen klauen. Globalisierung ist schlecht. Atomkraft sowieso. Wir folgen Aristoteles: Die Akzidentien sind von der Substanz nicht mehr lösbar.
 
Misstrauen ist ratsam, wenn solche Weisheiten in Ismus-Begriffen eingegossen erscheinen. Die „-ismus“-Endung kann den Anschein einer Allgemeinverbindlichkeit erwecken, hinter der sich die Willkür versteckt. Im Ismus können wir uns aufgehoben fühlen, denn unser Tun und Denken ist allein durch die Existenz des Ismus-Wortes quasi legitimiert. Die Sprache ist nicht der Beobachtung gefolgt, sie beschreibt das Ist, die Substanz. Glauben wir! Tatsächlich ist es eher die Sprache des Soll, denn die Akzidentien haben wir für das Soll willkürlich geschaffen.
 
Wikipedia nennt über 400 solcher Ismus-Schöpfungen. Sie erscheinen als neutrale Begriffe (Mechanismus, Autismus), zur Beschreibung einer Geisteshaltung und Lebenseinstellung (Zynismus); wir verwenden Ismen mit herabsetzender Bedeutung (Dilettantismus) oder zur Beschreibung von Dogmen (Faschismus). Ismen kommen als Gegensatzpaar daher (Theismus – Atheismus) und zur Kennzeichnung von Epochen und Umbrüchen in Kultur und Gesellschaft (Surrealismus, Kommunismus). Selbst diese Klassifizierung ist willkürlich, ebenso schwammig erscheinen manche Definitionen der Begriffe selbst und umso mehr die Charakterisierung des „-isten“, der sein Kästchen zu verkörpern und zu vertreten scheint: Was etwa ist ein Faschist? Fragen wir zehn Leute, enden wir mit elf Antworten. Wie äußert sich Dogmatismus? Was ist das Typische am Altruisten? Klar ist: Ein Altruist kann nicht gleichzeitig auch Egoist sein. Oder etwa doch?
 
Mögen wir die Ismus-Wut noch wohlwollend als nominalistische Fleißarbeit gelangweilter Intellektueller beobachten, so sollten wir aufpassen, wenn wir die jeweilige Zuordnung von Sachen, Erscheinungen und Menschen in eine Ismus-Schublade als essentialistischen Sprach-Akt aufdecken: „Der ist ein Terrorist!“ Wir penetrieren damit das Bild des Terroristen, er bekommt ein Gesicht, wir erkennen alle ähnlichen Gesichter ebenfalls als die von Terroristen, die Schublade füllt sich und sichert sich ihre Daseinsberechtigung allein durch das häufige Auf und Zu der Lade. Die Schubladeninhalte werden ebenso wenig hinterfragt wie das Schubladensystem an sich, sie werden umso mehr zur Vorhersage verwendet, wir projizieren das Ist der Kategorisierung in die Zukunft. So wie es sein soll. Und weil wir nicht jeden Juden an der Nase erkennen können, verpassen wir ihm sicherheitshalber den Stern als Logo auf der Brust.
 
Selbst wenn wir nicht immer genau wissen, was denn dieser oder jener Ismus bedeutet, so machen wir uns trotzdem irgendein Bild. Stellen wir uns eine Smalltalk-Szene vor: „Wussten Sie, dass XY ein Epibrist ist?“ – „Nein! Tatsächlich? Das ist ja interessant!“ – „Aber bitte: Das bleibt unter uns!“ – „Ja! Selbstverständlich!“ … Damit ist der Epibrismus in der Welt, und „epibrieren“ beschreibt das Tun des Epibristen. Jeder kennt plötzlich einen. Wir haben die Kontrolle zurückgewonnen. Dabei gibt es gar keine Epibristen! Den Begriff „epibrieren“ hat Prof. Siegfried Vögele vor vielen Jahren erfunden.
 
Die höchste Weihe erfährt ein Ismus, wenn er als Religions- oder Glaubensgemeinschaft anerkannt wird: Damit ziehen Gefühle einer Kategorie in die Hirne der Gläubigen ein, die Ungläubige offenbar nicht empfinden: die religiösen Gefühle, deren Verletzung verboten werden darf. Mit dem Argument des Religiösen wird zwar manches zum einschränkenden Tabu umbewertet, aber es finden auch erstaunliche Neudefinitionen in die umgekehrte Richtung statt: Die Zirkumzision ist keine Körperverletzung wehrloser Säuglinge mehr, sondern sie wird zum heiligen Akt, zur Pflicht. Sie ist legitimiert.  
 
