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Tierrecht EU 21 e. V.
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Der Verein TIERRECHT EU 21 e. V. solidarisiert sich mit allen Tieren, denen Leid zugefügt wird.
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Pelz, Tierhaut, und wo sie herkommt.
Das "Berliner Eisen" und das "Abzugeisen" sind als Eisenfallen überall in Deutschland in allen Bundesländern erlaubt. Dagegen ist das als solches bezeichnete „Tellereisen“ zwar insofern EU-weit verboten, als dass es nur mit Gummierung am Schlagbügel erlaubt ist, aber das war's dann auch schon mit der Einschränkung. Ein Abkommen zwischen der EU und den Vereinigten Staaten von Amerika erlaubt per Gesetz die Einfuhr von Tierleichen in sämtliche Staaten der Europäischen Union, wenn bei der Ermordung unserer Mitlebewesen "gummierte" Tellereisen benutzt worden sind, was überhaupt nicht kontrollierbar ist. Das Ganze nennt sich "Internationale Vereinbarung für humane Fangmethoden" (98/487/EG). Die EU plant derzeit, diese "Idee" mit allen großen Ländern abzuschliessen (allen voran China und Russland), um aufgrund der steigenden Nachfrage nach Pelz den Markt zu ebnen. Die Tötung von Wildtieren mit Eisenfallen vom EU-Parlament als "human" zu bezeichnen, ist schon ein Hohn – und wird von uns nicht gut geheissen!
Und natürlich existiert, wie üblich, auch wieder eine Ausnahmeregelungen: Bei Seuchengefahr, wie z. B. Tollwut - was ja ständig von der Jägerschaft proklamiert wird, ist der Einsatz von "nicht-gummierten" Tellereisen auch weiterhin erlaubt. Außerdem ist ihr Erwerb und der Besitz in Deutschland nicht strafbar. Daher finden diese Mordinstrumente in großer Zahl ihre Abnehmer, die sie selbstverständlich einsetzen, denn wo kein Kläger ist... Nur wenige Einzelfälle werden zur Anzeige gebracht; und eine kleine Ordnungsstrafe leistet sich der Fallensteller gern mal - die "Freude an der Jagd" überwiegt immer!
Es muss einfach bekannt werden, was in den Wäldern um uns herum geschieht! Viele Bürger glauben, die Fallensteller-Jagdmethode gehöre dem Mittelalter an und würde seit Jahrzehnten nicht mehr angewendet werden. Das aber ist falsch. So wie TIERRECHT EU21 seit Anbeginn dafür kämpft, ist es dringend geboten, sich an die gesetzgebenden Parlamente zu wenden, um ein striktes Verbot für alle Arten von Fallen einzufordern, sonst wird das heute Erlaubte mit der Zeit wieder "gesellschaftsfähig", und in den Wäldern wird dann die Anzahl der Fallen rapide zunehmen.
Alle Tiere sind vor dem Gesetz, das TIERRECHT EU21 insistiert mit dem hohen moralischen Anspruch, gleich und haben das gleiche Recht auf Leben. Ob nun also ein Nutria, ein Luchs, ein Fuchs, ein Waschbär, eine Maus, eine Katze oder ein Rehbock in eine Eisenfalle tritt, sollte keinen Unterschied spielen, sondern jeweils als "gleichermaßen schrecklich" Empörung hervorrufen!
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Veganisch und veganisch fit
2016. Zwei Jahre nach unserer Zeit. Der Homo erectus, der Ende 2014 nach Austrocknung eines Flusses in Mitteleuropa gut-erhalten aus dem darunter befindlichen Schlamm geborgen worden war, konnte dank modernster Molekulartechnik wieder zum Leben erweckt werden. Auf erstaunliche Weise erlernte der etwa 30-Jährige in kürzester Zeit das Sprechen und war schließlich in die Lage versetzt, von seinem früheren Leben, das über zwei Millionen Jahre zurücklag, berichten zu können.
Der Versuch ihm Milchprodukte, Fischgerichte oder Fleisch in allen Variationen zum Essen anzubieten, scheiterte kläglich, denn alles, was der Homo erectus zum Leben brauchte, waren Gemüse und Früchte. Er erklärte, dass es niemandem eingefallen wäre, sich anders zu ernähren, in der Zeit, in der er ursprünglich auf der Erde umherwanderte. Da wurde er zur Gemeinschaft der Veganer geführt, die 2016 in der Europäischen Union in gewissen Bezirken wirkten, und Homo erectus war sehr verwundert. Ob es eine Religion sei, eine Sekte oder eine Krankheit, wollte er wissen, weil die Veganer sich selbst immer in den Mittelpunkt stellten, und der Rest von Europa sie dementsprechend ins Abseits. Homo erectus konnte nicht verstehen, dass ständig über das gesprochen wurde, was sowieso völlig natürlich war, zumindest für ihn, was wiederum die Veganer nicht so recht verstehen wollten.
Als der Homo erectus an Altersschwäche gestorben war, wurde er präpariert und in dem weithin bekannten Vegan-Museum ausgestellt, neben anderen „Berühmtheiten“, die sich zu Lebzeiten vegan ernährt hatten. Die Besucher des Museums schmunzelten zwar, waren jedoch von den exotischen Ausstellungsstücken jedes Mal aufs Neue begeistert.

