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FRAUEN. BILDER.

Vor kurzem war ich an einem Anlass zusammen mit ca. 100 anderen Leuten, eine recht gemischte Truppe waren wir. Die Hauptrednerin, eine gestandene Frau, hielt einen interessanten Vortrag zum Thema ‘Selbstmarketing’, also wann, weshalb und wie verkaufe ich mich selbst am besten. Irgendwann fiel mir auf, dass sie von sich ausschliesslich in der männlichen Form sprach. Sie sagte z.B.: “…mein Kollege sagte zu mir ‘Du musst beraten’. Aber ich sah mich nie als Berater, ich dachte nicht, dass ich das kann”. Auch ihre Präsentation war auschliesslich in der männlichen Form geschrieben. Riesig projiziert an die grosse Leinwand, las ich vom Theoretiker, dem Menschenfreund, dem Netzwerker. Zuerst konnte ich das noch wegdrücken – ich war ja nicht zum Missionieren gekommen – aber mit der Zeit schlug mir jedes Wort wie kalter Regen ins Gesicht. Ich konnte mich nicht mehr richtig konzentrieren und vor allem hatte ich Mühe, mich selbst zu visionieren, mich als Frau an einem bestimmten Ziel zu sehen und zu spüren. Als ich sie nach dem Vortrag beim Apéro darauf ansprach, meinte sie, dass sie das nicht merke. Und ihr sei das nicht wichtig, weil sie kein Problem damit hat, sich als Frau in Positionen zu sehen, die traditionellerweise Männer einnehmen. Sie meinte, einer starken Frau ist es egal welche Form benutzt wird.

Sie mag da nicht ganz unrecht haben, es scheint tatsächlich Frauen zu geben, denen das absolut nichts ausmacht und die sich trotzdem die richtigen Bilder dazu machen. Ich höre das nicht zum ersten mal. Es ist aber auch wissenschaftlich erwiesen, dass die Bilder in unseren Köpfen stark vom gesprochenen und vom gelesenen Wort abhängig sind. Gerade für junge Mädchen und Frauen ist es sehr wichtig, dass sie Vorbilder haben mit denen sie etwas verbindet, die sie nachvollziehen können. Nur so können sie sich auch gemeint fühlen und verstehen, wie es sich anfühlen wird, eine Ärztin zu sein, eine Lehrerin, eine Chefin, eine Unternehmerin. Nur so können sie lernen, dass nicht nur hinter jedem erfolgreichen Mann eine Frau steht, sondern hinter jeder erfolgreichen Frau genauso ein Mann stehen kann.

Und jetzt zu uns kurvigen Weibern. Wie sollen wir uns denn akzeptieren können mit all unseren Formen, wenn wir in den Medien, in der Öffentlichkeit, im Alltag, NIE mit positiven, vollbusigen, rundhüftigen und farbenfrohen Frauen konfrontiert sind? Wenn es sie schlichtweg nicht gibt? Und wenn, dann nur derart gephotoshopt, dass jedes Kind sieht, es kann nicht echt sein. Es ist ein neuer Trend im Entstehen und der lässt uns hoffen, dass es realistische, schöne, intelligente, humorvolle und runde Frauen wie uns – je länger je mehr – wieder in Bild und Ton geben wird. Aber wir müssen uns selbst auch neue Bilder schaffen. Es ist absolut unwichtig, weshalb Menschen so geformt sind wie sie es sind – und das gilt für absolut ALLE – wichtig ist doch, dass wir die Vielfalt wieder zulassen und dass wir für jeden Körpertyp wieder Bilder haben, auf die wir zurückgreifen können. In unseren Köpfen und in der Realität.

Damit hat Fashion Democracy eben auch zu tun.
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WHY THE SIGH?

Yes, we have sighed countless times. Because, it really isn’t all that easy. Why not? There are very few factories who REALLY produce to fairtrade standards. Many say the do, but when we investigate, take pictures and talk with the factory workers, they paint a very different picture. In addition to that, we want to see the entire production chain be organic and fair trade for our basic line. Not only the sewing. No compromises. From the time the cotton plant is grown to the finished product. And THAT is even harder to find.

Well, and next we also want complete transparency, right? We want to buy products that don’t make us feel like villains. We don’t want women, men or children to be slaves in Chinese or Bangladeshi factories. We want to see where our clothing is produced and that the production doesn’t poison rivers, destroy natural habitat or decimate entire villages. That’s the way it should be! Many of the big name brands have perhaps marketed themselves as being fairtrade or organic, but there have been countless scandals that have come to light about how brands lie to customers in this industry. Most expensive brands produce alongside the cheap brands in exactly the same environment.

We have searched around and had a hard time finding a brand or online shop where the production site and factories were identified and the production chain made transparent. But why not? Why shouldn’t you know the men and women who harvested, dyed, sowed the products you buy? We aren’t even concerned with any rivals finding out where we produce, as we are happy to see our production partners gain more business. Of course, we are aware of the dangers of being a rather small company potentially facing our factory taking up business with someone else who offers a higher price. However, that only means the demand for such transparency will rise and other brands will have to follow. New factories will open and the market will be a better, fair one.

Another thing we need to let you know is, that organic cotton need not be unbelievably more expensive than other clothing fabrics. We pay almost the same price for high quality viscose fabric, as we do for high quality organic cotton. Though in many cases this is done for marketing reasons, we have not artificially increased the prices of our pieces made from organic cotton. The price difference between CHF and EUR is purely the currency exchange rate. Not more, not less.

This is also Fashion Democracy.
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