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sekundäre wildnis - eine ausstellung im Kunsthaus Wien:
"Speziell für den Garten sind fünf „Porträts in Pflanzenform“ entstanden: In Lastenanhängern wächst ein Zusammenspiel an exotischen Pflanzen und ungewöhnlichen Gemüsesorten aus der Zucht von LandwirtInnen im Wein- und Waldviertel. Ein alter Bienenwagen aus Holz wird zum metaphorischen Zitat für unseren Umgang mit der Natur und fungiert als Display für Fotos und Videoporträts."

Bis 8. Oktober 2017

<a href="https://www.kunsthauswien.com/de/ausstellungen/iris-andraschek/" rel="nofollow">www.kunsthauswien.com/de/ausstellungen/iris-andraschek/</a> 

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Sie blühte einen sommer lang - am nachmittag öffnen sich die duftenden blüten der Victoria regia. Hingehen wer zeit hat, denn im herbst muss sie ihren platz im plamenhaus des hofgartens räumen.

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Meine Vorstellung von einem Wohnzimmer im Garten.

LG Kathrin
Wir haben unseren Garten mittels Loungemöbel aufgepeppt. Im Moment fehlt zwar ein bisschen die Sonne, aber das wird schon wieder. Außerdem ist hinter der Pergola ein neues Anlehngewächshaus versteckt.

#gartenblog #garten #pergola #gewächshaus #anlehngewächshaus #loungemöbel #wohnzimmerimgarten #ikea #gartenmöbel #gartengestaltung #gartenliebe #gartendesign #hausundgarten #interior #lifestyle

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TV tipp für heute ORF2, 22:30: Eco Spezial: Blühende Geschäfte: das Paradies im eigenen Garten

übrigens mit einigen interessanten einblicken das schau- und experimentier gartenprojekt ECOLUTION.LAB.LICHTENEGG, siehe bild, und fotoablum hier: http://www.flickr.com/…/klasseimgar…/sets/72157627516427781/ 

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Blühende Geschäfte

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Heute stelle ich Kräuter als Alternative zu anderen Nutzpflanzen vor, für die im Garten kein Platz ist oder die passenden Anbaubedingungen fehlen.


Diese Kräuter schmecken nach Curry, Coca-Cola, Erdbeeren, Pilzen & Co.

Für ein besonders leckeres Essen oder Dessert, nimmt man natürlich am liebsten frische Zutaten und Gewürze. Am besten aus dem eigenen Garten. Doch manchmal lässt sich nicht alles im Garten anbauen. Oft fehlt der nötige Platz dazu, Klima- und Bodenverhältnisse passen nicht, ein Gewächshaus wäre nötig etc…

Doch es gibt einige Kräuter, die verblüffend ähnlich nach bestimmten Früchten, Pilzen oder anderen Zutaten schmecken. Die folgenden Kräuter schmecken z. B. nach eingelegten Oliven, Curry, Grapefruit, Erdbeeren und sogar nach Coca-Cola. Das tolle dabei, die pflegeleichten Kräuter sind recht klein und können auch in handlichen Töpfen kultiviert werden.

Wenn es also weniger auf den Genuss der Frucht selbst ankommt und es hauptsächlich um den Geschmack zum Würzen oder das Aromatisieren von Speisen geht, könnten diese Kräuter eine Alternative sein.


Olivenkraut – Eingelegte Oliven in Krautform für mediterrane Speisen

In Deinem Garten ist kein Platz mehr für einen Olivenbaumkübel oder Du hast kein Winterquartier für ihn? Aber Du liebst den Geschmack von Oliven und möchtest ungern darauf verzichten? Dann wäre vielleicht das Olivenkraut eine Alternative für Dich.

Das Olivenkraut Santolina viridis ist mit dem Heiligenkraut Santolina chamaecyparissus verwandt und stammt aus dem westlichen Mittelmeergebiet. Seine nadelartigen Blätter duften nach Oliven und schmecken sogar nach grünen eingelegten Oliven mit einem Hauch von Rosmarin und Bohnenkraut.

