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Kein Obst viel rohfaserreiches Grün

http://www.tierheilpraktiker.de/mein-tierheilpraktiker/alle-ausgaben/1-2014/258-ernaehrung-pflanzenfressender-reptilien-was-ist-zu-beachten.html

Kurzer Focus Artikel: http://www.focus.de/wissen/natur/tiere-und-pflanzen/tiere-bartagamen-viel-gruenzeug-zu-fressen-geben_id_3964696.html

Wichtigstes Zitat:

"Der Verdauungstrakt dieser Pflanzenfresser aus ariden (trocken-heißen) Gebieten ist darauf eingestellt, sich mit wenig nahrhaften, kalorienarmen, trockenen und z. T. stark verholzten Pflanzen auseinanderzusetzen und diese so gut wie möglich aufzuschlüsseln und daraus Energie zu ziehen. Dies bedeutet aber auch, dass leichte und schnell verdauliche Nahrung, wie z. B. Obst und Gemüse oder gar Getreide oder Backwaren wie Brot, die Verdauung komplett aus dem Gleichgewicht werfen. Fehlgärungen und Durchfall (Dysbakterie, Maldigestion und Malabsorption, Enteritis bis hin zur Ulkusbildung) und infolge dessen eine unkontrollierte Vermehrung von Darmparasiten sind häufig die Folge."

"Physiologisch, insbesondere hinsichtlich der Exkretion (Ausscheidung), ist es beim Reptil irrelevant, ob das Protein tierischen oder pflanzlichen Ursprungs ist. In Abhängigkeit vom Alter der Pflanze verändert sich der Proteingehalt"

"Was die meisten Halter nicht beachten, ist, dass die Pflanzen, die hier bei uns verfüttert werden, bereits sehr viel mehr Protein enthalten, da es sich meist um junge, nicht ausgewachsene, frische Pflanzen handelt, im Gegensatz zu den Steppengebieten Australiens, in denen zwar im sehr kurzen Frühling auch junges, proteinreiches Grün wächst, den Rest des Jahres über aber hauptsächlich alte, verholzte, proteinarme Pflanzennahrung zur Verfügung steht. Wenn zu unserer pflanzenproteinreichen Nahrung nun auch noch regelmäßig und häufig tierisches Protein zugefüttert wird, können die meisten Reptiliennieren nicht mehr damit umgehen. Interessant ist gerade bei Bartagamen, dass ihr Magen-Darm-Trakt mit einem großen Blinddarm zum Aufschlüsseln schwerverdaulicher Kohlenhydrate (Cellulose) die typischen Merkmale eines pflanzenfressenden, nicht eines fleischfressenden Tieres aufweist."

"Die Pflanzen sollten also möglichst rohfaserreich sein (alte, ausgewachsene Pflanzenteile, nicht die zarten, grünen Triebe). "

"Wenn aber eine Überversorgung mit Proteinen stattfindet, die Niere also mehr Harnsäure ausscheiden muss, als sie dazu in der Lage ist, lagert sich die anfallende Harnsäure in Organen und Gelenken ab, nachdem sie ihr Löslichkeitsprodukt überschritten hat und auskristallisiert. Das Tier bekommt Gicht, was ein hochschmerzhafter Prozess ist. Zusätzlich führt die dauerhafte Überbelastung der Niere zu Nierenversagen."


Bei freilebenden Tieren wurde der Mageninhalt Untersucht:
http://www.dghtserver.de/foren/showpost.php?p=225750&postcount=16

Wobei bei 12 Tieren bis zu 98% pflanzliche Nahrung im Magen gefunden wurde

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Heute ist chillen angesagt...
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Hier unser Bartagamen Männchen :D
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Unser Bartagamen weibchen :D
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Meine beiden bartis
😉
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Winterruhe auch bei Jungtieren:

http://www.bartagamen.keppers.de/Winterruhejungtiere.html

Jedes Tier in der Natur ruht irgendwann in seinen ersten 12 Lebensmonaten. Dies bedeutet also, dass der Körper auch im Wachstum auf eine derartige "Pause" eingestellt ist.

