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Jes 50:7Der Souveräne Herr Jehova aber wird mir helfen. Darum werde ich mich nicht gedemütigt zu fühlen brauchen. Darum habe ich mein Gesicht wie einen Kiesel gemacht, und ich weiß, daß ich nicht beschämt werde.
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Siehst du dich in der neuen Welt?
(Offenbarung 21:1-5)

1. Siehst du dich selbst im Paradies
und alles Schöne, das Gott uns verhieß?
Es wird nicht sein nur Träumerei;
ein Leben friedlich und wirklich frei.
Vom Bösen keine Spur zu sehn,
durch Gottes Herrschaft wird dies geschehn.
Das wirkliche Leben dann jeder genießt.
In Liedern der Lobpreis aus unserm Herzen fließt.

(REFRAIN)
„Wie schön, unser Gott, du alles machst neu.
Dein König Jesus regiert, ist dir treu.
Mit jedem Atemzug fühln wir dann uns befreit.
Jehova, nur du verdienst Ruhm in Ewigkeit.“

2. Siehst du dich selbst im Paradies,
wenn alles wahr wird, was Gott uns verhieß?
Kein Anblick mehr, der uns entsetzt,
kein lauter Schrei uns in Angst versetzt.
Gott schützend breitet aus sein Zelt,
kein Kummer mehr in der neuen Welt.
Verstorbene hörn Gottes Ruf, werden wach.
Zu ihm steigt auf Freude und Jubel hundertfach.

(REFRAIN)
„Wie schön, unser Gott, du alles machst neu.
Dein König Jesus regiert, ist dir treu.
Mit jedem Atemzug fühln wir dann uns befreit.
Jehova, nur du verdienst Ruhm in Ewigkeit.“

(Siehe auch Ps. 37:10, 11; Jes. 65:17; Joh. 5:28; 2. Pet. 3:13.)
PARADICSOM.
KÖZEL AZ A NAP...!
J W : O R G.
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StudienbibelMal 1:2
„Ich habe euch geliebt“, hat Jehova gesprochen

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Die Bibel hat ihr Leben verändert

WARUM wandte sich ein Mann wieder dem Glauben zu, von dem er in der Jugend abgedriftet war? Wie fand ein junger Mann die Vaterfigur, die er sich sein Leben lang so sehr gewünscht hatte? Wir dürfen auf ihre Geschichte gespannt sein.

„Ich musste zu Jehova zurückkehren“ ELIE KHALIL

GEBURTSJAHR: 1976

GEBURTSLAND: ZYPERN

VORGESCHICHTE: VERLORENER SOHN

MEINE VERGANGENHEIT: Ich wurde auf Zypern geboren, bin aber in Australien aufgewachsen. Meine Eltern sind Zeugen Jehovas. Ihnen lag es immer sehr am Herzen, dass ich Jehova und sein Wort, die Bibel, lieben lernte. Als Teenager wollte ich mir dann jedoch nichts mehr sagen lassen. Ich schlich mich abends oft aus dem Haus, um mich mit anderen Jugendlichen zu treffen. Wir stahlen Autos und stellten noch eine Menge anderer Sachen an.

Anfangs tat ich das hinter dem Rücken meiner Eltern, weil ich sie nicht enttäuschen wollte. Aber mit der Zeit war mir das egal. Ich suchte mir Freunde, die wesentlich älter waren und nichts für Jehova übrighatten. Das ging nicht spurlos an mir vorbei. Eines Tages eröffnete ich meinen Eltern, dass ich mit ihrem Glauben nichts mehr zu tun haben wollte. Geduldig versuchten sie, an mich heranzukommen, doch ich blockte ab. Sie waren todunglücklich.

Nachdem ich von zu Hause ausgezogen war, fing ich an, mit Drogen herumzuexperimentieren; ich baute sogar selbst ziemliche Mengen Marihuana an und handelte damit. Mein Lebenswandel ließ sehr zu wünschen übrig und ich verbrachte viel Zeit in Nachtklubs. Auch wurde ich immer reizbarer. Wenn jemand etwas sagte oder tat, was mir nicht passte, war ich schnell auf hundertachtzig. Ich brüllte oft los und ließ meine Fäuste sprechen. Unterm Strich tat ich also genau das Gegenteil von dem, was meine Eltern mir beigebracht hatten.

WIE DIE BIBEL MEIN LEBEN VERÄNDERT HAT: Ein Drogenabhängiger, mit dem ich gut befreundet war, hatte schon früh seinen Vater verloren. Wir redeten oft bis spät in die Nacht, und manchmal sprach er ganz offen darüber, wie sehr ihm sein Vater fehlte. Da ich als Kind gelernt hatte, dass es eine Auferstehung gibt, fing ich bald an, ihm von Jesus zu erzählen — dass er Tote auferwecken konnte und versprochen hat, es in Zukunft wieder zu tun (Johannes 5:28, 29). „Stell dir vor, du könntest deinen Vater wiedersehen“, sagte ich. „Wir alle könnten ewig in einem Paradies auf der Erde leben.“ Das ging ihm zu Herzen.

Ein anderes Mal wollte er etwas über die Endzeit wissen, dann über die Dreieinigkeit und so weiter. Ich schnappte mir immer seine Bibel und zeigte ihm mit verschiedenen Texten die Wahrheit über Jehova Gott, Jesus und die letzten Tage (Johannes 14:28; 2. Timotheus 3:1-5). Je mehr ich ihm erklärte, desto mehr dachte ich auch selbst über Jehova nach.

Langsam, aber sicher ging der Same, den meine Eltern früher mit viel Mühe gesät hatten, in meinem Herzen auf. Zum Beispiel kam mir manchmal auf Partys, wenn ich zusammen mit Freunden Drogen nahm, plötzlich Jehova in den Sinn. Viele von meinen Freunden behaupteten, sie würden Gott lieben, doch ihr Verhalten sprach eine andere Sprache. Ich wollte nicht so sein, und mir wurde klar, was ich zu tun hatte: Ich musste zu Jehova zurückkehren.

Aber zu wissen, was richtig ist, und es dann auch zu tun, sind zwei Paar Stiefel. Manches fiel mir nicht schwer, zum Beispiel mit den Drogen aufzuhören. Außerdem brach ich den Kontakt zu meinen alten Freunden ab und studierte mit einem Ältesten aus der Versammlung die Bibel.

Andere Änderungen waren lange nicht so einfach. Besonders mein Temperament machte mir ziemlich zu schaffen. Manchmal hatte ich mich eine Zeit lang gut im Griff, dann gingen wieder die Pferde mit mir durch. Hinterher fühlte ich mich miserabel und kam mir wie ein Versager vor. Deprimiert ging ich zu dem Ältesten, der mit mir die Bibel studierte. Er war immer nett und geduldig und ein echter Mutmacher. Einmal empfahl er mir einen Wachtturm-Artikel, in dem es ums Durchhalten geht.* Wir besprachen systematisch, was ich tun könnte, falls sich wieder Wut aufstaut. Mit den Tipps aus diesem Artikel und mit viel Beten gelang es mir allmählich, mein Temperament im Zaum zu halten. Im April 2000 ließ ich mich schließlich taufen. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, wie sehr sich meine Eltern gefreut haben.

WIE DIE BIBEL MEIN LEBEN BEREICHERT HAT: Ich habe jetzt inneren Frieden und ein gutes Gewissen, weil ich meinen Körper nicht mehr mit Drogen und Unmoral beschmutze. Bei allem, was ich mache — ob bei der Arbeit, in den Zusammenkünften oder in der Freizeit —, bin ich viel glücklicher, und ich habe eine positive Lebenseinstellung.

