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Kloster Hegne - Hotel St. Elisabeth
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Liebe Gäste und Freunde,

unsere sehr beliebte Gute-Nacht-Lektüre für diesen Monat.

Viel Freude beim Lesen!.

Heiligabend im November

Ein Abend Ende November in Südafrika: Ich sitze am Computer, morgen fängt ein Kurs an, einige Mails sollten noch beantwortet werden. Ich bin ein bisschen unter Druck … Plötzlich Stromausfall. Das Licht geht aus, die Musik hört abrupt auf, der Computer schaltet auf Akku um – aber es nutzt mir wenig, ich kann ja nicht einmal mehr die Tasten sehen. Seufzend fahre ich den Computer herunter, taste mich im Licht der Kerze zum Tisch hinüber, gieße mir ein Glas Wein ein, zünde mir eine Zigarette an.
Ich hadere ein wenig … muss es aber auch gerade jetzt sein? Ich hätte doch noch so viel erledigen müssen! Aber – nichts geht mehr. Der Stromausfall holt mich aus all meinem „zu erledigen“ und „zu tun“ heraus. Das Licht der Kerze flackert, erhellt den Raum nur wenig. Ich schaue dem Spiel von Licht und Schatten zu. Nicht mal lesen geht mehr.
Und plötzlich fällt mir auf, wie still es ist. Wunderschön still … nicht mal der Kühlschrank brummt mehr. Und wenn ich nichts mehr tun kann, dann muss ich auch nichts mehr tun … Einfach nur sein, geschehen lassen. In der Stille der Nacht, im flackernden Licht der Kerze. Und ich werde ein wenig ruhiger.
Ob es damals in Bethlehem wohl so ähnlich gewesen sein mag? Eine kleine flackernde Kerze in einer Stalllaterne, die ein wenig das Dunkel erhellt … Stille … ein funkelnder Stern am Himmel … alles „zu tun“ und „zu erledigen“ loslassen und einfach geschehen lassen. Einfach sein. Mit mir, mit der Nacht, mit Gott. Und es ist gut so. Weihnachten nimmt das Dunkle nicht weg – aber es ist wie das flackernde Licht der Kerze, die das Dunkel ein wenig erhellt. Das ist die Stille, in der Gottes Stimme gehört werden kann. Das ist, wenn alles „zu tun“ und „zu erledigen“ durchkreuzt wird. Und fast fand ich es ein wenig schade, als eine halbe Stunde später das Licht wieder anging, der Kühlschrank brummte, der Computer es wieder tat. Aber da war Weihnachten, da war „heilige Nacht“ … auch wenn es nicht am 24. Dezember war. Aber das ist ja sowieso nur ein Datum. von Andrea Schwarz

Gute-Nacht-Lektüre im Dezember 2017
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Liebe Gäste und Freunde,
unsere sehr beliebte Gute-Nacht-Lektüre für diesen Monat.

Viel Freude beim Lesen!

Herr November

„Ein eigenartiger Tag“, hatte Dr. Hagelstern am Morgen gemurmelt, als er den Wecker abdrehte. Psychologen haben ein feines Gespür. Er sollte Recht behalten. Punkt halb zehn führte seine Assistentin ihm einen neuen Patienten in die Praxis, den Herrn Monat November. Dr. Hagelstern schluckte. „Ich muss sagen“, meinte er, „Sie sind der erste Monat, der bei mir Rat holt.“ „Danke, Sie sind meine einzige Hoffnung“, sagte Herr November. „Mein Kummer ist - niemand liebt mich.“ Leise begann Herr November zu weinen. Dr. Hagelstern hielt Herrn Novembers schwach belaubte Hand. „Wie kommen Sie zu dieser Annahme?“ „Ich bin wertlos“, schüttete Herr November sein Herz aus. „Jeder Monat hat einen Höhepunkt, ein Fest, einen Feiertag, Ferien, irgendetwas, worauf sich die Menschen freuen. Im Oktober die Herbstferien, im Dezember der Advent und Weihnachten. Und ich? Nichts. Ich bin auch zwischen die Sportsaison gefallen. Stattdessen kaltes Schmuddelwetter.“ Herr November schluchzte. Die Assistentin servierte heißen Tee. „Ich hätte gerne etwas, das mich auszeichnet.“ „Sind Sie nicht der Monat der Stille? Der Monat, in dem die Philosophie blüht? Die Literatur am Kaminfeuer? Sie könnten der Monat sein, der den Menschen Zeit gibt für das, was sie zu tun lieben. Zeit zum Sein. Zuständig für die Lebenszeit“. Herr November war glücklich, bedankte sich und ging hinaus in den Nieselregen.
Dr. Hagelstern stand am Fenster, nippte lächelnd am Tee und freute sich des Lebens. Er wusste, heuer würde es ein prächtiger November werden!

