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U. Harm
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U. Harm

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Strompreisbremse - besser gemacht!

Die desaströsen Vorschläge der Herren Altmaier und Rösler zu
ihrer "Strompreisbremse", würden bei einem Inkrafttreten als Gesetz
praktisch die gesamte EE-Branche in D. vor den Kopf stossen und ein
effektives Vorankommen bei der begonnenen Energiewende mit einem
starken Ausbau der EE-Stromproduktion praktisch unmöglich machen.

Allein die nun eintretende massive Verunsicherung von Investoren und
Banken bei der Finanzierung künftiger EE-Anlagen durch das Infragestellen bisheriger gesetzlicher Garantien für den EE-Strom (inkl. dem Infragestellen des Bestandsschutzes von bereits gesetzlich zugesagten Förderungen gebauter Anlagen) wird nun wohl so massiv sein, dass der gesamte Zubau neuer Ökostromanlagen in D. bald in die Knie gehen wird.
Selbst der grosse Energieversorger EnBW äussert sich inzwischen besorgt zu diesen neuen Gedankenspielen der Bundesregierung (vgl. Artikel unten) :

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"Auch der Energieversorger EnBW kritisiert die Pläne der Bundesregierung. Mit Blick auf den Ausbau erneuerbarer Energien seien die Pläne "kontraproduktiv, machen Planungssicherheit zunichte und entwerten bereits getroffene Investitionen", zitiert die "Süddeutsche Zeitung" aus einem internen Papier des Konzerns. "Der Ausbau der erneuerbaren Energien käme damit in weiten Teilen zum Erliegen", hieß es darin. Zudem werde der Ruf Deutschlands als sicherer Investitionsstandort belastet."

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Wenn also schon großen Energiekonzernen wie EnBW  "Angst und Bange wird"  bezüglich der destruktiven Folgen dieser  "neuesten Ideen der Bundesregierung" in Sachen "politischer Steuerung der Energiewende", muss da inzwischen wohl so manches schief liegen!

Da scheinen mir die Vorschläge aus Bayern (vgl. Artikel unten) zur Anpassung der Ökostromförderung an die heutigen Gegebenheiten  (Modernisierung des EEG etc.) wesentlich konstruktiver und sinnvoller zu sein, um den künftigen Herausforderungen hier erfolgreich begegnen zu können.


 U. H.  
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U. Harm

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Gefährden neue Quellen an Öl und Gas die globale Energiewende?

Der derzeitige neue Boom (besonders auch in den USA) bei der Förderung riesiger (teilweise neu entdeckter) fossiler Lagerstätten mit neuen Fördermethoden (z.B. Fracking zur Erschliessung großer Erdgasvorkommen ...) etc. wird zweifellos bald schon gewaltige Auswirkungen auf die globale Energiewirtschaft haben. Wenn nun tatsächlich noch über mehrere Jahrzehnte ausreichende Mengen billiges Erdgas und Erdöl für die Menschheit dadurch verfügbar wird (=> was bis vor wenigen Jahren noch nicht absehbar war ...) mit einem bereits heute einsetzenden Preisverfall für Gas und Öl, dann ist klar, dass wir uns in Deutschland und Europa beim heutigen globalen marktwirtschaftlichen System diesen Entwicklungen mit allen ihren Folgen nicht werden entziehen können. Ja, ich denke sogar, dass die Vorteile dieser Entwicklungen die potentiellen Nachteile auch bei uns hier deutlich übertreffen werden. Sie können (bei sinnvollem Umgang mit dieser neuen Situation) durchaus als "Good news" für alle betrachtet werden, auch wenn das evtl. einigen Umweltfreaks in unserem Land nicht so ganz in ihr ideologisches Konzept passen wird.
Die Folgen von künftig noch jahrzehntelangem gut verfügbarem und preisgünstigen Erdgas und Öl sind natürlich für die technologische und ökonomische Entwicklung dramatisch:

1.)  Verkehr
Beim Verkehr werden weltweit weiter verbesserte und sparsamere Verbrennungsmotoren, welche mit Benzin, Diesel oder Erdgas betrieben werden, noch eine lange Zukunft haben, zumindest in Form moderner sparsamer Mini- oder Mildhybridfahrzeuge oder auch noch als Range-Extender in künftigen Elektrofahrzeugen (PKW, LKW oder Fernbusse etc.). Reine Elektrofahrzeuge werden vorläufig unter diesen Umständen wohl nur in Form kleiner City- oder Nahbereichsfahrzeuge (Zweitwagen, Seniorenmobile, Stadtbusse etc.) Sinn machen, wo die Reichweiten-begrenzung kein großes Problem darstellt. Ansonsten werden wohl für den breiten Massenmarkt bald Mini- und Mild- hybridfahrzeuge mit sparsamen Motoren und weiteren  Spritspartechnologien (u.a. Rekuperation der Bremsenergie mittels  Superkondensatoren + leistungsstarken Akkus etc. ) das Rennen machen für die nächsten Jahre oder gar Jahrzehnte ! Das kann man jetzt als Ökofreak evtl. bedauern oder man kann es insgesamt begrüßen, weil es uns allen eine insgesamt preiswertere und flexiblere Mobilität in den kommenden Jahren/ Jahrzehnten ermöglichen wird (=> einfaches Tanken wie bisher mit großer Reichweite etc.). Mir persönlich scheinen hier klar die Vorteile dieser Entwicklung zu überwiegen (=> auch wegen der günstigen ökonomischen und sozialen Folgen!), solange man das Ganze mit okonomischer und ökologischer Vernunft kombiniert. Dazu gehören umweltschonende Frackingverfahren ohne giftige Chemikalien, welche das Grundwasser gefährden könnten, nachhaltiges Wirtschaften, sparsamer Umgang mit Ressourcen / fossilen Brennstoffen usw. .