Ich bin Jehova für meine Eltern dankbar, die mich nie vergessen haben. Auch muss ich an die Worte Jesu in Johannes 6:44 denken: „Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, der Vater, der mich gesandt hat, ziehe ihn.“ Es ist ein großer Gedanke für mich, dass ich zu Jehova zurückkommen konnte, weil er mich gezogen hat.

„Ich wünschte mir so sehr einen Vater“ MARCO ANTONIO ALVAREZ SOTO

GEBURTSJAHR: 1977

GEBURTSLAND: CHILE

VORGESCHICHTE: MITGLIED EINER DEATH-METAL-BAND

MEINE VERGANGENHEIT: Ich verbrachte meine Kindheit mit meiner Mutter in Punta Arenas, einer schönen Stadt an der Magellanstraße im äußersten Süden von Südamerika. Als sich meine Eltern trennten, war ich fünf Jahre alt, und ich fühlte mich im Stich gelassen. Ich wünschte mir so sehr einen Vater.

Meine Mutter studierte mit Jehovas Zeugen die Bibel und nahm mich zu den Zusammenkünften im Königreichssaal mit. Das mochte ich nun aber überhaupt nicht und ich machte auf dem Weg dahin oft ein Riesentheater. Als ich 13 war, ging ich dann gar nicht mehr mit.

Damals hatte ich bereits ein Faible für Musik und merkte, dass ich nicht unbegabt war. Mit 15 spielte ich Heavy-Metal- und Death-Metal-Musik bei größeren Events, in Bars oder bei privaten Anlässen. Ich hatte Kontakte zu talentierten Musikern, die mein Interesse an klassischer Musik weckten. An einem Konservatorium in der Stadt begann ich ein Musikstudium. Mit 20 zog ich in die Hauptstadt Santiago, um dort weiterzumachen. Auch da spielte ich in Heavy-Metal- und Death-Metal-Bands.

Damals kämpfte ich immer wieder mit Gefühlen innerer Leere. Zusammen mit den anderen in der Band, die meine Ersatzfamilie geworden waren, betäubte ich mich dann mit Alkohol und Drogen. Dass ich nicht der angepasste Typ war, sah man mir schon von Weitem an. Ich trug dunkle Kleidung, hatte einen Bart und die Haare gingen mir fast bis zur Hüfte.

Des Öfteren war ich in Schlägereien verwickelt und machte Bekanntschaft mit der Polizei. Als ich wieder einmal einiges intus hatte, ging ich auf ein paar Drogendealer los, die sich mit meinen Freunden und mir anlegen wollten. Sie verprügelten mich derart, dass ich am Schluss einen gebrochenen Kiefer hatte.

Der schlimmste Schlag kam jedoch aus allernächster Nähe: Eines Tages fand ich heraus, dass mich meine Freundin jahrelang mit meinem besten Freund betrogen hatte — und die anderen hatten alle dichtgehalten. Ich war fertig mit der Welt!

Nach meiner Rückkehr in meine Heimatstadt Punta Arenas verdiente ich mir als Musiklehrer und Cellist mein Geld. Außerdem spielte ich weiter bei Heavy-Metal- und Death-Metal-Bands und nahm Songs mit ihnen auf. Ich lernte ein attraktives Mädchen namens Sussan kennen und wir zogen zusammen. Irgendwann fiel Sussan auf, dass ich im Unterschied zu ihrer Mutter nicht an die Dreieinigkeit glaubte. „Was ist denn jetzt richtig?“, fragte sie. Ich erklärte ihr, die Dreieinigkeitslehre sei meines Wissens falsch, aber mit der Bibel beweisen könne ich es ihr nicht. Doch da gab es ja eine Lösung. Ich sagte, dass Jehovas Zeugen ihr die Wahrheit aus der Bibel zeigen könnten. Dann tat ich etwas, was ich seit Jahren nicht mehr getan hatte: Ich betete zu Gott und bat ihn um Hilfe.

Ein paar Tage später sah ich einen Mann, der mir irgendwie vertraut vorkam, und fragte ihn, ob er Zeuge Jehovas sei. Er musste schlucken, als er mich in meinem Aufzug sah, gab mir jedoch freundlich Antwort auf meine Fragen nach den Zusammenkünften im Königreichssaal. Für mich stand fest: Dieser Mann war die Antwort auf mein Gebet. Ich ging zum Saal und setzte mich in die letzte Reihe, damit ich nicht auffiel. Doch einer nach dem anderen erkannte mich wieder. Viele begrüßten und umarmten mich so herzlich, dass mich ein unglaublicher Frieden durchströmte. Es war, als wäre ich nach Hause gekommen! Als ich den Zeugen entdeckte, der vor vielen Jahren mit mir die Bibel studiert hatte, fragte ich ihn, ob wir weitermachen könnten.

WIE DIE BIBEL MEIN LEBEN VERÄNDERT HAT:Eines Tages las ich Sprüche 27:11: „Sei weise, mein Sohn, und erfreue mein Herz.“ Den Gedanken, dass wir kleinen Menschen dem Schöpfer Freude machen können, fand ich fantastisch. Und da dämmerte es mir: Jehova war die Vaterfigur, nach der ich mein Leben lang gesucht hatte.

Nach vielen Jahren Alkohol- und Drogenabhängigkeit wollte ich jetzt meinem Vater im Himmel Freude machen und seinen Willen tun. Die Aussage von Jesus in Matthäus 6:24: „Niemand kann ein Sklave zweier Herren sein“, bekam nun einen Sinn für mich. Während ich an verschiedenen Fronten kämpfte, merkte ich, wie wahr der Grundsatz aus 1. Korinther 15:33 ist: „Schlechte Gesellschaft verdirbt nützliche Gewohnheiten.“ Solange ich mit den falschen Leuten an den falschen Orten zusammen war, konnte ich meine schlechten Gewohnheiten nicht loswerden. Der Rat der Bibel war deutlich: Ich musste einen radikalen Schnitt machen und alle Stolpersteine aus dem Weg räumen (Matthäus 5:30).

Die schwerste Entscheidung von allen war, mich von der Heavy-Metal-Szene zurückzuziehen. Diese Musik war mein Leben. Mit der Hilfe meiner Freunde in der Versammlung hatte ich jedoch schließlich Erfolg. Ich hörte mit dem Trinken und den Drogen auf, trennte mich von meinen langen Haaren, rasierte mir den Bart ab und lief nicht mehr ständig in Schwarz herum. Als ich Sussan sagte, was ich mit meinen Haaren vorhatte, wurde sie neugierig und meinte: „Jetzt muss ich doch mal mit in diesen Königreichssaal und schauen, was da läuft.“ Sie war sehr angetan und studierte bald selbst die Bibel. Sussan wurde später meine Frau, und 2008 ließen wir uns beide taufen. Wir sind so glücklich, zusammen mit meiner Mutter Jehova zu dienen.

WIE DIE BIBEL MEIN LEBEN BEREICHERT HAT: Ich bin aus einer Welt geflüchtet, wo Glück nur Schein ist und Freunde keine echten Freunde sind. Die Musik liebe ich immer noch, aber ich bin wählerisch geworden. Meine Familie und besonders junge Leute lasse ich gern an meinen Erfahrungen teilhaben. Ich möchte ihnen damit zeigen, dass vieles von dem, was die Welt zu bieten hat, zwar verlockend erscheint, letzten Endes jedoch nur „eine Menge Kehricht“ ist (Philipper 3:8).

Ich habe treue Freunde in der Versammlung gefunden, wo Liebe und Frieden herrscht. Und das Schönste ist: Weil ich auf Jehova zugegangen bin, habe ich endlich meinen Vater gefunden.