Olivenkraut passt daher gut zu vielen mediterranen Speisen. Die frischen Olivenblätter lassen sich z.B. als Zutat zu mediterranen Nudelgerichten, Pestos, Marinaden, in Fleisch-, Fisch- und Pilzgerichten, für Salate oder in Kräuterbuttern verwenden. Im Prinzip kannst Du es für jede Gelegenheit verwenden, bei denen gerne Oliven gegessen werden.

Hinweis: Bei gekochten oder gebratenen Speisen das Olivenkraut erst ganz zum Schluss dazugeben, da bei großer Hitzeeinwirkung das Aroma nachlässt. Die Blätter verlieren auch einen Großteil des Aromas, wenn sie getrocknet werden.

Pflege:

- Im Garten oder auf dem Balkon
- Bis 50 cm hoch, Halbstrauch
- Gelbe Blüte ab Juni
- Optimal volle Sonne
- Wenig Wasser
- Wenig Dünger
- Überwintern im Haus/Wintergarten oder im Garten mit Reisig und Laubblättern abdecken


Currykraut – Hiermit wächst gleich eine ganze Gewürzmischung heran!

Curry bzw. Currypulver ist eine Gewürzmischung, die aus vier bis zehn und in manchen Fällen sogar aus bis zu 36 verschiedenen Gewürzen besteht.

Meist werden dafür Gewürze wie Kurkuma, Bockshornklee und Ingwer, für die gelbe Farbe, und noch Koriander, Cumin, Kardamom, Cayenne- und schwarzer Pfeffer, Koriander, Piment und auch Nelken, Macis, Zimt und Paprika verwendet.

Ganz schön viele! Das Currykraut ist wesentlich kompakter.

Das Currykraut (Italienische Strohblume) Helichrysum italicum verströmt den typischen Duft von Currypulver und verfeinert asiatische Gerichte mit Curryaroma. Nach dem Regen sowie an heißen Tagen duftet das mediterrane Gewürzkraut besonders intensiv. Die Blätter und Zweige können z.B. zum Würzen von Gemüse-, Reis- Fleisch- und Fischgerichten sowie Suppen und Soßen verwendet werden.

Hinweis: Die Stängel vor dem Servieren wieder entfernen, da sie ungenießbar sind und nur zum Würzen dienen. Zerriebene Blätter kann man in einem Tee-Ei mit kochen, so lassen sie sich leicht entfernen.

Pflege:

- Im Garten oder auf dem Balkon
- 30 cm hoch u. breit, bis 70 cm hoch (Halbstrauch)
- Gelbe Blüten von Juni – Mitte September
- Sonniger Standort
- Wenig Wasser
- Wenig Dünger
- Überwinterung im kühlen Zimmer o. im Garten mit Reisig und Laub abdecken

Pilzkraut – Schmeckt nach Champignons!

Das Pilzkraut Rungia klossii ist eine exotische Kräuterrarität aus den Gebirgen von Papua-Neuguinea. Die frischen Blätter des kulinarischen Geheimtipps verleihen Suppen, Eintöpfen, Soßen oder Pfannengerichten ein dezentes Pilzaroma, das hauptsächlich an frische Champignons erinnert.

Beim Kochen entfaltet sich das Aroma zum Teil noch intensiver. Auch hier die Blätter erst nach der Hälfte der Kochzeit dazugeben, damit das Aroma nicht verloren geht.

Das Pilzkraut liefert zudem wertvolle Mineralstoffe wie Vitamin A und C, Eisen, Kalzium, Beta-Carotine und Eiweiße. Wenn auch das Pilzkraut den Genuss von echten Champignons wohl nicht gänzlich ersetzen kann, ist es auf jeden Fall eine kulinarische Bereicherung für die Küche.

