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Tipps für Einsteiger
Wenn man sich Zierfische anschaffen will, sollte man sich vorher über die richtige Aquaristik-Ausstattung und Pflege der Tiere gut informieren.
 
  Welcher Aquarientyp?
An erster Stelle steht die Entscheidung, ob man ein Süßwasser- oder Meerwasseraquarium haben will. Für Einsteiger eignen sich Süsswasserbecken besser. Denn die Meerwasser-Aquaristik ist in technischer und pflegerischer Hinsicht sehr anspruchsvoll. Das beginnt schon bei der Größe des Beckens: Es sollte mindestens 100 Zentimeter lang sein und etwa 250 Liter fassen.
  Welche Größe?
Für Anfänger ist ein 80 bis 100 Zentimeter langes Aquarium ideal. Es kommt aber natürlich darauf an, wie viele Fische und welche Arten man halten möchte. Als Richtwert gilt: Pro Zentimeter Größe des ausgewachsenen Fisches sollte man einen Liter Wasser einplanen. In einem 50 Liter-Becken können zehn bis fünfzehn Fische gehalten werden. Die typischen runden Goldfischgläser gelten übrigens als Tierquälerei.

Einrichten des Aquariums 
Bevor die Fische ins Wasser dürfen, muss das Aquarium einige Tage vorher vollständig eingerichtet und bepflanzt worden sein. Das heißt: Es muss sich biologisch erst einmal einspielen. Meerwasserbecken müssen mindestens drei Monate einlaufen. Für den Boden kann man zwischen Sand und Kies in verschiedenen Körnungen wählen, wobei man auf die Bedürfnisse der einzelnen Fischarten achten sollte. Welse wühlen gerne im Grund und sollten sich dabei nicht verletzen.

Bei der Bepflanzung kann man zwischen diversen Amazonaspflanzen wählen. Wasserpflanzen produzieren eine ansehnliche Menge von Sauerstoff, der den Fischen für die zusätzliche Atmung zur Verfügung steht und halten die chemischen und physikalischen Bedingungen des Wassers konstant. Auch Felsen machen das Becken interessanter; sie dienen als Verstecke für Fische, und gleichzeitig kann man hinter ihnen technische Ausrüstungsgegenstände verbergen.

Ökologisches Gleichgewicht
Wichtig ist eine ausreichende Wasserpumpe und Filteranlage, die die Aufgabe hat das ökologische Gleichgewicht im Aquarium aufrechtzuerhalten. Dazu müssen einige wichtige chemische Parameter unbedingt unter Kontrolle gehalten werden.

In der Anfangsphase sollte besonders der pH-Wert öfters kontrolliert werden. Die Messung kann mit einem Indikator einfach durchgeführt werden. Die Gründe für ein Variieren des pH-Wertes können vielfältig sein: ein Ansteigen kann zum Beispiel durch Algenvermehrung verursacht werden. Einsteiger sollten als Richtwert einen pH-Wert um 7 anstreben. Dies entspricht neutralem Wasser, in dem viele Fischarten gut gedeihen.

Ebenso veränderlich ist die Wasserhärte, welche die Menge der im Wasser gelösten Kalzium- und Magnesiumsalze angibt. In der Aquaristik wird die Gesamthärte in Deutschen Härtegraden (°dGH) gemessen. Das Wasser wird zwischen 0 und 5 °dGH als weich definiert, mäßig hart zwischen 5 und 20 °dGH, hart zwischen 20 und 30 °dGH und sehr hart über 30 °dGH.

Grundausstattung und Kosten
Als Neueinsteiger muss man in jedem Fall mit Kosten von über 100 Euro rechnen für Aquarium, Beleuchtung, Filteranlage, Pflanzen, Bodengrund und Fische. Die Kosten für Zierfische belaufen sich auf zum Beispiel drei Euro für Sumatra-Barben oder acht Euro für ein Pärchen Zwergfadenfische. Hat sich der natürliche Biotop erst einmal eingespielt, kommen noch ständige Instandhaltungskosten und Futter dazu.

Pflege
Einmal am Tag sollte man einen kritischen Blick ins Becken werfen und es alle zwei Wochen säubern. Dazu werden mit einem Scheibenreiniger die Algen entfernt. Zweimal im Monat muss das Wasser - zumindest teilweise - ausgetauscht werden. Das heißt: ein Drittel Wasser rauslassen und mit neuem Leitungswasser wieder auffüllen.
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