[Fußnote]

Der Artikel „Erfolg durch Beharrlichkeit“ erschien in der Ausgabe vom 1. Februar 2000, Seite 4—6.

[Herausgestellter Text auf Seite 13]

„Ich konnte zu Jehova zurückkommen, weil er mich gezogen hat“

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Wie man Gott näherkommt

„Lass uns zu dir zurückkehren“

„Ich würde Jehova gern wieder dienen. Ob er mich wohl wieder annimmt?“ Wer schon einmal mit so einem Gedanken gespielt hat, dem möchten wir diesen und den nächsten Artikel sehr ans Herz legen. Sie sind speziell für die gedacht, die Jehova früher schon einmal gedient haben.

„ICH habe zu Jehova gebetet, dass er mich doch zurückkommen lässt und mir verzeiht, dass ich ihm wehgetan habe.“ Das erzählte eine Frau, die sich von den christlichen Werten, mit denen sie aufgewachsen war, weit entfernt hatte. Wie empfindet denn Gott für Menschen, die ihm früher einmal gedient haben? Denkt er noch an sie? Möchte er, dass sie zu ihm zurückkehren? Die herzerwärmenden Worte in Jeremia 31:18-20geben uns eine Antwort auf diese Fragen.

Zunächst etwas zum Hintergrund: Im Jahr 740 vor unserer Zeitrechnung, also Jahrzehnte vor der Zeit Jeremias, wurden die Bewohner des Zehnstämmereichs Israel von den Assyrern ins Exil geführt.* Gott ließ das als Strafe zu, weil sich sein Volk in schwere Sünden verrannt und die wiederholten Warnungen seiner Propheten in den Wind geschlagen hatte (2. Könige 17:5-18). Die Israeliten mussten in der Gefangenschaft viel Leid ertragen, sie waren getrennt von ihrem Gott und fern von der Heimat. Hat sie das zur Einsicht gebracht? Hat Jehova sie ganz und gar vergessen? Würde er sie jemals wieder nach Hause zurückkommen lassen?

„Ich [empfand] Bedauern“

Die Israeliten kamen in der Gefangenschaft zur Besinnung. Sie waren völlig am Boden und bereuten von Herzen. Jehova entging das nicht. Es ist bemerkenswert, wie er die Einstellung und die Empfindungen der verschleppten Israeliten beschreibt, die er kollektiv als Ephraim bezeichnet.

„Ganz bestimmt habe ich gehört, wie sich Ephraim selbst bedauerte“ (Vers 18). Jehova hörte, wie die Israeliten die Folgen ihrer vielen Sünden beklagten. Der Ausdruck „sich selbst bedauern“ kann „eine schüttelnde oder schaukelnde Bewegung“ bezeichnen, wie eine Autorin schreibt. Die Israeliten hatten viel Leid über sich gebracht und sehnten sich nach dem Leben in der Heimat zurück. Wie ein auf Abwege geratener Sohn, der nicht fassen kann, was passiert ist, schüttelten sie reumütig den Kopf (Lukas 15:11-17). Was sagten sie?

„Du hast mich zurechtgebracht . . . wie ein Kalb, das nicht abgerichtet worden ist“ (Vers 18). Das Volk sah ein, dass es die Strafe verdiente, hatte es sich doch wie ein ungezähmtes Kalb benommen. Dieser Vergleich kann ausdrücken, dass Israel wie ein junger Stier war, der nie „den Stachel gespürt hätte, wenn er sich nicht erst gegen das Joch aufgebäumt hätte“, so heißt es in einem Nachschlagewerk.

„Veranlasse mich umzukehren, und ich will umkehren, denn du bist Jehova, mein Gott“(Vers 18). Mit demütigem Herzen riefen sie zu Gott. Sie waren vom richtigen Weg abgekommen und hatten schwer gesündigt, doch nun flehten sie Jehova an, ihnen zu helfen, wieder in seine Gunst zu kommen. Die Gute Nachricht Bibel drückt es so aus: „Lass uns zu dir zurückkehren, denn du, Herr, bist unser Gott!“

„Ich [empfand] Bedauern . . . Ich schämte mich, und ich fühlte mich auch gedemütigt“ (Vers 19). Den Israeliten taten ihre Sünden leid. Sie fühlten sich schuldig und gaben ihre Schuld zu. Sie kamen sich unwürdig vor und waren niedergeschlagen (Lukas 15:18, 19, 21).

Die Israeliten bereuten. Sie waren tief betrübt, bekannten Gott ihre Sünden und kehrten von ihrem schlechten Weg um. Würde ihre Reue Gottes Herz erweichen? Würde er sie nach Hause zurückkehren lassen?

„Auf jeden Fall werde ich mich seiner erbarmen“

Jehova hatte eine besondere Bindung zu den Israeliten. Er sagte: „Ich bin Israel zum Vater geworden; und was Ephraim betrifft, er ist mein Erstgeborener“ (Jeremia 31:9). Welcher Vater, der seinen Sohn liebt, würde ihn nicht mit offenen Armen aufnehmen, wenn er aufrichtig bereut? Jehova empfindet wie ein Vater für sein Volk und drückt das in folgenden Worten aus:

„Ist mir Ephraim ein teurer Sohn oder ein lieb behandeltes Kind? Denn in dem Maße, wie ich gegen ihn rede, werde ich ganz bestimmt weiter an ihn denken“ (Vers 20). Was für eine schöne Zusage! Wie ein konsequenter und gleichzeitig liebevoller Vater musste Gott „gegen“ seine Kinder reden; er machte sie immer wieder warnend auf ihre Fehler aufmerksam. Als sie absolut nicht hören wollten, ließ er sie ins Exil führen — sie mussten von zu Hause fort. Doch obwohl die Strafe notwendig war, vergaß er sie nicht. Das würde er nie tun. Ein Vater, der seine Kinder liebt, vergisst sie nicht. Was ging in Jehova vor, als er sah, dass seine Kinder echte Reue empfanden?

„Darum sind meine Eingeweide seinetwegen ungestüm geworden.* Auf jeden Fall werde ich mich seiner erbarmen“ (Vers 20). Jehova hatte große Sehnsucht nach seinen Kindern. Ihre echte Reue berührte ihn, und er wünschte sich sehnlichst, dass sie zu ihm zurückkommen. Wie der Vater in Jesu Gleichnis vom verlorenen Sohn war er „von Mitleid bewegt“ und stand sozusagen mit offenen Armen da, um sie zu Hause zu begrüßen (Lukas 15:20).

„Jehova, lass mich doch zurückkommen“

Jeremia 31:18-20 gibt uns eine Vorstellung davon, wie mitfühlend und barmherzig Jehova doch ist. Er vergisst niemand, der ihm einmal gedient hat. Und wenn jemand zu ihm zurückkommen möchte, ist er „zum Vergeben bereit“ (Psalm 86:5). Er wird diejenigen, die bereuen und zu ihm kommen, nie abweisen (Psalm 51:17). Im Gegenteil, er ist glücklich, wenn er sie willkommen heißen kann (Lukas 15:22-24).

Die eingangs erwähnte Frau gab sich einen Ruck und kehrte zu Jehova zurück. Sie ging zu einer Zusammenkunft von Jehovas Zeugen in ihrer Nähe. Zuerst musste sie mit ihren Gefühlen klarkommen. „Ich kam mir so furchtbar schlecht vor“, erzählt sie. Die Ältesten in der Versammlung machten ihr jedoch Mut und halfen ihr, im Glauben wieder Fuß zu fassen. Mit tiefer Dankbarkeit sagt sie: „Es ist so schön: Jehova hat mich nach Hause kommen lassen!“

Wer Jehova schon einmal gedient hat und gern wieder zu ihm zurückmöchte, ist herzlich eingeladen, die Versammlung der Zeugen Jehovas in seiner Nähe zu besuchen. Jehova ist mitfühlend und barmherzig und streckt allen die Hand entgegen, die bereuen und zu ihm rufen: „Lass uns zu dir zurückkehren.“

Vorschlag für das Bibellesen im April

▪ Jeremia 17 bis 31

[Fußnoten]

Über 250 Jahre vorher, im Jahr 997, zerbrach das Königreich Israel in zwei Teile: das Zweistämmereich Juda im Süden und das Zehnstämmereich Israel im Norden, das nach seinem führenden Stamm auch Ephraim genannt wurde.