Nur eine lustige Geschichte! Kein Grund, irgendwen zu bedauern. Wir leben erst im Mai 2014! Ja nun, vor einigen Tagen ging die Meldung durch den Äther „Vegan ist nicht automatisch gesund“; und dies, wo doch fast alle zuvor die Frage gestellt hatten: „Ist vegan überhaupt gesund?“ Denn nun hat die Verbraucherzentrale Hamburg 20 Lebensmittel getestet, in denen Fett und Salz zu finden waren, und daher schlussfolgerte die Institution, vegan müsse nicht unbedingt gesund sein. „Aber Hallo!“, rufe man, um die Witzbolde wieder zu wecken! Seit Jahren werden „vegane Lebensmittel“ doch mit ausnahmslos folgenden Slogans vermarktet: „Veganismus fördert Ihre Gesundheit“, „Vegan ist gesund“, „Rohköstlich-rein pflanzlich-gesündlich“, „Die 7 Hauptregeln einer gesunden veganen Ernährung“ (ProVegan 05-2014), „Vegane Nahrungsmittel stärken die Knochen“, „Zu viel Fleisch ist sowieso ungesund – besser vegan“, „Vegane Ernährung ist keine Mangelernährung“, „Vegan – die leichte Küche“ (Titel, Laviva 05-2014),„Bei Eskimos, die sehr viel Fisch essen, liegt die Gesamtmortalitätsrate doppelt so hoch – deswegen ist vegan besser“, „Werden Sie vegan. Es ist der wichtigste Beitrag für die eigene Gesundheit“, „Schlank durch Vegandiät“ (Rubrik, Bild 05-2014), „Trend geht zum veganen Lebensstil“, „Vegan - aus wissenschaftlich-medizinischer Sicht neuerdings positiv“, „Gesund! Gesund!“
„Propagiert wird ein mit Gesundheit, Jugend und Schlankheit assoziierter Lifestyle, der mit einer Konsummentalität, die ständig neue, teure Produkte verlangt, konform geht – mehr nicht.“ (Matthias Rude, * 1983). Somit wird (hoffentlich! Und jetzt endlich mal!) eines klar: Es geht überhaupt nicht um Moral oder um die Sorge für ein gequältes Tier, wenn „ein jeder“ von „vegan“, „Veganismus“ und „total vegetarian“ spricht (Auswirkungen davon unbenommen). Inzwischen lauert an allen Ecken das Wörtchen „vegan“, es verfolgt die Menschen und lässt sie – bald unwillkürlich - auf den vermeintlichen Zug aufspringen, der eher in der Form „weder Fisch noch Fleisch“ als undurchsichtige Staubwolke daherkommt.

Als ich vor zehn Jahren den Begriff „vegan“ zum ersten Mal hörte, dachte ich bei mir: „Ach du Scheiße! Welch ein Fehler!“, und nicht, weil sein Begründer nichts vorhersehen konnte (was er garnicht beabsichtigte), sondern weil die Tierrechtsbewegung dazu nicht in der Lage war und ist. Denn eigentlich ist die „Veganbewegung“ eine Katastrophe, die ein Vorwärtskommen im Tierrecht wahrlich behindert. Doch es geht mir in keiner Weise darum, irgendwem einen Vorwurf zu machen, sondern darum, die heutige Situation aus nur dem einen Grund zu analysieren, nämlich dem, wie es ab Status quo weitergehen kann. Wie es weitergehen sollte nach moralischen Gesichtspunkten, dazu kann sich ein jeder seine Gedanken sparen, denn ohne Realitätsbezug verschwinden diese in die esoterische Illusionswelt.
Idealismus ist gut, aber er allein macht noch keinen Frühling.
Die Bekehrung, das Missionieren, das Drängen auf Läuterung, die ewigen Predigten von Veganern, um ans Mitgefühl zu appellieren, eine „Gefühlsansteckung“ (Max Scheler, 1874 – 1928) herbeizuführen, so dass die Täter mit ihren Opfern zu leiden beginnen... Wie kann man nur auf eine solch kindliche Idee kommen? Jeder müsste wissen, dass dies nicht funktioniert! Max Horkheimer (1895 – 1973) glaubte gar, der Kampf für das Tier sei auch ein Kampf für den Menschen. Das ist völlig daneben. Die Kantsche These (Immanuel Kant, 1724 - 1804) kann nur für Menschen gelten, weil Tiere niemals imstande sein werden, moralisch zu handeln. Warum reden wir also von unserer „Verrohung“ anstatt die Zukunft mit „Positivem“ in pragmatisch-grundlegender Weise auszuschmücken?
„Genetisch unterscheiden wir uns kaum von unseren nächsten tierischen Verwandten – sollten wir ihnen dann nicht auch die gleichen Rechte...“ Nö, sollten wir nicht! Weil's überhaupt keinen triftigen Grund manifestiert! Es klingt allerhöchstens so, als sei dem Erfinder dieser Aussage nichts Besseres eingefallen. Und darüberhinaus mit „dünnem Appellieren“ anzukommen, sein Konsumverhalten zu ändern, also weniger oder garkein Fleisch, noch schöner keine Tierprodukte, kann man sich ebenfalls sparen, denn es verhallt beinahe ungehört, weil es wie ein Vorwurf verstanden werden muss, wie gesagt.
Menschen, die tagtäglich ihren „Fleischgenuss“ als etwas „total Leckeres“ empfinden, sich „etwas gönnen“ und sich „vollwertig mit Tierprodukten gesunderhalten“ wollen, die verstehen überhaupt nicht, was ein „Weg-Aner“ eigentlich von ihnen will und was der „Quatsch“ mit den Vorwürfen soll. Jemand mit dem Rückhalt einer Gemeinschaft von sieben Milliarden (in Zahlen: 7.000.000.000) Fleischessern wird doch nie und nimmer glauben wollen, dass eine Handvoll Andersdenkender im Recht sei, wenn er sich und seinesgleichen jenen „Verrückten“ gegenüberstellt.

