"Eine andere Aufteilung war:

Materia Prima,
Calcination,
Sublimation,
Solution,
Putrefaction,
Destillation,
Coagulation,
Tinctura,
Multiplikation,
Projection.[21]

(Seite „Alchemie“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 22. Februar 2017, 10:20 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Alchemie&oldid=162896657 (Abgerufen: 8. April 2017, 17:52 UTC)

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"Erst im späten Mittelalter wurde die Quaternität zur Trinität, wobei die Stufe der xanthosis, also Gelbung entfiel.[20]"

(Seite „Alchemie“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 22. Februar 2017, 10:20 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Alchemie&oldid=162896657 (Abgerufen: 8. April 2017, 17:52 UTC)

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In einem vierstufigen Prozess ist die „Schwärze“ (nigredo) der Anfang und versinnbildlichte den Urzustand der Materie.

Man bezeichnete diesen Zustand auch als die Materia prima.

Als weitere Prozesse schließen sich die Phase der
„Weißung“ (albedo),
„Gelbung“ (citrinitas) an
und enden in der höchsten Stufe der „Rötung“ (rubedo).

Grundlage dieser Stufen bildete die griechische Philosophie der Quaternität oder des Vierteilens eines Prozesses in die melanosis (Schwärzung), leukosis (Weißung), xanthosis (Gelbung), iosis (Rötung).

Angelehnt ist diese Vorstellung an die antike Elementenlehre der vier Elemente aus Erde, Wasser, Luft und Feuer an. "

(Seite „Alchemie“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 22. Februar 2017, 10:20 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Alchemie&oldid=162896657 (Abgerufen: 8. April 2017, 17:52 UTC)


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Im Verlauf der Jahrhunderte entwickelte sich das Opus Magnum zu einem unentwirrbaren Gemisch unterschiedlichster Anweisungen und Erfahrungen, die den praktischen Prozess immer unverständlicher werden ließen.

Die Anweisungen waren zudem symbolträchtig, vieldeutig und in rätselhafter Sprache geschrieben.

Paracelsus geht über die vier Stufen hinaus und beschreibt unter anderem in seiner De natura rerum den Prozess einer siebenstufigen Transmutation.

Bei George Ripley sind es nach seinem Liber duodecim portarum bereits zwölf Stufen zur Goldherstellung.[22]

Genau dieses unentwirrbare Netz aus Gedanken und Bildern ließ den Begründer der Analytischen Psychologie, Carl Gustav Jung, zu dem Schluss kommen, dass der Schritt von der Quarternität zur Trinität mit inneren und psychischen Gründen zu erklären sei.
Nicht äußere oder praktische Prozesse wurden im Großen Werk beschrieben, sondern unbewusst innere Zusammenhänge in die Materie und Arbeitsweise hineinprojiziert.[20]

Dieser Ansatz entwickelte sich auch parallel zur praktischen Alchemie in der abendländischen Mystik.

So sprach man bei den Rosenkreuzern von geistiger oder theoretischer Alchemie, die eine Vollendung des eigenen Menschen mit sich bringen sollte.

Gustav Meyrink knüpft unter anderem an diese Tradition in seinen Werken an; siehe die mystische Deutung seiner drei Stufen:[23]

nigredo (putrefactio), Schwärzung (Fäulnis):
Individuation, Reinigung, Ausbrennen von Unreinheit; Sol niger (Schwarze Sonne)

albedo, Weißung:
Vergeistigung, Erleuchtung

rubedo, Rötung:
Vereinigung des Menschen mit Gott, Vereinigung des Begrenzten mit dem Unbegrenzten"

(Seite „Alchemie“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 22. Februar 2017, 10:20 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Alchemie&oldid=162896657 (Abgerufen: 8. April 2017, 17:52 UTC)

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Archäologischer Fund in Oberstockstall

"Bevor man durch das kleine Portal in die Kapelle eintritt, wird man von seltsamen Fratzen empfangen.

Bei einem dieser Köpfe könnte es sich, so von Osten, um Baphomet handeln, in diesem Fall Patron der Alchemisten.

Wer oder was Baphomet war, darüber wird noch gegrübelt, wenngleich es bereits eine durchaus schlüssige Erklärung dafür gibt.

Laut dem Buch „Die Templer von Österreich“ von Neundlinger/Müksch (S. 55ff) handelt es sich um das „Bild des göttlichen Antlitzes“, bestehend aus den ersten Silben der griechischen Wörter Basileios (Herr), Rethos (Anlitz) und Metaphora (Übertragung).

Dessen Herkunft wurde, so die Autoren, von den Tempelrittern als derart strenges Geheimnis gehütet, dass sie sogar eine Anklage der „Götzenverehrung“ auf sich nahmen und dafür in den Tod gingen."

Bild: Geheimnisvolle Fratze (Baphomet)

(Der Alchemist von Oberstockstall und seine vielen Rätsel. in: http://www.kulturundwein.com/alchemist.htm)
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Tabula Smaragdina

"Die Tabula und ihre legendäre Auffindung werden zum ersten Mal in der Literatur von dem Astrologen und Übersetzer arabischer Texte Hermann von Carinthia in dem Traktat De essentiis von 1143 erwähnt[12].

Albertus Magnus erwähnt sie um 1256 in De Rebus Metallicis et de Mineralibus[13].

