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Arnold Lengauer
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Imker und Wanderführer
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Bojnice
Vergangene Woche besuchten wir wieder einmal die westliche Slowakei. Unser erstes Ziel war Bojnice mit seinem über dem Ort liegenden Schloss.
Erstmals 1113 erwähnt war Matthäus Csák, der faktische Herrscher über die gesamte West- und Mittelslowakei, der Besitzer. Im 15. Jahrhundert kam das Schloss in den Besitz von Matthias Corvinus, der es 1489 seinem unehelichen Sohn Johann Corvin übergab.
Es wechselten im Lauf der Geschichte immer wieder die Besitzer, bis 1646 die Pálffys das Schloss übernahmen. Es erfolgte ein Umbau der ursprünglichen Festung in ein Renaissance-Schloss und zum Wechsel vom 19. in das 20.Jhd. wurde von Johann Pállfy das Schloss nochmals, jetzt romantisierend, umgebaut.
Nach seinem Tod wurde das Schloss von seinen Erben an Jan Antonin Bata (aus der Schuherstellerfamilie Bata) verkauft.
Nach dem Krieg wurde Batas Vermögen konfisziert und das Schloss ging in den Besitz der tschechoslowakischen Republik über.
Am 9. Mai 1950 richtete ein Brand großen Schaden an. Das Schloss wurde wieder aufgebaut und beherbergt seit dem eine Außenstelle des Slowakischen Nationalmuseums.
Heute ist Schloss Bojnice das meistbesuchte Museum der Slowakei.
2018-09-13 Bojnice
2018-09-13 Bojnice
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open house in Wien am Sonntag
Heuer öffneten in Wien im Rahmen der Veranstaltung "open house" zum 5. Mal rund 80 Objekte für Besucher ihre Türen.
Wir begannen unsere Tour am Sonntag am Stadtrand mit dem Wasserschloss Laudon. Dieses wir heute von der Republik als Verwaltungsakademie genutzt. Es soll aber ein Verkauf durch die jetzigen Eigentümer bevorstehen, angeblich ist um rund 14 Mio. das Objekt zu haben ...
Unser nächstes Ziel war das Billroth-Haus im 9. Bezirk, dem Sitz der Billroth-Gesellschaft der Ärzte. Seit seiner Gründung dient das Haus der Fortbildung der Medizinmänner und -frauen.
Am ehemaligen Nordbahnhofgelände entsteht ein neues Stadtviertel. Ein alter Rest, die Nordbahnhalle wurde noch nicht abgerissen und steht verschiedenen Gruppen zur Zwischennutzung zur Verfügung.
Nur ein paar Schritte entfernt befindet sich ein funktionierendes(!) Start-Up-Unternehmen: Kopf und Stil. Die jungen Firmengründer züchten Austernpilze im Keller eines Gründerzeithauses Austernpilze auf Kaffeesud, welcher in Wien ja reichlich anfällt.
Im Anschluss an die interessante Führung durch den jungen Betrieb ging es nach Transdanubien in die ehemalige Traktorfabrik. Heute wird das Gebäude mit seinen Hallen von jungen Kreativen als Co-Working-Space genutzt und besonders Künstlerinnen haben dort eine vorübergehende Bleibe gefunden.
Zu guter Letzt besuchten wir die nahe gelegene Aida-Konditorei im 21. Bezirk, welche ja auch eine Besonderheit darstellt: Diese Aida ist garantiert touristenfrei!
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open house in Wien am Samstag
Heuer öffneten in Wien im Rahmen der Veranstaltung "open house" zum 5. Mal rund 80 Objekte für Besucher ihre Türen.
Wir begannen unsere Tour am Samstag in der Böhmischen Hofkanzlei, welche heute Sitz des Bundes-Verwaltungsgerichtshofs ist.
Das nächste Ziel war der Ringturm, allerdings war die Schlange der Wartenden zu lange und wir gingen weiter zum nahen Juridicum. Dort gab es viel Wissenswertes zur Architektur und zur Bautechnik sowie einen Eindruck von den verschiedenen Räumen.
Am Weg zum Wittgenstein-Haus im 3. Bezirk schauten wir noch bei der Hollein-Boutique mit ihrem noch im Original der 60er Jahre erhaltenen Portal vorbei.
Die Wittgenstein-Villa plante der große Philosoph für seine Schwester Margarethe Stonborough-Wittgenstein, welche bis zu ihrem Tod dort wohnte. Durch glückliche Umstände entging dieses Objekt der Spitzhacke und wurde von der Republik Bulgarien gekauft und renoviert. Heute ist dieses bemerkenswerte Haus Sitz des bulgarischen Kulturinstituts.