Ein Handbuch für Bibelübersetzer sagt zu dieser plastischen Beschreibung: „Für die Juden war das Körperinnere das Zentrum der Emotionen.“

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Sei wie Christus gehorsam und mutig

„Fasst Mut! Ich habe die Welt besiegt“ (JOH. 16:33).

1. Wie weit ging Jesu Gehorsam gegenüber seinem Vater?

JESUS CHRISTUS tat immer den Willen Gottes. Er spielte nie auch nur mit dem Gedanken, seinem himmlischen Vater ungehorsam zu sein (Joh. 4:34;Heb. 7:26). Doch was er auf der Erde erlebte, machte ihm den Gehorsam nicht gerade leicht. Gleich von Anfang seines Dienstes an zogen seine Feinde — angeführt von Satan, dem Teufel — alle Register, ihn durch Argumente, Druck oder List und Tücke von seinem treuen Lebenslauf abzubringen (Mat. 4:1-11; Luk. 20:20-25). Diese Feinde fügten Jesus massive seelische und körperliche Schmerzen zu. Am Ende gelang es ihnen dann, ihn an einem Marterpfahl hinrichten zu lassen (Mat. 26:37, 38; Luk. 22:44; Joh. 19:1, 17, 18). Obwohl man Jesus so zusetzte und er so viel leiden musste, blieb er „gehorsam bis zum Tod“. (LiesPhilipper 2:8.)

2, 3. Was können wir für uns daraus ableiten, dass Jesus gehorsam war, obwohl er so viel durchmachte?

2 Durch seine Erlebnisse als Mensch auf der Erde lernte Jesus, unter für ihn völlig neuen Bedingungen gehorsam zu sein (Heb. 5:8). Man könnte meinen, dass es nichts mehr gab, was Jesus über den Dienst für Jehova noch hätte dazulernen können. Schließlich war er über unvorstellbar lange Zeit hinweg aufs Engste mit Jehova vertraut geworden und hatte bei derSchöpfung als Gottes „Werkmeister“ gearbeitet (Spr. 8:30). Aber dadurch, dass er als Mensch treu blieb, obwohl er so viel durchmachte, stellte er seine vollständige Ergebenheit unter Beweis. Er, der Sohn Gottes, kam seinem Vater noch näher. Was können wir aus seiner Erfahrung lernen?

3 Obwohl Jesus ein vollkommener Mensch war, versuchte er nicht, aus eigener Kraft vollkommen gehorsam zu bleiben. Er suchte im Gebet Gottes Hilfe dabei. (Lies Hebräer 5:7.) Wollen wir gehorsam bleiben, müssen wir auch demütig sein und regelmäßig alles mit Jehova im Gebet besprechen. Aus dem Grund legte der Apostel Paulus Christen ans Herz: „Bewahrt diese Gesinnung in euch, die auch in Christus Jesus war.“ Welche? Er „erniedrigte . . . sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod“ (Phil. 2:5-8). Jesus bewies durch sein Leben, dass Menschen Gott gehorsam sein können, selbst wenn sie von lauter Bosheit umgeben sind. Allerdings war Jesus ja vollkommen. Gilt dasselbe denn auch für unvollkommene Menschen wie uns?

Gehorsam trotz Unvollkommenheit

4. Was bedeutet es für uns, dass der Mensch mit einem freien Willen erschaffen wurde?

4 Als Gott Adam und Eva erschuf, gab er ihnen einen Verstand und einen freien Willen. Da wir von ihnen abstammen, haben auch wir einen freien Willen. Was ist damit gemeint? Wir können uns dafür entscheiden, richtig oder falsch zu handeln. Anders ausgedrückt: Gott gesteht uns die Freiheit zu, zu wählen, ob wir ihm gehorchen wollen oder nicht. Diese große Freiheit bringt Verantwortung mit sich: Wir müssen dafür geradestehen, wie wir mit ihr umgehen. Letzten Endes entscheidet das sogar über Leben und Tod. Und es wirkt sich auch auf unsere Mitmenschen aus.

5. Womit haben wir alle zu kämpfen? Wie können wir den Kampf gewinnen?

5 Da wir die Unvollkommenheit geerbt haben, neigen wir nicht von Natur aus zum Gehorsam. Gottes Geboten zu gehorchen, ist deshalb nicht immer einfach. Paulus hatte auch damit zu kämpfen. Er schrieb: „Ich sehe in meinen Gliedern ein anderes Gesetz, das dem Gesetz meines Sinnes widerstreitet und mich gefangen nimmt unter das Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist“ (Röm. 7:23). Sind keine Opfer, Schmerzen oder Unannehmlichkeiten damit verbunden, fällt uns Gehorsam natürlich leichter. Was aber, wenn unserem Wunsch, zu gehorchen, die „Begierde des Fleisches“ oder die „Begierde der Augen“ in die Quere kommt? Diese negativen Kräfte gehen auf unsere Unvollkommenheit zurück sowie auf den Einfluss durch den „Geist der Welt“, in der wir leben, und sie sind sehr mächtig (1. Joh. 2:16; 1. Kor. 2:12). Um ihnen etwas entgegenzusetzen, müssen wir unser Herz „bereit machen“, also auf Krisen oder Versuchungen vorbereiten, bevor wir damit konfrontiert werden. Das bedeutet, sich fest vorzunehmen: „Ich will Jehova gehorchen, egal was passiert!“ (Ps. 78:8). In der Bibel sind viele Beispiele von Menschen zu finden, die das geschafft haben, eben weil sie ihr Herz „bereit gemacht“ hatten (Esra 7:10; Dan. 1:8).

6, 7. Erkläre bitte an einem Beispiel, wie uns das persönliche Studium helfen kann, richtig zu entscheiden.

6 „Bereit machen“ oder in die richtige Verfassung bringen können wir unser Herz unter anderem dadurch, dass wir fleißig die Bibel und bibelerklärende Veröffentlichungen studieren. Stellen wir uns einmal folgende Situation vor: Es ist dein persönlicher Studierabend. Du hast gerade darum gebetet, dass Jehova dir durch seinen Geist hilft, das anzuwenden, was du aus seinem Wort lernst. Für den nächsten Abend hast du vor, dir einen Fernsehfilm anzuschauen. Du hast positive Kritiken darüber gehört, weißt aber auch, dass einige sex- und gewaltbetonte Szenen darin vorkommen.

7 Du machst dir über den Rat des Paulus inEpheser 5:3 Gedanken: „Hurerei und jede Art Unreinheit oder Habgier sollen unter euch nicht einmal erwähnt werden, so wie es sich für Heilige geziemt.“ Dir fällt auch ein, was Paulus in Philipper 4:8 geraten hat. (Lies.) Du lässt diesen von Jehova stammenden Rat auf dich wirken und fragst dich dabei unwillkürlich: „Nehme ich mir wirklich an Jesus ein Beispiel, der Jehova genau gehorchte, wenn ich meine Gefühle und mein Denken bewusst dem Einfluss solcher Filme aussetze?“ Was wirst du jetzt tun? Den Film einfach trotzdem anschauen?