Pflege:

- Im Topf oder Kübel
- 50 – 80 cm Höhe
- Sonniger Standort
- Leicht feuchter & nährstoffreicher Boden, darf nicht austrocknen Überwintern: im Zimmer bei 12 – 17°C

Zimmerknoblauch – der Knoblauch für´s Fensterbrett

Der Zimmerknoblauch Tulbaghia violacea ist relativ unbekannt und sieht auf den ersten Blick wie ein unscheinbares Gras aus, doch er ist ein handlicher und pflegeleichter Knoblauchersatz. Die Pflanze ist ideal für die Fensterbank und die Blätter können jederzeit nach Belieben geerntet werden. Sie wachsen immer wieder nach.

Der Knoblauchgeschmack ist ziemlich intensiv, allerdings lässt sich das gewünschte Knoblaucharoma mit dem Zuschneiden der Blätter etwas besser dosieren, als bei den herkömmlichen Knoblauchzehen.

Zudem bringt der Zimmerknoblauch häufiger große lilafarbene dekorative Blüten hervor und ziert mit ihnen das Küchenfenster. Die Blüten sind ebenfalls essbar und schmecken noch kräftiger nach Knoblauch.

Pflege:

- Als Zimmerpflanze
- Sonnig – halbschattig
- Wenig Wasser, immer wenn die Erde trocken ist.
- Mäßig düngen
- Nicht winterhart

Grapefruitminze – Wie eine frisch aufgeschnittene Grapefruit…

Die Grapefruitminze Mentha suaveolens x piperita ist eine besondere Züchtung aus den USA und verströmt ein herrlich intensives Grapefruitaroma. Die Blätter eignen sich z.B. für einen kühlen erfrischenden Tee an heißen Sommertagen.

Für eine Kanne reicht eine Handvoll Blätter. Innerhalb von 7-10 Minuten Ziehzeit verleiht die außergewöhnliche Minze dem Tee ein dezentes erfrischendes Grapefruitaroma. Die minzige Note ist dabei kaum bis gar nicht vorhanden.

Eine weitere Verwendungsmöglichkeit sind asiatische Fleisch- und Fischgerichte, die durch die Grapefruitminze mit einem süß saueres Aroma verfeinert werden. Wegen ihres Duftes und der tollen Verwendungsmöglichkeiten in der Küche, ist die Grapefruitminze eine echte Bereicherung im Kräutergarten.

Pflege:

- 30 – 50 cm hoch
- Sonnig – halbschattig
- Feuchter Boden
- Mäßig düngen
- Lila Blüte
- Winterhart
- Treibt spät aus (Mai)

Erdbeerminze – Erinnert an Erdbeereis

Ein besonderes Highlight im Kräutergarten ist die Erdbeerminze Mentha species. Der Duft und Geschmack der Minze erinnert an ein leckeres Erdbeer-Sahne-Eis.

Das typische Minzaroma tritt bei dieser Minzsorte stark in den Hintergrund, da sogennannte Fruchtminzen einen niedrigeren Mentholgehalt haben, als die klassische Pfefferminze.

Die Blätter und Triebspitzen sind ideal für Obstsalate, Desserts oder zum Aromatisieren von Wasser, Tees, Bowlen und Cocktails. Die pflegeleichte und kompakte Erdbeerminze passt in jeden Balkonkasten oder Garten.

Im Garten bilden sich schnell unterirdische Ausläufer, sodass die Erdbeerminze auch als Bodendecker eingesetzt werden kann. Dabei können allerdings auch schnell regelrechte Erdbeerminzfelder entstehen, der Garten duftet dann umso intensiver nach Erdbeeren.

Pflege:

- Im Kräuterbeet, auf dem Balkon oder Zimmerpflanze
- 30 – 50 cm hoch
- Lila Blüten Juni – September
- Halbschattiger Standort
- Wasser mäßig, am besten feucht
- Fruchtbarer und humusreicher Boden
- Winterhart

Coca-Cola Strauch – Cola aus dem eigenen Garten!? Wie geht das denn?