Wir tun uns schwer mit der Umbettung von Schubladeninhalten, mit dem Eingeständnis falscher Zuordnungen und mit vorurteilsfreier Neubewertung. Die Geschichte der sog. Cappuccino-Bären im Osnabrücker Zoo zeigt, dass wir neue Erkenntnisse gern unter der Decke halten, wenn sie nicht beschreiben, was eigentlich sein soll. Braun- und Eisbär hatten sich gepaart und Nachwuchs gezeugt, deren Fell so aussah wie der Schokostreu auf dem Milchschaum. Dabei kann das ja – eigentlich! – gar nicht passieren. Nach der Definition dieser beiden Arten mischen die sich nicht. Aber nun haben die schlauen Leute mit der Deutungshoheit über das Artenwesen eine unangenehme Aufgabe, die Dinge wieder zurechtzurücken. Ähnliches passierte jüngst mit den Hippos, diesen Vegetariern unter den afrikanischen Wasser-„Pferden“: Man musste zugestehen, dass sie auch Fleisch fressen, das Foto der armen Antilope im Maul des Hippos war kein Fake.
 
Update-Bedarf ist immer unangenehm, wir sind geneigt, Aufräumarbeiten am Kästchen-System zu verschieben, allenfalls leichte Retuschen vorzunehmen. Ansonsten wäre ja ein Kontrollverlust zu befürchten.
 
Aber wir können auch pragmatisch vorgehen. Da war die Maria, unsere Nachbarin, eine gläubige Katholikin, eine freundliche und hilfsbereite Frau, deren Nachbarschaft wir schätzten. Wir wohnten Haus an Haus allein weit draußen jenseits jeder Bebauung. Gartenarbeit am Sonntag? Nein, das geht gar nicht! So lautete ihr Ismus. Wir waren anderer Meinung. Schließlich einigten wir uns darauf, dass jenes Arbeiten ja eigentlich ein Hobby und damit erlaubt  sein könnte. Allerdings war bei der Auswahl der Werkzeuge sauber zu differenzieren zwischen den großen, schweren „Werktags-Werkzeugen“ (Grabespaten, Rasenmäher) und den filigranen „Sonntags-Hilfsmitteln“ (Astschere, Häcker).
 
Das ist vorbildlicher Umgang innerhalb eines existierenden Kategorien-Systems und mit Hilfe der Fahnenbildung. Die Träger konkurrierender Ideen und Ideale haben sich nicht gegenseitig umgebracht, sondern stattdessen eine gemeinsame neue Idee entwickelt und umgesetzt: Die neuen Metaphern Alltags- und Sonntagswerkzeug waren die Lösung! Wir haben Kompetenz in der strategischen Nutzung des Kategorienwechseln bewiesen, den manche Kategorienfehler nennen: Die Kategorie „Gott will das nicht!“ ist ebenso bedient worden wie die profane Kategorie des „Ich will meinen Garten bestellen!“. Die beiden Parteien hätten auch versuchen können, sachlich über die Sonntagsarbeit im Garten zu diskutieren … vermutlich mit destruktivem Ergebnis! Metaphorisch funktioniert‘s besser!
 
Wenn wir das Stempeln als wesentlich Menschliches annehmen dürfen oder müssen, dann ist es eine erstrebenswerte Aufgabe, die Kompetenz im Umgang mit dem Stempel auszubauen, die Bildersprache zu trainieren.
 
Bereits im Vorschulalter testet man die Kinder auf ihre Schulfähigkeit und prüft, ob sie zwischen Apfel und Obst unterscheiden können. Unter Erwachsenen brechen Kriege aus wegen der gegensätzlichen Haltung zu Apfel und Birne! Was ist da pädagogisch falsch gelaufen?

Moral sichert Grenzen.
 
In und mit Grenzen fühlen wir uns wohl.
 
An Grenzen sind wir unsicher, dort locken Versuchung wie Gefahr.
 
An Grenzen erleben wir aber auch unsere Unfreiheit, unsere Beschränkung und Ausgrenzung. Dann möchten wir diese Grenzen überwinden, schleifen, aufheben, verschieben, den Grenzgänger herauslassen, uns den Kick der Grenzerfahrung geben.
 
Der Grenzbauer in uns erwacht, wenn wir andere Menschen und Erfahrungen, Neues oder Ungewisses ausgrenzen möchten, weil es uns unheimlich oder gefährlich erscheint, weil wir Nachteile erwarten. Wir wollen den Status Quo erhalten, konservieren, Risiko vermeiden. Mit Grenzen schaffen wir die Illusion der Beherrschbarkeit des Ungewissen und Zufälligen, der Natur einschließlich der Natur in uns. Grenzen definieren das Dürfen gegen das Wollen.
 
