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Buchbesprechung: „Kriegsenkel: Die Erben der vergessenen Generation“

Sabine Bode; Klett-Cotta • Sabine Bode lebt als freie Journalistin in Köln, schreibt Sachbücher und arbeitet für die Kulturredaktionen des Hörfunks von WDR und NDR.

Die Kriegsvergangenheit zeigt auch heute noch in vielen Familien Spuren, bis in die zweite und dritte Generation hinein. Das erste Mal in dieser deutlichen Form meldet sich in dem Buch „Kriegsenkel“ von Sabine Bode die Generation der Kinder der Kriegskinder zu Wort.

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Es sind überwiegend die zwischen 1960 und 1975 Geborenen, die „Baby-Boomer“ und die „Generation Golf“. Sie sind in den Zeiten des Wohlstands aufgewachsen.
_____ Als „Baby-Boomer“ werden in Deutschland die Menschen der geburtenstarken Jahrgänge um 1960 herum bezeichnet. Einige Soziologen sehen die Baby-Boomer als eine eher glückliche Generation.
_____ In dem Buch „Generation Golf“ (erschienen 2000) schreibt Florian Illies über die aus seiner Sicht typischen Merkmale jener Generation, die um 1970 geboren und in der Bundesrepublik aufgewachsen ist. Die „Generation Golf“ möchte, so Illies, nicht mit den ökologischen Folgen des Wirtschaftsbooms kämpfen. Sie will den Wohlstand, den ihre Elterngeneration erarbeitet hat, lediglich genießen. Sie verkörpere eine mehrheitlich unkritische, nur nach Konsum strebende „Ego-Gesellschaft“, agiere unpolitisch und sei die erste Generation, die Mode-Orientierung, Hedonismus und Markenbewusstsein zu einem Wert erhebe.

Aber viele von den in jenen Jahren Geborenen können sich nicht mit dem Bild identifizieren, das die Medien über die Generation 40 plus verbreiten. Anders als Umfragen es beschrieben, dass „jeder zweite jener Generation sage, so gut ging es ihm noch nie“ (Stern, Forsa-Umfrage 2008), galt das keineswegs für diejenigen, die sich bei der Autorin Sabine Bode im Rahmen ihrer journalistischen Arbeit für das Buch „Kriegsenkel“ meldeten.

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_____ Leben ohne festen Boden unter den Füßen

Auffallend oft hörte Sabine Bode, dass die zwischen 1960-1975 Geborenen über sich sagten, ihnen fehle der feste Boden unter den Füßen.

Als Friedenskinder sind sie in den Zeiten des Wohlstandes aufgewachsen. Es habe ihnen an nichts gefehlt, zumindest im Westen des Landes nicht. Oder doch? Es zeigte sich in dieser Generation ein auffällig häufig anzutreffender Themenkomplex. Die Generation der zwischen 1960 und 1975 Geborenen hat mehr Fragen als Antworten:
_____ Wieso haben viele das Gefühl, nicht genau zu wissen, wer man ist und wohin man will?
_____ Wo liegen die Ursachen für diese diffuse, scheinbar unauflösbare Angst vor der Zukunft?
_____ Woher kommen die vielen unsichtbaren emotionalen Blockaden, die man in sich spürt?
_____ Wieso steht man beruflich oder privat auf der Bremse?
_____ Weshalb bleiben so viele von ihnen kinderlos?
_____ Warum haben sich so viele trotz fortgeschrittenen Alters immer noch nicht von ihren Eltern abnabeln können?
_____ Usw.

Für die meisten war es ein völlig neuer Gedanke, sich vorzustellen, dass ihre Verunsicherung, ihr tief verunsichertes Lebensgefühl von den Eltern kommen könnte, die ihre Kriegserlebnisse nicht verarbeitet haben. Ist es möglich, dass eine Zeit, die über 60 Jahre zurückliegt, so stark in ihr Leben als nachgeborene Kinder hineinwirkt?