Seit einiger Zeit wird in manchen Gartencentern der Coca-Cola Strauch angeboten. Dabei entsteht oft Verwirrung, um welche Pflanze es sich genau handelt und damit zu Verwechslungen mit andren Pflanzen.

Tatsächlich handelt es sich beim Coca-Cola Strauch um eine Sortenvariante der schon lange bekannten Eberraute Artemisia abrotanum. Der Cola-Strauch, der wirklich intensiv nach Coca-Cola duftet, trägt daher die lateinische Bezeichnung Artemisia abrotanum var. maritima.

Kommt man im Garten am Cola-Strauch vorbei, liegt das unverwechselbarere Cola-Aroma der Pflanze in der Luft. Besucher des Gartens werden dabei wahrscheinlich nicht schlecht staunen.

Aus den Blättern kann man Erfrischungsgetränke mit colaähnlichen Geschmack herstellen. Einfach ein paar Blätter in einen Wasserkrug geben. Dazu kommt z.B. noch etwas Zitronenmelisse oder Pfefferminze, je nach eigenem Geschmack. Nach einer Weile nimmt das Wasser den leichten Geschmack der Kräuter an.

Pflege:

- Im Garten
- Robuster Halbstrauch
- Höhe bis 1,5 Meter, Breite 30 – 60 cm
- Standort sonnig bis halbschattig
- Trockenen Boden, Staunässe vermeiden
- Nährstoffreicher Boden
- Winterhart

Noch ein Tipp zum Kauf dieser besonderen Kräuter

Gerade beim Cola-Strauch, der Grapefruit- und Erdbeerminze gibt es, wie schon angesprochen, nicht selten Verwechselungen. Oft werden die Pflanzen immer wieder unter anderem Namen angeboten.

Den Durchblick zwischen der riesigen Sorten- und Variantenvielfalt der Trendpflanzen zu behalten, ist manchmal eine Herausforderung. So landet leicht die falsche Pflanze im Garten und der Irrtum fällt erst später auf.

Zudem sieht es so aus, als ob es verschiedene Sorten vom Cola-Strauch und den anderen gibt, die von der Aromaintensität her variieren. Daher solltest Du Dich beim Kauf im Zweifelsfall auf Deine Nase verlassen und davon überzeugen, ob zumindest der Duft der Pflanze auch wirklich Deinen Vorstellungen entspricht.

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heute auf ORF III erster Teil TV-Doku "Die Gärten der Habsburger"

Folge 1: Die Gärten der Habsburger - Die Wiener Gartenpracht (6. Juni 2017, 21.05 Uhr)
In einer völlig neuen Zusammenschau präsentieren Alfred und Stephanie Ninaus eine Auswahl der schönsten Gartenanlagen Österreichs, die mit den Habsburgern in Verbindung stehen: Von Schönbrunn über den Volksgarten und den Garten der Hermesvilla bis Laxenburg, Bad Ischl und Ambras führt die Reise. Teil eins dieser Serie handelt von den Wiener Anlagen."

Folge 2 am Di. 13. Juni 2017.
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Heute geht es um Schwarzen Holunder, der uns das ganze Jahr über mit seien Heilkräften und Köstlichekeiten versorgt. Mit Rezeptideen.
Heilpflanzenporträt: Schwarzer Holunder

Früher war Holunder so gut wie jedem als vielfältige Nutz- und Heilpflanze bekannt und in der Küche für seine schmackhaften Verwendungsmöglichkeiten einst sehr beliebt. Heute ist der nützliche und pflegeleichte Strauch etwas in Vergessenheit geraten. Dabei versorgt uns der Holunder über´s ganze Jahr mit seinen Heilkräften und Köstlichkeiten.