8. Warum müssen wir es mit Jehovas Maßstäben sehr genau nehmen?

8 Es mit Jehovas Maßstäben nicht so genau zu nehmen — vielleicht weil man sich für stark genug hält, sich von schlechter Gesellschaft nicht beeinflussen zu lassen —, wäre ein Fehler. Das gilt auch, wenn es sich bei der schlechten Gesellschaft um Unterhaltung handelt, in der Sex oder Gewalt vorkommt. Vielmehr müssen wir uns und unsere Kinder vor dem schädlichen Einfluss durch den Geist des Teufels schützen. Wer einen Computer hat, achtet peinlich genau darauf, dass er nicht mit schädlichen Viren infiziert wird, die Daten vernichten, die Funktion behindern und sich sogar darauf einnisten können, um von dort aus andere Computer zu attackieren. Können wir es uns leisten, weniger wachsam und auf der Hut zu sein vor Satans „listigen Handlungen“? (Eph. 6:11, Fn.).

9. Warum müssen wir uns fest vornehmen, Jehova jeden Tag zu gehorchen?

9 Praktisch jeden Tag stehen wir bei Entscheidungen vor der Frage: „Gehe ich so vor, wie Jehova es sich wünscht, oder nicht?“ Damit Jehova uns retten kann, müssen wir ihm gehorchen und uns an seine gerechten Lebensregeln halten. Sind wir wie Christus gehorsam — sogar „bis zum Tod“ —, dann beweist das, dass unser Glaube echt ist. Jehova wird uns für unsere Treue belohnen. Jesus hat versprochen: „Wer . . . bis zum Ende ausgeharrt haben wird, der wird gerettet werden“ (Mat. 24:13). Dazu brauchen wir ganz offensichtlich echten Mut, wie Jesus ihn hatte (Ps. 31:24).

Jesus — das beste Vorbild an Mut

10. Von welchen Seiten wird Druck auf uns ausgeübt, und wie sollten wir damit umgehen?

10 Wir sind umgeben von den Denk- und Verhaltensweisen der Welt Satans. Um davon nicht angesteckt zu werden, muss man sich regelrecht wehren, und das erfordert Mut. Christen sehen sich Zwängen und Belastungen sittlicher, gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und religiöser Art ausgesetzt, die sie von den gerechten Wegen Jehovas abbringen könnten. Viele haben in der eigenen Familie starken Gegenwind. Bildungseinrichtungen in manchen Ländern propagieren immer offensiver die Evolutionstheorie, und der Atheismus wird zunehmend gesellschaftsfähig. Bei so viel Druck können wir nicht einfach den Kopf einziehen. Wir müssen alldem aktiv etwas entgegensetzen, um uns zu schützen. Jesus hat uns vorgemacht, wie man das schaffen kann.

11. Wieso werden wir mutiger, wenn wir Jesu Beispiel auf uns wirken lassen?

11 Jesus sagte zu seinen Jüngern: „In der Welt habt ihr Drangsal, doch fasst Mut! Ich habe die Welt besiegt“ (Joh. 16:33). Er gab dem Einfluss der Welt nie nach. Weder ließ er sich durch sie davon abhalten, seinen Predigtauftrag zu erfüllen, noch machte er Zugeständnisse in Sachen wahre Anbetung und richtiges Verhalten. Wir sollten uns genauso wenig beeinflussen lassen. Jesus sagte im Gebet über seine Jünger: „Sie sind kein Teil der Welt, so wie ich kein Teil der Welt bin“ (Joh. 17:16). Wenn wir sein mutiges Beispiel genau untersuchen und auf uns wirken lassen, können auch wir den nötigen Mut aufbringen, konsequent Abstand von der Welt zu halten.

Von Jesus lernen, mutig zu sein

12—14. An welchen Beispielen wird deutlich, wie mutig Jesus war?

12 Seinen ganzen Dienst hindurch bewies Jesus großen Mut. Mit der ihm verliehenen Autorität als Sohn Gottes ging er furchtlos „in den Tempel und trieb alle hinaus, die im Tempel verkauften und kauften, und stieß die Tische der Geldwechsler und die Bänke der Taubenverkäufer um“ (Mat. 21:12). Als am Abend vor seinem Tod Soldaten anrückten, um ihn zu verhaften, stellte er sich mutig vor seine Jünger und sagte: „Wenn ihr . . . mich sucht, so lasst diese gehen“ (Joh. 18:8). Wenige Augenblicke später sagte er Petrus, er solle sein Schwert wegstecken, und zeigte dadurch, dass er sich nicht auf irdische Waffen verließ, sondern auf Jehova vertraute (Joh. 18:11).

13 Unerschrocken stellte Jesus die lieblosen Irrlehrer seiner Zeit und ihre verkehrten Ansichten bloß: „Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler, weil ihr das Königreich der Himmel vor den Menschen verschließt! . . . Ihr habt die gewichtigeren Dinge des GESETZES außer acht gelassen, nämlich das Recht und die Barmherzigkeit und die Treue. . . . Ihr [reinigt] das Äußere des Bechers und der Schüssel . . ., innen aber sind sie mit Raub und Unmäßigkeit gefüllt“ (Mat. 23:13, 23, 25). Seine Jünger würden genauso mutig sein müssen, denn die Führer der falschen Religion würden auch sie verfolgen und einige von ihnen umbringen (Mat. 23:34; 24:9).

14 Sogar bösen Geistern trat Jesus mutig entgegen. Einmal kam ihm ein von Dämonen Besessener entgegen, der so stark war, dass ihn niemand hatte fesseln können, nicht einmal mit einer Kette. Kein bisschen eingeschüchtert trieb Jesus die vielen Dämonen aus, die den Mann in ihrer Gewalt hatten (Mar. 5:1-13). Christen haben heute von Gott nicht die Macht bekommen, solche Wunder zu wirken. Aber beim Predigen und Lehren müssen auch wir sozusagen Krieg führen gegen Satan, der „den Sinn der Ungläubigen verblendet hat“ (2. Kor. 4:4). Wie im Fall Jesu sind auch „die Waffen unserer Kriegführung . . . nicht fleischlich, sondern machtvoll durch Gott, um starke Verschanzungen umzustoßen“ — Ansichten, die tief verwurzelt, aber falsch sind (2. Kor. 10:4). Von Jesus können wir viel darüber lernen, wie man mit diesen Waffen, die Gott uns in die Hand gibt, richtig umgeht.

15. Worauf war Jesu Mut zurückzuführen?

15 Jesu Mut war nicht auf übersteigertes Selbstvertrauen zurückzuführen, sondern auf Glauben. Das darf bei uns nicht anders sein (Mar. 4:40). Wie können wir echten Glauben entwickeln? Auch das hat uns Jesus vorgemacht. Er kannte sich gründlich in den heiligen Schriften aus und vertraute voll und ganz darauf. Seine Waffe war ein Schwert — aber kein buchstäbliches, sondern das Schwert des Geistes, Gottes Wort. Immer wieder untermauerte er das, was er lehrte, mit Zitaten aus den Schriften. Oft leitete er eine Aussage mit der Formulierung ein: „Es steht geschrieben“ — nämlich im Wort Gottes.*

16. Wie können wir im Glauben wachsen?

16 Wie können wir den nötigen Glauben entwickeln, um die Prüfungen durchzustehen, denen jeder Jünger Christi unweigerlich ausgesetzt wird? Nur dadurch, dass wir jeden Tag die Bibel lesen und studieren sowie die Zusammenkünfte besuchen — anders ausgedrückt: unseren Sinn mit den Wahrheiten ernähren, auf denen Glaube aufbaut (Röm. 10:17). Außerdem müssen wir über das, was wir lernen, nachsinnen — gründlich nachdenken —, um es uns tief im Herzen zu eigen zu machen. Nur wenn unser Glaube lebendig ist, kann er uns dazu motivieren, mutig zu handeln (Jak. 2:17). Und wir müssen um heiligen Geist beten, denn Glaube gehört zur Frucht des Geistes (Gal. 5:22).

