Die wahren Terroristen


“Täter sind Feinde unserer Werte“, so sagte Merkel in ihrer Rede nach den Terroranschlägen in Brüssel. Aber wer sind eigentlich die wahren Täter? Nur damit es klar ist: Die Attentate von Brüssel waren ein Verbrechen, kein Zweifel, und müssen bestraft werden. Wer je einen Vortrag von mir gesehen hat, wird wohl mitgekriegt haben, dass ich Werte habe und diese Werte orientieren sich an Artikel 3 und Art. 18 der allgemeinen Menschenrechtserklärung. Doch Vorsicht sei in diesen „Tagen des Terrors“ geboten. Angst ist immer ein schlechter Ratgeber um Entscheidungen zu treffen, zumindest in der Politik. Angst lässt einen schnell handeln, aber gar nicht denken, was in der Politik fatale Folgen haben kann.
   „Was sollen wir denn dagegen tun?“ diese Frage hört man oft bezüglich der Attentate beziehungsweise derer Prävention. Diese Frage zu klären ist sehr wichtig, da besteht kein Zweifel, aber gar nicht mal so einfach – im Folgendem versuche ich diese Frage zu beantworten. Vorweg gesagt, es ist ein Ding der Unmöglichkeit eine Welt frei von Terroranschlägen zu erschaffen.
   Um die Frage zu klären, wie wir künftig Anschläge verhindern, müssen wir uns erstmal fragen, warum diese überhaupt stattfinden. Die Medien sagen, dass es religiöse Hintergründe hat, welche die Terroristen dazu bewegen andere, nicht nach ihrem Sinne gläubige Menschen zu hassen und schließlich zu töten. Dadurch hassen sie die westliche Welt mit all ihren Vorzügen.
   Wenn ich Leute höre, die sagen, dass die Terroristen den Westen (NATO, EU etc.) aus Gründen der Religion hassen, schüttele ich nur den Kopf. Ja, Max Planck meinte auch, dass man die Religion zum Handeln benötigt, und wer in Geschichte ins Mittelalter zurückgeht, der wird feststellen, dass aufgrund der Religion die grausamsten Taten vollbracht wurden. Allerdings gab es zur Motivation einen erheblichen Schuss Propaganda und der jeweilige Gegner wurde dämonisiert (sehen wir heute bei Putin und Assad). Nur ist das schon ein paar Jährchen her und es gibt viel bessere Gründe die westliche Welt zu hassen, als religiöse oder kulturelle Differenzen.
   Wer ein eingeschränktes Weltbild hat und glaubt, dass wir (also die westliche Welt) die Guten sind, wird hier derbe enttäuscht, denn dieses einfache Weltbild ist der reinste Stuss. Auch die Idee, dass das töten des „bösen“ Mannes (sei es bin Laden, al-Assad, Hussein etc.) Ziel von Politik ist, bzw. dass es gut sein den „bösen“ Mann zu töten „ist eine Geschichte für die Blöden“ (Zitat Dr. Daniele Ganser, Vortrag: Regime-Change in der Ukraine?,10.05.2015).
   Nun - warum fällt es einem Araber leicht die westliche Welt zu hassen? Ich möchte bevor ich diese Frage kläre anmerken, dass die Religion natürlich Hass verstärken kann.
  Der Hauptgrund ist einfach, dass sich der Westen, insbesondere die USA sich tief in die inneren Angelegenheiten der arabischen Welt eingemischt haben. Damit ist nicht die Gründung des Staates Israel gemeint, sondern es fing an mit dem Putsch im Iran im Jahr 1953. Dort wurde der demokratisch gewählte Premierminister Mohammed Mossadegh vom CIA und MI6 gestürzt und an die Macht kam der Schah Reza Pahlavi. Warum wurde nun Mossadegh gestürzt? Um Demokratie im Iran einzuführen ging es hierbei nicht (geht es sowieso nie), denn der Iran war eine Republik, sondern es ging um's Öl. Mossadegh hatte die Ölfelder des Iran verstaatlicht, damit der Staat mehr Geld in der Kasse hatte. „Es wäre ja noch schöner, wenn die Iraner auch noch Geld für ihr Öl bekommen“, dachten sich wohl die Briten, die das Öl ihrer ehemaligen Kolonie gratis aus der Erde holen durften mit ihrem Unternehmen namens „Anglo-Iranian Oil Company“, heute „British Petroleum Company“. Der MI6 und der CIA verbündeten sich und führten die Operation Ajax durch, welche den Schah an die Macht brachte, und teilten sich das Öl des Irans 50:50 auf.