Wo der Mensch lebt, ist auch der Holunder nicht weit!

Der Schwarze Holunder Sambucus nigra gehört, wegen seiner Heilkräfte, zu den beliebtesten Wildpflanzen und begleitet den Menschen schon seit Jahrtausenden. Meist wächst er in der Nähe des Menschen und ist sozusagen dessen Kulturfolger.

Als anspruchsloses Pioniergehölz, dass normalerweise entweder auf Waldlichtungen oder im Auwald wächst, kann er sich auch sehr gut an ruderale Standorte anpassen. Diese Standorte werden dauerhaft oder immer wieder vom Menschen stark beeinflusst.

Hierzu zählen z. B. Trümmerstellen, Schuttplätze, brachliegende Grundstücke, Straßenränder oder Müllhalden. Seine gute Anpassungsfähigkeit an diese Standorte ist mitunter ein Grund, warum der Schwarze Holunder zu den häufigsten Straucharten in Mitteleuropa zählt.

Für uns Menschen ist es natürlich von Vorteil, immer einen Holunderbusch in der Nähe zu haben, da seine Blüten und Früchte als Heil- und Lebensmitteln oder Farbstoff eine vielseitige Verwendung haben.

Wann der Sommer tatsächlich beginnt, erfährst Du vom Holunder.

Im phänologischen Kalender, der die Jahreszeiten anhand von Zeigerpflanzen bestimmt, spielt der Schwarze Holunder eine wichtige Rolle. Demnach leitet er mit dem süßen Duft seiner Blüten den Frühsommer ein.

Seine weißen bis gelblichen 30 cm großen Blütenschirme können von Mai bis in den Juli hinein geerntet werden. Einer der bekanntesten Verwendungsformen dieser vielseitigen Heilpflanze ist wohl der schweißtreibende und fiebersenkende Holunderblütentee.

Holunder gilt daher als ein hilfreiches und wohlschmeckendes Mittel bei Grippe und Erkältung. Auch Studien belegen eine entzündungshemmende Wirkung der Blüten.

Köstliche Erdbeer-Holunder-Marmelade

Doch auch im Sommer, wenn die letzte Grippewelle endlich der Vergangenheit angehört, lassen sich die Blüten zu vielen Leckereien verarbeiten. Glücklicherweise hat die Natur die Erdbeerzeit mit der Holunderblüte zusammengelegt, sodass wir aus diesen Zutaten eine köstliche Erdbeer-Holunder-Marmelade herstellen können.

Hier ist ein einfaches Rezept für die Erdbeer-Holunder-Marmelade:

Zutatenliste:

500g Erdbeeren (in kleine Stückchen geschnitten)

160g Gelierzucker (Verhältnis 3:1)

1El Zitronensaft

Etwa eine Handvoll Holunderblüten; alternativ Holunderblütensirup.

Hinweis: Ernte lieber keine Blüten von Pflanzen, die in der Nähe von Straßen oder Parkplätzen wachsen. Die Pflanzen könnten mit Schadstoffen belastet sein.

1. Gebe die Erdbeerstückchen zusammen mit dem Gelier- und Vanillezucker in einen Topf und lasse es anschließend etwas ziehen. Dazu kommt noch 1El Zitronensaft.

2. Danach aufkochen lassen und gleichzeitig immer wieder umrühren. Achte dabei auf die Kochanleitung auf der Packung des Geliermittels.

3. Nach etwa der Hälfte der Kochzeit kannst Du nun die Holunderblüten unter die Marmelade verrühren.

4. Zum Schluss kommt noch das Abschäumen, danach wird die Marmelade in die Gläser abgefüllt und das ganze luftdicht verschlossen.

Natürlich kann man Holunderblüten noch zu vielen weiteren Leckereien verarbeiten, wie z.B. zu Gelee, Sirup, Holunderblütenkuchen, Limonade oder Likör.