Das kleine Trüppchen der Veganer sollte sich nicht zu sehr den Kopf darüber zerbrechen, wie unfassbar gesund sie sich ernähren, sondern stattdessen das Recht eines Tieres in den Fokus setzen, wie zum Beispiel das Recht auf Leben, das negiert wird, wenn dem Tier Leid zugefügt wird, eingesperrt, gequält und getötet für eben jenen „total leckeren Fleischgenuss“. Realitätsbezogene Orientierung tut not. Gesetze können „helfen“. Ob wir Menschen gesünder leben, ist zweitrangig, ob der „Fleischlieferant“ an Leib und Seele gesund bleibt, stattdessen erstrangig!
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Großartig. Bestens.
Wieder eine große Errungenschaft in der deutschen Gesetzgebung! Der 7. Mai 2014: Ein großartiger Tag in der Geschichte des Tierschutzes! Unseren liebsten Mitlebewesen in Zoos und Zirkussen wird es ab jetzt noch besser gehen. Zoo- und Zirkustieren erwartet nun ein gutes Leben.
Sämtliche Medien, allen voran die Tageszeitungen, aber auch Nachrichtenmagazine, Zeitschriften, das Internet sowieso, Radio- und TV-Sender: Sie alle verkündeten heute die gute Nachricht.
Normalerweise berichten die Medien in ihrer Gesamtheit, wenn irgendwo ein fürchterlicher Krieg ausgebrochen ist, wenn die Königin von England ihre Krone an das Söhnchen weitergereicht hat oder ein drittklassiger Schauspieler zum US-Gouverneur ernannt wurde, aber in diesem besonderen Fall wollen sie „die gute Meldung“ als Erste verbreiten, nämlich die, dass es den Tieren in Zoos und Zirkussen bisher schon gut ging, aber nun „verbessert“ werden soll, dass es ihnen allen ab sofort noch besser geht.
Freudige Genugtuung geht aktuell durch die Reihen der Tierschützer: Ein richtiger Schritt in die richtige Richtung sei getan, Tiere haben es gut.
Bullshit!
Und nichts anderes als Augenwischerei.
Warum beruhigt es die Riege der Tierschützer zum einen und den Rest der Menschheit zum anderen, und: Warum berichten die Medien überhaupt in dieser Weise über neue Mindeststandards eines Säugetiergutachtens, welches vom Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft der Bundesrepublik Deutschland zur Tierhaltung im Lande gestern veröffentlicht worden ist?
Beim zweiten Hinsehen entpuppt sich der „Leitfaden“ zu einer vollkommen unverbindlichen Empfehlung für Tierhalter, denn von einer rechtlich-bindenden Substanz kann überhaupt keine Rede sein.
Ganze drei Jahre lang haben „die Experten“ (so die Medien) - unter anderem aus Tierschutzverbänden - „Schwerstarbeit“ geleistet, um nun Empfehlungen aussprechen zu können.
Welch ein Hohn! Welch eine unsägliche Peinlichkeit!
Demnach ist das Einsperren von Tieren artgerecht; der Transport in dunklen Räumen über lange Zeit artgerecht; das Abrichten von Tieren mit äußerst zweifelhaften Methoden artgerecht; Dressieren zu Handlungen, die die Tiere normalerweise nie ausführen würden, wird dadurch artgerecht; das Konditionieren und in Abhängigkeit bringen, das Anketten, Versklaven, Prügeln und Quälen – dies und noch mehr gilt hierbei als „artgerecht“.
Alsdenn: Wenn es doch artgerecht ist, ist keinerlei Anlass vorhanden, es in Frage zu stellen, das gute, und jetzt nochmalig verbesserte Tierleben in Zoos und Zirkussen.
Aber eigentlich...
wird Tierquälerei, -ausbeutung und -tötung erneut legalisiert.
Das ist übrigens die derzeitige Methode, die seit Jahren allerbestens funktioniert, weil wir Menschen scheinbar blöd sind, denn wie anders sollte man es erklären können?
Die Tierausbeuter, ganz egal, ob Industrie, Handel oder im „Dienstleistungsgewerbe Zoo & Zirkus“, sie legalisieren augenscheinlich mit einer ganz einfachen Methode: „Niemand hat eine Absicht eine Mauer zu errichten“, indem sie eins draufsetzen: „Ab sofort gilt (Reise-)Freiheit für alle!“ Denn: „Wir alle lieben die süßen Tiere. Sie nicht auch?“ usw. usf.
Oder anders ausgedrückt: Wir machen uns unentwegt vor, dass wir gut seien, obwohl unentwegt das Gegenteil der Fall ist. Da (fast) alle mitspielen bei diesem Spiel, funktioniert die Selbstlüge so gut.
Weil dies natürlich für unser gesamtes (menschliches) Leben gilt - wieder zurück zum „neuen Gutachten“! 1000 Quadratmeter Gefängnis für vier Giraffen, 400 Quadratmeter Gefängnis für zwei Eisbären. Tierschützer finden das sehr gut so, und sind beruhigt, zufrieden und sorglos obendrein. 14,3 Meter mal 14 Meter, das ist ein mittelgroßes Haus mit Hoftor und etwas Zaun pro Länge und pro Tier, läuft ein Mensch in zehn Sekunden bequem ab, dann hat er's gesehen und ab da wird’s langweilig. Sowohl Giraffe als auch Eisbär haben in ihrer natürlichen Umgebung eine 10.000-fache größere Fläche zur Verfügung, vielleicht 100.000-fache und mehr. Tiere in solch kleine Käfige zu sperren, ist nicht mal im allerkleinsten Sinne, solange dieser vernünftig sein soll, als „artgerecht“ zu bezeichnen.
