Und dann auch noch die Wechseljahre

Mit 42 sollte man denken man hätte das Schlimmste hinter sich gelassen und könnte gelassen in die Zukunft blicken, denn schließlich war ich als Kind so etwas wie ein kleiner Held.
Ein Held über den man heute noch stolz sein kann, dass er das alles so gut verkraftet hat.
Die Narben auf der Haut verheilt und die der Seele in Schubladen tiefe Schubladen versteckt.
Zugeschlossen, zugemauert und ungeachtet.

Und plötzlich fängt es an dich einzuholen die Schubladen öffnen sich ohne deinen Willen.
Sie lassen frei, was du so gut versteckt.
Erinnerungen kommen von allen Seiten und vermischen sich mit deiner neuen Zukunft.

Die Heldin, deren Rüstung einst so stark steht unbekleidet mit dem Rücken zur Wand.
Erdrückt von der Vergangenheit.

Die Stimme in deinem Kopf die schreit, du bist im Hier und Jetzt.
Ist ein Halt der nicht länger hält.
Wie eine an Seilen geleitete Puppe läufst du durch den Tag oft ohne selbst die Richtung zu bestimmen.
Anfangs gleicht es einem Kampf in dem du verzweifelt versuchst alles wieder in die richtige Richtung zu setzen.
Du versuchst dich zu beruhigen dir selbst einzureden das es eine Phase ist, aus der du schon wieder rauskommen wirst.

Verstehst nicht welche Richtung dein Leben einschlägt und warum alles so schwierig für dich ist.

Es ist wie der Durchmarsch durch die Trauerphasen.
Du bist schockiert.
Du wirst wütend und zornig.
Willst es einfach nicht wahrhaben.
Du versuchst loszulassen.
Und schließlich endest du in der Akzeptanz.

Die tragische mit Selbstmitleid vermischte schockierende Sicht im Stadium der Erkenntnis.

Ein erfahrener Mann sagte mir also es wären die Wechseljahre die einen so aus dem Gleichgewicht bringen.
Im ersten Moment ein Schock, denn die sollen ja nun bekanntlich länger als fünf Minuten dauern.
Bis zu 15 Jahre!
Lieber Gott, mein armes Umfeld ich appelliere nun schon an eure Geduld.

Was also tun?

Nun sie könnten den Verlust ihrer sie stabilisierenden Hormone ersetzen, das wiederum gleicht aber auch einem russischen Roulette, denn wenn sie , wie meiner einer Qualmen wie ein Schlot, dann werden diese Jahre keine 15 sein und sie sollten sich Gedanken über Farbe und Ausstattung ihrer Kiste machen.
Ich wäre ja für weiße Seide mit Swarovskisteinen verziert.

Der andere Weg wäre es pflanzliche Hilfsproduckte einzunehmen.
Haben den Vorteil, dass sie weiter dampfen können und die Ausstattung besagter Kiste auch nicht so schnell von Nöten sein wird.
Nachteil: sie benötigen einen starken Glauben um die Wirksamkeit der Natur zu erleben.
Oder sie versuchen die Sache locker zu sehen, als Phase, was sie letzten Endes auch ist.
Etwas in das sie sich nicht reinsteigern sollten.
Alles wird gut!
Sie sind nicht alleine.






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