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Genderkongress 2017: Zwangsvaterschaft
Gefunden bei Emannzer:

https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=333x10000:format=png/path/s5bf6ac1a753e31c5/image/i63678190e27ab623/version/1445424832/image.png


Der Countdown läuft.
Der diesjährige Kongress zur Einbeziehung des männlichen Geschlechts in dieses feminismuszentrierte Thema rennt. Am Samstag findet er statt und wird nicht nur hier im Blog „Geschlechterallerlei“ empfohlen.
Wie ja schon im letzten Artikel betont, wird es dabei unter anderem auch um das Thema „Zwangsvaterschaft“ gehen
Bildergebnis für emannzer zwangsvaterschaft
Zwischenzeitlich liegt vom Referenten Elmar Diederichs eine Zusammenfassung vor, um welche Inhalte es in seinem Workshop gehen wird:
„Zwangsvaterschaft ist ein Label, das alle Phänomene bündelt, welche entstehen, wenn der Staat gesetzlich in die eigentlich allen Menschen zugesicherte, reproduktive Gesundheit von Männern in einer Weise eingreift, der begründbare und intuitiv einleuchtende normative Tatsachen entgegenstehen.
Dazu zählen u.a. das Abtreibungs- und Adoptionsrecht oder die vom Staat geschaffene, rechtliche Kuckucksvaterschaft.
Im Workshop wird zum Einen eine in der philosophischen Ethik diskutierte Position vorgestellt, welche es erlaubt, Zwangsvaterschaftsphänomene als wechselseitige Konflikte zwischen der Mutter, dem Kind, dem biologischen sowie dem gesetzlichen Vater sichtbar zu machen und zu diskutieren.
Zum anderen zielt er darauf ab, ein Verständnis sozialpolitischer Konsequenzen moralisch inakzeptabler Gesetze zu erarbeiten, welches die unterschiedlichen Handlungsoptionen der Geschlechter bewertet und es erlaubt, Alternativen zu bestehenden gesetzlichen Regelungen vorzuschlagen.
Das Ziel des Workshop ist es, Zwangsvaterschaftsphänomene für eine breite Öffentlichkeit rational diskutierbar zu machen.“
Wem das zu komplex oder abstrakt ist, der kann sich hier oder hier und auch hier darüber im Voraus informieren, um bei der gemeinsamen Arbeit eine bessere Basis für eine zielführende Diskussion mit hoffentlichen Aktionspunkten zu haben. Oder um es in den Worten vom erstverlinktem Tom Freier zu formulieren:

Frauen haben in Deutschland das Recht, frei zu entscheiden, ob sie ein Kind haben wollen oder nicht.
Dieses Recht ist Männern verwehrt.
Männer müssen die Entscheidung der Frau mittragen, auch wenn sie sich gegen ein Kind ausgesprochen haben.

Der letzte Satz gilt übrigens auch allen Männern, welche sich dabei für ein Kind entschieden hatten und feststellen mussten, dass sie nichts zu melden haben.
Viel Erfolg Allen, die sich an diesem Genderkongress 2017 in Nürnberg beteiligen und sich nicht davon beeindrucken lassen, wenn ihnen nun wieder eine bestimmte Gruppe ans Leder möchte, wie ja neulich berichtet wurde:
„In Nürnberg unternimmt die homophobe und (mindestens) rechtskonservative“ Maskulisten-/Antifeministen-Szene erneut den Versuch, einen „Gender-Kongress“ stattfinden zu lassen. Unterstützer sind u.a. die Initiativen „Manndat“ und „Gender Wahn stoppen!“. Das Väter-Netzwerk e.V. aus Stein bei Nürnberg ist auch mit am Start …“
Das muss ja eine wahnsinnig gefährliche Truppe für die Pfründe so mancher Ideologen (oder Innen, *Innen bzw. _Innen) sein, dass man daraus gleich einen Feminismus- oder Genderistinnen-Aufmarsch machen muss. Letztendlich zeigt es aber auf, wieviel Angst diese Leute um ihre Deutungshoheiten zu haben scheinen.
Und das nur, weil einige 100 Männer-, Väter- und Maskulismusrechtler dort auftreten und über Gerechtigkeit per Argumenten & via Fakten diskutieren?
Hier kann man sich noch bis morgen kostenfrei anmelden:
https://jungsundmaedchen.files.wordpress.com/2017/05/gutschein_freier_eintritt.jpg?w=400&h=320
PS: Der genannte Referent ist keine Schnullerpuppe, wie auch die Vita aufzeigt:
Elmar Diederichs studierte Physik, Philosophie und Jura an der Georg-August-Universität Göttingen und promovierte in Mathematik an der Freien Universität Berlin. Danach forschte er am Weierstrass Institute for Applied Analysis and Stochastics (WIAS) in Berlin, am Department of Statistics der UC Berkeley (CA) sowie am Moscow Institute of Physics and Technology (MIPT). Im Moment ist er Director for Machine Intelligence & Data Analytics bei einer company in London.
Der Westerwald-Bote aka „Geisterzeiten“ wies gerade auf eine ‚interessante‘ Betrachtung des Kongresses und die dortige Wahrnehmungen dieses Blogs hin:
Franz Joseph Kaputt: Ich könnte jetzt damit beginnen, dass Wikimannia Merkel als „Jubelperserin“ bezeichnet, auf die kruden Verschwörungs-theorien über „Genderunterwanderung“ von Manndat oder diesen Schwachsinn von Frauen, die Staaten zerstören, der auf Emannzer verzapft wird, hinweisen,… aber das sind dann wahrscheinlich nur bedauerliche Einzelfälle.
Quelle: Facebook