17, 18. Wie bewies eine junge Schwester in der Schule ihren Mut?

17 Kitty ist eine junge Schwester, die selbst erlebt hat, wie mutig echter Glaube machen kann. Schon als sie noch klein war, hatte sie ihren Mitschülern eigentlich gern von ihrem Glauben erzählen wollen, weil ihr bewusst war, dass sie sich auch in der Schule „der guten Botschaft nicht schämen“ sollte (Röm. 1:16). Jedes Jahr nahm sie sich das fest vor, aber irgendwie fehlte ihr dann doch immer das letzte Quäntchen Mut dazu. Als sie nach ein paar Jahren die Schule wechselte, sagte sie sich: „Diesmal werde ich nachholen, was ich bisher nicht geschafft habe!“ Sie betete um eine gute Gelegenheit, um das nötige Feingefühl und darum, so mutig zu sein wie Jesus.

18 Gleich am ersten Tag in der neuen Schule sollten sich alle Schüler der Reihe nach vorstellen. Einige erwähnten dabei, zu welcher Religion sie gehörten, aber dass sie sie nicht wirklich aktiv ausüben würden. Kitty ging auf: Das war die Gelegenheit, um die sie gebetet hatte! Als sie an der Reihe war, sagte sie ganz souverän: „Ich bin eine Zeugin Jehovas, und wenn es um Religion und um das richtige Verhalten geht, halte ich mich an das, was in der Bibel steht.“ Einige Mitschüler verdrehten da die Augen, aber andere hörten ihr weiter zu und stellten ihr anschließend Fragen. Der Lehrer sagte später sogar, die anderen könnten sich davon, wie sie sich für ihre Überzeugung hingestellt habe, eine Scheibe abschneiden. Kitty ist ganz glücklich darüber, dass sie von Jesus gelernt und es geschafft hat, mutig zu sein.

Wie Christus Glauben und Mut beweisen

19. (a) Was ist nötig, um echten Glauben zu haben? (b) Wie können wir dafür sorgen, dass sich Jehova von Herzen freut?

19 Auch den Aposteln war klar, dass sie einen starken Glauben brauchten, um wirklich mutig ihre Aufgaben anzugehen. Sie baten Jesus eindringlich: „Gib uns mehr Glauben.“ (Lies Lukas 17:5, 6.)Einfach nur zu glauben, dass es einen Gott gibt, reicht dazu nicht. Echter Glaube setzt eine enge, vertraute Bindung zu Jehova voraus, wie die eines kleinen Kindes zu seinem gütigen, lieben Vater. Salomo wurde von Gott inspiriert, zu schreiben: „Mein Sohn, wenn dein Herz weise geworden ist, wird sich mein Herz, ja das meine, freuen. Und meine Nieren werden frohlocken, wenn deine Lippen Geradheit reden“ (Spr. 23:15, 16). Wenn wir uns also mutig für das hinstellen, was richtig ist, dann freut sich Jehova von Herzen darüber — und das zu wissen, macht uns noch mutiger. Nehmen wir uns deshalb immer an Jesus ein Beispiel und treten wir mutig für Gerechtigkeit ein!

[Fußnote]

Beispiele dafür finden sich in Matthäus 4:4, 7, 10;11:10; 21:13; 26:31; Markus 9:13; 14:27; Lukas 24:46 und Johannes 6:45; 8:17.

Wie würdest du es erklären?

• Wie können wir es trotz unserer Unvollkommenheit schaffen, gehorsam zu bleiben?

• Worauf stützt sich echter Glaube und wie hilft er uns, Mut zu entwickeln?

• Was ist das Ergebnis, wenn wir gehorsam sind und wie Christus Mut beweisen?

[Bild auf Seite 13]

Bereitest du dein Herz auf Versuchungen vor?

[Bild auf Seite 15]

Wie Jesus können auch wir mutig sein, wenn wir einen starken Glauben haben

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❤❤❤INFO JW.ORG ❤❤❤w08 15. 9. S. 7-11
Jehova sorgt für unsere Rettung

„Jehova wird ihnen helfen und sie entrinnen lassen“ (PS. 37:40).

1, 2. Welche Grundwahrheit über Jehova macht uns Mut und gibt uns viel Kraft?

SCHATTEN, die die Sonne wirft, stehen niemals still. Während sich die Erde dreht, sind sie ständig am Wandern und verändern ihr Aussehen. Der Schöpfer von Erde und Sonne dagegen verändert sich nie (Mal. 3:6). „Bei ihm gibt es keine Veränderung von der Drehung des Schattens“, sagt die Bibel (Jak. 1:17). Diese Grundwahrheit über Jehova macht uns Mut und gibt uns viel Kraft, vor allem wenn wir schwierige Zeiten durchmachen. Warum?

2 Wie wir im letzten Artikel gesehen haben, hat sich Jehova in biblischer Zeit immer wieder als Retter oder Befreier erwiesen (Ps. 70:5). Er ändert sich nicht und hält immer Wort. Also haben seine Anbeter heute allen Grund, darauf zu vertrauen, dass er auch „ihnen helfen und sie entrinnen lassen“ wird (Ps. 37:40). Wie hat Jehova das in unserer Zeit getan? Wie kann er das für uns ganz persönlich tun?

Aus der Hand von Gegnern befreit

3. Wieso können wir sicher sein, dass jeder Versuch, das Volk Jehovas vom Predigen der guten Botschaft abzuhalten, fehlschlagen wird?

3 Keine noch so heftige Verfolgung durch Satan wird Jehovas Zeugen je davon abhalten können, ausschließlich Jehova anzubeten, wie er es verdient. Gott verspricht uns in seinem Wort: „Welche Waffe es auch immer sei, die gegen dich gebildet sein wird, sie wird keinen Erfolg haben, und welche Zunge es auch immer sei, die sich im Gericht gegen dich erheben wird, du wirst sie verurteilen“ (Jes. 54:17). Alle Versuche von Gegnern, Gottes Volk daran zu hindern, den Predigtauftrag zu erfüllen, sind ausnahmslos fehlgeschlagen. Hier zwei Beispiele dafür:

4, 5. Womit sahen sich Jehovas Diener 1918 konfrontiert? Wie ist das ausgegangen?

4 Im Jahr 1918 sahen sich Jehovas Diener mit einer von der Geistlichkeit angezettelten Verfolgungskampagne konfrontiert, die das Predigtwerk lahmlegen sollte. Am 7. Mai wurde Haftbefehl erlassen gegen J. F. Rutherford, der damals mit der Leitung des weltweiten Predigtwerks betraut war, und gegen einige andere leitende Brüder in der Weltzentrale. Binnen zwei Monaten wurden sie zu Unrecht wegen Verschwörung angeklagt und zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Hatten die Gegner jetzt ihr Ziel erreicht, mithilfe der Gerichte dem Predigen ein für alle Mal Einhalt zu gebieten? Natürlich nicht!

5 Schließlich hat Jehova ja versprochen: „Welche Waffe es auch immer sei, die gegen dich gebildet sein wird, sie wird keinen Erfolg haben.“ Am 26. März 1919, neun Monate nach der Verurteilung, wendete sich plötzlich das Blatt. Bruder Rutherford und seine Mitarbeiter kamen gegen Kaution frei. Im darauffolgenden Jahr, am 5. Mai 1920, wurden die Anklagen gegen sie fallen gelassen. Sofort nutzten sie ihre Freiheit, das Königreichswerk voranzubringen. Mit welchem Ergebnis? Die Zahl der Verkündiger ist seitdem unglaublich stark angewachsen! Zuzuschreiben ist das alles Jehova, der für die Befreiung gesorgt hat (1. Kor. 3:7).

