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Immer eine schwierige Wahl, die des richtigen Fachjournals...
Die Wahl des richtigen Fachjournals – das sollten Sie beachten

Die Studie abgeschlossen, alle Experimente erfolgreich – aber welches Journal soll es sein? Keine einfache Wahl – man sollte sich hier weder auf sein Bauchgefühl noch auf seine Kollegen verlassen, sondern analytisch vorgehen.

Hier ein paar wichtige Aspekte, die es zu bedenken gilt:

▪ Das Fachjournal: altehrwürdig mit breitem Publikum oder hochmodern für Spezialisten? Wie sind die Konditionen einer Opern Access Publikation?

▪ Scope: klinische angewandt oder grundlagenorientiert? Wurden in dieser Fachzeitschrift bereits thematisch ähnliche Arbeiten veröffentlicht?

▪ Rejection Rate: Wie hoch ist die Ablehnungsquote? Ist sie hoch, werden Sie evtl. viel Arbeit in den Sand setzen. Ist sie gering, ist das Journal eher unbekannt.

▪ Dauer bis zur Publikation: Wie lange dauert der Begutachtungsprozess? Wie lange dauert es bis zur Publikation?

▪ Anonymität der Begutachtung: Ist der Review-Prozess verblindet? Ich halte das für einen Vorteil. Andererseits sind namentlich bekannte Reviewer manchmal fairer.

▪ Impact: Der berühmte IF ist sicherlich kein Maß für die Qualität – andererseits ist er eine einfache Möglichkeit, Fachjournale zu vergleichen.

Fazit: Diese einzelnen Aspekte müssen Sie nun priorisieren. Nach Jahren der Forschung und Wochen des Schreibens sollten Sie sich für diese wichtige Entscheidung ausreichend Zeit nehmen.

Eine ausführliche Version dieses Beitrages finden Sie hier: https://www.forschen-schreiben-publizieren.de/2017/08/wahl-des-richtigen-fachjournals/

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5 einfache Maßnahmen, um bessere Paper zu schreiben.
Der Stil macht den Unterschied

Manche biomedizinischen Research Paper gehen runter wie Butter, andere sind zäh wie Kaugummi. Das liegt nicht immer am Inhalt – oft ist es der Stil. Die folgenden 5 Maßnahmen helfen, einen leicht lesbaren und geschmeidigen Originalartikel oder Review zu schreiben.

[1] Argumentation: klar und geradlinig von der Frage zur Antwort oder von einem Problem zu dessen Lösung

[2] Daten: Die Interpretation macht den Unterschied, denn der Leser will wissen, was die Daten bedeuten (können).

[3] Das richtige Bild sagt mehr: Abbildungen bringen mehr Würze in das Manuskript

[4] Terminus technicus oder Fachbegriff: Wissenschaftstexte brauchen viele Fachbegriffe, aber auf Fremdwörter können sie verzichten.

[5] ZM-1, Dry-5 und Istat-3b in MN-Patienten mit erhöhtem TX-level: Ein Übermaß an Abkürzungen behindert den Lesefluss.

Machen Sie den Test und probieren Sie diese 5 Maßnahmen bei Ihrem nächsten Fachartikel aus. Mal sehen, was Ihre Koautoren, Reviewer und Leser dazu sagen …

Lesen Sie´s nach mit Erklärungen und Textbeispielen - im Scientific-Writing-Blog: https://www.forschen-schreiben-publizieren.de/2016/09/der-stil-macht-den-unterschied/

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Freue mich sehr: "Das Paper-Protokoll: Eine systematische Schreibanleitung für biomedizinische Originalartikel" ist wieder unter den Top10!
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Balkendiagramme im Research Paper: stehend oder liegend?

Es ist nicht einfach Geschmackssache – die Daten entscheiden. Stehende Balken bei Daten, die eine logische Reihenfolge haben. Hier möchte der Leser die verschiedenen Kategorien in ihrer natürlichen Reihenfolge von links nach rechts betrachten (z.B. Altersgruppen; ansteigende Dosierung). Der Vergleich der Kategorien – das ist meist das „Result“.

Andere Daten können in jeder beliebigen Reihenfolge genannt werden (z.B. Blutgruppen, verschiedene Medikamente und ihre Verschreibungshäufigkeit) – hier kommen die liegenden Balken ins Spiel. Sinnvollerweise ordnet man sie dennoch – z.B. entsprechend der Häufigkeit an- oder absteigend. Denn: Die resultierende Reihenfolge der Kategorien – das ist meist das „Result“.

