Den für mich interessantesten Wortwechsel zum bis HEUTE "leider... unaufhörlichen PROBLEM-FALL", dass erkennbar!!! mehrheitlich ignoriert... sowie DOGMATISCH als "völlig unerheblich" bewertet bleibt... die FRAGE...

»Ist wissbar, warum außer unzertrennlich-einmaligem WERDEN-ZWISCHEN… nichts Wirkliches möglich ist?«

...HÖRTE ich vor wenigen Jahren:
 Das Philosophische Quartett: Überleben die Stärksten? Sozialdarwinismus als Irrglaube "&t=05m51s" habe ich an diesen LINK "drangehängt".
Denn zwischen den Video-Zeitpunkten
05m51s ↔ 09m15s...
...ist WIRKLICH ENTSCHEIDEND WICHTIGES zum PROBLEM-THEMA zumindest "genau treffend angesprochen"...
In diesem WIRKLICH "erhellenden Einzel-Fall" SOGAR DIA-LOGISCH...

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WORTE… zwischen den  Video-Zeitpunkten 05m51s ↔ 09m15s… soeben „respektvoll“ abgetippt und (weil die gesprochene Sprache „unglaubliche hintergründige Elemente“ humorvoller Art „mir offenbart“)  mit meinen „eigenen Zeichen“ („Anführung“ & „↔“ & „!!!“ usw.) versehen:

Ausgangs-BEHAUPTUNG:
Mutation – Selektion. Aus diesem Zwei-Takt entsteht das Wunder der ganzen Natur, in der wir leben.
DIALOG-Beginn:
I. (Prof. Dr. Ernst Peter Fischer)
Das ist eine Behauptung – das WISSEN Sie doch gar nicht. Also das hat Darwin auch gar nicht gesagt. Darwin hat nur gesagt, dass es kein Ziel in der Evolution gebe: Die Evolution hat nicht vor, Sie hervorzubringen – ich meine, dass Sie dabei entstanden sind, freut mich – aber das ist nicht das Ziel. Das ist übrigens das ganz große Problem beim VerSTEHEN von Evolution: Wenn sie KEIN „ZIEL HAT“, kann sie auch NIE „FERTIG SEIN“. Das heißt, wenn wir sagen, wir sind jetzt „die perfekten Wesen“, das ist UnSINN, weil die Evolution weitergeht. Und das ist die eigentliche Entdeckung, dass es gewissermaßen „philosophisch aus↔gedrückt“… gar KEIN SEIN gibt – sondern IMMER NUR DAS WERDEN, dass das Werden ein Prozess ist, der andere Prozesse hervorbringt, die immer verdichteter WERDEN; die können Sie dann „Kreativität“  und anders… nennen. Aber der große Gedanke ist, dass da sozusagen kein HALT,…
und wir müssen uns einem Prozess anschließen,
und wir wissen nicht welches Ziel…
Aber wir sind es mit Sicherheit nicht – also: Wenn es kein Ziel gibt, sind wir das auch nicht…
Aber: Sie wollten sicher `ne Frage stellen.
 
II. (Prof. Dr. Peter Sloterdijk)
Nein, ich wollte keine Frage stellen, sondern bei einer Ihrer Bemerkungen einhaken – wenn Sie erlauben, die nämlich mit dem Sein und dem Werden zu tun haben…
Herr Precht hat uns ja eine sehr schöne und sehr philosophische Antwort auf die Frage nach dem „Faszinosum Evolution“ gegeben. Man könnte sagen, er hat einen bekannten Satz des Philosophen Schelling „in eine modernere Tonart übersetzt“, wonach Schelling sagt „die Natur ja... im Menschen das Auge aufschlägt, mit dem sie sich selbst zu betrachten beginnt“ – und dass das eigentlich die ontologische Sonderstellung des Menschen ausmacht, was nichts mit einer „Perfektions-“ oder mit einer „suprematistischen Behauptung“* zu tun hat.
Aus Ihrer Beobachtung könnte man auch EINES AB-LESEN:
Die Menschheit hat BISHER…, wenn sie von ARTEN und von KLASSEN – von SEIENDEM – gesprochen hat, in GEWISSER WEISE einer OPTISCHEN TÄUSCHUNG KREDIT gegeben, indem sie „nämlich nur“ das Langsame mit dem Immerwährenden verwechselt hat…
Wir haben die TÄUSCHUNG, auf der alle alten Weltbilder beruhen: dass die Arten sozusagen
·         „unmittelbar aus dem göttlichen Intellekt hervorgegangen sind“ … und sozusagen
·         „feste unverrückbare Typen bilden“,…
·         BERUHT auf der Verwechslung zwischen...
·         DEM LANGSAMEN und DEM EWIGEN.
 
 
III. (Prof. Dr. Ernst Peter Fischer)
Na das ist noch `ne viel schlichtere Verwechslung. Die geht auf Platon zurück – Platon hat erklärt,
dass es 2 DINGE GIBT – nämlich:   
·         die lebendige variable Vielfalt und
·         die Ideen,
·         mit deren Hilfe ICH diese „lebendige variable Vielfalt“ erkenne:
Also: alle Pferde sind unterschiedlich, alle Rosen sind unterschiedlich, alle Hunde sind unterschiedlich,…
ABER:
die IDEE des HUNDES ist IMMER DIESELBE,
die IDEE des PFERDES ist IMMER DIESELBE …
Und dann hat er „uns klar gemacht“:
DAS WICHTIGE IST DIE IDEE und nicht der HUND.
Oder DAS WICHTIGE IST „DIE IDEE  des Pferdes“ und nicht das PFERD.
UND dann gibt es den PLATONISMUS für DAS VOLK,
den man „CHRISTENTUM“ nennt;
der hat diese IDEE über↔nommen und „als Schöpfungs↔Geschichte“ weiter↔erzählt.
Und seitdem haben wir 2000 Jahre LANG GEGLAUBT:
„das Wichtige“ IST „das Ewige“ – das Unveränderliche!!!
UND dieses „Brett vorm Kopf“ – das hat die Evolutions-Theorie „uns abgenommen“…
UND seitdem schauen wir KLARER - und „da“ haben manche Leute „Angst vor“:
DAS ist DAS PROBLEM.
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*„suprematistische Behauptung“ würde ich „frech und frei“ mit „zweckbehauptete Überlegenheit“ über↔setzen…
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