2.) Strom- und Wärmewirtschaft  
Auf die in D. eingeleitete "Energiewende" wird diese neue globale Entwicklung zwangsläufig erhebliche Folgen haben und (wie ich meine) große ökonomische und soziale Vorteile ermöglichen, wenn man das Ganze vernünftig und etwas pragmatischer als bisher angeht!
Grundsätzlich fand ich das politische Ziel der Bundesregierung, die Stromversorgung bis zum Jahr 2050 auf mindestens 80% EE-Strom umzustellen, richtig und zielführend, um verschiedenen Heraus-forderungen der Zukunft gerecht zu werden (=> Umwelt- und Klima-schutz, Resourcenschonung bei fossilen Brennstoffen, drohende weitere Verknappung fossiler Brennstoffe mit starkem weiteren Preisanstieg ... ). Gerade beim letzten Punkt scheint sich nun aber die globale Situation für die nächsten Jahrzehnte deutlich zu verbessern durch die noch deutlich längere Verfügbarkeit von preisgünstigem Erdgas (und Öl) !
Für den Umbau unserer Stromwirtschaft in D. bedeutet dies, dass auch wir den geplanten Umstieg auf eine überwiegend erneuerbare Strom-versorgung zwar grundsätzlich weiterverfolgen sollten, das Ganze dabei aber "etwas entspannter" angehen können bzw. dürfen ! Wenn z.B. Erdgas in den kommenden Jahrzehnten noch weiterhin in vielen Ländern (teilweise auch in Europa und D. !) preisgünstig und gut verfügbar sein sollte, werden auch beim begonnenen Umbau unserer Stromversorgung verschiedene flexible Gaskraftwerke (hocheffiziente, flexible GuD-Kraftwerke, einfache Gasturbinen als Notreserve bei langen Windflauten im Winter ..) sowie meist dezentrale KWK-Anlagen eine größere Rolle spielen können als bislang gedacht. Ökonomisch wird dies (Erdgas) neben dem weiteren starken Ausbau der Erneuerbaren (=> insbesondere Onshore-Windkraft und auch der PV nach weiteren Kostensenkungen ...) dann wohl zu einer wesentlichen Komponente der künftigen Stromversorgung (=> und teilweise auch Wärmeversorgung mittels Kraftwärmekopplung) werden. Dies wird auch unserer Energiewende erhebliche Kosteneinsparungen bescheren und damit für uns als Verbraucher den künftigen Strom in D. und Europa deutlich billiger verfügbar machen als noch vor kurzem gedacht.
Hochflexible Gaskraftwerke (+KWK-Anlagen) werden (neben wenigen modernen flexiblen Kohlekraftwerken) als Ergänzung zur zeitlich stark schwankenden Wind- und PV-Stromleistung ideal sein, um jederzeit die benötigte Leistungskapazität einfach und sicher bereitzustellen (=> Nutzung als Back-Up- bzw. Reservekraftwerke).
Dies wird wohl auf absehbare Zeit (kommende Jahrzehnte) viel billiger sein, als erst gigantische Speicherkapaziäten (für EE-Strom) aufzubauen (Pumpspeicher, Druckluftspeicher, Power-to-Gas Systemen, Unmengen an teueren Batterie-speichern etc.
... ) plus einer Überkapazität an EE-Strom, was für eine Versorgung mit nahezu reinem EE-Strom (>> 80 % EE) erforderlich wäre.
Somit wird unsere Energiewende (über mehrere Jahrzehnte!) erheblich preisgünstiger werden können mit entsprechenden ökonomischen Vorteilen für die gesamte Wirtschaft und auch unsoziale Überbelastungen des kleinen Mannes können so besser vermieden werden (=> billigerer Strom;  billigere Heizenergie für Altbauten etc.). Weiter hat dies auch einen geringeren Bedarf an den oft teuren energetischen Sanierungs-maßnahmen (=> besonders bei den oft teuren und nicht unumstrittenen massiven nachträglichen Häuserdämmungen) zur Folge, insbesondere wenn hier (Altbauten) die vorteilhafte KWK effektiv mit genutzt werden kann! Die Kombination aus einigen kostengünstigen teilweisen Häuserdämmungen von Altbauten (z.B. nur die nicht von der Sonne beschienenen Hauswände zusätzlich von außen dämmen plus ggf. neuere Isolierfenster etc. ...) und dem Einbau einer modernen effektiven KWK-Heizungsanlage kann in vielen Fällen sicher nachhaltiger (ökonomisch wie ökologisch!) sein als den "Dämmwahn" unter teilweise nicht mehr tragbaren Kosten auf die Spitze zu treiben ...! Auch hier kommt es also auf ein langfristig sinnvolles Kosten-Nutzen-Verhältnis im Einzelfall an.

Als Trostpflaster für den Klima- und Umweltschutz ergibt sich weiter, dass einige ältere, wenig effektive / flexible Kohlekraftwerke so wohl schon früher vom Netz gehen könnten mit entsprechenden ökologischen Vorteilen. Neubauten von Kohlekraftwerken werden unter diesen Umständen gar nicht oder nur noch in geringer Zahl benötigt, da  Gaskraftwerke nicht nur billiger und flexibler (Reserve-) Strom produzieren können, sondern dabei auch deutlich weniger CO2 und sonstige Schadstoffe produzieren/freisetzen.

So dürfen wir uns also trotz der sicher aufkommenden "Bedenken mancher Ökofans" über diese Entwicklung wohl überwiegend freuen, da sie auch uns nicht unerhebliche ökonomische Vorteile über Jahrzehnte bescheren wird, sowohl für die Wirtschaft als auch für den "kleinen Mann" !
Und wenn wir dann bis im Jahre 2050 evtl. "nur" ca. 60% EE-Strom-Anteil in D. erreicht haben sollten mit z.B. noch ca.  20% Stromanteil aus Erdgas (=> erhebliche Kapazitäten flexibler Gaskraftwerke und KWK-Anlagen, welche natürlich zusätzlich auch noch Biomethan und EE-Wasserstoff mit verstromen können ...) und noch ca. 20% Kohlestrom (=> moderne effiziente und flexible Kohlekraftwerke), dann bricht deswegen die Welt ganz bestimmt auch nicht zusammen! Eine derartige  Kombination verschiedener Reservekraftwerke (Back-Up) bringt erhebliche  ökonomische Vorteile, besonders auch wegen des hier deutlich geringeren Bedarfes an den sonst erforderlichen riesigen und teuren Strom-Speicherkapazitäten !
Ein solcher etwas pragmatischerer Umgang mit der Energiewende erspart uns vielleicht den derzeit wohl etwas zu extremen deutschen Sonderweg (=> Ziel, fast nur noch erneuerbare Energien nutzen zu wollen) mit unsinnig hohen Kosten und Lasten für unsere gesamte Volkswirtschaft! 


U. H.          
 
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U. Harm

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endlich !
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U. Harm

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Power to Gas - Anlagen als Stromspeicher für Windkraft und PV-Strom ?