Das einzige erhaltene Gartenpalais in der Ungargasse beherbergt das italienische Kulturinstitut. Dieses ziemlich im Original des 19. Jhd. erhaltene Gebäude ist ein Juwel der Stadt! Einzig der moderne Zubau mit dem großen Saal trübt den Gesamteindruck.
Zu guter Letzt besichtigten wir das Areal des Kempelenparks. Dieses ehemalige Gelände der Siemens-AG wurde geöffnet und dient heute verschiedenen Initiativen zur Zwischennutzung ...
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Im Dachgeschoss des Juridicums

#monochromemonday
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Tagesende
Der Tag verabschiedet sich mit einem dramatischen Abendrot ...
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Hängemattenblick ...
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Sightseeing in Wien
In und um Wien gibt es eine Menge zu bestaunen. Etwas abseits von den üblichen Touristenpfaden sind zwei besondere Kleinode: Die Otto-Wagner-Villa (Fuchs-Villa) und die Kartause Mauerbach.
Beginnen wir mit der Otto-Wagner-Villa. Diese 1888 nach den Plänen von Otto Wagner fertiggestellte Villa in der Hüttelbergstraße befindet sich heute im Besitz der Ernst-Fuchs-Privatstiftung und wird als Ernst Fuchs Museum genutzt.
Ursprünglich errichtete Otto Wagner die Villa für sich und seine Familie, verkaufte diese Villa aber 1911 und errichtete gleich daneben eine kleinere Villa für sich und seine Familie.
Baldur von Schirach "arisierte" 1938 die erste Wagner-Villa und sie wurde als Büro der Hitlerjugend verwendet.
Nach dem Krieg wurde 1963 von Spekulanten die Villa vom Abriss bedroht.
1972 kaufte Ernst Fuchs die Villa und richtete sein Atelier ein. Seit 1988 ist hier das Privatmuseum Ernst Fuchs untergebracht.
Aus der Entstehungszeit bemerkenswert sind das römische Bad von Kolomann Moser und die Tiffany-Verglasung von Adolf Böhm im nördlichen Trakt.
Ernst Fuchs hat die Villa natürlich auch behübscht, wie zum Beispiel die weibliche Statue am oberen Ende der Freitreppe zeigt. Zwischen 1992 und 1996 entstand zwischen der ersten und zweiten Wagner-Villa eine Brunnenanlage, den Mosesbrunnen mit einem sehr bunten Brunnenhaus in Tiffany-Technik.
Man muss die Werke von Ernst Fuchs nicht mögen, aber die Villa ist auf jeden Fall einen Besuch wert.
Unser nächstes Ziel war die Kartause in Mauerbach. Diese wurde im Jahr 1342 von Kartäusern aus Prag besiedelt und wurde im Laufe ihrer Geschichte wiederholt geplündert und zerstört. Im 17. Jahrhundert bekam die Kartause ihr heutiges Aussehen, wurde dann aber 1782 von Kaiser Joseph II. aufgehoben.
Bis 1962 wurde die gewaltige Anlage als Versorgungshaus, als Zivilistenhospital und später als Quartier für Obdachlose genutzt.
Seit 1962 ist die Republik Österreich Besitzer der Kartause und sie renovierte die Anlage zwischen 1968 und 1971. Ab 1984 begann die Sanierung durch das Bundesdenkmalamt, das dort auch seine Restaurierwerkstätten betreibt.
Bemerkenswert ist schon einmal die Größe der Anlage. Alleine der Kreuzgang hat eine Gesamtlänge von knapp 500m! Eindrucksvoll auch die Kaisersäle, welche sich in schön restauriertem Zustand präsentieren und Ausstellungen zum Thema Denkmalpflege und alte Handwerkskunst des Bundesdenkmalamtes beherbergen.
Ganz besonders ist die barocke Klosterkirche, welche einen Kreuzganglettner aufweist. Das Kirchenschiff wird von diesem in der Mitte in einem Betchor für die Mönche und einem für Laienbrüder unterteilt.
Ganz toll ist die Deckengestaltung mit Grisaillenmalereien und Stuckarbeiten aus der Zeit nach der zweiten Türkenbelagerung.
Ein Besuch in der Kartause lohnt sich schon einmal wegen der großartigen ehemaligen Klosteranlage, aber auch die Ausstellungen des Bundesdenkmalamtes sind absolut sehenswert!
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Unter der Wiener Süd-Ost Tangente
Österreichs meistbefahrene Straße!

#monochromemonday
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Radtour am Sonntag
Am Sonntag nutzten wir das prächtige Spätsommerwetter für eine Radltour. Wir starteten von zu Hause und unser erstes Ziel war der Radatz in Liesing. Bestens mit Proviant versorgt konnte es los gehen!