Somit wird so einer rachitischen Verformung des Skeletts vorgebeugt, die Knochendichte begünstig, das Immunsystem gestärkt, der Hormonhaushalt besser geregelt und der Fettansatz kann besser reguliert werden.

Also steht einer Ruhe ab dem 3-4 Monat nichts mehr im Weg.

Dr. Biron, Dr. Diegel,  der Tierschutzbund, die Bundestierärztekammer sowie einige weitere Tierärzte sprechen sich für die Notwendigkeit einer Winterruhe bei Jungtieren aus:

http://www.bundestieraerztekammer.de/index_btk_presse_details.php?X=20141031115956

http://www.biron.de/ta/winterruhe.html


http://www.justanswer.de/tiermedizin-reptilien/7dfcj-ich-habe-eine-3-4-jahr-alte-zwergbartagame-das-tier-verkriecht.html

http://tierarzt-schwelm.de/index.php?page=ueberwinterung-von-schildkroeten

http://www.tierschutzbund.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Hintergrundinformationen/Heimtiere/Steckbrief_Bartagame.pdf

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Wie imitiere ich das Licht der Australische Steppe?

Bartagamen sind heliophil, also lichtliebende Tiere und können sogar im UV-Bereich Licht wahrnehmen. Um diesem Umstand gerecht zu werden und um die australische Steppe zu imitieren, sind 3 Arten von Lampen notwendig, damit es den Drachen auch bei uns gut geht:


1. Sogenannte Metalldampf-Hochdrucklampen (HQI, HCI, HID)+ externem Vorschaltgerät. Gute UV-Lampe
Nur durch diese Technik mit Vorschaltgerät ist es möglich, genug Helligkeit zu erzeugen. Zeitgleich geben einige Modelle eine super UV-Abdeckung für die Tiere. Diese Art von Lampen sind die wichtigsten Lampen und sollten immer über die komplette Länge verteilt werden.

-> Gleichzeitig eine gute UV-Lampe: z.B. Solar Raptor HID, Bright sun Desert verwenden.
-> Das Vorschaltgerät kann original, von Philips, Osram oder Tridonic sein
-> Ohne UV als Zusatzbeleuchtung: z.B. HIT-Strahler, CDM-R-Strahler
-> Immer mehrere solcher Lampen auf die komplette Terrarienlänge verteilt 



2. T5 Röhren + Reflektor mit Tageslichtspektrum
Um die Schatten der hellen HQI-Spots aufzuhellen, benötigen wir Licht über die komplette Länge des Terrariums. Dazu eigenen sich T5 Röhren.

-> Tageslichtspektrum bedeutet, dass die Röhre zwischen 5500-6500K besitzt. Dies ist an der Kennung 958 oder 965 zu erkennen.
-> z.B. Narva Bio Vital 958 HO oder Osram 965 HO (es sollte immer die HO Variante gewählt werden, sie ist bedeutend heller)



3. Halogenstrahler
Halogenstrahler sind nicht zur Ausleuchtung, sondern für erleuchtete Wärmespots zuständig.

-> Um auf die benötigten 45-50 °C zu kommen, können mit diesen Strahlern punktuell Wärmespots errichtet werden
-> Normale Halogenstrahler aus dem Baumarkt sind völlig ausreichend
-> Richtet man sie auf den gleichen Platz wie die oben genannten UV-Lampen, hat man einen idealen Sonnenplatz



4. UV-Lampen
Von Röhren sowie Kompaktlampen als UV-Lampe ist abzuraten. Spektrum sowie Reichweite dieser Lampen sind in den meisten Fällen unzureichend. Es sollten die oben genannten HQI/HID Strahler genutzt werden. So hat man Helligkeit und ein gutes UV-Spektrum mit passender Reichweite für seine Tiere

-> Solar Raptor HID, Bright sun Desert + Vorschaltgerät
-> Keine Röhren oder Kompaktlampen

http://www.bartagamen.keppers.de/Ausleuchtung.html

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Vergesellschaftung

http://www.bartagamen.keppers.de/Vergesellschaftunggefahren.html
 
Gefahren bei Vergesellschaftung
 
Die Vergesellschaftung einzelgängerischer Bartagamen ist immer nur ein Experiment, welches zu jeder  Zeit schief gehen kann.
 