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_____ Überversicherte Eltern voller Existenzangst

Die Kriegsenkel erfuhren bei ihren Eltern häufig ein für sie unbegreifliches Verhalten, darunter „verbohrte Sichtweisen“, ein extremes Sicherheitsbedürfnis, dass sie nicht aufhörten, sich über die Zukunft existenzielle Sorgen zu machen – auch wenn sie ein gutes Auskommen hatten „und gegen jedes Missgeschick versichert waren“, extremes Misstrauen, ein gänzliches Desinteresse an irgendeinem neuen Thema.
_____ Sind die Eltern vielleicht so, wie sie sind, weil sie als Kinder Schreckliches erlebt haben? Bode zitiert einen Mann, der 70 Jahre alt ist und bis vor 10 Jahren mit kaum steuerbaren Spannungen und Ängsten lebte: „Das Schlimme ist, dass man nicht weiß, dass man kriegstraumatisiert ist. Als Kind weiß man das nicht. Auch später hat niemand darüber geredet. So hört der innere Schrecken nie auf – und man beschimpft sich als Erwachsener auch noch dafür.“
_____ Viele Kriegseltern haben als Kinder selbst kein Zuhause erfahren. Sie wurden heimatlos. Vor und nach Ende des Zweiten Weltkrieges – von 1945 bis 1950 – wurden 12 bis 14 Millionen Deutsche in den Ostgebieten des Deutschen Reiches und deutschsprachige Bewohner aus Mittel- und Osteuropa aus ihrer Heimat vertrieben bzw. mussten erzwungen auswandern. Andreas Kossert bestätigt mit den Familiengeschichten in seinem Buch „Kalte Heimat“, dass das Bild von der geglückten Integration der Vertriebenen nach 1945 ein Mythos ist. „An den Spätfolgen haben nicht selten auch die Nachkommen jener 14 Millionen Deutsche zu tragen, die nach Kriegsende ohne Heimat waren.“

Die Eltern der Kriegseltern haben die Kriegszeit meist als Erwachsene erlebt. Die Kriegseltern haben die Klagen ihrer eigenen Eltern gehört; ihre Eltern waren bereits erwachsen, als sie das Schreckliche des Krieges erfuhren.

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_____ Loyalität gegenüber den Eltern bis zur Selbstaufgabe

Oft haben die Kinder der Kriegskinder, die Kriegsenkel, ihre Eltern auch geschützt, manchmal nahezu „um jeden Preis“. Sie versuchten, es ihren Eltern „leicht zu machen“, auch sie zu trösten. Sie fragten nicht viel nach, weil sie spürten, es gab eine unsichtbare Grenze, die man nicht überschreiten durfte – „Erinnerungstabus“, ein „Nebel“ wie von „Unlebendigkeit“, ein Vakuum. Familiäre Biografien enthielten Lücken, unklare Ahnungen. Wenn Eltern, die im Krieg selbst noch Kinder waren, über die verheerenden Erlebnisse ihrer eigenen Kindheit in einer Weise sprachen, als hätte ihnen das alles nichts ausgemacht. („Das war für uns normal.“, „Wir haben das alles mit uns selbst ausgemacht.“) So wurde in der Familiengeschichte oft viel nicht hingeschaut und auch nicht viel angesehen – und es wurde auch viel verleugnet, was geschehen war.
_____ Sei es, weil die Eltern das Vergangene nicht ansehen konnten aufgrund ihrer nicht verarbeiteten Traumata („Wir wollen nicht mehr daran rühren.“);
_____ sei es, weil kein „Schatten“ auf den „guten Namen“ fallen durfte.

Damit konnte zwischen den Kriegsenkeln und ihren Eltern keine tiefere Verbundenheit entstehen, man kannte den anderen gar nicht wirklich. „Meine Eltern wissen gar nicht, wer ich bin.“ Und man selbst weiß es auch nicht von sich selbst. Eine eigene Identitätsbildung für die Kriegsenkel blieb oft diffus aufgrund der nicht vorhandenen Kontinuität der Familienbiografie und eben der „Erinnerungstabus“.

Zugleich hatten fast alle Kriegsenkel (große) Probleme mit Mutter oder Vater – trotz ihres eigenen Alters von 40, 50 Jahren, einem Alter, in dem Menschen üblicherweise die Ablösung von ihren Eltern schon längere Zeit hinter sich haben. Sie kämpfen immer noch darum, sich von ihren Eltern nicht steuern zu lassen.

Das Widersprüchlich und Diffuse dieser besonderen Eltern-Kind-Beziehung erfuhr Sabine Bode bei ihrer Arbeit, als sie Menschen suchte, die für ihr Buch von ihren Erfahrungen berichteten. Sie stellte fest, dass die Mehrzahl der Kriegsenkel von einer „außergewöhnlichen Loyalität gegenüber Mutter und Vater“ geprägt sind, nicht selten einer Loyalität, „der sie ihre eigene Weiterentwicklung und ihre Wünsche nach Unabhängigkeit unterordnen“. Die Kinder wurden sozusagen hinsichtlich dieser Fürsorge zu Eltern für ihre Eltern. Auch wenn es keine tiefe Verbundenheit gab bzw. geben konnte, waren die Kriegsenkel ihren Eltern gegenüber bis zur Selbstaufgabe hin loyal – eben das Schützen der Eltern manchmal nahezu „um jeden Preis“. Sie wollten für das Buch nicht über ihre Eltern sprechen – trotz Anonymisierung und der Zusage, den Text vorher durchsehen zu können.