Wir folgten dem Liesingbach und gelangten bald nach Schwechat, wo die Liesing in die Schwechat mündet.
Weiter ging es Richtung Südwesten nach Himberg und von dort zur Triesting. Entlang der Triesting führt ein angenehmer Radweg durch die Triestingau bis Schönau, wo der Radweg auf den Wiener Neustädter Kanal trifft. Dort führte uns der Weg wieder Richtung Norden, unser nächstes Ziel war Kottingbrunn - wir freuten uns auf einen Eiskaffee im Schloss. Doch große Enttäuschung: Das Restaurant Wasserschloss ist geschlossen! Laut noen wird ab Dezember ein neuer Pächter wieder aufsperren ...
Also ging es unverdrossen weiter, immer den Kanal entlang, bis Laxenburg. Dort querten wir den Kanal das letze Mal und unsere Route ging weiter über Mödling zurück nach Perchtoldsdorf.
Gesamtstrecke: 86km
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Ein Ausflug ins Marchfeld ...
Vergangene Woche ging es bei prächtigem Wetter ins Marchfeld. Wir begannen mit unserer Besichtigungs-Tour in Marchegg. Diese von König Přemysl Ottokar II. im Jahr 1260 gegründete Stadt - sie war für 10.000 Einwohner konzipiert, welche sie allerdings nie hatte - sollte als Bollwerk gegen Ungarn dienen. Das heutige Schloss wurde als Burganlage an der nordwestlichen Ecke der Stadtmauer errichtet. Die Burg wurde erstmals 1346 urkundliche erwähnt.
Ab dem Anfang des 16. Jahrhunderts wechselten die Besitzer häufig. Auch Niklas Graf Salm gehörte zu den Eigentümern.
Im Jahr 1621 kam die Burg in den Besitz von Graf Paul Pállfy, welcher die Burg Marchegg abtragen und ein Wasserschloss errichten ließ. Im Jahr 1715 ließ der Palatin Nikolaus Pálffy das Schloss barockisieren, den Wassergraben zuschütten und eine Eckbastion entfernen.
In den folgenden zwei Jahrhunderten wurde das Schloss in erster Linie als Jagdschloss und Sommersitz der Pálffys genutzt.
Nikolaus Pállfy verlegte nach dem Ersten Weltkrieg seinen Wohnsitz nach Marchegg, nach dem er in Malacky seine Besitzungen verloren hatte.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss schwer devastiert. Im Jahr 1947 starb mit dem Tod von Ladislaus Pállfy die Marchegger Linie der Pállfys aus.
Seit 1957 ist die Stadt Marchegg Eigentümer des Schlosses und es wurde im Schloss 1959 das niederösterreichische Jagdmuseum eingerichtet. Mit der Hauptstadtgründung von St. Pölten wurden allerdings viele Sammlungen geschlossen und die Objekte nach St. Pölten verbracht. Davon war auch das Jagdmuseum betroffen.
Seit 2010 gestaltet die Stadt Marchegg mit den ihr zur Verfügung stehenden bescheidenen Mitteln eine Ausstellung. Ein Storchenprojekt des WWF im Schlosspark ist ein weiterer Anziehungspunkt.
Die niederösterreichische Landesausstellung 2022 wird in Marchegg stattfinden. Aus diesem Grund wird derzeit das Schloss von Grund auf saniert. Die Mitteln dafür kommen vom Land NÖ, der Stadtgemeinde und aus einem EU-Projekt, welches eine grenzüberschreitende Kooperation mit dem Volkskundemuseum in Wien und dem slowakischen Nationalmuseum Dolná Krupá zum Ziel hat. Im Jahr 2019 wird eine gemeinsame Ausstellung dieser Museen in Marchegg zu sehen sein; im Jahr 2020 wird die Restaurierung des Schlosses Dolná Krupá abgeschlossen sein und die Wiedereröffnung wird dort mit einer Ausstellung gefeiert.

Im Anschluss besuchten wir noch Stillfried an der March. In dieser kleinen Weinbaugemeinde wurde prähistorische Funde, beginnend mit Objekten aus der Steinzeit, der Bronze- und Eisenzeit geborgen. Aber auch römische und mittelalterliche Relikte wurden entdeckt.
Ein Großteil dieser Funde sind im Urgeschichts-Museum in der ehemaligen Stillfrieder Volksschule zu sehen. Ein informativer Film über die Grabungstätigkeit rundet das Bild ab.
2018-09-05 Marchfeld
2018-09-05 Marchfeld
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