Das iranische Volk wusste natürlich, wer hinter dem Putsch steckte und so kam es unter Ajatollah Chomeini im Jahre 1979 zur islamischen Revolution. Um zu verhindern, dass das Öl des Irans wieder verstaatlicht wird, wurde Saddam Hussein finanziell und waffentechnisch von der NATO unterstützt, sodass er gegen der Iran, der damals über die 4rt größte Armee verfügte , in den Krieg ziehen konnte (Iran-contra Affäre). In diesem sogenannten „ersten Golfkrieg“, der 8 Jahre lang dauerte und durch einen Waffenstillstand beendet wurde, starben etwa 1 Millionen Menschen. Währenddessen wurden radikale Islamisten (viele aus Saudi-Arabien und Pakistan) finanziert und mit Waffen ausgerüstet, die die kommunistische Regierung Afghanistans ablösen sollten. Diese Kämpfer nannte man „Mudschahedin“. Dies provozierte wissentlich die Sowjetunion, die darauf in Afghanistan einmarschierte. Der bekannteste Anführer einer Mudschahedin Einheit war wohl Osama bin Laden.Er legte ein Register an, in de, er versuchte alle Kämpfer in Afghanistan aufzulisten.Dieses Register nannte er „das Register“ im Arabischen „al Quaida“. Terroristen sind halt auch nützlich, ne? Zurück in den Irak: Um die Kriegsschulden zu begleichen fiel der Irak im Jahr 1990 in Kuwait ein. Plötzlich wechselten die Amerikaner die Seite und unterstützten ihren zweitgrößten Erdöllieferant Kuwait direkt, nachdem sie die Brutkastengeschichte erfunden hatten, welche die Bevölkerung für einen Krieg gegen den Irak begeistern konnte. 2003 wieder Irakkrieg, wieder Irak vs. USA, wieder ein Bush als Präsident, wieder basierend auf einer Lüge, wieder ging es um Öl. Die Administrationen Bush und Blair (brit. Premierminister 1997-2007) haben ausgesagt, dass Hussein über Massenvernichtungswaffen verfüge, die auch Europa erreichen können. Der Irak befindet sich heute immer noch im Chaos, da der nicht ganz lupenreine Demokrat, Saddam Hussein, gestürzt wurde, sich eine neue Regierung aber nicht im ganzen Lande etablieren konnte (Tote Zivilisten bis 2011: 108.000). Außerdem wurde in diesem Krieg radioaktive Munition eingesetzt. Die heutigen Auswirkungen davon sind missgebildete Kinder und kontaminiertes Trinkwasser. Noch davor fiel die NATO 2001 in Afghanistan ein um die Taliban zu töten, die sie vorher ausgerüstet hatten und „Mudschahedin“ nannten. Als Rechtefertigung nahm man die Anschläge vom 11. September 2001, wobei ich nicht der Meinung bin, dass dieses Verbrechen sauber aufgeklärt wurde.
   So das war eine kleine Einführung in das Einmischen des Westens, namentlich der USA, in die Politik des Orients aus historischer Perspektive. Vergessen wir nicht, dass es noch Drohnen gibt, die in Somalia, Jemen Afghanistan und Pakistan (alles muslimische Länder) operieren. Außerdem decken wir Syrien (ein muslimisches Land) mit Bomben ein, unterstützen dort Kriegsparteien und nicht zuletzt haben wir 2011 Libyen bombardiert um Gaddafi zu stürzen (40.000 Tote). Heute regiert in Libyen der islamische Staat und andere Terrormilizen. Im Gegensatz zu meinem Geschichtslehrer bin ich der Meinung, dass der Westen sehr wohl daran schuld ist, dass man im Orient dem Westen nicht gerade gern hat. Was lernen wir nun aus diesem Abschnitt? Der Westen hat im Orient mehr als 10 Millionen Menschen auf dem Gewissen, direkt oder indirekt (hat der Westen überhaupt ein Gewissen?).
   Aber die Attentäter kamen ja gar nicht aus dem nahen Osten, sondern aus Belgien. Ja, das stimmt, jetzt müssen wir uns wohl eher mit dem Leben der Attentäter beschäftigen welches sie geführt haben, denn niemand kommt auf die Welt und will jemanden umbringen, ohne dass gewisse Umstände oder Ereignisse in der Kindheit oder im späteren Leben es ermöglichen. Die Attentäter kommen aus Brüssel, allerdings nicht aus den wohlhabenden Stadtteilen, sondern aus den sehr verarmten Stadtteilen (z.B. Molenbeek). In diesen Stadtteilen gibt es viel Gewalt und die Kinder die dort aufwachsen haben eine Tendenz ebenfalls zu Gewalt zu neigen. Warum? Na gut sie sind es halt gewohnt. Nun sind aber nicht alle Brüsseler arm, sondern es gibt auch reiche Menschen, wodurch sich die eingeborenen Armen ungerecht behandelt fühlen. Um ehrlich zu sein sie werden ungerecht behandelt. Wenn man in die Armut geboren wird hat man halt keine guten Berufschancen im späteren Leben (die Gründe sind mittlerweile jedem bekannt oder?). Nicht zuletzt werden die Armen dann auch noch von der wohlhabenderen Gesellschaft ausgeschlossen, was irgendwie verständlich