„Das Tierwohl steht bei uns an erster und oberster Stelle“, erklärt Theo Pagel frech und frei, denn er kann sich das erlauben, ist er doch vom Kollegen-Verband der Deutschen Zoodirektoren. Sollte er stattdessen sagen, ihm läge das Besucherwohl von über 40 Millionen (!) zahlender Zoobesucher pro Jahr (!) am Herzen? Wie das klingen würde! „Sein“ 1860 (!) eröffneter Zoo verlangt 17,50 Euro pro Erwachsenengesicht (26 Euro für „Korallen im Abendlicht“). Pauschal hochgerechnet reden wir gerade über das bescheidene Sümmchen von jährlich 700.000.000 Euro! Nur für Zoos. Zirkusse kommen noch hinzu. Alles sonstige, wo Menschen für Tierquälerei Geld bezahlen, muss ebenfalls hinzugerechnet werden.
So.
Es geht um Profit – von Einrichtungen wie Zoo und Zirkus und von Privatpersonen, die sich an der Tierausbeutung bereichern können. Es geht eben nicht ums Tierwohl, nicht um artgerechte Lebensbedingungen und nicht um ein „noch besseres Leben“, das den (gefangenen) Lebewesen jetzt bevorstehe. Es geht nebenbei auch darum, überzählige Tiere in den Tierparks ermorden zu können, und zwar jetzt ganz legal, denn nach dem Deutschen Tierschutzgesetz handelt es sich dabei ohnehin um das, was als „vernünftiger Grund“ (qua Paragraf) zur gezielten Tötung von Lebewesen gilt. Es geht außerdem darum, „unser“ gutes Gewissen aufrecht zu halten, weil wir nicht auf die Idee kommen möchten, darüber nachzudenken, was eigentlich jeder längst wissen müsste, dass zum Beispiel den „inhaftierten“ Affen und Delfinen tagtäglich Psychopharmaka verabreicht werden. Und es geht ganz besonders darum, eine mehr als kritikwürdige Handhabe zu beschönigen, die mit Handlungen fast aller Menschen im Zusammenhang steht. Die Parlamentarische Staatssekretärin Maria Flachsbarth beschreibt es als „deutlichen Fortschritt der Lebensqualität für die in Obhut genommenen Tiere.“ (Den Satz muss man sich mehrmals vorsagen! Er klingt sonst wie – damals - der Nichtangriffspakt, den Deutschland 1934 mit Polen und 1939 mit der Sowjetunion geschlossen hatte. Wie diese Geschichte weiterging, wissen wir ja.) „Ein Zoobesuch macht Freude, weil es den Tieren dort gut geht“, sagt Flachsbarth. (Und „Arbeit macht frei“. Alles klar!?).
In das Gutachten eingebracht wurde quasi eine „Gebrauchsanleitung zum Tiere quälen“, vermittels einem „Tierbestandsmanagement“ werden Zucht und die Vernetzung der Tierhalter empfohlen. Das dient natürlich in keiner Weise dem einzelnen leidensfähigen Lebewesen, sondern bestenfalls der Aufrechterhaltung „mafiöser Strukturen“, um „die Tierausbeutung nicht zu gefährden“. Tierhandlungen, aber ebenso auch Privatpersonen können sich freuen, wenn der Freiheitsentzug eines Tieres amtlich ist und alle Handlungen in diesem Umfeld als legal gelten dürfen. Eine „Tierschutzkommission“ soll nun festlegen, welche Tiere zu Tierfutter werden, die dann wiederum ihr Leben verlieren aus reiner Willkür, denn wer soll nach welcher Auffassung mehr Recht aufs Leben besitzen als ein anderer?
Mit der Festlegung von Forderungen an die Haltung von Tieren (die über die „Forderungen“ vor dem 7. Mai 2014 hinausgehen) wird doch letztendlich nichts anders bescheinigt, als dass die Tiere bereits bislang schon nicht ihrer Art entsprechend gehalten und versorgt worden waren.
Rechtlich verpflichtend ist sowieso nichts von all dem, was den Tageszeitungen Anlass gab, „gute Meldungen“ auf ihr Titelblatt zu bringen. Es wird im Grunde alles so bleiben wie es war, auch die Freude, der Spaß, der Profit, der Egozentrismus und die Erbarmungslosigkeit.
Denn was tun „wir“? Wir Otto-Normalverbraucher-Zirkus-Zoo-Besucher? Wir „opfern“ das bisschen an Rest unsrer Moralhaltung für die „wirtschaftlichen Interessen“ einiger weniger und unterstützen Tierausbeutung, Tierquälerei und das „grundlose Ermorden“ von Tieren. (Wobei mir auch nichts Begründbares zu diesen drei Handlungen einfallen würde).
„The show must go on“! Die Zucht muss weitergehen und alles muss seine Ordnung haben! ...wie Mindeststandards.
Doch:
Um all dies sollte es nicht gehen, wenn es nach uns (TIERRECHT EU21) ginge, sondern um die Kritik am unmoralischen Handeln einerseits, und um das Ziel Tieren ihre Freiheit zu gewährleisten, eben weil wir moralisch handeln könnten.

Einzelquellen: Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Passauer Neue Presse, Weser-Kurier, taz - die tageszeitung, Bonner General-Anzeiger, Mittelbayerische Zeitung, Humanistischer Pressedienst in Politik + Wissenschaft, Focus (8. Mai 2014)
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Hopp! Hopp! Im Galopp!