6, 7. (a) Welche Verfolgungskampagne fand in Deutschland statt? Wie ging sie aus? (b) Was beweist die Geschichte der Zeugen Jehovas in der Neuzeit?

6 Ein zweites Beispiel: 1934 schwor Adolf Hitler, Jehovas Zeugen in Deutschland auszurotten. Das sollte keine leere Drohung bleiben. Bald kam es flächendeckend zu Verhaftungen. Tausende Zeugen Jehovas wurden Opfer der Verfolgung, Hunderte von ihnen wurden in Konzentrationslagern umgebracht. Gelang es Hitler tatsächlich, Jehovas Zeugen auszurotten? Konnte er das Predigen in Deutschland vollständig unterbinden? Ganz im Gegenteil! Noch während der Verfolgung predigten unsere Brüder im Untergrund weiter und nach dem Zusammenbruch des Hitlerregimes nutzten sie ihre Freiheit eifrig zu demselben Zweck. Heute gibt es in Deutschland über 165 000 Verkündiger des Königreichs. Auch in diesem Fall hat Jehova für Rettung gesorgt und sein Versprechen wahr gemacht: „Welche Waffe es auch immer sei, die gegen dich gebildet sein wird, sie wird keinen Erfolg haben.“

7 Die Geschichte der Zeugen Jehovas in der Neuzeit beweist also: Jehova wird nie zulassen, dass sein Volk als Ganzes ausgelöscht wird (Ps. 116:15). Wie verhält es sich aber mit jedem Einzelnen von uns? Wie sorgt Jehova dafür, dass wir ganz persönlich sicher davonkommen?

Schutz für Leib und Leben?

8, 9. (a) Wird jeder Einzelne immer und überall von Jehova beschützt? Woher wissen wir das? (b) Was muss man einräumen, wenn man realistisch ist?

8 Uns ist bewusst, dass Jehova nicht versprochen hat, jeden Einzelnen immer und überall vor Schaden an Leib und Leben zu bewahren. Wir denken genauso wie die drei treuen Hebräer, die sich nicht vor dem goldenen Standbild König Nebukadnezars niederbeugen wollten. Diese gottesfürchtigen jungen Männer gingen nicht wie selbstverständlich davon aus, Gott werde sie durch ein Wunder vor dem Tod bewahren. (Lies Daniel 3:17, 18.) Wie sich herausstellte, rettete Jehova sie tatsächlich aus den Flammen des Feuerofens (Dan. 3:21-27). Allerdings war es auch in biblischer Zeit nicht die Regel, sondern eher die Ausnahme, wenn jemand durch ein Wunder gerettet wurde. Viele treue Diener Jehovas wurden von Verfolgern umgebracht (Heb. 11:35-37).

9 Und heute? Die Macht, jemand aus einer Gefahr zu befreien, hat Jehova ohne jeden Zweifel. Können wir aber mit Sicherheit sagen, ob er in einer konkreten Situation eingegriffen hat? Nein. Und wenn nun jemand davon überzeugt ist, dass Jehova ihn persönlich beschützt hat? Niemand sollte sich anmaßen, ihm das ausreden zu wollen. Andererseits sollten wir realistisch sein und daran denken, dass viele Christen, obwohl treu, ihr Leben verloren haben, sei es durch Verfolgung (wie in der Hitlerzeit) oder durch ein tragisches Unglück (Pred. 9:11). Man müsste sich sonst ja fragen: Hat Jehova es im Fall von treuen Menschen, die mitten aus dem Leben gerissen wurden, versäumt, für Rettung zu sorgen? Das kann unmöglich sein!

10, 11. Warum kann der Mensch nichts gegen den Tod ausrichten? Wozu ist Jehova dagegen in der Lage?

10 Überlege einmal: Der Mensch kann gegen den Tod nichts ausrichten, denn niemand kann „dafür sorgen, dass seine Seele der Hand des Scheols [oder Hades, das heißt dem allgemeinen Grab der Menschheit] entrinnt“ (Ps. 89:48). Gilt das aber auch für Jehova? Eine Schwester, die die Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten überlebte, erinnert sich, womit ihre Mutter sie einmal tröstete, als enge Freunde im KZ umgebracht worden waren: „Wenn der Tod die Menschheit ewig in seinen Fesseln gefangen hielte, wäre er doch stärker als Gott, nicht wahr?“ Gegen den allmächtigen Quell des Lebens kann der Tod nicht das Geringste ausrichten (Ps. 36:9). Alle, die im Scheol oder Hades sind, hat Jehova in seinem Gedächtnis, und er wird dafür sorgen, dass jeder Einzelne von ihnen gerettet wird (Luk. 20:37, 38; Offb. 20:11-14).

11 Schon heute aber nimmt Jehova ganz unmittelbar Anteil am Leben seiner treuen Diener. Schauen wir uns drei Bereiche an, in denen er ganz sicher für unsere Rettung sorgt.

Schutz für unser kostbarstes Gut

12, 13. Welcher Schutz ist am allerwichtigsten? Warum? Wie sorgt Jehova für diesen Schutz?

12 Jehova bietet uns heute den Schutz, der am allerwichtigsten ist. Als echte Christen sind wir uns ja darüber im Klaren, dass es noch etwas viel Wertvolleres gibt als das jetzige Leben. Unser kostbarstes Gut ist nämlich die Freundschaft jedes Einzelnen zu Jehova (Ps. 25:14; 63:3). Ohne sie wäre unser jetziges Leben sinnlos und an ein ewiges Leben wäre gar nicht zu denken.

13 Wie froh können wir sein, dass Jehova unsere enge Freundschaft zu ihm behütet und uns dafür jede nur erdenkliche Hilfe zukommen lässt! Wir haben dazu sein Wort, seinen heiligen Geist und seine weltweite Versammlung. Wie können wir auf bestmögliche Weise davon profitieren? Studieren wir regelmäßig und fleißig sein Wort, dann stärkt das unseren Glauben und macht uns unsere Hoffnung immer bewusster (Röm. 15:4). Beten wir von Herzen um heiligen Geist, erhalten wir die nötige Kraft, uns auf nichts einzulassen, was unserer Freundschaft zu Jehova schaden könnte (Luk. 11:13). Bleiben wir mit der Anleitung auf dem Laufenden, die wir vom „treuen Sklaven“ durch biblische Schriften sowie in den Zusammenkünften und auf Kongressen erhalten, dann sind wir immer gut genährt mit der „Speise zur rechten Zeit“ (Mat. 24:45). All das ist ein Schutz für unsere Freundschaft zu Jehova und hilft uns, ihm nahe zu bleiben (Jak. 4:8).