aber gefährlich ist. Man sitzt nun verarmt, ausgeschlossen von der Gesellschaft, ohne Job, ohne persönliche Identität in der Gewalt fest. Man sucht nach seiner eigenen Identität und will irgendwo dazu gehören. Das ist jedoch nicht so einfach, weil man nicht einmal eine nationale Identität hat, da die eigenen Eltern aus dem Ausland kommen. Es bleiben einem also nur noch Überzeugungen und eine davon ist die Religion. Nun ist man perfekt für die Leute, die einen einen „Job und eine Perspektive“ bieten. Da kommen Leute einer terroristischen Vereinigung und erzählen, dass man sehr viel Anerkennung und Lob bekommt, wenn man Gewalt ausübt. Außerdem seien die Anderen aus den wohlhabenden Stadtteilen an der eigenen Situation schuld. Man bekommt also so etwas wie ein Selbstwertgefühl und eine persönliche Identität, denn man grenzt sich von Anderen (Ungläubigen, Wohlhabenden) ab, wenn man zum Terroristen wird. Eventuell darf man auch mal nach Syrien, was der erste Auslandsaufenthalt ist, da man selbst viel zu arm war um zu reisen. Das Leben hat also durch die Terrororganisation, namentlich IS, ein Plus an Lebensqualität erhalten. Doch das Leben kann noch besser werden, nämlich im Paradies, aber nur wenn man sich selbst umbringt und andere „Ungläubige“ tötet, so die Predigt aus dem letzten Gottesdienst. Dann erfährt man auch noch, dass der Westen sehr gut daran tut die „eigenen Leute“ (Muslime) zu töten.
Nur damit das niemand falsch versteht: Die Terroristen sind Täter, keine Frage, aber sie waren auch einmal Opfer der Gesellschaft und sind dadurch gewillt zu Tätern gegen die Gesellschaft zu werden.
Nun wissen wir also, warum Menschen zu Mördern werden und damit können wir auch gezielt Maßnahmen dagegen ergreifen, dass weniger Menschen zu Terroristen werden. Die Prävention von Anschlägen besteht meiner Meinung nach daraus, die oben genannten Gründe von Terrorismus so weit wie möglich zu minimieren. Ich halte nichts von der Idee, Anschläge durch Überwachung zu bekämpfen, da es immer Wege gibt die Überwachung zu umgehen. Werden zum Beispiel alle Mikrophone von Smartphones abgehört, auch wenn sie ausgeschaltet sind, dann nimmt man, als Terrorist, das Smartphone nicht zur nächsten Terrorparty mit. Wir müssten also schon einen Polizeistaat gründen, aber das wäre für die friedlichen 99% der Weltbevölkerung ein echter Nachteil, nicht zuletzt weil man mit totaler Überwachung sowieso keinen Anschlag verhindern kann. Bedenke: „Wer die Freiheit aufgibt, um mehr Sicherheit zu erlangen, wird am Ende beides verlieren.“ (Benjamin Franklin), oder „In the end it doesn't even matter“ (Linkin Park, In the End).
  Halten wir fest, dass diese ganzen Bombardierungen nichts bringen beziehungsweise den Terror weiter fördern (siehe 5 Jahre Syrien), aber was sind jetzt unsere Werte von denen Angela Merkel spricht? Diese Frage zu beantworten ist sehr einfach, aber ekelhaft. Wir im Westen haben es perfektioniert andere Menschen/Mächte zu kritisieren, aber uns nicht an die eigene Nase zu fassen. Konkret heißt das, dass wir Putin dafür kritisieren ein Referendum auf der Krim, bezüglich derer nationalen Zugehörigkeit, durchgeführt zu haben, aber wenn wir den Kosovo aus Jugoslawien herausbomben, dann ist das etwas Gutes. Natürlich ist es Quatsch zu behaupten, dass das Referendum durchgeführt wurde aus ethischen Gründen, es ging wie im Westen um die eigenen Interessen, nämlich um den Hafen in Sewastopol. Ich will dieses Thema jetzt hier nicht weiter ausführen, das Thema wäre besser für einen anderen Beitrag/Vortrag geeignet. Mir bleibt also zu sagen, dass unsere Werte nichts weiteres sind als eine Erfindung. Andere Menschen sind uns im Westen nur etwas wert, solange sie unseren Interessen teilen oder schützen, aber wir geben ja nicht einmal zu, dass wir Interessen haben. Wir sind uns nicht zu schade dafür, im Irak radioaktive Munition einzusetzen, sodass die Iraker bis zum Ende des Planeten (Lebenszeit) zu massiven Fehlbildungen verdammt sind. Es wird immer gesagt, dass wir Krieg führen um Leben zu retten, aber das ist eine der größten Lügen auf diesem Planeten.
  Der Westen eine Wertegemeinschaft? Ja, eine Kontowertegemeinschaft.