Das neue Jahr beginnt... JETZT ...nach dem chinesischen Kalender und wird als das Jahr des Pferdes bezeichnet. Menschen, die im Jahr des Pferdes geboren werden, sollen sehr beliebt sein, weil sie stets gute Laune ausstrahlen, erfährt man aus dem chinesischen Horoskop.
Tatsächlich sind Menschen, die stets gute Laune ausstrahlen, sehr beliebt.
Und wer möchte nicht gerne beliebt sein? Unbeliebt macht sich dagegen derjenige, der von einer Schande spricht, wie sie größer kaum sein kann. Sie ist sogar derart groß, dass sie anscheinend die Grenze des Erträglichen überschreitet, daher setzt die Gesellschaft alles daran, ihre Schandtaten zur Schau zu stellen, damit sich jeder an sie gewöhne.
Millionen Kinder werden von ihren Eltern auf die Rücken von Pferden gesetzt, die in einem Karussell ihre Kreise drehen. Nicht selten zeigen jene Tier-Abbilder aus totem Material schmerzverzerrte Gesichter. Das Erstaunliche: Niemand von den Millionen empfindet auch nur eine Winzigkeit an Mitleid. So sehr haben wir Menschen uns bereits an das »Bild« gewöhnt, das als beispiellos bezeichnet werden kann für eines, wie einem Tier auf Lebzeiten der Wille gebrochen wird. Am Ende spielt es dann keine Rolle mehr, ob es ein hölzernes Pferd ist oder ein echtes. "Das Paradies der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde", sagt der Volksmund. Paradies und das höchste Glück ist keineswegs das Reiten, sondern das Unterdrücken eines körperlich Stärkeren. Mit der Unterjochung des Vierbeiners zeigt der viel schwächere Zweibeiner, dass er Unterdrücker und Sieger ist.
Und was ist daraus geworden? Eine Schande für die Menschheit sondersgleichen! Das dauerhafte Zelebrieren von Macht, die einem Lebewesen nicht nur seine Freiheit beraubt, sondern in nicht vorstellbarerer Zahl und Größe Schmerz, Leid und Tod zufügt. Ein Beispiel: HP (PS) Horsepower (Pferdestärke), eine noch heute gültige Maßeinheit, führte James Watt im 18. Jahrhundert ein, der sich damit auf Beobachtungen »unter Tage« (im Bergwerk) bezog, wo Pferde rund um die Uhr in Dunkelheit sehr schwere Kohlewagons ziehen mussten. Wer stellt sich eigentlich vor, wie solche Tiere leiden mussten und müssen? Wie oft werden gerade in diesem Moment Pferde durch Menschengewalt irgendwo »eingesetzt«? Vom Zirkus und bei Filmprojekten über Kriegseinsätze und in der Landwirtschaft sowie als Lasttier usw. usw. millionenfach in jedem Moment, in dem wir atmen, und es interessiert keinen, ob diese Lebewesen leiden. Manche Menschen sammeln kleine Bildchen für ihr Pferdebriefmarkenalbum, andere setzen ihr Kind auf ein Karussellpferd und alle sehen bei dem schändlichen Treiben zu, das wir Menschen unbeeindruckt von moralischen Gewissensbissen stets gutgelaunt bis zum Exzess weiterführen.
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S-tier-Quälerei
Ein Bild aus einem privaten Fotoalbum. Eine Abbildung von einem Erlebnis, das eine schöne Erinnerung bleiben soll: Jemand hat irgendwo in Europa einen Stier gequält und getötet. Die grölende Menge jubelt ihm begeistert zu. Junge Frauen sehnen sich nach ihm, junge Männer würden gern mit ihm tauschen. Der glücklich-lachende Held, der das Tier besiegt hat, wird auf den Schultern davongetragen, während ein noch junges, verendetes Tier vor den Augen aller (von einem zu Sklavendiensten genötigten Pferd) durch den Dreck davongezogen wird. Ein fotografisch-festgehaltener Urlaubsspaß für die ganze Familie, traditionell, damals wie jetzt und morgen.
Auf der Titelseite der größten deutschen Tageszeitung war heute unter der Überschrift „Stierhatz made in USA“ zu lesen: »... Ein Unternehmer aus … Virginia organistierte … auf einem Rennbahngelände „The Great Bull Run“ … bei jedem Rennen gingen 500 Menschen an den Start … „Ich glaube, es gibt Raum für ein bisschen mehr Gefahr“, sagte der Veranstalter ...«. Im Land mit dem Beinamen „Mother of the Presidents“, wo auch „Bullenreiten“ als exklusives Rodeos – wie überall in den USA und in vielen Teilen Europas – große Zuschauermengen anlockt, werden also neuerdings zusätzlich Stiere gequält.
Doch was fasziniert uns Menschen eigentlich am Quälen und am Abschlachten eines chancenlosen Tieres so sehr und warum freuen wir Menschen uns, wenn wir in die vor Todesangst geweiteten Augen von unterlegenen Tieren blicken? „Blutgetränkte Erde“ zieht uns Menschen – so scheint es - magisch an. Natürlich sind Stierrodeos, vor allem in den USA, nichts Neues, und auch das Macho-Gehabe wegen Persönlichkeitsdefiziten ist nichts Neues – und dennoch scheint es einen besonderen Reiz für viele zu geben, sowohl in Form von Akteuren als eben auch in der Rolle eines zahlenden Zuschauers. Es sei eine sportliche Aktion im Rahmen eines Wettbewerbs – was nichts anderes ist als die Formulierung einer Legitimation, um Tierquälerei gesellschaftsfähig zu machen. Niemand muss demnach ein schlechtes Gewissen haben; und die direkten Verursacher von Tierleid sind ohnehin frei von Mitleid – sie pflegen ihren Stolz und ihre Doppelmoral.