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_____ „Kriegsenkel“ – Wer sie sind, was sie sind: Man steht erst am Anfang

Als das Buch mit Biografien der Kriegsenkel im Jahr 2009 erschien, war das Wort „Kriegsenkel“ noch ein unbekannter begriff. Sabine Bode schreibt, dieser Begriff stamme aus den Reihen der Kinder der Kriegskinder – sie hätten sich den Namen selbst gegeben. „Dahinter stand der Wunsch, bislang unbeachteten Gemeinsamkeiten ihrer Generation eine Überschrift zu geben.“

Jedoch gäbe es DEN Kriegsenkel nicht. (Auch nicht DAS Kriegskind.) Es gäbe Verschiedenartigkeiten der Aussagen – aber auch unübersehbare Übereinstimmungen.

Über „Kriegsenkel“ wisse man noch wenig. Man taste sich vor. Auch in der Forschung würde das Interesse an diesem Thema zunehmen.

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_____ Was kann und will dieses Buch?

Das Buch entstand nicht, so Sabine Bode, um Schuld zuzuweisen. Als Traumatisierte konnten die Kriegseltern ihr Handeln nicht richtig einschätzen, die durch den Krieg traumatisierten Eltern wurden mit ihrem Leid allein gelassen. Und doch müsse man heute hinsehen und hineinspüren: „Aber sie (die Kriegseltern) werden auch nicht geschont. Denn Schonung würde bedeuten, das Schweigen in die nächste Generation weiter zu tragen, wo es erneut Verwirrung und unerklärliche Symptome verursachen könne.“ Und: „Ich schreibe über Menschen, denen die eigenen Eltern unwillentlich Schaden zufügten, und – was die Folgen bis heute so schwer erträglich macht – deren Eltern keine eigene Beteiligung am Unglück ihres Kindes sehen, bzw. die überhaupt kein Unglück wahrnehmen.“ Nicht die Kriegskinder seien die Hauptpersonen, sondern die Kriegsenkel – „die Erben der vergessenen Generation“.


Kann dieses Buch Heilung in Gang setzen?
_____ Bode schreibt im Vorwort der Neuausgabe, im August 2013: „Ja, das ist möglich, aber es geschieht eher selten. Heilung würde voraussetzen, dass beide Seiten, die erwachsenen Kinder und die älter werdenden Eltern, gemeinsam in einen intensiven Prozess einsteigen.“ Wenn man dabei nicht Begleitung habe, Anleitung, wenn man sich nicht einlassen möchte auf Selbsterfahrung – dann sei es schwierig.
_____ Aber es würden Sabine Bode auch Rückmeldungen gegeben, in denen Heilung stattgefunden habe. Es fanden unter anderem Gespräche statt über die Vergangenheit der Familie, und manchmal besuchten Eltern (Kriegskinder) und Kinder (Kriegsenkel) auch gemeinsam den Geburtsort der Eltern in Ostpreußen oder Polen.
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Das Buch „Kriegsenkel“ von Sabine Bode ist ein Buch, das den „Kriegsenkeln“ hilft, sich selbst besser zu verstehen.
_____ Die Kriegsenkel könnten besser erkennen, was die Erbschaft der Eltern für ihre eigene persönliche Identität bedeute,
_____ für die Familienidentität
_____ und auch für die gesellschaftliche Identität.

Bode lädt die Kriegsenkel ein, sich in ihren Jahrgängen unbefangener als bislang üblich über Spätfolgen von Krieg und NS-Zeit auszutauschen. „Neugier ist eine gute Voraussetzung für ein zunächst beklemmendes, später dann spannendes und in der Konsequenz Erleichterung bringendes Thema.“ Sabine Bode möchte die Kriegsenkel ermutigen, ihre Familiengespenster endlich aus ihren Schatten zu locken, damit diese keine Verwirrung mehr stiften können.
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Link zur Buchvorstellung auf der Verlags-Website (Stand 05.11.2014): www.klett-cotta.de/buch/Gesellschaft/Kriegsenkel/35829





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„Eltern und Kinder trennen Welten.“
_ Doku | ZDFinfo Doku - „Das Erbe der Nazis • 1968-1989
[Video verfügbar bis 26.01.2019]