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5 Jahre Syrienkrieg – Worum ging's nochmal?

Seit 2011 schießen sich die Syrer nun gegenseitig den größten Pickel vom Halse, den sie haben. Im Jahr 2014 sind mindestens 71.700 Menschen im syrischen Bürgerkrieg gestorben, insgesamt etwa 470.000 im ganzen Krieg. Der Krieg hat außerdem mindestens 4,5 Millionen Menschen dazu gebracht ihre Heimat zu verlassen und zu fliehen. Neulich wurden bis zu 90% der Kampfhandlungen eingestellt, es knallt aber immer noch. Nun kann man sich die Frage stellen, wer da eigentlich ballert und bombt und vor allem warum?
   Die Frage nach dem „Wer?“ ist leicht zu beantworten, da bin ich mit den Medien d'accord. Auf der einen Seite kämpft Präsident Assad mit den Russen, die allerdings ihre Truppen wieder abziehen. Auf der anderen Seite haben wir die „Freie Syrische Armee“, „Al-Quaida“, auch genannt „Al-Nusra“, den „Islamischen Staat“ und viele weitere Organisationen, die gegen die Truppen von Assad kämpfen um ihre eigenen Vorstellungen eines Staats zu verwirklichen. Dann bomben da noch die Amerikaner, Franzosen und Briten, und andere Verbündete (insgesamt 60 Länder), nach offiziellen Angaben gegen den IS, aber auch gegen die Truppen von Assad. Außerdem gibt’s da noch die Türken, die nach eigenen Angaben neben den IS auch noch die Kurden mit Bomben eindecken, außerdem schießen sie gerne Russen ab. Die Deutschen haben natürlich aus der Geschichte gelernt und bomben nicht mit, stattdessen machen sie schöne Fotos und geben sie den NATO-Verbündeten (also USA, Frankreich, GB und der Türkei). Vergessen sollten wir außerdem nicht, dass der MI6, die FSA unterstützt mit Informationen über Truppenbewegungen Assads, außerdem unterstützt die CIA die sogenannte „Opposition[en]“ mit Waffen. Die Kurden wollen Assad nicht stürzen, jedoch einen eigenen Staat namens „Kurdistan“ gründen, der sich auf syrischem, irakischem, aber auch auf türkischem Gebiet befinden soll. Die Führung der FSA (Freie Syrische Armee) hatte zudem in einem RT-Interview versichert die Waffen niederzulegen, sobald andere Organisationen (siehe oben) besiegt sind. Vereinfacht kann man sagen, dass wir einen bewaffneten Konflikt haben zwischen zwei Interessengruppen: Die NATO und radikale bewaffnete sunnitisch muslimische Bewegungen und auf der anderen Seite kämpfen die Truppen von Präsident Assad mit der russischen Luftwaffe gegen ihre Kontrahenten. Wichtig ist hier anzumerken, dass sich die Luftstreitkräfte aller Parteien sich nicht angreifen, nicht zuletzt da ein Luftkonflikt zwischen der NATO und Russland einen nuklearen Krieg auslösen würde.