Derzeit wird intensiv über die Entwicklung der sog. "Power to gas" (PtG) Technologie diskutiert (=> Herstellung von synthetischem Methan aus Elektrolysewasserstoff und CO2 ; vgl. auch Beitrag im Link unten), wozu ich einen schon vor Tagen einmal geposteten Beitrag/ Kommentar hier nochmals hinzufügen möchte :
Es ist sicher gut, sich auf das künftige Szenario eines massiven Ausbaues von Wind- und PV-Stromkapazitäten vorzubereiten. Dazu gehören der Ausbau von Stromnetzen, Back-Up-Kapazitäten (Reservekraftwerke) und Speichern. Beim planmässigen massiven Ausbau der Windkraft in D. in den kommenden Jahren wird dann die Frage, wohin bei Zeiten hoher Windstärken die überschüssig erzeugte Windenergie (+PV-Strom) gespeichert werden soll, sicher zunehmend relevant (=> einen guten Netzausbau zur weiträumigen und optimalen Vertreilung des Windstroms einmal vorrausgesetzt ... ).
Hierfür kommt neben den begrenzten Speicherkapazitäten (=> für maximal einige Stunden bis wenige Tage !) der Pumpspeicherkraftwerke,  Druckluftspeicher und von Wärmespeichern, [+evtl. auch noch von bisher unbekannten Lageenergiespeichern] eigentlich fast nur noch die Produktion von Elektrolysewasserstoff (=> mittels technisch weiter optimierter Druckelektrolyseure hergestellt ) in Frage, was sich dann glücklicherweise auch noch als Langzeitspeicher gut eignet (=> ähnlich wie fossile Brennstoffe und Biomasse / Biogas).
In der Folge wird zu klären sein, wie dieser dann produzierte (und in großen Drucktanks gespeicherte) EE-Wasserstoff optimal genutzt werden kann (nach ökonomischen wie ökologischen Gesichtspunkten).
Zum einen wird sicher die Zumischung zum bestehenden Erdgas ins europäische Gasnetz eine der ersten, einfachsten und besten Optionen sein, was aber aus technischen Gründen vermutlich auf eine maximale Zumischung von 5-10 % Wasserstoff beschränkt bleiben wird.
Eine andere Option könnte sein, überschüssigen Windstrom zunächst per Stromanbindung zu (möglichst nahegelegenen) Gaskraftwerken zu leiten, die Wasserelektrolyse dort (ortsnah) durchzuführen einschliesslich der Zwischenspeicherung des produzierten EE-Wasserstoffs in großen Drucktanks. Dieser gepeicherte Wasserstoff könnte dann bei Bedarf direkt im laufenden Gaskraftwerk (z.B. GuD-Kraftwerk) dem sonst eingesetzten Methan (Erdgas + Biomethan + SNG etc.) zugemischt werden (in geeigneten Mischungsverhältnissen; evtl. bis zu einem Gehalt von 50% EE-Wasserstoff und mehr zum sonst eingesetzten Methan).
Dies setzt den Bau einer ausreichend großen Anzahl geeigneter Gaskraftwerke (=> welche eine Zumischung höherer Anteile von Wasserstoff zum Methan erlauben ... ) in relativer Nähe der größten Windparks, also vor allem in Nord- und Mitteldeutschland vorraus (inkl. natürlich der entsprechend leistungsfähigen Stromanbindungen).

Eine weitere, sich unmittelbar aufdrängende Verwendung von produziertem EE-Wasserstoff (=> aus zeitweise überschüssiger Wind- und PV-Leistung) besteht natürlich in der Nutzung für die Chemie- und Petrolindustrie. Dort werden ohnehin erhebliche Mengen Wasserstoff benötigt, z.B. für Hydrierungen, Ammoniaksynthese etc. . Dieser Wasserstoff wird hier bislang hauptsächlich durch die sog. Dampfreformierung von Kohlenwasserstoffen oder durch die partielle Oxidation von Erdgas (Methan) hergestellt, was also beinahe die umgekehrte Richtung des hier diskutierten "Power to Gas" - Verfahrens darstellt! So wird es also herzlich wenig Sinn machen, mittels des diskutierten Power-to-Gas-Verfahrens (synthetisches) Methan (sog. "Windgas") aus EE-Wasserstoff und CO2 herzustellen, während man gleichzeitig in der Chemieindustrie den benötigten Wasserstoff aus Kohlenwasserstoffen und Methan durch Umsetzungen mit Wasserdampf (+ partieller Oxidation) herstellt (umgekehrte Richtung!). Da bei beiden Umsetzungen Energie- und Ausbeuteverluste vorhanden sind, sollte also unbedingt zuerst der Wasserstoffbedarf der Chemie- und Petrolindustrie mit EE-Wasserstoff gedeckt werden, bevor ein solches "Power-to-Gas-Verfahren" irgendeinen (ökonomischen) Sinn macht. 
Dabei ist außerdem auch noch eine andere "Anwendung" von so produziertem EE-Wasserstoff von besonderem Interesse (=> auch wichtig für Umweltschutz, Arbeitsschutz und Klimaschutz !), mit Bezug zur Petrolindustrie :
Die meisten heute (aus fossilem Rohöl) hergestellten Kraftstoffe (Benzin, Diesel, Kerosin und Schweröle) besitzen einen erheblichen Aromatenanteil (Benzol, Toluol, Xylole, Naphtalinderivate etc.) von oft 30% und mehr. Hiermit stellt sich nun die spannende Frage, ob mit künftig billig verfügbarem EE-Wasserstoff es nicht möglich sein wird, bereits in den Erdöl-Raffinerien einen Großteil dieser Aromaten zu den entsprechenden Cycloalkanen zu hydrieren. Damit könnte theoretisch am einfachsten und billigsten EE-Wasserstoff in das bereits bestehende Kraftstoffsystem (=> Mobilitätsinfrastruktur) in gewissem Umfang "hineinhydriert" werden, ohne dass sonst zusätzlicher Aufwand und Kosten entstehen. Auch der Vorteil flüssiger Kraftstoffe (einfache Lagerung, Transport, Tanken und Handling, weniger Risiken für Explosionen etc. als bei brennbaren Gasen unter Luftzutritt ...) bliebe hier vollständig erhalten. Auch weitere große Vorteile könnten sich ergeben:
Durch den erhöhten Wasserstoffanteil im Kraftstoff (nach Hydrierung der vorhandenen Aromaten) würde hier weniger CO2 pro 100 km Fahrstrecke freigesetzt (=> Klimaschutz), die Erdölvorräte könnten so effektiver genutzt werden (=> mehr Energie pro Tonne eingesetztem Erdöl im Kraftstoff führt zur Ressourcenschonung) und  außerdem könnte dabei auch noch die Verbrennung in den Motoren / Turbinen vermutlich verbessert werden (=> weniger Rußbildung durch erhöhten Wasserstoffanteil) und die erzeugten Kraftstoffe wären ausserdem wahrscheinlich auch noch weniger toxisch (=> Arbeitsschutz; da die meisten Cycloalkane sind weniger toxisch bzw.  krebserregend sind als die entsprechenden Aromaten ... ).