„War die friedliche Integration der ehemaligen Täter und Mitläufer in die westdeutsche Demokratie ein Erfolg? Die Doku fragt nach Alternativen.“… >>>
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„Eltern und Kinder trennen Welten.“
==> Doku | ZDFinfo Doku - „Das Erbe der Nazis • Die 60er Jahre“
[Video verfügbar bis 26.01.2019]

„Der lange Schatten des „Dritten Reichs“. Was wurde aus 8,5 Millionen Parteigenossen? Aus Spitzenbeamten in Justiz und Verwaltung? Aus zehn Millionen Soldaten?“… >>>
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(1970er Jahre • Journalistenserie • Hamburg…)
_ „Zarah – Wilde Jahre“
(Miniserie in 6 Teilen • Deutsche Erstausstrahlung: 07.09.2017 ZDF)
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Zarah Wolf (Claudia Eisinger) bekommt Anfang der 1970er Jahre das Angebot des renommierten Verlegers Olsen (Uwe Preuss), Mitglied der Redaktion seines auflagenstarken Magazins „Relevant“ zu werden. Als engagierte Journalistin möchte sie das Thema „Emanzipation“ voranbringen Der Widerstand der Männer ist ihr gewiss.… >>>
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==> „Vererbte Narben - Generationsübergreifende Traumafolgen“
(Das Video ist verfügbar bis zum ca. 06./07.09.2017.)

„Familiengeheimnisse, frühe Prägungen von Angst und Gewalt, körperliche und seelische Traumata, familiärer Stress oder Druck und zementierte Glaubenssätze – all das wirkt sich nicht nur auf diejenigen aus, die es selbst erleiden, es kann sich sogar auf die nachfolgenden Generationen auswirken. Diese entwickeln dann Symptome, als hätten sie das Leid der Eltern selbst erlebt.“… >>>
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[ZEIT] Kriegsenkel – Angehörige der Geburtsjahrgänge 1955 bis 1975: „Das zähe Seelenerbe des Zweiten Weltkrieges“

Der verlinkte Text ist ein Auszug aus dem Buch „Das Erbe der Kriegsenkel: Was das Schweigen der Eltern mit uns macht“ von Matthias Lohre.

„Die Kinder der Kriegskinder fragen sich, warum sie nicht glücklich werden. Unser Autor hat sich auf die Suche begeben und findet eine Erklärung in den Nöten der Eltern.“

„Bei vielen Kriegskindern hätten die Schwere, die Not, die Mühsal das ganze Erleben eingenommen, sagen die Traumatherapeuten Udo Baer und Gabriele Frick-Baer. Diese Erfahrungen „beeinflussen die Art und Weise, wie alle anderen Geschehnisse beurteilt werden“. In der zweiten Generation käme das aber so an, als würde ihr das Glück nicht gegönnt, als ob nichts gut sein dürfe.“ Kriegsenkel würden im ständigen Zweifel leben. „Die Älteren haben den Jüngeren nicht ihre Traumata vererbt, sondern deren Folgen.“ Und das ist oft auch eine tief sitzende Lebensangst. … >>>

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[Blick in die Vergangenheit – mit Auswirkungen bis heute…]

„Kinderraub durch Nationalsozialisten:
Blond, blauäugig, entführt“

„Weil sie ihrem ideologischen Schönheitsideal entsprachen, raubte die SS-Organisation Lebensborn in den osteuropäischen Ländern einst unzählige Kinder. Viele davon wurden überzeugten Nationalsozialisten zur Adoption angeboten. Die Opfer leiden noch immer unter ihrem Schicksal – und warten auf Anerkennung.“… >>>


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Zum Hineinspüren in die 50er Jahre…

[Buchvorstellung • Text unter dem Link: Englisch + Deutsch]
Europa in den 50er Jahren – gesehen durch das Objektiv eines amerikanischen Soldaten während seiner Zeit als US-Soldat; mit Aufnahmen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Portugal und Spanien…
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_____ „Through a Soldier's Lens – Europe in the fifties“ • Bill Perlmutter
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[Erschienen am: 01.07.2014 / Sprachen: Engl., Deutsch, Franz., Ital., Spanisch / ISBN 978-3-942831-70-3]
DEUTSCHER FOTOBUCHPREIS IN SILBER
http://www.seltmannundsoehne.de/buecher/ansehen/110
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Der Blick des Fotografen Bill Perlmutter auf das Europa der Nachkriegszeit ist unmittelbar und direkt.