   Vielen Laien stellt sich jetzt bestimmt die Frage, warum ich die NATO und die sogenannte „Opposition“, womit Terrormilizen gemeint sind, in einen Topf schmeiße. Diese Frage möchte ich kurz beantworten. Die NATO und Anti-IS-Koalition unter der Führung der USA haben wie die Terrormilizen (IS, FSA, Al-Nusra usw.) das Ziel den Präsidenten Assad zu stürzen. Warum will nun der Westen den Präsidenten Assad stürzen? Nun – unter syrischer Erde lagert sehr viel Erdöl und Erdgas, welches die westlichen Staaten brauchen um ihre Vormachtstellung weltweit zu sichern. Zudem verlaufen noch viele und vor allem wichtige Pipelines durch Syrien, die der Westen natürlich nicht abgeben will, da Präsident Assad, der wie viele Menschen im nahen Osten kein „Fan“ der westlichen Welt ist, lieber mit den Russen und anderen Staaten handelt, als mit dem Westen und somit den Preis für die Benutzung der Pipelines, sowohl für die eigenen Ressourcen für den Westen gerne erhöht. Getreu dem Motto „Der Feind meines Feindes ist mein Feind“ unterstützt der Westen Kämpfer, die Assad ebenfalls stürzen wollen. Dabei wird die Aufrüstung von Terroristen billigend, wie damals in Afghanistan, in Kauf genommen um die eigenen Ziele zu erreichen. Der IS und andere Organisationen werden nachweislich vom Westen direkt und indirekt mit Waffen unterstützt. Obama hatte in einem Interview mit CBS selbst zugegeben, dass die USA 500 Millionen Dollar ausgegeben haben um in Syrien die „Opposition“ auszurüsten. Allerdings unterstützen die Bomben selbst ebenfalls terroristische Organisationen gegen den Westen, da die Bomben auch – und vor allem – Zivilisten töten. Bei einem Drohnenangriff oder Bombardement gehen für einen Terroristen etwa 48 Zivilisten drauf. Stellen wir uns nun vor, wir leben in Syrien und uns wird eine Person, die uns sehr am Herzen liegt, weggebombt, die zudem gar nichts mit Terrorismus zu tun hatte. Was man dann natürlich verspürt ist das Verlangen nach Rache und man selbst würde sehr gerne zu Gewalt greifen um den „Mördern“ eine Lektion zu erteilen. Man selbst wird also zum Terroristen. Halten wir nun fest, dass man für einen toten Terroristen mindestens 80 neue dazubekommt, da natürlich um die getöteten Personen getrauert wird und ein Wunsch nach Rache entsteht.
   OK – wir wissen nun wer kämpft und wir wissen wer wen unterstützt und wissen, welche Absichten hinter dem Konflikt stehen, doch wie fing alles an?
  Im März 2011 gab es erst kleine vereinzelte Demonstrationen, die schnell zu Massenbewegungen mutierten. In erster Linie richteten sich die Demonstrationen gegen Korruption in der Regierung unter der Präsidentschaft von Bashar al-Assad. Diese Demonstrationen wurden außerdem aus dem Ausland unterstützt, indem Sandwiches an die Demonstranten verteilt wurden. Es gibt auch Gerüchte darüber, dass Journalisten in den syrischen Medien bestochen wurden, da sie eine sehr aggressive Haltung gegen Assad einnahmen. Im Sommer des Jahres 2011 eskalierten die Demonstrationen und es kam zu Gewalt und zum Einsatz von Schusswaffen, später auch zu Giftgasangriffen und schließlich zum nahezu undurchschaubaren Krieg, den wir heute haben.