Willi Näf

Gute-Nacht-Lektüre im November 2017
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Liebe Unternehmen, Vereine, Freundeskreise oder Familien:
Wir können auch Weihnachtsfeier🌲.
Wir haben die Räumlichkeiten, die Seekulisse und helfen gerne bei Organisation und Wahl des passenden Arrangements. Und wer den Nachhauseweg scheut, bucht sich in eines unserer neuen Hotelzimmer ein. Klickt doch mal rein: http://bit.ly/2wOuVIk
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Liebe Gäste und Freunde,
unsere sehr beliebte Gute-Nacht-Lektüre für diesen Monat.

Viel Freude beim Lesen!

Ich bin getragen

Bischof Kamphaus wurde am 75. Geburtstag gefragt: „Gibt es eine Lebensweisheit, etwas, das Ihnen hilft, etwas, was Sie getragen hat durch all die Jahre“?
Bischof Kamphaus: Ich erzähle mir selbst oft eine Fabel.
„Zwei Vögel sind in der Luft, und der eine Vogel, völlig untypisch, liegt auf dem Rücken und hat seine Beine gegen den Himmel gestreckt. Da kommt der andere Vogel herbei und sagt: „Du, was ist denn mit dir los? Warum liegst du auf dem Buckel hast deine Beine gegen den Himmel gestreckt?“ Da sagte er ganz bedeutungsvoll: „Ich muss mit meinen Beinen den Himmel tragen. Wenn ich sie einziehe, stürzt der Himmel zusammen.“ Er sagt es, da kommt ein Windstoß, es löst sich ein Blatt vom Baum und fällt raschelnd herunter. Der Vogel erschrickt, zieht rasch seine Beine ein, dreht sich um und fliegt weg. Der Himmel aber bleibt an seinem Ort.“
Es ist für mich ein himmelweiter Unterschied, es ist ein anderes Leben, ob ich weiß, ich bin getragen, ich bin gehalten, oder ich muss alles tragen. Wer sich getragen und gehalten weiß, der hat Herz, Hände und Kopf frei und kann dieses Getragen sein genießen. Dieses Getragen sein drückt sich für mich im Komplet-Vers aus: „In deine Hände Herr, lege ich mein Leben“. Ja, ich lebe daraus, getragen und gehalten zu sein von Gottes Liebe.

Gute-Nacht-Lektüre im Oktober 2017
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Liebe Gäste und Freunde,
unsere sehr beliebte Gute-Nacht-Lektüre für diesen Monat.

Viel Freude beim Lesen!

Das innere Pünktlein

Das innere Pünktlein, eine chassidische Geschichte von Martin Buber warnt uns vor dem Verlust der Mitte:
„Rabbi Jizchak erging sich an einem Spätsommerabend mit seinem Enkel im Hof des Lehrhauses. Es war Neumond, der erste Tag des Monats Elul. Der Zaddik fragte, ob man heute den Schofar geblasen habe, wie es geboten ist, einen Monat, ehe das Jahr sich erneut? Danach begann er zu reden: ‚Wenn einer Vorsteher wird, müssen alle nötigen Dinge da sein, ein Lehrhaus und Zimmer und Tische und Stühle, und einer wird Verwalter und einer wird Diener und so fort. Und dann kommt der böse Widersacher und reißt das innere Pünktlein heraus, aber alles andere bleibt wie zuvor, und das Rad dreht sich weiter, nur das innere Pünktlein fehlt.‘ Der Rabbi hob die Stimme: ‚Aber Gott helfe uns: man darf’s nicht geschehen lassen.‘“
Dieser Gott, dieses innere Fünklein Gott ist in uns daheim. Der Mensch ist vom Innewohnen Gottes ein verwundetes Wesen. Er ist auf der Wanderung nach diesem Daheim. Immer wieder verlaufen wir uns oder laufen von diesem „Gott in uns daheim“ weg.