So scheint mir das derzeit viel diskutierte "Power-to-Gas-Verfahren" für die Verwendung des künftig zeitweilig auftreteden Überschusses an Wind- und PV-Strom vorläufig nicht die erste Wahl zu sein.
Neben anderen Stromspeicher-Technologien gibt es aus meiner Sicht auch für künftig erzeugten EE-Wasserstoff zunächst einmal eine ganze Reihe besserer und effektiverer Verwendungsmöglichkeiten (siehe Beschreibungen oben).  
Das Power-to-Gas-Verfahren sehe ich als eine evtl. später noch zusätzlich mit nutzbare Möglichkeit an (2. Wahl), wenn oben genannte Nutzungs-möglichkeiten für den EE-Wasserstoff bereits ausgeschöpft sein sollten (=> was vorläufig wohl noch nicht so schnell der Fall sein dürfte ...). So macht es sicher Sinn, dieses Verfahren heute technisch zu erproben und ggf. weiterzuentwickeln, damit man es später bei Bedarf in der Schublade hat.
Aber ich habe angesichts der oben genannten Alternativen meine Zweifel, ob ein solcher Bedarf ganz so schnell (nächsten 10-20 Jahre) bestehen wird, erst recht, wenn man bedenkt, dass der energetische Gesamtwirkungsgrad des PtG-Verfahrens (=> bis zur Rückverstromung im Gaskraftwerk) wahrscheinlich höchstens 35% betragen wird.

U. H.
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U. Harm

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Lieber Herr Schneider,

gerade habe ich Ihren Beitrag :"Präses Schneider fordert Reue von Nadja Drygalla" bei der Welt Online gelesen.
Da möchte ich zunächst vorwegschicken, dass Sie natürlich Recht haben mit der Aussage, dass Rechtsextremismus nicht akzeptabel ist, zumindest wenn man darunter Dinge wie die NS-Idiologie mit ihrem Rassismus, Antisemitismus, Ariertum (deutsche Herrenrasse ...), Rassendarvinismus ("=> nur die starken Rassen überleben") usw. usw.  sieht.
Solche Vorstellungen sind tatsächlich finster, menschenverachtend und bei nüchternem Verstand betrachtet natürlich auch grober Unfug. Die teilweise furchtbaren Verbrechen des dritten Reiches mit millionenfachem Mord reden da auch eine deutliche Sprache ("an ihren Werken werdet ihr sie erkennen..."). So stimme ich als gläubiger Christ ( wenn auch kein EKD-Mitglied, was aber hier nichts zur Sache tut ...) mit Ihnen voll darin überein, dass wir solchen verkehrten Strömungen und Ideologien mit aller Deutlichkeit zu widerstehen haben und dazu, wenn nötig, alle rechtmäßigen Mittel nutzen sollten.
Wichtige rechtmäßige Mittel sind für mich in unserem freiheitlichen Rechtsstaat neben seriöser Aufklärungsarbeit (Prävention) hier insbesondere auch das offene Gespräch bzw. Diskussionen (bzw. Austausch) mit betroffenen oder gefährdeten Menschen. Dies sollte im Idealfall "auf Augenhöhe" geschehen und mit dem nötigen Respekt und Wohlwollen ggü. diesen Menschen, auch wenn wir manche ihrer Vorstellungen und Weltsichten nicht teilen können (und aus unserer Sicht manchmal als "schräg" einstufen ). Als nicht rechtmäßige Mittel solcher politischer oder ideologischer Diskussionen/ Auseinandersetzungen sehe ich als Christ Vorgehensweisen an, die Andersdenkende diskreditieren, verleumden, manipulieren, verletzen oder in anderer Weise Schaden zufügen.
Wir haben somit immer klar zwichen dem von Gott geliebten Menschen auf der einen Seite und der (aus unserer Sicht möglicherweise) falschen Ideologie (Weltanschauung) sowie unser aller (verschieden stark ausgeprägter) Sündhaftigkeit zu unterscheiden.  
Doch nun zurück zu Ihrem Artikel:
Hier haben mich zumindest zwei zentrale Aussagen ein wenig irritiert.

Zunächst folgende : 
"Bei Hesekiel "lernt man", so Schneider, "dass es Umkehr geben kann und dass man die auch Frau Drygalla zugestehen muss".

Richtig. Nicht nur bei Hesekiel, sondern in der ganzen Bibel (besonders auch im NT) lernen wir, dass jeder Mensch (auch "große Sünder") jederzeit zu Gott umkehren kann (=> im NT wird dazu noch gesagt, dass hierbei die Hinwendung zu Jesus und seinem Opfer entscheidend ist, um mit Gott versöhnt zu werden ...).
Im Fall von Frau Drygalla frage ich mich allerdings, warum hier von Ihnen in diesem Zusammenhang diese "Umkehr von der Gottlosigkeit" so besonders betont wird. Ich kann ehrlich nicht beurteilen, ob bei Frau Drygalla nun die Gottlosigkeit größer ist als bei vielen anderen unserer Zeitgenossen (=> was nebenbei für den Weg der Versöhnung mit Gott durch den Glauben an Jesus ohnehin nicht von entscheidender Bedeutung ist ...).
Ich gehe davon aus, dass Frau Drygalla sich (=> wie vor kurzem auch von ihr nochmals klar bezeugt ) nie mit der oben beschriebenen NS-Ideologie eins gemacht hat, auch wenn viele linke Aktivisten, Medienvertreter etc. etc.  ihr dies in den vergangenen Tagen nur allzu gerne "angehängt" hätten.
Bedenkt man, dass sie nun gerade eine fast einwöchige schlimme Medienhetze gegen sie (und ihren Freund) gerade hinter sich hat, kann ihr dieser Aufruf zu
"einer Umkehr (Buße), die tatsächlich errungen und ernst gemeint sein muß"
möglicherweise schon ein bischen zynisch vorkommen (nach meiner Empfindung)!
Das reiht sich fast schon ein in die vielfachen Vorverurteilungen, Verleumdungen, Ausgrenzungen und Diffamierungen, die in den vergangenen Tagen über sie hereingebrochen sind. Sensible Menschen können durch solche Hetze, die gegen sie inszeniert wird (besonders auch von manchen  Medienvertretern) durchaus innerlich verletzt oder gar traumatisiert sein.
In eine solche Situation hinein einen solchen "besonderen Bußaufruf" an sie zu richten, halte ich, gelinde gesagt, für unglücklich und das zeugt nicht gerade von besonderem Fingerspitzengefühl (=> auch wenn natürlich wir alle als Sünder grundsätzlich zu Gott umkehren sollen (Buße);  aber darum geht es hier in diesem Zusammenhang sicher erstmal nicht).
Auf mich erwecken diese Ausführungen außerdem auch ein bischen den Eindruck von Selbstgerechtigkeit (vgl. "selbstgerechter Pharisäer") nach dem Motto :