   In unseren Medien ist es eindeutig wer zuerst geschossen hatte, nämlich der böse menschenverachtende Diktator Bashar al-Assad. Es ist ja immer schön wenn man weiß wer der böse ist, denn schon Volker Pispers sagte: „Wenn der Feind bekannt ist, hat der Tag Struktur“. Nun ist dieses Weltbild vom bösen Assad leider falsch. Nur damit das klar ist: Bashar al-Assad ist kein klassischer Demokrat in dem Sinne, wie wir im Westen einen Demokraten verstehen, aber im Vergleich zu unseren Partnern wie Saudi-Arabien oder Katar ist Assad fortschrittlich. Anders als diese Golfstaaten ist Syrien säkularisiert, folglich herrschte in Syrien einst so etwas wie Religionsfreiheit. Heute gibt es natürlich weniger Religionsfreiheit in Syrien, da radikale bewaffnete muslimische Bewegungen Andersgläubige verfolgen und töten. Es wird gesagt, dass die syrische Polizei unter Präsident Assad ein Blutbad unter den Demonstranten verursacht hat, allerdings hatte die syrische Polizei im März 2011 48 Tote zu beklagen - so einfach ist es also nicht.Außerdem ist es immer noch nicht geklärt, wer für den Giftgasanschlag im August 2013 bei Damaskus verantwortlich ist. In unserer qualitativ hochwertigen Presse ist das jedoch schon längst klar - es war Assed, denn der ist halt böse. Ich möchte zu bedenken geben, dass die Harvard University in einer Studie aussagte, dass ein Giftgasangriff von Regierungstruppen nicht möglich ist, da die Raketen aus technischen Gründen nicht so weit hätten fliegen können, dass sie das betroffene Gebiet hätten erreichen können. Außerdem ist die Intelligenz Assads ernsthaft in Frage zu stellen, wenn er tatsächlich Giftgasangriffe auf Stadtteile die ihm sehr positiv gestimmt sind befehlen würde, während sich UN-Inspekteure im Land aufhalten, die untersuchen ob es im Land zu Giftgaseinsätzen kommt.
   Fazit: Wir haben es in Syrien also nicht mit einem Bürgerkrieg zu tun und ein Syrien ohne Assad als Präsident wäre derzeit wohl der Worst-Case, anders als die Medien es berichten. Die Alternative wäre nämlich, dass sich Organisationen, wie der selbsternannte islamische Staat an die Macht kommen und eine Regierung installieren wie in Saudi-Arabien oder ähnliche Staaten. Um das zu verhindern, müssten wir allerdings Organisationen wie den IS besiegen, doch militärisch wird das ein Ding der Unmöglichkeit. Wir können es wie die Russen machen, indem wir ihnen die Ölfelder wegbomben, aber das ist nur eine Hälfte vom Kuchen. Wir sollten keine Waffen mehr in unsere Partner am Golf exportieren, die nachweislich ihr Gerät weitergeben an radikale bewaffnete sunnitische Bewegungen, wie den IS. Allerdings sollten wir das mit den Bomben doch lieber ganz lassen, denn wie schon erwähnt produziert man mit solchen Bombardements mehr Terroristen, als man tatsächlich tötet. Was wir in diesem Chaos allerdings nicht vergessen dürfen ist, dass es neben der bewaffneten Opposition nun auch eine diplomatische Opposition gibt.Diese diplomatische Opposition vertritt auch radikalere Ansichten, ist aber da deutlich in der Minderheit. Ich finde, dass es es für den Frieden besser ist, wenn überhaupt, dann die diplomatische Opposition zu unterstützen, anstatt Menschen die aus Syrien einen Gottestaat mit Gewalt durch Gewalt errichten wollen.
   Im Anschluss findet ihr Quellen, die ich persönlich für sehr wichtig halte um zu verstehen, was in Syrien gerade abgeht.