Mit den Holunderbeeren kommt der Frühherbst

Sobald sich die Beeren des Holunders tief schwarz verfärben, bedeutet dies phänologisch betrachtet, dass die Sommertage schon bald wieder vorbei sind und der Herbst vor der Tür steht. Meist geschieht dies um den 1. September herum, an dem auch aus meteorologischer Sicht der Herbst beginnt. In manchen Jahren waren die Beeren allerdings schon Mitte August reif.

Doch mit dem Herbst kommt auch die große Zeit der Ernte. Die reifen Holunderbeeren können dann geerntet und für den Winter auf verschiedene Weise konserviert werden.

Reich an Vitaminen und nützlichen Inhaltsstoffen

Die Beeren, bei denen es sich eigentlich um Steinfrüchte handelt, enthalten Vitamin A, B und C, Kalium, Fruchtsäuren, ätherische Öle und Antioxidantien. Letztere sind dafür bekannt die Zellmembranen vor freien Radikalen zu schützen. Diese Radikalfänger verlangsamen nicht nur den Alterungsprozess der Zellen, sondern senken auch das Risiko für Krebs sowie Herz- und Kreislauferkrankungen.

Wichtig: Die Beeren vor dem Verzehr immer erst erhitzen!

Da der Holunder Sambunigrin und weitere schwache Giftstoffe enthält, sollten die Beeren auf keinen Fall roh verzehrt werden. Ansonsten drohen Übelkeit und Erbrechen. Daher ist es wichtig, die Beeren immer erst zu erhitzen, bevor sie z.B. zu Gelee oder Saft weiter verarbeitet werden.

Nur so zerfallen die Giftstoffe, sodass die Holunderbeeren genießbar sind. Es dürfen auch keine unreifen Beeren verzehrt werden, da diese selbst nach dem Kochen ihre Giftigkeit behalten.

So kannst Du den Holunder für die nächste Grippe im Winter aufbewahren

Sehr beliebt ist z. B. selbst gemachter Holunderbeerensaft. Dieser kann als Vorrat in Flaschen gelagert werden und ist in der Regel mehrere Monate haltbar. Hier ein einfaches Grundrezept für den Holundersaft:

Zutatenliste für den Holundersaft

2,5 kg Holunderbeeren

1,5 kg Zucker

1 Liter Wasser

1/2 Zitrone


1. Holunderbeeren gründlich waschen und die Beeren von der Dolde trennen.

Tipp: Die Beeren lassen sich mit einer Gabel (ähnlich wie mit einem Kamm) von den Stielen abstreifen. Oder Du frierst sie vorher ein, dann fallen die Beeren leichter ab.

2. Die Beeren in einen Topf geben und mit Wasser füllen, bis die Beeren vollständig bedeckt sind.

Tipp: Wenn Du die Beeren in einen Entsafter gibst und dann den Saft zum Kochen bringst, entfällt Schritt 4.

3. Jetzt zum Kochen bringen und 10 min. köcheln lassen.

4. Anschließend die Beeren in einem Sieb mit einem alten ausgelegten Handtuch auspressen.

5. Den Zucker und die ½ Zitrone dazugeben und noch einmal kochen lassen.

6. Den heißen Saft in die Flaschen abfüllen und gleich luftdicht verschließen. Der ideale Lagerplatz ist kühl und vor Licht geschützt.

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In meinem heutigen Beitrag geht es um den Waldmeister als Heilpflanze und wie man ihn verwenden kann, inkl. Rezepttipp zur selbstgemachten Mailbowle.


Heilpflanzenporträt: Waldmeister

Waldmeister ist einer der beliebtesten Frühlingskräuter und lässt sich als Heil- und Würzpflanze vielfältig nutzen. Wie Du Waldmeister ernten, selbst anbauen und nutzen kannst (inkl. Rezepttipps), erfährst Du hier.