"Ich (wir), die Guten, und diese da (Frau Drygalla mit Freund etc. ) die Gottlosen, die gefälligst sofort ernste Buße zu tun haben .... ." 

=> Hier fehlt mir die menschliche Größe, sich "auf Augenhöhe" mit den Menschen zu begeben, die man mit einer Botschaft erreichen will (auch wenn ich Ihnen einen frommen Lebenswandel durchaus abnehmen will).
So wird es den Betroffenen besonders schwer gemacht, etwas von dem Gesagten "annehmen" zu können. Ohne das Gefühl, vom Anderen respektiert, ernst genommen und wohlwollend als Mensch angenommen und wertgeschätzt zu sein, ist so etwas kaum möglich.


Und nun noch die zweite für mich nicht verständliche Äusserung :

"ich es ein bisschen schade fand, dass sich Frau Drygalla erst so spät geäußert hat"

=> Frau Drygalla hat sicher bereits bei den "intensiven Gesprächen mit den Aufsichtsbehörden" im Vorfeld ihres Ausscheidens aus dem Polizeidienst ausgesagt, dass sie sich nicht mit einer NS-Ideologie identifiziert. Davon gehe ich aus, weil sie in diesem Zusammenhang mit Sicherheit danach gefragt wurde.
Weiter hat sie sich als Olympiasportlerin zu den dort üblichen Werten wie Fairness und Respekt ggü. anderen Sportlern etc. sicher vor ihrer Abreise zur Olympiade bekannt, was ebenfalls einen NS-Rassismus ausschliesst.
Ich würde auch annehmen, dass sie in dem Gespräch mit den Sportfunktionären direkt vor ihrer Abreise aus London ebenfalls klargestellt hat, dass sie selbst keine rechtsextreme Ideologie vertritt.

So denke ich nicht, dass man ihr daraus einen Vorwurf machen sollte, nicht sofort nach ihrer Abreise vor die Presse getreten zu sein, sondern erst Tage später, als sie von den dafür verantwortlichen Sportfunktioären dazu aufgerufen wurde. Das halte ich für durchaus angemessen und (menschlich) verständlich.
Und das Schlimmste daran ist, dass viele Zeitgenossen selbst nach ihrer offiziellen Presserklärung beim Sportverband ihr immer noch nicht geglaubt haben (=> besonders auch etliche prominente Medienvertreter nicht ...) und sie hier weiter bereits vorverurteilt wurde indem man einfach davon ausging, dass sie ja mit der rechten Ideologie sympatisieren musste, wenn sie mit einem Freund aus der rechten Szene liiert ist.

Soweit noch ein paar Anmerkungen von mir zu einigen "Ungereimtheiten"  (aus meiner Sicht) ihres Beitrages.

Mit besten Grüßen,

U. H.

   
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Eben. Natürlich wissen wir dies nicht! Genau deshalb gehe ich in solchen Fällen davon aus (=> solange nicht das Gegenteil erwiesen ist), dass Frau Drygalla die  Wahrheit in der vor Tagen stattgefundenen Pressekonferenz gesagt hat, dass sie sich mit der rechten Ideologie nicht identifiziert.
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U. Harm

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Kostenexplosion durch die Energiewende ??

Derzeit schiessen sich gerade die Politiker derjenigen
Bundesregierung auf die Energiewende (mit weiterem starkem
Ausbau der EE etc.) ein, die sich noch vor knapp 2 Jahren
(nach Fukoshima) damit hervorgetan haben, genau diesen
Weg erfolgreich beschreiten zu wollen. Selbst Frau Merkel
hatte das Voranbringen und Gelingen der Energiewende zu ihrer
eigenen "Chefsache" erklärt. Und nun das! Man versteht die
Welt nicht mehr, wenn nun ausgerechnet der Bundesumwelt-
minister vor dem zügigen Voranschreiten der Energiewende inkl. 
weiterem starkem Zubau der EE  warnt, um sich dann im gleichen
Artikel besorgt darüber zu äussern, dass die Klimaschutzziele
in weite Ferne rücken. Das ist absurd.
Es ist richtig, dass die Energiewende mit dem geplanten starken Ausbau
der EE, dem Netzausbau, dem Zubau moderner, flexibler Back-Up -
Kapazitäten und dem Zubau von Speichern usw. in den kommenden
20-30 Jahren vermutlich Gesamtkosten in der Größenordnung von
400 - 800 Mrd. Euro verursachen wird. Das ist natürlich viel Geld,
aber dabei sind sicher einige Dinge zu bedenken :