Aufklärung aus dem Fernsehen:
https://www.youtube.com/watch?v=YVbOnPIJWXQ

https://www.youtube.com/watch?v=Uex0TJRB9Hg

https://www.youtube.com/watch?v=xjZ1hpIgdJc

https://www.youtube.com/watch?v=syygOaRlwNE

https://www.youtube.com/watch?v=6oZgl3drTn4&spfreload=5

Anderes Zeugs:
https://www.judicialwatch.org/wp-content/uploads/2015/05/Pg.-291-Pgs.-287-293-JW-v-DOD-and-State-14-812-DOD-Release-2015-04-10-final-version11.pdf

https://www.youtube.com/watch?v=2IqHA3mV-VY

http://www.oil-price.net/cartoons/iran-iraq-syria-pipeline.jpg

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/syrien-und-ihr-denkt-es-geht-um-einen-diktator-11830492.html

https://www.youtube.com/watch?v=xcBtZ1wHXX8

>> Nico Dallmann

Landtagswahlen 2016 – Was sollen wir davon halten?
„Nach ARD Hochrechnungen erreicht die AfD in Sachsen-Anhalt 25%“, so oder so ungefähr klang es aus dem Radio und ich musste tief schlucken. Nur damit es klar ist, ich verteufle die AfD nicht, ich nehme sie auch nicht als Bedrohung wahr, auch wenn sie eine ziemlich rechte Partei ist. Allerdings halte ich es nicht für einen Akt der Intelligenz die AfD zu wählen, sogar das gesamte Gegenteil. Warum?
Bevor ich auf die Ziele in der Politik zu sprechen komme, möchte ich ein paar Worte zu den Politikern der AfD verlieren. Wir haben es hier mit Menschen zu tun, die größtenteils aus der CDU kommen. Das merkt man nicht zuletzt daran, dass sie dementieren, wenn sie irgendwelche Sachen gesagt haben sollen, die gar nicht stimmen, tatsächlich aber festgehalten wurden. Schreibt man nun, dass man Flüchtlinge erschießen will, sollten sie versuchen die Grenze zu passieren, wäre es meiner Meinung nach besser, sich aufrichtig für diesen verbalen Ausrutscher zu entschuldigen, als zu sagen, es wurde gar nicht gesagt, oder zu sagen man sei mit der Maus ausgerutscht. Außerdem sind Personen wie von Storch oder Petry nicht aus unerhabenen Hause. Wir haben es hier also mit 08/15 Politikern zu tun, die nur durch ihre politische Haltung auffallen. Sie sind also nicht das Volk, denn die meisten Deutschen verdienen weniger als die Spitzenpolitiker der AfD. Es scheint so, dass ihre politische Ansichten nicht daher rühren, dass sie arm geworden sind, eher haben sie Verlustängste.
Was ist denn nun die politische Haltung der AfD? Nun meiner Ansicht nach will die AfD die Zuwanderung von Flüchtlingen stoppen und die Abschiebung vorantreiben. Es gibt auch Mitglieder die extremere Ziele haben, aber ich werde mich hier nur mit den oben genannten Zielen auseinandersetzen.
Mein ganz Persönliches Problem ist, dass die AfD sagt, dass weniger Ausländer weniger Probleme bereiten. Das stimmt zwar, aber aus dem einfachen Grund, weil jeder Mensch problematisch werden kann, davon ist auch kein Volksdeutscher ausgeschlossen. Wir haben eine Kriminalität, die zu senken ist, indem wir einfach weniger Menschen werden, die Nationalität spielt hierbei keine Rolle.
Ganz zu schweigen von der nicht lang überlegten Überzeugung, dass man die Flüchtlingskrise löst, indem man die Grenzen schließt. Was den meisten AfD-Wählern wohl entgangen ist, ist, dass Kriege Flüchtlinge produzieren. Niemand würde einen tödlichen Trip nach Europa wagen, wenn das Leben im eigenen Land nicht ebengleich gefährlich ist. Das gleiche Prinzip gilt übrigens auch, wenn das eigene Überleben durch Hunger bedroht ist. Vielen Menschen ist wohl nicht klar, dass während sie in eine Schweinshaxe beißen und ein Bier trinken, Menschen verhungern. Nun ist die AfD zu allen Ungunsten in keinster Weise dazu bereit irgendeinen militärischen Konflikt zu lösen, geschweige denn vom eigenen Reichtum etwas an hungernde Menschen abzugeben, sodass die Vertriebenen wieder heimkehren können und die Hungernden nicht mehr hungern müssen. Die Politiker schaffen es nicht eine Verbindung zwischen Krieg und Flüchtlingen herzustellen, stattdessen wird auf die Vertriebenen, die sowieso schon leiden, eingeschlagen.