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#Familienrecht: Kann ein bestehender gerichtlicher oder urkundlicher Unterhaltstitel außergerichtlich durch einen neuen Vollstreckungstitel ersetzt werden? Ja, sagt der BGH – sofern das im gegenseitigen Einvernehmen geschieht: http://ow.ly/wVfL30bsedb

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Lotosritter schreibt dazu:

Zur Erinnerung: am Sonntag, den 7. Mai ist der Welttag der genitalen Selbstbestimmung. Während die Mädchenbeschneidung in der westlichen Welt durchgängig geächtet ist und hierzulande als Genitalverstümmelung gilt und somit strafrechtlich verfolgt wird, ist die Jungenbeschneidung nach wie vor ausdrücklich erlaubt und in keiner Weise politisch geächtet. Deshalb erinnere ich hier an diesen wichtigen Tag. Dementsprechend twitterte ich:

„Hunden darf der Schwanz nicht kupiert werden. Doch Jungs dürfen straflos beschnitten werden!“

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07. Juli 2017
Stuttgart

Eltern sein - Eltern bleiben
Rahmenbedingungen für gemeinsam oder getrennt erziehende Eltern –die Rolle der familialen Professionen und die Verantwortung der Politik

Stiftung Marienheim Stuttgart
Katharinenstraße 4
70182 Stuttgart

Einladung

Mit seinem ersten Elternkongress am 15. Juli 2016 in Karlsruhe unter dem Motto "Eltern sein - Eltern bleiben" hat der Landesverein Baden-Württemberg des Väteraufbruch für Kinder e. V. eine weitere Kongress-Serie initiiert, die die veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für Familien, den noch immer bestehenden Reformbedarf und die Rolle der familialen Professionen im Kontext von Trennung und Scheidung thematisiert. Im Rahmen von Fachvorträgen und Praxisforen sind Eltern und Vertreter/innen der Fachwelt mit Blick auf die Kinder zum Dialog eingeladen.

Der zweite Elternkongress am 7. Juli 2017 in der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart bietet die Gelegenheit zur Vertiefung der komplexen und vieldiskutierten Thematik, zur Fortsetzung des lösungsorientierten Dialogs und zu konkreten Forderungen an die Politik:

Rahmenbedingungen für gemeinsam oder getrennt erziehende Eltern –die Rolle der familialen Professionen und die Verantwortung der Politik

Während die Familienpolitik einerseits auf den gesellschaftlichen Wandel, verbunden mit der Auflösung traditioneller Geschlechterrollen und Familienformen reagiert und mit Maßnahmen wie ElterngeldPlus, Flexibilisierung der Elternzeit und Ausbau der Ganztagsbetreuung die partnerschaftliche Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Mütter und Väter im Lebensverlauf fördert, erfolgt andererseits nach Trennung und Scheidung noch immer eine „Rolle rückwärts“ in tradierte Rollenmuster: Ein Elternteil, in der Regel die Mutter, ist schwerpunktmäßig für die Kinderbetreuung und –erziehung zuständig und wird zur „alleinerziehenden Mutter“, während der andere Elternteil, in der Regel der Vater, schwerpunktmäßig für den Kindesunterhalt zuständig ist und zum „Umgangselternteil“ wird. Das führt zu einseitigen Belastungen und verhindert Entwicklungsmöglichkeiten für alle Beteiligten. Die häufige Folge sind eskalierende, sich über viele Jahre hinziehende Elternkonflikte und der Kontaktverlust der Kinder zum getrennt lebenden Elternteil bis hin zur völligen Entfremdung.

Die familialen Professionen stehen vor der Aufgabe, zu verhindern, dass das Kind in den Brunnen fällt, oder es herauszuholen. Dabei erweist sich elterliche „Hochstrittigkeit“ als umfassende Entwicklungsblockade, oft auch als gezielte Prozesstaktik, vor der selbst Experten kapitulieren. Um elterlichem Konflikt und auch Verweigerungshaltungen wirksam zu begegnen, bedarf es der interdisziplinären Vernetzung, verbunden mit geeigneten Instrumentarien und eines familienrechtlichen Leitbildes gleichverantwortlicher Elternschaft, das in anderen Ländern längst existiert, in Deutschland jedoch trotz positiver Ansätze noch heftig umstritten ist.

Letztendlich sind es die Wählerinnen und Wähler, die im „Wahljahr 2017“ den Kurs bestimmen. Damit die Verantwortlichen in der Politik die Stellschrauben in die gewünschte Richtung drehen, bedarf es klarer Forderungen und Positionen.
Die Teilnehmer/innen des Elternkongresses sind herzlich eingeladen, ihre persönlichen Haltungen, Erfahrungen und Erwartungen im Rahmen der Diskussionen einzubringen.

http://www.elternkongress.vaeteraufbruch.de/index.php?id=ek-startseite

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