Wat also is "Geohashing"?
Da stelle mehr uns janz dumm. Und da sage mer so:

Geohashing ist dem Geocaching durchaus ähnlich mit ein paar kleinen, aber gravierenden Unterschieden:
- Es gilt Koordinaten zu erreichen, aber auch nur das; es wartet kein Cache, keine Dose, nix.
- Die Koordinaten wechseln täglich; sie werden zufällig nach einem bestimmtem Algorithmus berechnet der deinen Standort und das aktuelle Datum beinhaltet.

Ganz schön reizvoll: keine vernachlässigten Döschen, keine Cacher-Autobahnen, keine vollen Logbücher.
Aber: keine Logbücher, keine Statistik, keine Tauschgegenstände (meine arme Tochter!), kein möglicher FTF.

Trotzdem finde ich die Idee charmant, auch wenn die Zeit-/Ort-Fenster für einen normalen Arbeitnehmer eher selten passen. Bin dabei selbst noch nicht oft zu Potte gekommen und nicht immer ist das Ziel der Reise wert gewesen oder überhaupt erreichbar. Es könnte schliesslich mitten in einem See oder auf einem Firmengelände liegen. Zum Glück gibt es auch eine gewisse Toleranz zum Abstand der Zielkoordinaten, so dass man auch mal über den Gartenzaun das Ziel als erreicht loggen kann.

A propos loggen:
Das ist hier nicht ganz so trivial wie bei uns Cachern üblich, im Gegenteil lebt das Ganze davon, dass der Hasher einen kleinen Expeditionsbericht verfasst, was der doch recht übersichtlichen Community eine noch persönlichere Note verleiht.
Ich mag das.

Fazit: wenn's passt passt's. Und dann macht's auch Spass.
Und warum nicht mal das Cache-Programm des nächsten Wochenendes an die Zielkoordinaten des Geohashes koppeln?!

Zum (durchaus interessanten) Hintergrund von Geohashing siehe hier:
http://wiki.xkcd.com/geohashing/Hauptseite


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Wat also is "Mapcaching"?
Da stelle mehr uns janz dumm. Und da sage mer so:

Mapcaching ist, um in einer für Cacher verständliche Sprache zu reden, ein virtueller Multi mit Field-Puzzles.

Ihr versucht euch online auf mit Google-Street View dargestellten "Pfad" von A nach B zu gelangen, orientiert euch an Vorgaben des Erstellers (nächste links o.ä.) und löst unterwegs kleine Aufgaben wie "wieviel Feuerlöscher hat der Biber in seinem Bau" indem ihr euch im entsprechenden Bereich genau umseht. So bekommt ihr nach und nach alle Teile eines Codes zusammen, der euch am Ende ein mehr oder weniger hübsches Souvenir beschert.

Das hat ein wenig von einem reduzierten Point'n'Click-Adventure mit Wimmelbild-Anleihen, hat aber durchaus bei interessanten Locations, die euch auch an manche exotische Orte führen, schöne Bilder zu bieten und das ganze ist kostenlose. Könnt ihr auf die Souvenirs verzichten ist selbst das Anmelden keine Pflicht.

Also, ich muss gestehen, als ich am Karfreitag morgen viel zu früh bei schlechtem Wetter aufgewacht bin hat mich eher die schlaftrunkene Langeweile dazu gebracht, hier online ein wenig herumzuschlendern. Und ich hatte Spass.
Natürlich ersetzt das Mapcaching das echte Cachen nicht mal bei nasskaltem Dauerregen. Für eine Viertelstunde weiss die Geschichte aber schon zu unterhalten. Frau und Kind fanden's auch interessant.

Auf dem Laptop nervt die Steuerung gewaltig, man verliert auch gern die Orientierung, besser geeignet scheint ein ausreichend schnelles Tablet. Mit Touchscreen lässt sich einfach flüssiger navigieren und intuitiver untersuchen.

Give it a try.

Holger

Wat also is en "Munzee"?
Da stelle mehr uns janz dumm. Und da sage mer so:

Per Definition, und ich zitiere hier Wikipedia,
"[ist Munzee ] ein dem Geocaching ähnliches Schnitzeljagd-Geländespiel, bei dem weltweit markierte Orte gefunden werden müssen."

Aha, klingt interessant, und je größer der Radius der erweiterten Homezone wird umso interessanter.

Und weiter: "Hinter dem Spiel steht ein Freemium-Geschäftsmodell." Freemium? Autsch! Assoziationen an die "Forge of Empires Hay Day"-Smartphone-Games kommen hier hoch. Kann man umsonst spielen, aber nur wenn man blecht kommt man wirklich zu Erfolgen.

Was steckt also dahinter? Wie funktioniert die Geschichte und hat sie Potenzial? Ich hab's mal ausprobiert.

To make long things short:
Man lädt sich eine kostenlose App auf's Smartphone, die lokalisiert recht übersichtlich die Munzees in der Nähe und auf Wunsch lässt sich auch eine externe App zur Navigation einbinden.
Und dann sucht man an Laternenmasten und Verkehrsschildern nach kleinen oder größeren Aufklebern mit QR-Codes, die man mit der App einliest und dafür bekommt man Punkte und steigt nach und nach eine Stufe auf.

So sehe ich persönlich die Geschichte:

Das Einlesen via App eines Codes ist komfortabel, es fehlt aber (logisch) an Seele. Hier hat sich keiner Gedanken um Gestaltung, oft nicht mal um den Standort des Ziels Gedanken gemacht. Ich habe schon Munzees erlebt, die einen im Quadrat durch ein ödes Industriegebiet schicken, du loggst gefühlt alle 2 Meter insgsamt 2000 Codes (schliesslich bekommt auch der "Owner" Punkte) und bist nur von Laternenpfahl zu Verkehrsschild im Kreis gelaufen. Oft habe ich den Eindruck, dass hier Quantität vor Qualität kommt.

Allerdings habe ich auch schon Munzees erlebt, die einen an einen besonderen Ort gelockt haben, und hier sehe ich Potential für Plätze, die sich vielleicht nicht für einen Geocache eignen, gerade in urbanen Gegenden.

Die App selbst hat mich schon fast zur Weissglut gebracht. Das Lokalisieren der eigenen Person ist oft dermaßen träge (hier auf Sony Xperia älterer Bauart) dass man fast verzweifeln möchte.
Das Einlesen der Codes selbst aber funktioniert auch bei schlechten Lichtverältnissen exzellent.

Fazit:
- ganz sicher kein Ersatz für's Geocaching
- durch's einfache Legen leider mehr Quantität als Qualität
- es fehlt an Seele
- schöner Zeitvertreib wenn man auf Bus und Bahn wartet
- kann auch in rein urbanen Gegenden genutzt werden
- kann auch zu schönen Orten führen, an denen ein Dösle nicht möglich ist.

Probiert's einfach selbst, bildet euch eure Meinung,
and stay openminded,

Holger



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