14. Wie wird an einem Beispiel deutlich, dass dieser Schutz am allerwichtigsten ist?

14 Wie wichtig dieser Schutz ist, wird am Beispiel der Eltern deutlich, die in der Einleitung zum ersten Artikel erwähnt wurden. Wenige Tage nachdem ihre Tochter Theresa vermisst gemeldet worden war, erhielten sie die erschütternde Nachricht, dass man sie ermordet hatte.* Der Vater erinnert sich: „Ich hatte darum gebetet, dass Jehova sie beschützt. Als sie dann ermordet aufgefunden wurde, war mein erster Gedanke: ‚Warum hat Jehova meine Gebete denn nicht erhört?‘ Mir ist natürlich klar, dass Jehova nicht versprochen hat, jeden einzelnen seiner Diener auf übernatürliche Weise zu beschützen. Ich betete deshalb beharrlich um Hilfe, alles richtig zu verstehen. Getröstet hat mich dann der Gedanke, dass Jehova seine Diener dadurch beschützt, dass er für alles sorgt, was nötig ist, damit ihre Freundschaft zu ihm keinen Schaden nimmt. Diese Art Schutz ist am allerwichtigsten, weil davon unsere ewige Zukunft abhängt. Und in diesem Sinn hat Jehova Theresa beschützt, denn sie war ihm bis zu ihrem letzten Atemzug treu. Frieden habe ich in dem Bewusstsein gefunden, dass ihr ewiges Leben in Jehovas liebevollen Händen ruht.“

Bei schwerer Krankheit gestützt

15. Auf welche Weise kann uns Jehova bei einer Krankheit helfen?

15 Jehova stützte David „auf einem Krankenlager“, und genau dasselbe kann er auch für uns tun (Ps. 41:3). Zwar wirkt Jehova heute keine Wunderheilungen, um für Rettung zu sorgen, aber er hilft uns sehr wohl auf andere Weise. Wie? Grundsätze aus seinem Wort können uns helfen, zum Beispiel in Therapiefragen weise zu entscheiden (Spr. 2:6). Artikel im Wachtturm und im Erwachet!, in denen es um unser konkretes Leiden geht, liefern uns vielleicht nützliche Informationen und praktische Tipps. Durch seinen Geist kann uns Jehova „Kraft, die über das Normale hinausgeht“, geben, sodass wir mit unserer Lage zurechtkommen und ihm treu bleiben können, ganz gleich was passiert (2. Kor. 4:7). Diese Hilfen bewahren uns davor, uns so von einer Krankheit vereinnahmen zu lassen, dass sie uns den Blick für das Wichtigste in unserem Leben verstellt.

16. Wie hat ein Bruder es geschafft, mit seiner Krankheit zurechtzukommen?

16 Denken wir nur an den ebenfalls erwähnten jungen Bruder. 1998 stellte man bei ihm amyotrophe Lateralsklerose (ALS) fest; nach einiger Zeit war er vollständig gelähmt.* Wie ist er mit seiner Krankheit zurechtgekommen? Er erzählt: „Es gab Momente, wo ich solche Schmerzen hatte und so frustriert war, dass ich dachte, der Tod sei mein einziger Ausweg. Droht mir alles über den Kopf zu wachsen, dann flehe ich zu Jehova um Gelassenheit, Geduld und Ausharren. Ich spüre, dass Jehova mich erhört. Mit mehr Gelassenheit gelingt es mir, mich auf tröstliche Gedanken zu konzentrieren und mir zum Beispiel vorzustellen, wie es in der neuen Welt sein wird, wenn ich wieder laufen, ein gutes Essen genießen und mich mit meiner Familie unterhalten kann. Geduld hilft mir, mit den Beschwerden und Problemen zurechtzukommen, die durch meine Lähmung bedingt sind. Ausharren hilft mir, treu zu bleiben und nicht zuzulassen, dass meine Freundschaft zu Jehova irgendwie beeinträchtigt wird. Ich kann wirklich nachempfinden, was David schrieb, denn ich erlebe, wie mich Jehova auf meinem Krankenlager stützt“ (Jes. 35:5, 6).

Mit dem Lebensnotwendigen versorgt

17. Was hat uns Jehova versprochen? Was ist damit gemeint?

17 Jehova hat versprochen, für das zu sorgen, was wir materiell brauchen. (Lies Matthäus 6:33, 34 undHebräer 13:5, 6.) Das heißt aber nicht, dass wir das dem Zufall überlassen oder uns weigern dürften zu arbeiten (2. Thes. 3:10). Gemeint ist vielmehr: Wenn wir in unserem Leben zuerst Gottes Königreich suchen und bereit sind, für unseren Lebensunterhalt zu arbeiten, können wir uns darauf verlassen, dass uns Jehova helfen wird, das Lebensnotwendige zu beschaffen (1. Thes. 4:11, 12; 1. Tim. 5:8). Das kann er auf eine Weise bewirken, die wir überhaupt nicht erwartet hätten — zum Beispiel durch einen Glaubensbruder, der uns aushilft oder uns Arbeit anbietet.

18. Wie kann uns Jehova in Notzeiten versorgen?

18 Denken wir an die erwähnte alleinerziehende Mutter. Sie war mit ihrer Tochter in eine andere Gegend umgezogen und fand dort einfach keine Arbeit. Sie erzählt: „Morgens ging ich immer in den Predigtdienst und jeden Nachmittag war ich auf Arbeitssuche. Ich weiß noch genau, wie ich einmal in einen Laden ging, weil wir Milch brauchten. Ich blieb vor dem Gemüse stehen, hatte aber kein Geld dafür. So elend hatte ich mich noch nie gefühlt. Als ich vom Einkaufen nach Hause kam, war der Hintereingang zu unserer Wohnung mit lauter Tüten voller Gemüse blockiert. Es war so viel, dass wir für Monate ausgesorgt hatten. Mir liefen die Tränen nur so herunter und ich dankte Jehova.“ Diese Schwester fand schnell heraus, dass die Tüten von einem Bruder aus ihrer Versammlung stammten, der in seinem Garten Gemüse anbaute. Später schrieb sie ihm: „Ich habe an diesem Tag nicht nur dir von Herzen gedankt, sondern auch Jehova, denn er hat dich gebraucht, um mich an seine Liebe zu erinnern“ (Spr. 19:17).

19. Worauf können Jehovas Diener in der großen Drangsalvertrauen? Was wollen wir uns bis dahin fest vornehmen?

19 Bei all dem, was Jehova in biblischer Zeit und in unserer Zeit bewirkt hat, haben wir doch bestimmt allen Grund, auf ihn als unseren Helfer zuvertrauen. Wenn demnächst die große Drangsal über die Welt Satans hereinbricht, werden wir wie nie zuvor auf die Hilfe Jehovas angewiesen sein! Gleichzeitig aber werden Jehovas Diener mit absolutem Vertrauen zu ihm aufschauen. Sie können dann mit erhobenem Haupt in die Zukunft blicken und sich freuen, weil sie wissen: Jetzt ist unsere Befreiung greifbar nahe! (Luk. 21:28). Und ganz gleich, was wir bis dahin noch durchmachen müssen, wollen wir uns fest vornehmen, voll und ganz auf Jehova zu vertrauen — absolut sicher, dass unser unveränderlicher Gott wirklich für unsere Rettung sorgen wird.

[Fußnoten]

Dazu der Artikel „Eine furchtbare Tragödie verkraften“ im Erwachet! vom 22. Juli 2001, Seite 19—23.

Dazu der Artikel „Mein Glaube hält mich aufrecht — Leben mit ALS“ im Erwachet! vom Januar 2006, Seite 25—29.

Weißt du noch . . .

• wie Jehova für die Rettung derer sorgen kann, die mitten aus dem Leben gerissen wurden?

• welcher Schutz am allerwichtigsten ist, und warum?

• was mit dem Versprechen Jehovas gemeint ist, materiell für uns zu sorgen?

[Bild auf Seite 8]

Bruder Rutherford und seine Mitarbeiter, die 1918 verhaftet, später aber freigelassen und rehabilitiert wurden

[Bild auf Seite 10]

Jehova kann uns bei schwerer Krankheit stützen

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Was für ein Unterschied zwischen ihnen und der Organisation Jehovas.
♣ THE WORLD UNDER HUMAN GOVERNMENTS IN CHAOS,
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Psalm 119:165—"Abundant peace belongs to those who love your law."
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