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_____ Herzensrat zur Sterbebegleitung

[ Basierend auf dem Tibetischen Buch vom Leben und vom Sterben von Sogyal Rinpoche (Kapitel 11) ]

„Eine von Herzen kommende, furchtlose Kommunikation mit anderen aufzubauen, gehört zu den wichtigsten Dingen im Leben, und dies wird nirgendwo deutlicher als bei Sterbenden.
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Häufig sind Sterbende reserviert und unsicher, wenn du ihnen das erste Mal begegnest, weil sie sich über deine Absichten nicht im Klaren sind. Nimm nicht an, dass Außergewöhnliches von dir erwartet wird; sei einfach entspannt und natürlich – sei du selbst. Sterbende sagen oft nicht, was sie wirklich wollen oder meinen, und auch die Angehörigen sind häufig unbeholfen, wissen nicht, was sie tun oder sagen sollen. Es kann schwierig sein herauszufinden, was die Sterbenden eigentlich auszudrücken oder manchmal auch zu verbergen suchen. Manchmal wissen sie es selbst nicht einmal. Es ist also ganz wichtig, zuerst einmal die gespannte Atmosphäre aufzulockern, und zwar so, wie es sich am natürlichsten ergibt.
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Wenn eine entspannte Atmosphäre entstanden ist, kann ein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden, das es dem Sterbenden ermöglicht, Dinge zur Sprache zu bringen, die ihm wirklich am Herzen liegen. Bestärke den Menschen freundlich darin, sich frei zu fühlen, wirklich all seine Gedanken, Ängste und Emotionen über Tod und Sterben zum Ausdruck zu bringen. Dieses aufrichtige und rückhaltlose Offenbaren aller Emotionen ist die unerlässliche Grundlage jeder Transformation. Ob es nun darum geht, mit dem Leben ins Reine zu kommen oder einen guten Tod zu sterben – du musst deinem Gegenüber völlige Freiheit geben, alles, was hochkommen mag, auch ausdrücken zu dürfen.
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Wenn der sterbende Mensch dann schließlich seine geheimsten Gefühle ausdrückt, unterbrich ihn nicht, widersprich nicht und spiele, was gesagt wird, nicht herunter. Ein Todkranker oder Sterbender ist in der verletzlichsten Lage seines ganzen Lebens, und es wird dein ganzes Geschick und Einfühlungsvermögen, jedes Bisschen Wärme und liebevolles Mitgefühl, das du nur aufbringen kannst, erfordern, ihm die Möglichkeit zu geben, sich ganz und gar zu offenbaren. Lerne zuzuhören: in einem offenen, ruhigen Schweigen aufzunehmen, in dem sich der andere angenommen fühlt. Sei so entspannt und gelassen wie nur möglich; sitz bei deinem sterbenden Freund oder Verwandten, lass ihn spüren, dass es nichts Wichtigeres oder Schöneres zu tun gibt.
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Ein sterbender Menschen muss zuallererst Liebe spüren; diese Liebe muss frei sein von jeglicher Erwartung, so bedingungslos wie irgend möglich. Dazu braucht es keinerlei Expertenwissen. Sei einfach natürlich, sei du selbst, sei ein wahrer Freund, eine wahre Freundin, und der Sterbende wird zweifellos spüren, dass du wirklich bei ihm bist, einfach von Mensch zu Mensch gleichberechtigt mit ihm umgehst. Es ist ganz wesentlich, dass wir zumindest so viel für den anderen übrig haben, dass wir diesen Versuch machen. Wir müssen dem Menschen versichern, dass alles, was er fühlt, normal und in Ordnung ist – wie stark seine Frustration oder sein Zorn auch immer sein mögen. Das Sterben bringt viele unterdrückte Emotionen ans Licht: Trauer, Gefühlskälte, Schuld oder gar Eifersucht auf diejenigen, denen es noch gut geht. Wenn solche Emotionen auftauchen, hilf dem Menschen, sie nicht zu unterdrücken. Steh ihm bei, wenn die Wogen von Schmerz und Trauer über ihm zusammenschlagen. Mit der Bereitschaft, sie anzunehmen, mit der Zeit und geduldigem Verständnis kommen die Emotionen allmählich zur Ruhe, und der Sterbende kehrt zum Urgrund von Heiterkeit, Ruhe und Ausgeglichenheit zurück, der sein eigentliches Wesen ist.
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Sei kein Besserwisser; versuche nicht, dauernd etwas Tiefgründiges zu sagen. Du musst überhaupt nichts sagen oder tun, um irgend etwas besser zu machen. Sei einfach ganz und gar da, so präsent, wie du nur kannst. Und wenn du vor lauter Angst nicht mehr weißt, was du tun sollst, dann gestehe das dem sterbenden Menschen offen ein, und bitte um seine Hilfe. Diese Aufrichtigkeit wird euch einander näherbringen und zu einer freieren und offeneren Verständigung beitragen. Manchmal wissen die Sterbenden selbst viel besser als wir, womit ihnen am besten geholfen ist, und wir müssen bereit sein, ihr Wissen anzunehmen und lernen, uns von ihrer Weisheit leiten zu lassen.“