Dem Unternehmer geht es außerdem ums Geld, denn mit öffentlich zur Schau gestellter Tierquälerei lässt sich immer noch Profit generieren. Er kann mit dem unausweichlichen Reiz derer rechnen, die Lust empfinden können, wenn sie sich beim „Kampf“ mit einem Tier einer gewissen Gefahr aussetzen. Wenn es als gemeinsames Erlebnis innerhalb der menschlichen Gesellschaft zelebriert wird (man denke nur an den von Juvenal geprägten Begriff »panem et circenses«), wächst ein „erhebendes“ Gefühl. Wie lange wird es dauern, bis die in den USA nun salonfähig-gemachte Tierquälerei nach Deutschland schwappt, um als Attraktion in Stadien Einzug zu halten?
Es wird höchste Zeit dagegen zu steuern, damit wir Menschen die Achtung vor der lebendigen Natur nicht veerlieren, ganz besonders nicht vor jener, die mit Freiheit ausgestattete, schmerzemfindsame Wesen hervorbringt, wozu sich auch jedes menschliche Individuum hinzuzählen darf.
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Affig oder nicht?
Der Film »Hanuman« soll stellvertretend herangezogen werden, um auf das Verhältnis Mensch/Tier, aber auch auf die Betrachtungsweise des Menschen kurz einzugehen.
Hanuman bedeutet Affengott (aus einer Legende), ohne das erste »an« (nach dem »H«) liest es sich wie human, also vom Englischen übersetzt: »Mensch«. Aus dem lateinischen humanus wird in der Übersetzung sogar das Adjektiv »menschlich«.
Wie passen Affen und Menschen zusammen? Was erzählt der Streifen und warum sollte es uns interessieren?
Der deutsche Film Titel trägt den Beisatz »Im Königreich der Affen«, womit ausgedrückt wird, worum es sich dreht: Unter der (einmaligen) Regie des völlig unbekannten Fred Fougea (auch Co-Autor des Films) entstand 1998 primär eine Liebesgeschichte, die sich zwar unter Menschen abspielt, aber auch eine zwischen Menschen und Affen. Ein kleines Äffchen, dem man – wie stets in solchen Lichtspielstreifen üblich - einen Namen verpasst hat: »Hanou«, wird zum Pseudolebensretter des Archäologen Tom. Die unfreiwillige Befreiung von Affen, die zu Tierversuchszwecken von Ashok (das ist der Böse in diesem Film) abtransportiert wurden, in Form einer Analogie der Befreiung von Menschen aus inneren Zwängen, ist nur eine Szene am Rand. Wenn Tom aber zu Hanou, dem Affen, sagt:»Lerne mich deine Sprache!«, scheint dies dagegen fast wie eine Schlüsselszene. Das Ganze ist inszeniert rund um heilige Ruinen Südindiens mit viel Mystik, etwas Witz, etwas Romantik und ein klein wenig Spannung. Kein wirklich sehenswerter Film, mäßig geschauspielert, aber: »Franzosen und Freiheit« (es handelt sich um eine französisch-indische Produktion). Schwache Ansätze sind erkennbar, aber nur dürftig glaubwürdig.
Angepriesen wird bei <cinema.de/film/hanuman-im-koenigreich-der-affen> der Film damit, dass er »affenstarke Tierdressuren zeige«. Das Erste (ARD) meint sogar, das Abenteuer lebe von »seinen dressierten Helden und seinem großen Respekt gegenüber dem kulturellen Heiligtum«. Was sind wir Menschen eigentlich immer so stolz auf »Kulturen«? Haben Tierarten denn keine »Kulturen«? Jedes Individuum hat doch seine ihm eigene Biografie, die in der Generationenfolge eine kulturähnliche Ausstrahlung bekommt.
Es existieren »entsetzlich« viele Spielfilme, in denen Tiere im Mittelpunkt stehen - wir von TIERRECHT EU21 e. V. jedoch lehnen die Verwendung von schmerzempfindsamen Lebewesen in der Filmbranche strikt ab. Dressuren und damit einhergehende Quälerei zum Zwecke der Profitgierbefriedigung einiger Menschen können wir nicht gut heißen. Nie fällt (auch innerhalb der Filmbranche) ein Wort vom »großen Respekt« auf Tiere bezogen, obwohl Tiere mindestens so viel leisten wie es Menschen imstande sind. Unter dem Gesichtspunkt, dass Tiere keine darstellende Sprache besitzen, wird der Vergleich noch stärker zu Ungunsten der Menschen ausfallen. (Würden Tiere reden können wie Menschen dazu imstande sind, hätte die Menschheit kaum noch den Vorteil, den sie nur allzu gerne ausnutzt). Könnte es sein, dass wir - als »Gesamtheit des Homo sapiens« - einfach nur ein tief-verwurzeltes Minderwertigkeitsgefühl kompensieren wollen, indem wir uns über die Tierwelt setzen?
Wenn das Tier uns seine ihm eigene Sprache vermitteln könnte, kämen wir um den Respekt nicht drum herum, doch leider brauchen wir auf diese Variante nicht zu hoffen.
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Zoos - die Macht des Stärkeren
Was das Bild zum Ausdruck bringen soll: Es besteht ein Unterschied zwischen Unfreiheit und dem Zustand, frei sein zu können.