Der in D. in großen Teilen veraltete Kraftwerkspark (AKW's, Kohlekraftwerke, Gaskraftwerke) sowie das ebenso meist stark veraltete Stromnetz müssen ohnehin in großen Teilen innerhalb der kommenden 20 Jahre erneuert oder modernisiert werden. Diese Investitionskosten von mehreren Hundert Mrd. Euro fallen also sowieso an (auch ohne die Energiewende mit einem starken Ausbau der EE) und es ist daher unredlich, alle Kosten für neue Stromerzeugungsanlagen speziell der Energiewende oder dem Ausbau der EE in Rechnung zu stellen!
Seriös ist es, die Kosten eines erneuerten konventionellen Kraftwerksparks (zahlreiche neue Kohle- und Gaskraftwerke etc.) einschliesslich der ohnehin nötigen Modernisierungen des Stromnetzes auf der einen Seite den Investitionskosten des anders aufgestellten "Kraftwerksparks der Energiewende" (=> Mix aus den  verschiedenen EE-Stromerzeugungsanlagen plus Back-Up-Kraftwerke plus Speicher plus nötigem Netzausbau) auf der anderen Seite gegenüberzustellen.
Weiter muss in diese Rechnung/Gegenüberstellung die zu erwartende Einsparung am Import fossiler Brennstoffe in den kommenden 30 Jahren durch die Energiewende mit einfliessen. Dazu sollte man wissen, dass die Kosten für den Import fossiler Brennstoffe in den vergangenen 10 Jahren massiv gestiegen sind und D. derzeit insgesamt jährlich ca. 80 Mrd. Euro für den Import fossiler Brennstoffe aufwenden muss (=> Tendenz weiter steigend, insbesondere sehr stark beim Öl und bei Ölprodukten)!
Nehmen wir vereinfachend an, wir könnten in den kommenden 30 Jahren durch die Energiewende auch nur ein Drittel dieser Importkosten für Brennstoffe einsparen, dann kommen wir damit allein auf ein geschätztes Einsparpotential (Brennstoffkosten) von bis zu 800 Mrd. Euro !

Angesichts solcher Zahlen wird schnell klar, dass das von Herrn Altmaier ausgemalte "Schreckensszenario" von "bis zu 1 Billion Euro Kosten für die  Energiewende" eine unseriöse Milchmädchenrechnung darstellt. Diese abschreckend wirkende Zahl soll offensichtlich im Wahlkampfjahr auf eine etwas populistische Art und Weise den weniger fachkundigen Bürgern suggerieren, dass die Energiewende bzw. der starke weitere Ausbau der EE unbedingt gestoppt (oder zumindest stark ausgebremst) werden muss, weil sonst angeblich der volkswirtschaftliche Ruin droht.
Ich bin heute eher geneigt, das Gegenteil anzunehmen : 
Würden wir heute weiter auf weitgehend fossile Energieträger für die Zukunft setzen, dann bekommen wir langfristig tatsächlich ruinöse Kosten für unsere Volkswirtschaft, erst Recht, wenn man die Neben- und Folgekosten fossiler Kraftwerke im Hinblick auf den den Umweltschutz und den Klimaschutz mit einbezieht (=> welche allerdings derzeit in D. hauptsächlich vom Steuerzahler getragen werden und nicht im Strompreis enthalten sind)!

Sicher richtig ist, dass die Energiewende an manchen Stellen besser geplant, organisiert und umgesetzt werden muss als bisher, aber das ist natürlich ein anderes Thema! Dazu sind auch erhebliche Reformen und Anpassungen beim EEG und bei anderen Fördermaßnahmen und Gesetzen nötig. Was aber sicher kontraproduktiv ist, ist die derzeit von den Herren Rösler und Altmaier geplante "Vollbremsung" beim Ausbau der EE, etwa indem man nun jegliche Investitionssicherheit bei der Planung neuer EE-Anlagen abschafft. Damit schadet man nur dem nötigen Voranschreiten der Energiewende und produziert so auf längere Sicht nur noch unnötige zusätzliche Kosten. Darüber hinaus werden so ganze Branchen mit vielen Arbeitsplätzen in D. (z.B. Windkraft- und PV- Industrie) schwer beschädigt mit vermutlich längerfristig sehr unglück-lichen Folgen für unsere gesamte Volkswirtschaft.

So bleibt wohl nur zu hoffen, dass es die nächste Bundesregierung nach der Wahl im Herbst hier besser machen wird als das, was derzeit läuft.


U. H.
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Wilfried Michalski's profile photo
 
Die zentrale Frage ist auch hier, WARUM Herr Altmaier nicht die gegenläufigen Einsparungen von 900 Milliarden € bei Brennstoffimportkosten berücksichtigt? Ist das mangelnde Kenntnis eines "Umweltministers"? Oder ist das 'strategische Desinformation' der Bevölkerung zur längst beschlossenen 'Kompensation'* der alten Energiewirtschaft für ihren 'Atomausstieg'!??
MUSS die Energiewende, jedenfalls in ihrer Form als 'Bürger-Energiewende, scheitern?
Und wird diese Variante der Energiewende daher, völlig losgelöst von allen tatsächlichen Kosten, GEZIELT über politisch-administrative 'Lenkung' gegen die Wand gefahren??
Soll dieses 'finale an die Wand fahren' nun noch rechtzeitig vor der Wahl vollzogen werden...und so meine von Tag zu Tag sich dringlicher stellende Frage: Ist Herr Altmaier in der ganzen Inszenierung nix anderes als 'Muttis joviale Lenkwaffe'?!

* Der Deutschland-Chef des schwedischen Staatskonzerns Vattenfall, Tuomo Hatakka, wird in einem von der Nachrichtenagentur dapd am 11.0kt.2012 veröffentlichten Interview mit einer höchst bemerkenswerten 'Forderung' zitiert:
"Hatakka bekräftigte die Forderung des Konzerns nach einer "fairen Kompensation" für die durch den Atomausstieg erlittenen Einbußen."
Und genau diese "Kompensation für die durch den Atomausstieg erlittenen Einbußen" sind m.E. seit den ersten Stunden des 'Atomausstiegs' innerstes Ziel aller regierungsseitigen Unternehmungen zur 'Energiewende'!
Es dürfte vor diesem Hintergrund vollkommen egal sein, wie günstig, erfolgreich, kostensenkend usw.usw. Ökostrom letztendlich ist....insbesondere Solarstrom....er passt, wegen seiner systemischen Potentiale in Richtung Energie-Autonomie, nicht ins strategische Konzept der alten Energiewirtschaft und ihren regierungsseitigen Gewährsleuten einer "fairen Kompensation"!
Das in der eigentlichen Schärfe entweder nicht erkannt, oder wohlgefällig übersehen zu haben, dürfte einer der gravierendsten Fehler der Solarwirtschaft, insbesondere ihrer Verbände, sein.
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U. Harm

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Pläne zur weiteren Entwicklung der Energiewende den Realitäten anpassen!