Somit muss klar sein, geht man dieses Experiment ein, muss immer die Möglichkeit vorhanden sein, jedes Tier einzeln halten zu können. Diese Vorkehrung sollte jeder gute Halter treffen, damit die Tiere bei Unverträglichkeit nicht hin und her geschoben werden.
 
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Terrarium
Wichtig bei dem Versuch der Vergesellschaftung ist wirklich viel Platz. Dies ist mit dem Mindestmaß niemals möglich und die Tiere können sich auf 150-180 cm einfach niemals genug aus dem Weg gehen. Daher sollte das Terrarium unbedingt bei 2 Einzelgängern Platz für 2 Reviere bieten, mit viel Sichtschutz.
Die Maße des Deutschen Tierschutzbundes für eine Vergesellschaftung sind sehr hoch angesetzt, doch zeigt der Tierschutzbund deutlich, dass die gern beschrieben Mindestmaße nichts mit guter Haltung zu tun haben. Somit sollte ein Mittelweg zwischen dem Mindestmaß und dieser genannten Haltung gefunden werden, je größer desto besser:
 
http://www.tierschutzbund.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Hintergrundinformationen/Heimtiere/Steckbrief_Bartagame.pdf
 
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Größe und Gewicht
Die Tiere sollten unbedingt gleich groß sein und  in etwa gleich schwer. Bartagamen fressen kleine Echsen und es wären nicht die ersten Tiere die ihren Fuß, ihren Schwanz oder ihr Leben verlieren, weil eine andere Bartagame sie angreift oder versucht zu fressen.
 
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Verletzungen
Bartagamenbisse sind oft zuerst kaum sichtbar, durch den Speichel der Tiere herrscht jedoch eine große Entzündungsgefahr, so dass Teile absterben können oder sich ein Abzess bildet.
 
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Verschiedene Arten:
Niemals sollten Zwergbartagamen mit Streifenköpfigen Bartagamen vergesellschaftete werden. Abgesehen davon dass beide Arten schon innerartlich Einzelgänger sind, ist der Größenunterschied eine grob fahrlässige Gefahrenquelle.
 
Auch größere Echsen stellen eine Gefahr dar und stressen die Tiere. Kragenechsen z.B. können schnell ihre Dominanz durch Kämpfe darstellen. Aber auch ihre Größe und ihre Position oben in den Ästen stressen die Bartagamen sehr.
 
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Männchen und Weibchen
Einige Männchen hypersexen regelrecht wenn sie dauerhaft ein Weibchen vor der Nase haben. Dieser Fortpflanzungsstress wirkt sich negativ auf Männchen wie Weibchen aus und sollte unterbunden werden.
Generell bedeutet die häufige und regelmäßige Eiablage der Weibchen bei gemischter Haltung großen Stress und geht an die Substanz der Tiere.
 
Weibchen sollten vor ihrem 24 Lebensmonat nicht begattet werden. Das Ausbilden der Eier benötigt viel Energie, Vitamine und Mineralstoffe, die das Weibchen gerade in der Wachstumsphase dringend für sich selbst benötig.
Doch auch später sind zu häufige Eiablagen sehr auszehrend. Auch bei mehreren Weibchen, versteift sich das Männchen häufig auf ein Weibchen, was vermehrt begattet wird.
 
Somit ist dir Frage, ist eine Vergesellschaftung das beste für die Tiere und kann ich mit Sicherheit allen Tieren weiterhin ein zu Hause biete, auch wenn sie sich nicht vertragen?

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