Über den Waldmeister

Der Waldmeister Galium odoratum gehört zur Gattung der Labkräuter und wird auch wohlduftendes Labkraut genannt.

Die Zeit des Waldmeisters beginnt im Wonnemonat Mai. In den lichten Laubwäldern, vorzugsweise im Schatten der Rotbuchenwälder, entfaltet er seinen Blütenteppich. Je nach Standort, erscheinen seine weißen Blüten von Ende April bis Juni. Seine sechs bis acht Blattquirle (Blätter stehen auf einer Ebene rings um den Stängel.) sind sein auffälligstes Erkennungsmerkmal.

Das typische Waldmeisteraroma entsteht durch den Inhaltsstoff Cumarin. Dieser Wirkstoff wird von der Pflanze allerdings erst freigesetzt, sobald sie anfangen zu welken. Auch das Trocknen oder Einfrieren der Pflanzen bewirkt die Freisetzung des Waldmeisteraromas, das einen würzig süßen, heuähnlichen Duft hat.

In geringen Mengen ist Waldmeister für seine entzündungshemmende und krampflösende Wirkung bekannt. Zudem ist er gefäßerweiternd, schweißtreibend und beruhigend.

Vorsicht – Zu viel Waldmeister könnte Dir schaden …

Doch bei der Anwendung und dem Verzehr ist allerdings Vorsicht geboten, da das Cumarin in höheren Dosen schädlich ist. Dabei können Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Benommenheit oder im schlimmsten Fall sogar Leberschäden auftreten. Daher sollte Waldmeister nur in geringen Mengen konsumiert werden.

Immerhin ist sogar die Aromatisierung von Limonaden und Süßwaren mit Waldmeister seit 1974 in Deutschland verboten, da diese auch hauptsächlich von Kindern konsumiert werden.

… aber in geringen Mengen kannst Du ihn verzehren

Da der Waldmeister aber als Würzpflanze sehr ergiebig ist, genügen bereits sehr geringe und unbedenkliche Mengen von ihm, um Deine Speisen oder Getränke zu verfeinern. Allgemein werden nicht mehr als 3 g Waldmeister pro Liter Flüssigkeit empfohlen.

Woher Du Waldmeister bekommst:

Waldmeister könntest Du im Wald ernten oder selbst im eigenen Garten anbauen. Dem Waldmeister genügt ein schattiges Plätzchen und er benötigt nur wenig Wasser. Die Anpflanzung kann entweder mit Stecklingen oder durch die Aussaat im Herbst erfolgen.

Im zweiten Jahr kann dann geerntet werden. Der beste Zeitpunkt zur Ernte ist vor oder zu Beginn der Blüte, da hier der Cumaringehalt etwas geringer ist. Alternativ ist Waldmeister auch in Gärtnereien oder auf dem Wochenmarkt erhältlich.

Maibowle selbst gemacht


Beim Maifest darf die Maibowle natürlich nicht fehlen. Aufgrund der langen Tradition der Maibowle gibt es mittlerweile die verschiedensten Varianten und Rezepte.

Ein traditionelles Grundrezept lautet wie folgt:

- 2 L trockenen Weißwein auf 1 Liter halbtrockenen Sekt.

1. In den Wein kommt ein Bund vorher getrockneter oder eingefrorener Waldmeister

(Nicht mehr als 3 g Waldmeister pro Liter Bowle)

2. Das Bündel Waldmeister an einem Faden in den Wein hängen.

(Die Stielenden müssen herausschauen, damit keine Bitterstoffe in den Wein gelangen.)

3. Jetzt 30 Minuten ziehen lassen und danach das Waldmeisterbündel entfernen.

4. Gebe den aromatisierten Wein zu dem Sekt und fertig.

Gekühlt ist die Bowle am lauen Maiabend besonders erfrischend. Wenn Du es lieber etwas süßer magst, kann die Maibowle noch etwas gezuckert werden.
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