Alle Fragen geklärt? Wenn nein, hier geht es zum Scientific-Writing-Blog: https://www.forschen-schreiben-publizieren.de/2017/07/balkendiagramm-eines-wissenschaftlichen-papers/

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Scientific Writing: Wenn Daten nicht für sich allein sprechen …

müssen wir das für sie tun – auch im Abschnitt ‚Results‘. Wenn der Leser also die Bedeutung eines bestimmten Wertes wie etwa ‚19%‘ nicht einschätzen kann, müssen wir diese Einschätzung mitliefern.

Wir schreiben also nicht einfach nur ‚occurred in 19% of cases‘, sondern …

• occurred frequently (19%) – wenn wir den Wert für groß halten.

• occurred occasionally (19%) – wenn wir den Wert für klein halten.

Mehr Beispiele im Scientific-Writing-Blog: https://www.forschen-schreiben-publizieren.de/2017/07/sprechen-daten-wirklich-fuer-sich-selbst/

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#Schreibtipp: Die Zeiten im wissenschaftlichen Schreiben
Past Tense und Present Perfect in Life Science Research Papern

Was ist richtig: "Müller et al. investigated the effect of …" oder "Müller et al. have investigated the effect of …"?

Kommt darauf an. Das Past Tense „investigated“ bedeutet, dass Müller et al. in der Vergangenheit etwas untersucht haben und ihr Projekt abgeschlossen haben. Danach haben sie sich ein neues Thema gesucht.

Benutzen wir dagegen das Present Perfect „have investigated“, dann arbeiten Müller et al. immer noch an diesem Thema und untersuchen den Effekt auch weiterhin – sie können es einfach nicht lassen.

Es gibt noch mehr dieser Unterscheidungshilfen. Sie finden einige bei mir im Blog (https://www.forschen-schreiben-publizieren.de/2017/02/past-tense-und-present-perfect-in-biomedizinischen-research-papern/) oder im Paper-Protokoll (https://www.forschen-schreiben-publizieren.de/buecher/).

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Fit im Scientific English?

Was würden Sie sagen: Ist „because“ am Satzanfang wirklich verboten? Ist „within“ genauer als „in“? Warum sind „immeasurable“ und „not measurable“ nicht das Gleiche? Antworten auf solche Fragen im Scientific-Writing-Blog: https://www.forschen-schreiben-publizieren.de/category/scientific-english/

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Warum ist Birkenrinde weiß?

Für die weiße Farbe der Birkenrinde ist der Inhaltsstoff Betulin verantwortlich. Das Betulin liegt unter der oberen Rindenschicht und fühlt sich wie Kreide an. Der lateinische Name der Birke Betula weist auf diese Substanz hin.

Doch wozu dient die weiße Farbe?

Birken sind der Sonne aufgrund ihrer Lebensweise besonders stark ausgesetzt. Gerade in den nördlichen Regionen, die die Birken häufig besiedeln, ist das weiße Betulin umso wichtiger.

Wenn die niedrige Wintersonne senkrecht auf die kalten Baumstämme scheint, käme es in ihnen, ohne den reflektierenden Sonnenschutz, zu starken Temperaturschwankungen. Die Folge: Die stark aufgeheizten Stämme würden in der eisigen Nacht reißen und Schädlinge wie z.B. Pilze könnten leicht eindringen.

Das Betulin hat zudem eine wasserabweisende und antibakterielle Wirkung. Fraßfeinde sowie Bakterien und Pilze haben daher bei der Birke kaum eine Chance. Die weiße Rinde bietet jedoch noch mehr Vorteile.

Das Betulin spart Wasser

Die Birke ist ein Pionierbaum, der auch extreme Lebensräume wie Brachflächen und Schuttstellen besiedelt. Als einer der dort ersten Baumarten weit und breit ist sie der glühend heißen Sonne direkt ausgesetzt.

Während andere Baumarten sich an feuchteren Standorten mit einem dichten Blätterdach vor der Sonne schützen können, muss die Birke an ihrem trockenen Standort mit dem Wasser streng haushalten. Denn ein üppiges Blätterdach würde viel zu viel Wasser verdunsten lassen.

Um Wasser zu sparen, besitzt die Birke kleine Blätter, die dem Stamm aber leider keinen Schatten spenden. Ein großer Wasserverlust durch die Rinde wäre damit vorprogrammiert. Auch dieses Problem löst das weiße Betulin. Mit seiner wasserabweisenden Eigenschaft reduziert es den Wasserverlust nach außen.

Baumpfleger nutzen den weißen Farbtrick ebenfalls

Der Sonnenschutz der Birke ist so effektiv, dass sich Obstbauern und Baumpfleger den Trick wohl abgeschaut haben. Daher werden Obstbäume und junge Straßenbäume manchmal mit einer weißen Kalkschicht angestrichen, damit sich ihre Stämme nicht so stark aufheizen.

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