Heute ist der Fotograf Bill Perlmutter 80 Jahre alt. Ab 1954 reiste er als Auftragsfotograf der US-Armee durch Europa. Das mit dem „Deutschen Fotobuchpreis in Silber“ ausgezeichnete Werk „Europe in the Fifties. Through a Soldier´s Lens“ zeigt eine Auswahl seiner 6 x 6 Rolleiflex Aufnahmen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Portugal und Spanien.

Bill Perlmutters Werk aus seiner Zeit als US-Soldat in Europa ist eine fotografische und historische Entdeckung; sie wurde jetzt erstmals in einem Buch veröffentlicht.



Aus dem Text der Verlagswebsite: (www.seltmannundsoehne.de/buecher/ansehen/110)
„Im Dezember 1954 bestieg der damals 22jährige Fotograf das Truppenschiff nach Deutschland, um für amerikanische Armee-Magazine zu arbeiten. Schon auf der rauen Nordsee-Überfahrt entstanden die ersten Aufnahmen mit seiner Rolleiflex. Zuvor hatte er die USA nie verlassen und war zwar über seine Zukunft ein wenig besorgt, aber „zur gleichen Zeit freute ich mich auf das zu fotografierende Europa und auf das Besuchen all jener wunderbaren Orte, von denen ich gelesen oder sie in Filmen gesehen hatte.“

Rund sechzig Jahre nach ihrem Entstehen zeigen die Aufnahmen das Gespür des Fotografen für den besonderen Moment. So wird jedes einzelne Motiv ein lebendiges Mosaiksteinchen der Erinnerung, das sehr genau über die damalige Zeit, aber auch über sehr persönliche Begegnungen berichtet. Durch diese intuitive Fähigkeit des Fotografen wirken seine Bilder allerdings über den historischen Moment hinaus, lassen sein Werk bis heute als höchst lebendig und sehenswert erscheinen.“




Der Fotograf:
„BILL PERLMUTTER wurde am 5. September 1932 in New York geboren. Nach einem Studium der Filmtechnik und ersten fotografischen Arbeiten in New York schloss er 1954 sein Fotografiestudium an der Army Signal Corps School in Fort Monmouth, New Jersey, ab. Für zwei Jahre war er zunächst als angestellter Pressefotograf für Zeitschriften der US-Armee in Deutschland tätig, danach fotografierte er in verschiedenen europäischen Ländern und arbeitete ab 1958 als freier Fotograf. In fast sechs Jahrzehnten hat er in der ganzen Welt fotografiert. Seine Bilder wurden in zahlreichen Magazinen und Bildbänden veröffentlicht. Er ist in diversen US-amerikanischen Museumskollektionen vertreten, u.a. in den New Yorker Sammlungen des Museum of the City und des Whitney Museum of American Art oder dem Smithsonian Museum in Washington. Heute lebt und arbeitet Bill Perlmutter in New York City.“




#Kriegskinder #Kriegsenkel
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[ Inhalt + persönlicher Kommentar + Links zur ZDF-Mediathek… ]


23.03.2016 _____ ZDF-Dreiteiler „Ku'damm 56“ >>>

(Erstausstrahlung: 20., 21. und 23.03.2016)

======> Über Nachkriegsfrauen und ihre rebellischen Töchter • Der ZDF-Dreiteiler erzählt von sexueller Unterdrückung und Rock'n'Roll-Aufbruch im Berlin der Fünfzigerjahre (Spiegel online)

_____ Teil 1: Sonntag, 20.03.2016 (20.15 Uhr)/ZDF
_____ Teil 2: Montag, 21.03.2016 (20.15 Uhr)/ZDF
_____ Teil 3: Mittwoch, 23.03.2016 (20.15 Uhr)/ZDF


Der Dreiteiler führt zurück in die 50er Jahre, und zwar mitten hinein in das Deutschland der Wirtschaftswunderzeit. Der Wiederaufbau nach dem Krieg und das beginnende Wirtschaftswunder prägten diese Jahre. Auch in Berlin: Die Stadt lag nach dem Krieg fast ganz in Trümmern. Dort spielt auch der Dreiteiler, im Jahr 1956.

(Links – auch zu den Zitaten – s.u. im Anhang…)



Tanzschulenbesitzerin Caterina Schöllack (Claudia Michelsen), deren Mann und Vater der Töchter, Gerd Schöllack, seit 1944 vermisst wird, hat gleich drei Mädchen unter die Haube zu bringen. Caterina Schöllack, so heißt es in der Filmkritik von Spiegel online, ist die „Königin der Nierentischbigotterie“: „Ihr Institut am Ku'damm trägt den Namen Galant, der Kontakt zwischen den Geschlechtern wird von ihr in Benimmkursen millimetergenau geregelt, aber den eigenen Töchtern gibt sie handfeste Tipps, wie man einen Mann zu nehmen hat, damit der einen zur Frau zu nehmen hat.“



Die drei Töchter wollen sich dem fügen – oder eben nicht:

======> Helga (Maria Ehrich), der Mutter gehorsam folgend, findet einen Karrierejuristen, der jedoch bei sich selbst eine „Krankheit“ diagnostiziert hat: Homosexualität.