Zwischen 1275 und 1280 übersetzte und kommentierte Roger Bacon das Secretum secretorum[14].

Ein verbreiteter Kommentar stammt aus der Hand eines unbekannten Alchemisten namens Hortulanus (= der Gärtner), der in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts lebte.[15]

Ab 1420 kursierten Textauszüge in lateinischer Sprache als Manuskripte, darunter die illuminierte Handschrift Aurora consurgens. [16]

Eine der Illustrationen zeigt die Entdeckung der Tabula in einem kapellenartigen Gebäude.

Die Tafel ist mit alchemistischen Symbolen versehen, mit Pfeil und Bogen bewaffnete schwarze Adler zielen auf den Gelehrten und seine Schüler.

Die Adler repräsentieren in der Elementenlehre das Flüchtige des Elementes Luft, das dem Hermes zugeordnet ist, und wie es Claudius Ptolemäus in seinem astrologischen Grundlagenwerk Tetrabiblos darlegt, wird der erste Dekan im Zeichen des Schützen von Mercur regiert."

(Seite „Tabula Smaragdina“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 15. Februar 2017, 13:02 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Tabula_Smaragdina&oldid=162668731 (Abgerufen: 9. April 2017, 15:14 UTC)

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Tabula Smaragdina

Secretum secretorum (Kitâb Sirr al-asrâr)

"Von der Tabula Smaragdina sind rund zwanzig arabische Übersetzungen aus dem Mittelalter überliefert.

Die älteste Fassung ist im Anhang zu dem Traktat Secretum secretorum und zwar in einer Kopie von 825 erhalten.

Als Autor erscheint hier der griechische Mystiker Apollonius von Tyana und zwar unter seinem arabischen Namen Balînûs.

Die von einigen Autoren vertretene These, es habe einen griechischen Originaltext gegeben, ist zwar wahrscheinlich, konnte aber bisher noch nicht durch Auffinden des originalen Textes bestätigt werden."

(Seite „Tabula Smaragdina“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 15. Februar 2017, 13:02 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Tabula_Smaragdina&oldid=162668731 (Abgerufen: 9. April 2017, 15:14 UTC)
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Archäologischer Fund in Oberstockstall

Die Kirche wurde insofern miteinbezogen, als es sowohl einen direkten Blick vom Arbeitsplatz des Alchemisten zum Hochaltar gibt und daneben noch ein schmaler Schlitz eine Sichtverbindung von Laboratorium zum Oratorium herstellt. Immerhin waren es Pfarrherren, die hier zu Werke waren

- Blick vom Laboratorium ins Oratorium
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Alchemisten

"Alchemisten des alten Ägypten sowie der Antike

Hermes Trismegistos (legendär)
Ostanes (vor 500 v. Chr.)
Empedokles (ca. 490–430 v. Chr)
Demokrit (ca. 470–380 v. Chr), bzw. Pseudo-Demokrit
Maria die Jüdin (auch: Maria, die Alchemistin, ...) (vermutet im 1. bis spätestens 3. Jh. n. Chr.)
Zosimos aus Panopolis (ca. 250 bis ca. 310 n. Chr.)
Kleopatra, die Alchimistin (ca. 300 bis 400 n. Chr.)
Papyrus Stockholm (Holmensis) und Leiden (Leidensis), ca. Ende 3. Jh., Anfang 4. Jh. n. Chr., Ägypten, griechische Rezeptsammlungen"

(Seite „Alchemie“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 8. April 2017, 18:22 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Alchemie&oldid=164369003 (Abgerufen: 9. April 2017, 12:35 UTC)


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Tabula Smaragdina

"Neuübersetzung von Hans-Dieter Leuenberger, 2006

1. Wahr, wahr, kein Zweifel darin, sicher, zuverlässig!

2. Siehe, das Oberste kommt vom Untersten, und das Unterste vom Obersten; ein Werk der Wunder von einem Einzigen.

3. Wie die Dinge alle von diesem Grundstoff durch ein einziges Verfahren entstanden sind.

4. Sein Vater ist die Sonne, seine Mutter der Mond; der Wind hat ihn in seinem Bauch getragen, die Erde hat ihn ernährt.

5. Er ist der Vater der Zauberwerke, der Behüter der Wunder, vollkommen an Kräften; der Beleber der Lichter.

6. Ein Feuer, das zu Erde wird.

7. Nimm hinweg die Erde von dem Feuer, das Feine von dem Groben, mit Vorsicht und Kunst.

8. Und in ihm ist die Kraft des Obersten und des Untersten. So wirst du zum Herrscher über das Oberste und das Unterste.
Weil mit dir ist das Licht der Lichter, darum flieht vor dir die Finsternis.

9. Mit der Kraft der Kräfte wirst du jegliches feine Ding bewältigen, wirst du in jegliches grobe Ding eindringen.

10. Gemäß der Entstehung der großen Welt entsteht die kleine Welt, und das ist mein Ruhm.

11. Das ist die Entstehung der kleinen Welt, und danach verfahren die Gelehrten.

12. Darum bin ich Hermes der Dreifache genannt worden.[11]"

(Seite „Tabula Smaragdina“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 15. Februar 2017, 13:02 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Tabula_Smaragdina&oldid=162668731 (Abgerufen: 9. April 2017, 15:14 UTC)
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