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#Sterben
#Sterbebegleitung
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(Erfahrung mit Tod in der Kindheit – Trauerarbeit)
„Der Tag, an dem meine kleine Schwester starb“

Die kleine Schwester hatte Leukämie und starb mit vier Jahren. „(…) und er, der neunjährige Bruder, wollte nur vergessen. Heute weiß er: Ohne Trauer wird man verrückt.“… >>>
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Ein wichtiger Hörbeitrag > Lebensrettungs-Projekt: Online-Suizidpräventionsportal für Jugendliche und junge Erwachsene
––> HÖRBEITRAG: „Hilfeschreie im Netz - Junge Leute helfen jungen Leuten bei U25“
12.06.2018 | 24 Min. | Quelle: rbb

==> Vorweg ein Link zur Website mit Hilfsangeboten für Menschen jedes Alters: Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention (DGS) > https://www.suizidprophylaxe.de
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Rund 600 Jugendliche begehen jedes Jahr in Deutschland Suizid. [U25] ist ein Online-Beratungsangebot für Jugendliche und junge Erwachsene, die nicht mehr leben wollen. Ehrenamtliche Jugendliche beraten suizidgefährdete junge Menschen ganz niederschwellig online.
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„Sie sind jung, um die 20, stehen am Anfang ihres Lebens - und beschäftigen sich in ihrer Freizeit mit dem Tod. Über Mails versuchen sie, andere junge Leute davon abzuhalten, sich das Leben zu nehmen. U25, das online-Suizidpräventionsportal, in dem sie ehrenamtlich mitarbeiten, verzeichnet immer mehr Hilferufe von Jugendlichen.“… >>>
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Der 74-jährige Musiker und Musikproduzent Tony Visconti spricht über seine Begegnungen mit David Bowie (1947-2016) und über den Tod… >>>
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Tony Visconti (geb. 1944, USA) ist ein britisch-US-amerikanischer Musikproduzent und Musiker. Er arbeitete lange mit David Bowie zusammen.
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Seit den späten 1960ern arbeitete Visconti mit vielen prominenten Interpreten.
_ Seinen ersten Erfolg hatte er ab 1968 mit der Produktion zahlreicher Singles und Alben für T. Rex/Tyrannosaurus Rex, deren Sound er mit prägte.
_ Später produzierte er erfolgreiche Alben für Gentle Giant, Osibisa, die Sparks, Thin Lizzy, The Boomtown Rats, The Stranglers, Manic Street Preachers, The Moody Blues und Morrissey.
_ Am bekanntesten ist seine lange Zusammenarbeit mit David Bowie, für den er seit dem Album Space Oddity (1969) immer wieder als Produzent und Musiker arbeitete.
(Quelle: Seite „Tony Visconti“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 20. Juni 2018, 13:12 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Tony_Visconti&oldid=178474700 (Abgerufen: 12. August 2018, 22:33 UTC))
Mit den Toten zu sprechen kann sehr befriedigend sein. Vor allem, wenn sie David Bowie heißen.
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End-of-life rally
..... "Palliative care experts say revivals are common, although no one knows exactly why." "Bounce-backs generally last only a couple hours, but some go on for so long that the patients can take a break from a hospice for a few months." An there is a kind of spiritual component, also. Doctors say, that the dying know, when they are dying. There seems to be a desire to say goodbye or bond with loved ones in the last moments.… >>>
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[Über das Altwerden • Hier: Über Ingmar Bergmann (1), Regisseur, Schweden]
„Ferne Eltern - Linn Ullmann (2) „Die Unruhigen““
(Video verfügbar bis 18.07.2019)
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„Eine berühmte Tochter, zwei noch bekanntere übermächtige Eltern - das ist die Grundkonstellation in Linn Ullmanns biografisch geprägtem Roman „Die Unruhigen“.“… >>>
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(1) Ernst Ingmar Bergman (* 14. Juli 1918 in Uppsala, Schweden; † 30. Juli 2007 auf Fårö, Schweden) war ein schwedischer Drehbuchautor, Film- und Theaterregisseur. Da er oft in seiner Entwicklung Theater und Film fast parallel bearbeitete, waren sowohl die Bühne als auch der Film wechselseitig Impulsgeber für das jeweils andere Medium.