======> Auch Eva (Emilia Schüle), die in der Psychiatrie arbeitet, befolgt den Rat der Mutter: Sie hat in ihrem Chefarzt (Heino Ferch) einen väterlichen Freund gefunden, der einer festeren Verbindung positiv gegenübersteht. Die Mutter empfiehlt, „sich den Doktor zu schnappen, so lange er noch lauwarm sei“. (Spiegel online)

======> Monika (Sonja Gerhardt) ist die jüngste Tochter. Sie ist rebellisch, wird wegen ungebührlichen Benehmens von der Hauswirtschaftsschule verwiesen und ist als „Heiratsmaterial“ in den Augen ihrer Mutter absolut ungeeignet. Sie „erlaubt sich eigene Gedanken, stellt die Ehe als zwingendes Modell für die Frau infrage“ (Süddeutsche Zeitung). Auf dem Tanzschul-Ball wird sie von dem Sohn eines Industriellen (Sabin Tambrea) vergewaltigt. Die Mutter interessiert nur, dass und wie sie den jungen Mann nun zur Heirat mit ihrer Tochter zwingen kann. Die innern – und äußeren – Leiden ihrer Tochter lässt sie selbst nicht an sich heran. Monika sucht Zuflucht und Glück in der Rockmusik. „Sie tanzt zu „Negermusik“. Wildes Gehopse, bei dem sichtbar wird, was man „Schlüpfer“ nannte - der Untergang des Abendlandes und die Ohnmacht von Mutter Schöllack sind nur noch einen Takt entfernt.“ (Süddeutsche Zeitung) Und sie trifft Freddy (Trystan Pütter), der in abrissreifen Räumen lebt und der in einer Abrisskneipe zudem die dunkleren Seiten des Rock'n'Roll-Lifestyles für sich erschließt.



Die Eltern forderten nach dem Krieg von den Kindern oft Verdrängung und Schweigen. Das Innenleben der jungen Menschen fand kein Ventil – bis der Rock'n'Roll kam. „Das war wie die Explosion eines Kessels, in dem der Druck zu groß wird.“ Es sei Traumabewältigung gewesen, sagt Drehbuchautorin Annette Hess in der Süddeutschen Zeitung.

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======> „Ku'damm 56“:
_ Regie: Sven Bohse
_ Produktion: Nico Hofmann und Benjamin Benedict

======> Update 09.03.2016:
„Ku'damm 56“ ist als eine von nur 12 internationalen High End-Dramaserien nominiert, die anlässlich der MIPDrama Screenings erstmals Programmeinkäufern und Fachpresse aus aller Welt vorgeführt werden. Der Dreiteiler ist zudem die einzige deutsche Produktion in der Auswahl.



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[ Persönliche Besprechung ]

(Die Besprechung ist hier nur auf den Inhalt, nicht auf die Darsteller bezogen…)

Für mich persönlich ist dieser Dreiteiler eine der transformierendsten Kurzserien, die ich je gesehen habe. Die Vielschichtigkeit der damaligen (und auch heute noch geltenden Themen, da viele Bereiche eben „nicht“ transformiert sind), ist für mich persönlich erstaunlich und hilfreich.


Zwei der Charaktere beeindrucken mich besonders:

_____ Monika Schöllack (die jüngste Tochter) (Cast: Sonja Gerhardt) ••• Berlin 1956. Die junge Monika Schöllack versucht, ihre Individualität gegen ihre strenge Mutter Caterina und die Konventionen der Zeit zu leben. Die Kraft dafür bekommt sie durch ihre große Leidenschaft: den Rock 'n' Roll. (Mehr zu dem Charakter ihrer Rolle s.u.…)


_____ Joachim Franck (Cast: Sabin Tambrea) ••• Die Transformation vom arroganten, reichen Fabrikantensohn zu einem Mann, der sich von dem Vater abnabelt, damit allen materiellen Rückhalt und auch die (nicht vorhandene?!) „Vaterliebe“ verliert und seiner Vision folgt (die der Vater vorher erfolgreich, aufgrund seines Einflusses, boykottiert hat): nämlich Schriftsteller zu werden.

