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Hochmut kommt vor dem Fall

So heißt es im Sprichwort. Wie bei allen Sprichwörtern ist die Aussage grundsätzlich richtig, jedoch nicht immer erfüllt sie sich auch.

Angriffe auf Menschen mittels ferngesteuerter Flugobjekte sind m.E. ein Gipfel des Hochmuts, ein Gipfel der Missachtung der Mitmenschen, ein klarer Ausdruck der Missachtung der Menschenrechte, ein irres Gefühl der "Gottgleichheit", mit dem angemaßten Recht, nach Belieben über Leben und Tod entscheiden zu können, und das, ohne zu wissen, wen es trifft, nur auf bloßen Verdacht, womöglich auf eine Laune hin ...

Es gibt da einen Krieg, der völkerrechtlich niemandem erklärt worden ist, weil es den Staat oder das Volk "Terrorismus", dem er gilt, nicht gibt.

Es ist ein Krieg, der auf dem Hoheitsgebiet fremder Staaten ausgetragen wird, mit überlegenen Waffen im festen Glauben an die eigene Unangreifbarkeit. Nach dem deutschen Strafgesetzbuch - das hier natürlich keinerlei Anwendung findet - handelte es sich um heimtückischen Mord.

Die mittelalterlichen Gebräuche, in denen Menschen für "vogelfrei" erklärt werden konnten, hielt ich für längst überwunden - jedenfalls in den zivilisierten Staaten der westlichen Welt.

Nun ist dieser Ungeist wiederauferstanden - und macht sich breit und immer breiter.

Die Aufrüstung der bundesdeutschen Sicherheitsorgane mit Drohnen ist in vollem Gange. Und mit den damit verbundenen Möglichkeiten wird auch die Versuchung, sie zum Einsatz zu bringen von Tag zu Tag stärker werden.

Wasserwerfer in Stuttgart - das war doch letztlich ein Flop. Die Gegner von S21 wurden dadurch nicht hinreichend abgeschreckt, ihren Protest weiterzuführen.

Die nächsten Protestdemonstrationen werden von Drohnen überwacht werden. Die sind nicht so laut wie Hubschrauber, die werden von den Demonstranten gar nicht wahrgenommen, doch die Demonstranten werden wahrgenommen, es werden Dateien angelegt, vernetzt, durchforstet - und irgendwann steht dann der Verdacht im Raum, bei der Figur auf den Bildern x, y und z handele es sich um einen gefährlichen Rädelsführer.

Wenn zugleich die Demokratie weiter schwindet und die Machtfülle der Regierung wächst, wenn Geheimdienste sich weiter verselbstständigen, wenn die Justiz immer weniger geneigt ist, Gesetzesbrüche der Regierung zu untersuchen, dann wird es den legitimierten Mord per Drohne wohl auch in Deutschland geben.

Wie weit der Hochmut der führenden Köpfe dieser Welt noch getrieben werden wird, bevor es zum Fall kommt, steht in den Sternen.

Und wenn ich die schönen Familienfotos von den Gipfeln sehe, wo sich zwei Handvoll Menschen als berechtigt ansehen, über Krieg und Frieden, über Wohl und Wehe, über Wohlstand hier und Not da zu bestimmen, dann wünsche ich mir einen Fall.

Einen Rückfall in die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts.

Die waren auch nicht perfekt. Ja.
Aber es herrschte ein anderer Geist - und den wünsche ich mir zurück.

Der jüngste "erfolgreiche" Drohnenmord

und das passt dazu, wie die Faust auf's Auge!

(auf YouTube nicht mehr gefunden)


Georg Schramm - Ein System sondergleichen

Kleinkunstpreis Baden-Württemberg 2011

Die Regierung(en?) sind Handlanger des Bösen

Dieses Video ist nicht mehr verfügbar, weil
das mit diesem Video verknüpfte
YouTube-Konto aufgrund mehrerer
Benachrichtigungen von Dritten über eine
Urheberrechtsverletzung gekündigt
wurde. Zu den Beschwerdeführern
gehören: [pooldoks Wailand
Filmproduktion KG], [Arte], [telekult Film-
und Medienproduktion GmbH].

... und das hatte Georg Schramm unter anderem in diesem Auftritt gesagt:

Es ist ein System sondersgleichen ...

Ich werde einen Zeugen für sie auffahren, den sie nicht kennen müssen, aber der ist ihresgleichen:

Warren Buffet ...

und Warren Buffet hat vor vier Monaten einen ganz schlichten Satz gesagt, und den schenke ich ihnen zum Abschied.



Er hat gesagt:

"Natürlich ist das, was wir gerade erleben, ein Klassenkampf,

und unsere Klasse,
die Klasse der Reichen,
die gewinnt" ...


Und noch etwas mag ich anmerken:

Die Überschrift des oben verlinkten Artikels, die macht mich auch wütend, denn es handelt sich um eine ganz subtile Lüge:

Zehn Menschen sterben bei Beschuss durch US-Drohne

Wenn ein Mensch stirbt, dann ist das ein Prozess, der ausgelöst durch Alter, Krankheit oder Verletzung vonstatten geht. Der Mensch stirbt, das ist, wenn
auch eine finale Entwicklung, so doch eine Entwicklung die "aktiv" formuliert ist.

Der Mensch stirbt.

Diese 10 Menschen sind nicht gestorben, sie wurden gestorben. Und dass es diese Form des Verbs "sterben" im regulären Deutschen nicht gibt, beweist, dass hier gelogen wird. Doch das ist nur Teil 1 der Lüge.

Teil 2 der Lüge lautet, sie sind "bei" etwas gestorben.

Wer beim Beschuss stirbt, der ist nicht durch den Beschuss gestorben. Er ist beim Beschuss gestorben.

Man kann natürlich auch beim Beschuss sterben. Doch liegt dann im Grunde nahe,
man habe selbst den Beschuss ausgeführt und sei dabei gestorben, so wie man beim Besuch seiner Kinder friedlich sterben kann, oder beim Sortieren seiner Briefmarkensammlung.

Dass uns diese Sprachlüge nicht auffällt, liegt daran, dass wir den Kontext verstehen, in dem diese Lüge versteckt ist. Wir wissen, dass man durch Beschuss getötet, ermordet, gekillt, zerfetzt wird. Wir wissen auch, dass man danach tot ist,
und daher erkennen wir zwar die Wahrheit, doch erleben wir sie durch den Schleier des "sanften Sterbens" bei einer "angenehmen Beschäftigung" - und schon ist es nicht mehr schlimm ...

Dass dann am Ende noch steht "durch US-Drohne", das ist nur eine nachgeschobene Detaillierung, durch die der erste Eindruck vom "friedlichen Sterben" nicht mehr wirklich ausgelöscht werden kann.
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Farlion Lunkwitz's profile photoGerd Klein's profile photo
 
Noch vor 200 Jahren sind die Herrscher mit ihren Truppen in die Schlacht gezogen. Dazu fehlen den heutigen Staatschefs die Eier.
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