Eingesperrt zu sein – darin sind sich alle Menschen einig – ist nichts, das sich ein Mensch wünschen würde. Die Beraubung der Freiheit - als dem wesentlichen Bestandteil guter Lebensqualität - ist ausnahmslos eine unmoralische und daher verwerfliche Angelegenheit.
Dennoch praktiziert es die Menschheit mit Tieren und »denkt sich nichts dabei«.
Ein durchschnittliches Kind, auf die Frage nach Freiheit angesprochen, braucht nur wenige Minuten, um zu dem Schluss zu gelangen, dass sie einem Individuum nicht genommen werden darf.

Von der gesamten Erde mit ihrer Landfläche, ihren Meeren, mit ihren Höhen, wo Vögel fliegen, den Tiefen, wo Fische leben - als die einzige Heimat aller Lebewesen – hat Deutschland (im Vergleich dazu mit gerade mal 0,07 Prozent Anteil) die höchste Zoo-Dichte. Nirgendwo in der Welt werden mehr Tiere hinter Gittern zur Schau gestellt als auf dem Gebiet der Bundesrepublik.
Darauf sollten die Deutschen nicht stolz sein!
Die Nationalsozialisten waren stolz darauf, in den 1930er-Jahren Schwarzafrikaner in großen deutschen Zoos eingesperrt zu haben, um sie den »Ariern« vorführen zu können.
Heute zu versuchen, sich mit dem Argument der Arterhaltung (wodurch Zoos zur Notwendigkeit stilisiert werden) herausreden zu wollen, ist wahrhaftig peinlich unter dem Gesichtspunkt, dass womöglich Naturvölker vor dem Aussterben hätten bewahrt werden können, hätte man sie nur früh genug in Zoos hinter Gittern eingesperrt.
Menschen reden meistens viel zu viel. Mit ihrem sinnentleerten Dahingerede, in das die Menschen ihre Scheinargumente hineinpacken bis der Sack voll ist, vernichten sie ihre Möglichkeit, vernünftig auf moralisch-fundierten Grundsätzen Entscheidungen herbeiführen zu können. Denn ansonsten würde es längst keine Zoos mehr geben.
Es existiert auch kein Recht für den Menschen, ein anderes Lebewesen benutzen zu dürfen, quälen zu dürfen, einsperren zu dürfen, versklaven zu dürfen oder töten zu dürfen, und alles ohne vernünftigen Grund - moralisch betrachtet, darf dies niemand. Der Mensch redet zwar vom »Recht des Stärkeren«, doch dieser Ausdruck ist unrichtig, denn es existiert lediglich eine »Macht des Stärkeren«. Ein »Recht« existiert nicht. Der Mensch nutzt seine »Macht des Stärkeren«. Das ist das Primitivste, das einen Menschen ausmacht, nämlich mittels Macht über andere zu herrschen und ihren Tod herbeizuführen wie es ihm gerade passt, und gerade dies ist auch das Kennzeichen von Zoos.

Das, was die Zoobesucher mit Zoos verbinden, ist lediglich deren Sichtweise auf eine egozentrische Befriedigung. Es hat mit den Grundbedürfnissen der einzelnen Individuen, die dort eingesperrt sind, wie der Wunsch nach Freiheit, rein gar nichts zu tun. Die vorgebrachten Argumente für den Erhalt von Zoos sind Ablenkungsmanöver, um sich nicht eingestehen zu müssen, wie primitiv man als Mensch ist, wie unmoralisch, wie grausam und wie schuldig.
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AffenTierRechte
Was sehen wir auf diesem Bild? Es geschah am 15. März. Ein Affe in Menschenkleidung hatte sich bis fast zur Decke gehangelt. Der Schauspieler Finn Hanssen mimte im Theater »Bühnerbühne« - in einer Inszenierung von Christian Suhr – die tragische Figur aus Franz Kafkas »Bericht für eine Akademie«.
Ein Monolog eines Tieres in schonungslosem Reflektieren von Verlust und Vernichtung der Selbstbestimmung. Drama pur, das der Autor vor roundabout 100 Jahren zu Papier gebracht hatte. Unweigerlich stellt sich hierbei die Frage, ob Affen nicht Rechte erhalten müssten wie Menschen. Das sprechende Tier sagt zu den Menschen: »Ihr Affentum kann Ihnen nicht ferner sein als mir das meine«, und es erzählt von den Kugeln, die seinen Körper trafen als es geschossen worden war, und was es danach empfand: »Nach jenen Schüssen erwachte ich in einem Käfig. Ein Zoologischer Garten ist nur ein Gitterkäfig; kommst du in ihn, bist du verloren. Affen gehören im Tierpark Hagenbeck (in Hamburg) an die Kistenwand. Das Ganze war zu niedrig zum Aufrechtstehen und zu schmal zum Niedersitzen. Ich hockte deshalb mit eingebogenen, ewig zitternden Knien, während sich mir hinten die Gitterstäbe ins Fleisch einschnitten; es gab nur das eine Gefühl: kein Ausweg. Solche Verwahrung wilder Tiere halten Menschen für vorteilhaft, einem Affen aber sollte Flucht immer möglich sein.«
Es handelt sich um zusammengewürfelte Zitate, und sie wägen nicht nur die Alternativen »Zoo« oder »Freiheit« gegeneinander ab, sondern beschreiben auch den fehlenden Respekt seitens der Menschen vor einer »andersartigen« Kreatur. Das Schießen von Affen, Transportieren und Halten in engen Kisten: noch immer Alltag in vielen Ländern! Letzten Endes wirft das Werk die Frage auf, wem Rechte zustehen sollen - ein zentrales Thema in Kafkas Suche nach der Weisheit. Der Geniestreich zeigt sich, indem der Affe das Sprechen erlernt hat und sich gegenüber den Menschen äußern kann. Obwohl das Archiv der New Yorker Macaulay Library 175.000 Tierstimmen von 9.000 Tierarten umfasst, ist keine von ihnen in der Lage auf solch komplexe Art etwas zu formulieren, wie es Menschen eben können. Für Tiere, denen Menschen Rechte absprechen, ein unüberwindbares Hindernis.