Der Reichtum des Vaters basiert auf der Produktion von Waffen – Waffen, durch die auch der eine Sohn bzw. Bruder im Krieg ums Leben kam. Das Nicht-Hinsehen-Wollen/-Können, die nicht verarbeiteten und unterdrückten Gefühle des Vaters führen zum Niedermachen des noch lebenden Sohnes (Joachim Franck) durch den Vater – und zum Hass des (über)lebenden Sohnes auf den Vater. Der Lebensüberdruss führt bei Joachim dazu, dass er anderen Menschen ohne Mitgefühl und kalt begegnet. Annäherung geschieht von seiner Seite aus in Form von Gewalt – verbal (Sarkasmus, Arroganz) als auch physisch. Er vergewaltigt Monika Schöllack auf einer Veranstaltung, die die Mutter von Monika ausrichtet. Der für Monika tief traumatische Vorfall, die wiederum weder von ihrer eigenen Mutter noch von anderen verstanden wird in ihrer Not, führt bei Monika zu einem Selbstmordversuch und, da sie gerettet wird, zu einem Mordversuch an Joachim, der langsam, langsam beginnt, in Monika eine Seelenverwandte zu erfahren (, die er als Mensch auch körperlich fast zerstört hätte durch sein Verhalten).



Zerstört-Sein, Selbstzerstörung und die Zerstörung anderer könnten sich in den Figuren von Monika und Joachim weiter fortsetzen. Sie haben es beide versucht, und sie überlebten. (Auch Joachim versuchte, sich das Leben zu nehmen – aus Lebensüberdruss… Er nahm dabei billigend den möglichen Tod einer anderen Frau in Kauf.) Die Prinzipen von Zerstört-Sein, Selbstzerstörung und der Zerstörung anderer setzen sich in der Mutter von Monika fort (die ihre Töchter vor allem psychisch zerstört) – und auch in dem Vater von Joachim, aber neben psychischer Zerstörung auch weiterhin physisch zerstört: Kaum ist der Krieg beendet, kurbelt er die Waffenproduktion wieder von Neuem an und verzeichnet sofort wieder als Unternehmer Gewinne und Wachstum. So wie Monika die Zerstörung der Mutter nicht fortsetzen will, so will es auch Joachim nicht hinsichtlich seines Vaters. Der Weg, dieses Muster zu durchbrechen, es zu transformieren, ist ein gemeinsamer Weg. Das „Mittel“ ist Freundschaft…

Die Begegnung zwischen Joachim und Monika führt zu einer Innenschau auf beiden Seiten – die Ehrlichkeit der Emotionen (Hass) führt zu einer Öffnung (einer ist dem anderen gegenüber ehrlich, und der andere zieht in Ehrlichkeit nach). Anstatt dass Monika Joachim ihr uneheliches Kind „unterschiebt“, sagt sie ihm, dass sie schwanger ist – von einem anderen; es kann kein Kind sein, das durch die Vergewaltigung gezeugt wurde.

In dieser Ehrlichkeit, die durch enormen persönlichen Schmerz und auch Einsamkeit führt (es gibt keine Vorbilder für ihr ehrliches Verhalten und auch keinen Rückhalt von anderen – im Gegenteil), entsteht Freundschaft zwischen Monika und Joachim. In dem Dreiteiler ist es die einzige freundschaftliche Mann-Frau-Beziehung, die eine tragfähige Basis hat. Jeder weiß um die Tiefen und Abgründe des anderen – und um die eigenen. Auf dieser Basis der Authentizität ist gemeinsames Wachstum möglich – und Heilung…



Joachim, der durch Monikas ehrliche Worte seinen Vater verlassen hat und nun völlig mittellos und auch am Ende des Films obdachlos dasteht, will seiner Vision folgen und Schriftsteller werden.

Monika lässt das uneheliche Kind nicht abtreiben, möchte aber „zu sich selbst finden“ (was völliges Unverständnis bei der Mutter hervorruft). Sie verlässt Familie und Freunde, um mit dem Vater des Kindes, einem Rock'n-Roller, in eine andere Stadt zu ziehen – für ungewisse Zeit, wenn auch ohne Zukunft. Oder doch? Sie weiß, dass ihr Freund ständig andere Frauenbekanntschaften hat (auch dass er bereits mehrfach Vater sein könnte/ist, dass jene Frauen abgetrieben haben), aber sie möchte sich selbst kennenlernen und sich ausprobieren – in der Welt des Rock'n Roll. (Joachim hat seit seinem fahrlässigen Unfall ein steifes Bein, er kann deshalb nicht tanzen…)