Nun ist es ganz recht anzumerken, dass keine Partei, bis außer Teile der Linken, es je geschafft hat die Begriffe „Krieg“ und „Flüchtlinge“ miteinander zu assoziieren und da liegt das Problem, welches wir in Deutschland haben. In den Talk-Shows wird nur angesprochen wie wir den Flüchtlingen helfen können, allerdings nicht, wie wir die Flüchtlingskrise bewältigen, gar wie wir es anstellen wollen, dass nicht die ganze Welt flieht und bei uns Asyl sucht. Warum wird nicht einmal die Frage gestellt, wie wir es schaffen, dass nicht mehr in Syrien gekämpft wird? Diese Frage wird nie gestellt, aber es werden Tornados nach Syrien geschickt und wir haben Soldaten in Afghanistan und anderen 10 Ländern stationiert. Hier muss ich unsere Bundeskanzlerin in Schutz nehmen, denn sie hat anscheinend keinen Plan, wie wir die Flüchtlingskrise in Europa bewältigen können, aber anscheinend auch keine Ahnung, warum die Menschen fliehen. Sie sagt jedoch, dass wir die Flüchtlinge aufnehmen müssen, was ich absolut richtig finde, wenn wir schon keine Konflikte lösen, dann müssen wir jedoch denen helfen, die unter diesen Konflikten leiden.
Ein weiterer Grund für das Schweigen über die Auslöser der Flüchtlingswellen ist, weil die Antwort die deutsche Rüstungsindustrie betrifft. Die zahlreichen Kriegsparteien in Syrien, darunter auch der Islamische Staat, bekommt sein Waffengerät aus Saudi-Arabien und Katar. Das sag nicht ich, sondern die DIA, ein Geheimdienst der USA. Nun werden Panzer und Gewehre in genau diese zweifelhaften Staaten exportiert, die diese Waffen weitergeben an Terrormilizen, von der Presse auch gerne „moderate Opposition“ genannt. Es bedarf auch keiner zu hohen Intelligenz um zu verstehen, dass die Rüstungsindustrie nur Geld macht, wenn das Gerät auch gebraucht und damit verbraucht und das geht mit Kriegsgerät am Besten im Krieg. Wir halten fest, dass die Behauptung, dass Frieden schlecht für's Geschäft ist, wie der pensionierte CIA-Analyst Ray McGovern in einem Interview mit RT Deutsch gesagt hatte, richtig ist. Es ist also keine Spinnerei zu behaupten, dass Krieg der Rüstungsindustrie nützt. Wenn davon jedoch die Bevölkerung etwas mitkriegt gibt es wohl einen Aufstand gegen die Rüstungsindustrie, doch das will niemand, deswegen werden Journalisten bestochen, die dann positiv über Krieg berichten und die vollkommen absurde Theorie verbreiten, dass Gewalt mit Gewalt zu beenden ist.
Machen wir's kurz: Der Erfolg der AfD ist nicht etwas besonderes, sondern die Auswirkung einer Bevölkerung, denen man die Wahrheit nicht gerne erzählt, da sie sich kritisch gegen einen selbst richtet. Mein Vorschlag ist, nicht den Kopf in den Sand zu stecken und denken, die Welt sei verloren. Sprechen wir lieber selber beim nächsten Stammtisch über Kriege und wie diese Flüchtlingsströme hervorrufen und packen wir uns selber mal an die eigene Nase, was internationale Politik angeht. Zeigen wir anderen Menschen, dass die Welt nicht so einfach ist, wie es scheint und Dinge wie „Flüchtlinge“ und „Kriege“, sowie „Profit“ miteinander zusammenhängen. Außerdem sollten wir erwähnen, dass die selbst ernannte Alternative für Deutschland keine wirkliche Alternative ist, denn sie ist im Grunde genommen eine genau so kurzsichtige Partei, wie andere Parteien, nur hat die AfD „andere“ Lösungsvorschläge. Die Wurzel des Problems geht die AfD, wie andere Parteien nicht an, was sie ziemlich „Mainstream“ macht und es sodurch kein Zeugnis von politischen Durchblick ist diese Partei zu wählen. Allerdings ist das Wahlergebnis kein Grund zur Panik, denn die Wahrheit ist manchmal plausibler, als das, was uns Politiker mit ausländerfeindlichen Meinung sagen und das merken die Leute recht schnell, wenn man nur im Dialog miteinander bleibt und den Anderen nicht ausgrenzt.

>>Nico Dallmann
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