TIERRECHT EU21 e. V. nimmt die Theateraufführung zum Anlass, um auf das »Great Ape Project« hinzuweisen. Und TIERRECHT EU21 e. V. solidarisiert sich mit den Forderung nach Grundrechten für Menschenaffen. Solches darf als Schnittmenge zwischen evolutionärem Humanismus und der Tierrechtsbewegung verstanden werden. Für TIERRECHT EU21 e. V. ist es jedoch nur ein erster und kleiner Schritt. Würde es allerdings gelingen, wenigstens Menschenaffen die gleichen Rechte wie Menschen zuzugestehen, wäre die Tür offen ebensolche Rechte schließlich für alle Tiere in der EU festzuschreiben. Bis dahin ist es jedoch noch ein langer Weg.
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Pferdewetten
Wettbüros schießen wie Pilze aus dem Boden, Wettbüro-Ketten überziehen Europa, TV-Sendeanstalten bieten 24-Stunden-lang Wetten an, online sowieso, und nicht selten geht es um Pferderennen.
In den letzten Jahren sind die Wettumsätze hierbei - in absoluten Zahlen - gestiegen, auch in Deutschland. Die Politik erwägt bereits Steuern für Pferde einzuführen, und warum? Pferdehaltung und »-verwendung« wird in der Zukunft boomen. Die Wettleidenschaft in der Gesellschaft wächst, das Wetten selbst wird jedem zugänglich gemacht und der Reiz verstärkt. Die Live-Besucher der Rennbahnen tragen bereits die Veranstaltungskosten, alles andere kommt »obendrauf«. Beim Dubai World Cup, beispielsweise, winkt dem Sieger eine Prämie von 6 Millionen Dollar – für den Reiter, nicht für das Pferd. Für ein Pferd namens Totilas sollen 2010 die jetzigen Besitzer mehr als 15 Millionen Euro bezahlt haben. Allgemeinhin gelten Pferdewettsystem als Geldwäsche – das bedeutet die Herkunft des Zahlungsmittels bleibt anonym. Sie sehen: Es geht ums Geld, um Profit also, um reine Ausbeutung von hilflosen Lebewesen, und wir alle schauen tatenlos dabei zu!
Keine andere Tierart symbolisiert so stark die Unterdrückung eines Lebewesens durch uns Menschen, wie das Pferd. In dem Selbstverständnis, in dem wir Menschen über Jahrtausende solche armen Tiere misshandelt und gequält haben – denken Sie nur an die vielen schrecklichen Kriege der Menschheit! - in einer Anzahl, die schon als Milliardstel-Bruchteil absolut unentschuldbar wäre, zeigt der Homo sapiens, zu dessen Gattung wir zählen, als welch »missratenes Subjekt« er zu gelten hat.
»Ist Pferderennen den Pferden gegenüber fair?«, fragen sich Tierschützer, aber allein schon die Frage zeigt die – freundlich ausgedrückt - »Hilflosigkeit« der Menschen, die sich wieder einmal einem mörderischen Treiben phlegmatisch-passiv gegenüberstellen.
Pferde sind nicht von »Gott erschaffen«, damit sich ein artfremdes Lebewesen auf die Wirbelsäule hockt, um es zu drangsalieren. Sie müssen – wie es in deutsch ausgedrückt wird - »zugeritten werden« (Collage 1), bis sie kraftlos ihren natürlichen Willen aufgeben, eine Horrorprozedur.
Viele Reiterinnen und Reiter glauben, das sei so wie bei der Milchproduktion: »Nicht schlimm, hat die Natur so eingerichtet, dem Tier macht dies nichts.«
Ganz falsch! Wer sich um Wissen bemüht, wie Milch produziert wird, der wird – wenn er moralisch gefestigt ist – anschließend keine mehr trinken (selbstverständlich gilt das für alle Waren, in denen Milch vorkommt).
Nach dem Zureiten folgt ein lebenslanges Martyrium als Trabrennpferd, beim Polo-«Sport« oder für Rennen mit Reiter (Collage 2), der kräftig zuschlägt für einen ruhmreichen Sieg (siehe Pfeile).
Schwere Verletzungen sind das Resultat (Collage 3), zum Teil mit Todesfolge. Pferde, die ihre lebenslange Qualprozedur überleben, werden hingerichtet, wenn sie zum »Sport« nichts mehr taugen (Collage 4). Welch ein bemitleidenswertes Leben für diese Tiere, so wie bei allen anderen Arten, die für Rennen missbraucht werden.
Wir vom Verein TIERRECHT EU21 lehnen jeglichen Missbrauch konsequent ab. Stellen Sie sich doch nur einmal vor, Sie seien das Pferd! Sie bekämen eine Trense (eine Metallstange) zwischen die Zähne gedrückt, an deren Enden in den Mundwinkel ein anderer zieht, um Ihnen Schmerzen zuzufügen. Ihnen wäre nicht mehr erlaubt, dort hinzugehen, wo Sie es möchten, sondern ein Reiter in ihrem Nacken würde über jeden Ihrer Schritte bestimmen. Wie finden Sie das? Na, sicher denken Sie: »Habe ich ein Glück, dass ich kein Pferd bin.« Aber reicht es aus, nur so zu denken?
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