Zugleich aber ist die Freundschaft zwischen Joachim und Monika so ehrlich, dass jeder dem anderen den für ihn benötigten Freiraum lässt. Als Zuschauer ahnt man/weiß man, dass – wenn es eine dauerhafte ehrliche Freundschaft zwischen Personen in diesem (fiktiven) Film gibt, dass es dann die Freundschaft zwischen Monika und Joachim sein kann. Beide haben nichts mehr an Besitz, beide haben ihre gesellschaftlichen Rollen völlig verloren (sie sind beide gesellschaftlich ein „Niemand“ geworden) – beide möchte sich selbst finden – und beide geben einander genau den Freiraum und den ehrlichen Boden, wo genau das wachsen kann… Und wo eigene Stärke wachsen kann, wo Abhängigkeiten von anderen enden…

Und um beide herum beginnen auch (wenige) andere, zu sich selbst ehrlich zu werden, sich selbst anstatt der Gesellschaftsnorm zu folgen – und damit zu heilen…



Auch wenn diese Fiktion der Freundschaft zwischen Monika und Joachim „fast zu schön (ideal) ist, um selbst heute wahr zu sein“ – so ist es ein großartiger Spiegel für die Scheinwelt, die es damals wie auch heute immer noch gibt: Jemand sein zu wollen, Rollen zu spielen, besonders auch im Miteinander – und damit kostbare Zeit des Lebens durch So-tun-als-ob zu „vergeuden“…





Ein PS: Und auch in dieser Freundschaft gibt es keine „Garantie“, dass sie in Form einer Beziehung in einer Zukunft „gelebt“ wird in althergebrachter Form. (Auch wenn Joachim das zum Ende des Films hin durchaus so möchte…) Der innere Ruf, sich zu finden, steht im Zentrum… Besonders für Monika. Wo das enden wird? Wird es jemals „enden“? Es ist interessant zu sehen, dass dieser Ruf (inner calling) in einer jungen Frau, die „auch noch schwanger ist“ und damit in einer völlig unsicheren Situation besonders auch zu jener Zeit, dass dieser innere Ruf so stark und lebendig ist in ihr, dass sie in dieser inneren Stärke „stärker“ ist als die Männer in dem Dreiteiler… Die Zukunft hängt in gewisser Weise davon ab, wie sich die junge Frau in sich selbst entwickeln und finden wird… Es ist nichts vorhersagbar – wie es zuvor „in der Männerwelt“ war… ... ....... .................


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Der ZDF-Dreiteiler „Ku'damm 56“ in der ZDF-Mediathek:
(Stand 23.03.2016)

Teil #1 ______ Teil 1 in der ZDF-Mediathek:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite#/beitrag/video/2668068/Ku%27damm-56-%28Teil-1%29


Teil #2 ______ Teil 2 in der ZDF-Mediathek:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite#/beitrag/video/2668064/Ku%27damm-56-%28Teil-2%29


Teil #3 ______ Teil 3 in der ZDF-Mediathek:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2670854/Ku%2527damm-56-%2528Teil-3%2529#/beitrag/video/2670854/Ku%27damm-56-%28Teil-3%29



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ROSEMARIE KOMOSSA _______
04.03.2016

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„Der Überläufer“ • Ein wiederentdeckter Roman von Siegfried Lenz ist jetzt erschienen…

1952 war Siegfried Lenz noch sehr jung – er war erst 26 Jahre alt. In dem Jahr, 1952, sollte sein Roman „Der Überläufer“ erscheinen. Die Geschichte handelt von Soldaten der deutschen Wehrmacht an der Ostfront am Ende des Krieges. Sie handelt von Überläufern zur Roten Armee. Doch der Verlag machte einen Rückzieher. Der Inhalt war in jener Zeit so kurz nach dem Krieg hoch brisant; vielleicht zu brisant…

Der Roman behandelt zentrale Themen, die auch heute noch relevant sind: Es geht um das Töten, es geht um das Seiten-Wechseln, es geht um die Frage von Schuld… Und es geht um die (damals höchst aktuelle) Weigerung vieler Deutschen, Verantwortung für die nationalsozialistische Vergangenheit zu übernehmen. „Schweigen und Vergessen hieß ihre Devise.“ (Zitat von Heide Soltau aus dem verlinkten Beitrag)

Eine Buchbesprechung ist nachzulesen unter dem angegebenen Link… >>>

http://www.ndr.de/kultur/buch/Siegfried-Lenz-Der-Ueberlaeufer,derueberlaeufer100.html
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