Angesichts dieser dramatischen Entwicklung hin zu einer Renaissance fossiler Brennstoffe in den USA und anderen Teilen der Welt aufgrund verbesserter Fördertechniken (Förderung von Ölsänden, Fracking etc.) sowie einiger neu entdeckter riesiger Gas- und Ölfelder werden wir uns bei der weiteren Ausgestaltung der Energiewende diesen neuen Entwicklungen sinnvoll anpassen müssen, um massive ökonomische Standort-Nachteile für D. und Europa zu vermeiden.
Wenn heute z.B. in den USA ein Gaskraftwerk nach dem anderen in Betrieb geht (=> teilweise sogar als Ersatz für Kohlekraftwerke!), welche Strom einfach zu Preisen von 4-5 Cent/kWh mit Hilfe von billigem Erdgas produzieren, dann werden wir uns z.B. einfach bald keine riesigen Ausbauten von Offshore-Windparks mehr leisten können, welche Strom zu 12-15 Cent/kWh produzieren und dabei ausserdem noch superteure Seekabel- und Netzausbauten erfordern plus riesige weitere teure Stromspeicher-Zubauten etc. (=> was alles ebenfalls noch auf den Strompreis mit umgelegt werden muss und damit zu weiteren Verteuerungen führt ...). Am Ende kommt ein so produzierter Offshore-Windstrom im Mittel (über die gesamte Jahreszeit) vermutlich dann auf ca. 20 Cent/kWh Gesamtkosten, was schlichtweg künftig international nicht mehr konkurrenzfähig sein kann (vgl. Artikel unten).
Wenn also eine "ökonomische Bauchlandung" bei der (grundsätzlich richtigen) Energiewende vermieden werden soll, muss hier bald gegengesteuert werden :

1.) Nur noch die kostengünstigsten und nachhaltigsten Erzeugungsarten von EE-Strom sollten in großem Umfang weiter gefördert und ausgebaut werden; derzeit in D. also vor allem die Onshore-Windenergie in allen Teilen der Republik (günstige Windstandorte)! Danach kann die PV nach weiteren Kostensenkungen in den kommenden Jahren (=> auf Gestehungskosten deutlich unter 10 Cent/kWh) dann noch stark mit ausgebaut werden (dezentral mit möglichst ortsnahem Verbrauch des erzeugten PV-Stroms).

2) Vermutlich ist es sinnvoll, die Ausbauziele für die EE und für den EE-Strom insgesamt merklich nach unten zu korrigieren, also z.B. bis zum Jahr 2050 doch nur einen ca. 70% EE-Strom-Anteil anzustreben und noch knapp ein Drittel fossile Brennstoffe wie Gas und Kohle (mit effizienten flexiblen Kraftwerken verstromt) dazuzunehmen. Zusammen mit 5-10% Biomasse (inkl. Biomethan), produziertem EE-Wasserstoff (aus zeitweise überschüssigem EE-Strom hergestellt) und Müll (+Wasserkraft) etc. könnten so leicht genügend flexible, grundlastfähige Reservekraftwerke und KWK-Anlagen (Back-Up) betrieben werden (mit geeigneten Förderungen...), dass gar kein so gewaltiger Bedarf an sonstigen teuren Stromspeichern (Pumpspeicherkraftwerke, Druckluftspeicher oder gar teure Batterien !) mehr bestehen wird. Das wird helfen, die Kosten der Energiewende im Rahmen zu halten und dennoch immerhin noch gut zwei Drittel EE-Strom mit einem entsprechend stark reduzierten Verbrauch an Gas und Kohle zu realisieren.
Dies scheint mir hier ein sinnvoller Kompromiss zu sein aus den ökologisch und im Hinblick auf den Klimaschutz wünschenswerten Zielen auf der einen Seite und dem ökonomisch sinnvoll Machbaren auf der anderen Seite.

U. H.

         
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Wilfried Michalski's profile photo
 
Als ich gestern die in allen _Leit_medien forcierte Meldung von dem Plan in Amerika duch eine "Renaissance fossiler Brennstoffe" (Förderung von Ölsänden, Fracking etc.) sich über eine Eigenversorgung hinaus noch als Energieexporteur Nr.1 in der Welt platzieren zu wollen gelesen hatte, da war mein erster Eindruck: In Amerika kapiert man gar nix!
In Amerika beginnt m.E. nicht eine "Ara billiger Energie".
In Amerika obsiegt eine weitere Variante technisch hochversierten Dumpfdenkens! Und wenn 'Amerika' nicht auf dem Absatz anfängt tiefer über die Naturbedingungen seines Kontinents nachzudenken ( und anders zu handeln ) werden sie _Natur_Katastrophen in ihr Land ziehen, wie sie noch nie gesehen haben.
Es leben ja in Amerika noch einige 'primitive' Indianer. Vielleicht können die ihnen mehr erzählen über den Erdorganismis, Gas und dessen "Förderung" durch "Fracking" als die hochbegabten aber lebensblinden 'Techniker' für die "Renaissance fossiler Brennstoffe"!
Vor diesem Hintergrund hoffe ich nur, dass sich in Amerika genügend Menschen finden, die ihrer Regierung diesen Marsch in die "Billigkeit" verwehren. Denn sie werden es sein, die dafür teuer zu bezahlen haben. ( Die Superreichen fangen an sich in Hochsicherheits-Villen hinter meterdickem Beton ins gemütliche Elend abzusetzen )
Auch hoffe ich, dass wir nicht ablassen, in Umkehrung des obigen Einführungssatzes "zur weiteren Entwicklung der Energiewende" diese nicht Realitäten anpassen, sondern die Realitäten den Erfordernissen der Energiewende!
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U. Harm

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Neue Entwicklungen bei Elektroautos

So langsam zeichnen sich spannende neue Optionen bei der
weiteren Entwicklung der Elektromobilität ab.