Innerhalb von Grenzen können wir Disziplin einfordern und überwachen, Fluchten verhindern, Sanktionen durchsetzen. Wir können das Denken aufgeben und uns fallenlassen, Moralhüter wie (un-)freiwilliges Opfer spielen. Grenzen dienen der Herrschaft ebenso wie dem wohligen Gefühl des fürsorglichen Beherrschtseins. Hier könnte die Religion entstanden sein.
 
Außerhalb der Grenzen dürfen wir alles. Oder auch nahezu nichts. Auf Mallorca dürfen wir halbnackt mit Strohhalmen aus Eimern saufen, im Iran dürfen wir unsere Haut nicht zeigen. Auf Kreuzzügen dürfen wir Menschen schlachten, aber wer in Indien eine Kuh überfährt, hat ein großes Problem.
 
Grenzenlosigkeit erleben wir als berauschend, wenn wir uns auf einen Berggipfel begeben, in die Ferne blicken und nur die Grenze unserer Sehkraft das einschränkt, von dem wir in solchen Ausnahme-Situationen sagen dürfen: Alles meins! Die empfundene Grenzenlosigkeit der Macht, etwa von Konzernen, des Bankenwesens, des Datensammelns … empfinden wir dagegen als gefährlich, das darf nicht sein, hier müssen Grenzen gezogen werden.
 
Der Umgang mit Grenzen, also diese Ambivalenz von Bauen und Einreißen, von Verschieben und Sichern, ist vermutlich so alt wie die Evolution des Lebens. Der Homo Sapiens hat sich im Kampf gegen und mit Hilfe der Natur entwickelt; der Zufälligkeit der Darwin’schen Mutation ist die „Erfindung“ der Kultur als Waffe gegen die Natur zu Hilfe gekommen, die bis heute als Turbo der Beschleunigung in der „gen-culture-coevolution“ wirkt. Hier ist der Religion besonders viel zu „verdanken“, …
 
… denn die (religiöse) Moral ist solch ein Turbo-Werkzeug: Moral, auch die nicht religiöse, dient der Aus-, Ab- und Eingrenzung von Gruppen, der Be-Grenzung der eigenen Handlungsoptionen innerhalb der Gruppe wie auch der aggressiven Grenzverschiebung auf feindliches Land außerhalb.
 
Moral – auch und gerade im Namen des Heiligen - verbietet und rechtfertigt zugleich. Moral verdammt und heiligt das Töten, je nach Perspektivlage konstruieren wir das erforderliche Narrativ dazu. Das ist die Strategie in der Moral.
 
Nach dieser Sicht könnten wir Moral als ein biologisch koevolutionär verwurzeltes Phänomen bezeichnen, als ein Wesensmerkmal des Menschseins. Immerhin steckt ja schon unser Körper voller Grenzen: Wir haben unsere schützende Haut, Membranen, Klappen und Ventile steuern und regeln (nicht nur) den Stoffwechsel, wir kennen die Bluthirnschranke … Grenzen sind etwas Genuines. Warum also nicht auch die (strategische) Moral als Kulturprodukt, analog zur körperlichen Welt.
 
Wenn wir diesem Denkweg weiter folgen, dann sind und bleiben Grenzen und die politische, soziologische, wissenschaftliche … auch philosophische Beschäftigung mit ihnen eine Begleiterscheinung des Menschenseins.
 
Das was daran heute neu erscheinen mag, ist also lediglich Phänomenen zu verdanken, die sich dem Grenzthema aktuell eher widersetzen: Die Grenzen der Kapitalströme etwa. Die Grenzen von Ideen und deren Folgen beispielsweise in der Gentechnik. Die angebliche Ressourcen-Begrenzung. Grenzen des Wachstums ebenso wie der Flüchtlingsströme? Digitalisierung? Virtualisierung?
 
Solange wir dazu und dagegen keine Begrenzungs- und damit Beherrschungsideen entwickelt und konstruiert haben, lehnen wir diese Phänomene vorsorglich ab. Unsere ziemlich beste Freundin steht uns verlässlich zur Seite: die Moral. Mit dieser Freundin an der Hand dürfen wir sogar als Quacksalber der sog. Offenen Gesellschaft auftreten, ohne dass der Betrug auffliegt.
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