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1997 wurde Bergman bei den Filmfestspielen in Cannes als „Bester Filmregisseur aller Zeiten“ geehrt. An der Chronologie seiner Arbeiten, vor allem der Filme, lässt sich eine deutlich autobiografische Lebenslinie ablesen.
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Die Mehrzahl seiner Filme sind der Gattung des Filmdramas zuzurechnen, er drehte aber auch Komödien und Dokumentationen. In seinen Filmen thematisierte er häufig existenzielle Themen wie den Tod, die Suche nach Gott, die Einsamkeit des Menschen und zwischenmenschliche Beziehungen. Seine Filmsprache zeichnete sich unter anderem durch lange Naheinstellungen und eine spezielle Lichtsetzung aus, die er zusammen mit seinem langjährigen Kameramann Sven Nykvist entwickelte. Die mitunter direkte Darstellung von Sexualität führte in den 1950er- und 1960er-Jahren wiederholt zu Problemen mit der Zensur und verhalf unter anderem dem Film Das Schweigen zu einem Skandalerfolg. Weitere namhafte Werke sind „Das siebente Siegel“, „Wilde Erdbeeren“, „Szenen einer Ehe“ und „Fanny und Alexander“.
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Bergman war fünfmal verheiratet und hatte neun Kinder:
_ Seine erste Frau von 1943 bis 1945 war Else Fisher. Sie bekamen die Tochter Lena (* 1943), diese hatte später eine kleine Rolle in „Wilde Erdbeeren“.
_ Von 1945 bis 1950 war Bergman mit Ellen Lundström verheiratet. Sie bekamen vier Kinder, Eva (* 1945), Jan (* 1946) und die Zwillinge Anna und Mats (* 1948).
_ In dritter Ehe war Bergman von 1951 bis 1952 mit Gun Grut verheiratet. Sie bekamen den Sohn Ingmar (* 1951).
_ Von 1959 bis 1965 war Bergmans Frau die Konzertpianistin Käbi Laretei (1922–2014). Mit ihr hat er den Sohn Daniel (* 1962), der ebenfalls als Regisseur tätig ist; ihm widmete Bergman seinen gleichnamigen Dokumentar-Kurzfilm (1967).
_ Von 1965 bis 1969 lebte Bergman unverheiratet mit Liv Ullmann (* 1938) zusammen. Sie haben die Tochter Linn Ullmann (* 1966).
_ Von 1971 bis zu ihrem Tod 1995 war Bergman mit seiner fünften Ehefrau Gräfin Ingrid von Rosen verheiratet. Ihre gemeinsame Tochter Maria wurde allerdings schon 1959 geboren.
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(Quelle: Seite „Ingmar Bergman“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 14. Juli 2018, 09:09 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Ingmar_Bergman&oldid=179147274 (Abgerufen: 14. Juli 2018, 20:56 UTC))
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(2) Linn Karin Beate Ullmann (* 9. August 1966 in Oslo) ist eine norwegische Schriftstellerin, Journalistin und Kinderdarstellerin.
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„Vergiss mich nicht“
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„Die engsten Freunde unserer Senioren-Kolumnistin sind fast alle gestorben. Doch es gibt einen Gedanken, der sie tröstet.“… >>>
Vergiss mich nicht
Vergiss mich nicht
sz-magazin.sueddeutsche.de
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„Viola ist 32 Jahre alt. Sie weiß, sie wird bald sterben.“ • Viola erzählte ihre Geschichte bei N-JOY. Die Sendung gibt es als Podcast hier:
==> https://www.n-joy.de/radio/nina_haacke/Eine-Stunde-ein-Leben-Violas-Leben-mit-dem-Tod,einestunde114.html
Audio:
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n-joy.de
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„Viola ist 32 Jahre alt. Sie weiß, sie wird bald sterben.“ • Viola erzählte ihre Geschichte bei N-JOY. Die Sendung gibt es als Podcast hier:
==> https://www.n-joy.de/radio/nina_haacke/Eine-Stunde-ein-Leben-Violas-Leben-mit-dem-Tod,einestunde114.html
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„Wie ich 107 wurde“
[11.06.2018 | 44 Min. | UT | Verfügbar bis 10.06.2019 | Quelle: © Bayerischer Rundfunk]
„Anna aus Augsburg ist mit ihren 107 Jahren rüstig, geistig völlig präsent und hat einen erfrischenden, hintergründigen Humor. Ihre Geschichte erzählt von einem Frauenleben, das sich über ein ganzes Jahrhundert erstreckt.“… >>>
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