Da sind zum einen die Entwicklung einheitlicher Normsysteme
(Stecker mit verschiedenen möglichen Anschlussgeräten) zu nennen
(z.B. das als internationaler Standard vorgesehene "Combined
Charging System"), mit dem Elektroautos künftig sowohl an öffentlichen
Ladestationen eine Schnellaufladung in 15-20 Minuten (Gleichstrom hoher Leistung) vornehmen können oder auch eine (relativ) schnelle Aufladung über einen Drehstromanschluss oder natürlich auch die einfache Aufladung an der Haushaltssteckdose (220V / Wechselstrom) daheim über Nacht.
Bei der heutigen Entwicklung hin zu schnellladefähigen Lithium-ionenakkus und Supercaps (z.B. auch Lithiumionenkondensatoren) mit verbesserten Energiedichten und hoher Lebensdauer/ Cyclenfestigkeit könnte diese Flexibilität dann in ein paar Jahren den Elektroautos zum Durchbruch auf dem Massenmarkt verhelfen (=> also nicht mehr die Beschränkung auf den City- bzw. Nahbereichsverkehr, welche die meisten Elektroautos heute und in den nächsten Jahren noch haben bei einer langsamen Aufladung über Stunden und einer begrenzten Reichweite von unter 150 km).
Dazu passt z.B. auch eine Meldung von Renault über die Möglichkeit der Schnellaufladung seiner künftigen Elektroautos in 15 Minuten (vgl. Artikel unten).
Für Leute, die mit ihrem Elektroauto in Zukunft oft über weite Strecken fahren wollen bzw. nicht alle 200 km eine 15 Minuten - Pause zum Wiederaufladen des Akkus einlegen wollen (=> was bei einem dichten Netz von Ladestationen über die gesamte Republik bei nur gelegentlichen Langstreckenfahrten durchaus möglich ist ...) wird es dann immer noch die Möglichkeit geben, einen Range-Extender zu verwenden.
Dieser kann z.B. in einem kleinen eingebauten (..oder in einem Mini-Anhänger mitgeführten ...) kompakten Verbrennungsmotor (+ Tank mit Benzin, Diesel etc.) bestehen, der lediglich im optimalen Drehzahlbereich als Stromgenerator betrieben wird während der Fahrt und so die Batterie (+ evtl. Supercap) sinnvoll zur Reichweitesteigerung ergänzt.
Eine andere Möglichkeit wäre natürlich ein in den Kofferraum einbaubarer (oder als Minianhänger mitzuführender) schnelladefähiger Zusatzakku, der die Reichweite pro Aufladung des Elektroautos für weite Fahrten dann z.B. verdoppeln könnte (Erhöhung von ca. 200 km auf dann ca. 400 km bis zur nächsten Aufladung).

Weitere Alternativen wären Minianhänger mit einem preisgünstigen zusätzlichen Zink-Luft-Akku als Range Extender. Dieser ist zwar nicht schnellladefähig, hat nur ca. 60% el. Wirkungsgrad und hat nur eine moderate Leistung (z.B. 23 PS beim angekündigten Eos - System, vgl. unten), soll aber aber eine hohe Reichweite (bis zu 500 km !) bringen mit einer hohen Lebensdauer (bzw. Zyclenfestigkeit), was ihn z.B. für einen solchen mietbaren Zusatzanhänger gut geeignet erscheinen lässt (=> Range Extender), da er selbst bei längeren Fahrten unterwegs nicht mehr nachgeladen werden müsste (vgl. Firma Eos Energy storage bzw.  eosenergystorage.com ).

Und schliesslich sind natürlich auch Brennstoffzellen als Range-Extender (=> am besten mit Methanol oder Kohlenwasserstoffen betrieben ...) eine weitere Alternative (eingebaut oder in ähnlich gebautem Mini-Anhängern ...).

So scheint das Reichweitenproblem bei den Elektroautos zumindest mittelfristig (innerhalb der kommenden 5-10 Jahre) lösbar zu sein und damit sollte auch der Durchbruch der Elektroautos auf breiter Front nur noch eine Frage von ein paar Jahren sein (=> teilweise in Kombination mit verschiedenen Range-Extender-Systemen bei Bedarf, s.o.).

U. H.
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U. Harm

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Wäre schön, wenn es hier bald international einen einheitlichen Standard gibt mit der Möglichkeit für verschiedene Stromanschlüsse (vom 220 V Wechselstrom-Haushaltsstecker über Drehstromstecker bis hin zu leistungsstarken Gleichstromanschlüssen zur Schnellaufladung an öffentlichen Ladestationen.
Wenn dann noch leistungsstarke Akkus und/oder Supercaps (z.B. auch Lithiumionenkondensatoren) entwickelt sind, die erschwinglich sind und per Schnellaufladung in 15-20 Minuten (oder weniger) geladen werden können, könnte dies den Elektroautos zu einem breiten Durchbruch verhelfen, auch bei einer begrenzten Reichweite von 150-200 km pro Aufladung (den Aufbau eines dichten Netzes an öffentlichen Aufladestellen an Parkplätzen, Autobahnraststätten, Tankstellen etc. etc. vorrausgesetzt.).
Vermutlich wären dann sogar für den Massenmarkt (PKW) Brennstoff-zellenautos mit einem dichten Netz von Wasserstofftankstellen unnötig, was mir ohnehin nicht sehr sympatisch wäre angesichts meiner Sicherheitsbedenken beim Thema Hochdruck- Wasserstofftanks auf der Straße (bzw. in Gebäuden, Tiefgaragen, Tunneln etc.). Ich denke, da sind dann künftig eher Investitionen in ein dichtes Netz von Strom-Aufladestationen sinnvoll.


U. H.
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Gut, das Drehstrom oder Normalsteckdose alternativ auch gehen soll.

Und zur Zukunft der Autos: Einheitliche Dosen sind ja wohl auch die Mindestvorraussetzung, man stelle sich vor, bei Rasierern hätte man das nicht geschafft ... ob es allerdings Akku´s mit so kurzer Ladezeit geben wird, - ohne größere Nachteile an anderen Parametern - kann man heute wohl noch nicht mit Sicherheit sagen.

Alternativ gäbe es für längere Strecken ja auch die Methanolwirtschaft, dieser Flüssigtreibstoff kann änlich wie Wasserstoff auch mittels (Überschuß - ) strom hergestellt werden, mit etwas verringertem Wirkungsgrad, dafür Handling wie jeder Flüssigtreibstoff, leicht integrierbar in bestehendes und zukünftig auch brennstoffzellentauglich.

Wobei je nachdem, wie sich beide Systeme entwickeln, in Zukunft vielleicht beide sinnvoll sind: Elektro mehr für die, die mehr Kurzstrecken fahren (aber mit Rastplätzen - 1/4 Std Pause alle 120 km - notfalls auch nach Italien kämen, wenn sie denn mal wollten - gerade psychologisch dürfte das für den Autokauf wichtig sein !

-und Methanol für Leute mit viel Langstreckenfahrten, und LKW´s,
  (evtl. auch Hybrid für Bremsenergierückgewinnung, od.generell)
und Voll - Hybrids mit Leuten bei viel Stadtverkehr.
     (falls nicht auch elektrisch - so etwa.
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