„Der Mensch wird des Weges geführt, den er wählt.“ Johannes Bours

Gute-Nacht-Lektüre im September 2017
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"Auf klösterlichen Spuren am Untersee" in einer geführten Gruppe wandern können Interessierte bei uns am 5. September. Ab 14 Uhr geht's los. Treffpunkt ist das Haus Ulrika. Initiator ist das Kultur- und Verkehrsbüro Allensbach. 📌 📌📌 #bodensee #allensbach #wandern #pilgern
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🌺Vom 1. September bis zum 11. Oktober blühen die #Dahlien auf der Insel #Mainau. Wer die farbenfrohen und duftenden Wochen mit einer kleinen Bodensee-Auszeit verbinden möchte, sollte sich bei uns für vier Tage ab 289 Euro im EZ einbuchen. Übrigens: Wir sind nur 9 Kilometer von der Blumeninsel entfernt und verleihen auch 🚲. Mehr zu Leistungen und Buchung verrät ein Klick. http://bit.ly/2g3vnLU
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Liebe Gäste und Freunde,
unsere sehr beliebte Gute-Nacht-Lektüre für diesen Monat.

Viel Freude beim Lesen!

Was das Leben ist

Eines Tages beschloss das Leben, eine Umfrage zu machen. Es wollte von allen nur eine Frage beantwortet haben: „Was ist das Leben?“
Die Kuh antwortete: „Das Leben ist grün.“
Die Eule antwortete: „Das Leben ist Nacht.“
Die Lerche antwortete: „Das Leben ist ein blauer Himmel.“
Der Schmetterling antwortete: „Das Leben ist Veränderung.“
Die Sonne antwortete: „Das Leben ist Energie.“
Das Wasser antwortete: „Das Leben ist Fließen.“
Die Steine antworteten: „Das Leben ist fest und beharrlich.“
Der Friedhofswächter antwortete: „Das Leben ist der Anfang vom Ende.“
Und so ging es immer weiter und das Leben sammelte unzählige Antworten, von denen keine der anderen glich.
Am Ende kamen alle Befragten zusammen und stellten nun dem Leben die Frage: „Was bist du nun?“
Da antwortete das Leben: „All das zusammen und noch viel mehr.“
Aus: Tania Konnerth „Aus der Schatzkiste des Lebens“

Gute-Nacht-Lektüre im August 2017
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Liebe Gäste und Freunde,
unsere sehr beliebte Gute-Nacht-Lektüre für diesen Monat.

Viel Freude beim Lesen!

Der geheimnisvolle Gegenstand

Ein älterer Herr betrieb in einer größeren Stadt ein Antiquitätengeschäft. Eines Tages betrat ein Tourist den Laden und unterhielt sich mit dem alten Mann über die vielen Dinge, die hier aufgestapelt waren.
Sagte der Tourist: „Welches ist für Sie der seltsamste und geheimnisvollste Gegenstand, den Sie her haben?“
Der alte Mann warf einen Blick auf die unzähligen Kuriositäten, Antiquitäten, ausgestopften Tiere, Schrumpfköpfe, präparierten Fische und Vögel, archäologische Fundstücke, Hirschköpfe … wandte sich dann dem Touristen zu und sagte: „Das seltsamste Ding in diesem Laden bin zweifellos ich selbst.“

Aus: Antony de Mello „Warum der Schäfer jedes Wetter liebt“

Gute-Nacht-Lektüre im Juli 2017
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Auszeichnung HolidayCheck 2017

Vielen herzlichen Dank an all die Gäste, die uns bewertet haben und denen wir diese tolle Auszeichnung, die heute per Post kam, zu verdanken haben.
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