Profile cover photo
Profile photo
Uli Meyke
About
Posts

Post has attachment
Noch eine lange Nase
https://plus.google.com/u/0/116779881564323486624/posts/jY8ZJSS5Xiv für die Wolgaster Werftler:

Sagten wir, wir liefern keine Rüstungsgüter mehr an Saudi Arabien?
Nun, äh, brauchen wir ja auch nicht.

Die Bundesregierung will trotz des Lieferstopps für Rüstungsgüter nach Saudi-Arabien andere europäische Nationen nicht am Export von Waffensystemen hindern, an deren Entwicklung Deutschland beteiligt ist. ...

Post has attachment
Die OZ ist bekanntlich auch der Diener des Handels. Deshalb ist des nicht im kritischen Hochwertblättle nachzulesen:

Die OZ verbreitet viel dummes Zeug, das ich als Verblödungsversuche einstufe. Hier der jüngste, ein Kommentar:

Theoretisch praktisch – irgendwann mal
Apple Pay startet in Deutschland doch nur wenige können das Bezahlsystem nutzen. Dabei könnte damit vieles so viel einfacher sein ...

Nun folgt ein Verblödungsversuch Loblied auf das Abschaffen des Bargeldes:

Die Tage des Bargeldes sind gezählt. Der Gedanke löst bei vielen die Sehnsucht nach einer Vergangenheit aus, in der die Welt noch übersichtlich war. Und ganz hübsch sind die Scheine ja auch. Andererseits: Künftig kein Portemonnaie mehr bei sich tragen zu müssen und dennoch spontan eine Cola kaufen können, ist doch großartig. Das Handy hat wirklich fast jeder dabei. Die Entscheidung zwischen beiden Zahlweisen könnte also auch eine Entscheidung zwischen Bequemlichkeit und Melancholie sein. ...

Wer lieber mit Bargeld bezahlt, ist ein Altvorderer, ein Rückwärtsgewandter, ein Melancholiker, der das Großartige des Zahlens ohne Bargeld nicht erkennen kann.

steckt das Bezahlen mit dem Handy hier noch in den Kinderschuhen. Das ist auch bedauerlich, weil diese Zahlweise echte Vorteile bietet. Wer etwa einen Toaster mit dem Handy bezahlt, kann auch nach zwei Jahren noch einen Gewährleistungsanspruch geltend machen, falls der kaputt geht. Die Quittung ist da vielleicht schon nicht mehr auffindbar. Im Telefon aber ist der Kauf dokumentiert. Bis der technische Fortschritt uns erreicht, können wir uns jedenfalls am Bargeld noch satt sehen.

Ich zahle weiterhin möglichst bar, da weder die Bank noch Transaktionsleister wissen sollen, wann ich wo etwas gekauft habe.
Wer die Bargeldlosigkeit bejubelt, sollte einmal darüber nachdenken, was er unternehmen kann, wenn die Bank Negativzinsen einführte. Ich vermute die OZ könnte es das RND recherchieren lassen, dass die Banken während der Finanzkrise nur deshalb keine Negativzinsen für Privatkunden einführten, weil sie befürchten mussten, dass die Kunden ihr Geld abheben. Sie haben es durch höhere Gebühren und geringe Guthabenzinsen ausgeglichen.
Weiterhin empfehle ich, hier nachzulesen:

... Wird das die Zukunft sein: eine Masse von Bürgern, elektronisch kontrolliert von einer ungewählten Elite, nicht mehr in der Lage, auch nur ein bisschen was zu tun, was dieser Elite nicht gefällt? Scheint so. Der "Souverän" ohne Souveränität, als gesteuerter Plebs. Die Gründerväter und -mütter dieser Republik hatten noch eine andere Vorstellung vom Bürger. Niemals sollte ein Bürger seine persönliche Sicherheit allein darauf bauen müssen, dass der Staat schon kein Unrecht treibt.Theodor Heuss trat für eine Waffengleichheit von Bürger und Staat ein. Die Computer haben sie vernichtet. ...
https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Tut-uns-leid-aber-wo-Ihr-Geld-gerade-ist-ist-unbekannt/Das-beste-Argument-fuer-Bargeld/posting-24535278/show/

oder:

...Klar, die App-Entwickler und Risikokapitalgeber wollen ja auch einen Schnitt machen. Und mit bargeldlosem Bezahlen lässt sich sehr viel Geld verdienen.

Dies ist der eigentliche Grund, warum Banken und Finanzdienstleister größtes Interesse daran haben, die Zahlung mit Bargeld Stück für Stück zu verdrängen. In Deutschland wird immer noch rund jeder zweite Bezahlvorgang im Einzelhandel in bar abgewickelt. Das sind 200 Milliarden Euro Transaktionsvolumen – eine Ölquelle, die die Finanzbranche gerne erschließen will. Vor allem die Banken haben daran größtes Interesse, bieten Abwicklung, Clearing und Settlement doch einen ausbaufähigen und sehr profitablen Geschäftssektor, der vor allem in Niedrigzinszeiten als stetige und sichere Profitquelle dienen kann. ...
https://www.nachdenkseiten.de/?p=39234

oder:

... Häufig war darunter auch ein Argument der Bargeldgegner zu hören: Je schärfer man gegen das Bargeld vorgeht, desto wirkungsvoller kann man Geldwäsche und Kriminalität bekämpfen. Oberflächlich betrachtet mag das ja sogar einen Sinn ergeben. Wer sich die Formen moderner Geldwäsche einmal anschaut, erkennt jedoch schnell, dass selbst ein Verbot des Bargelds hier nur marginale Auswirkungen hätte. Allenfalls Kleinkriminelle und ärmere Bürger, die sich schwarz nebenbei ein paar Euro verdienen wollen, müssten wohl Nachteile in Kauf nehmen. Aber das kann ja wohl kein ernsthaftes Argument für einen derart drastischen Eingriff sein, der zahlreiche Nachteile für Alle mit sich bringt. ...

Originell sein um jeden Preis, auch um den der Logik, hier die Greifswalder OZ schrotline:

Mit Herz und Likör auf den Glühweinthron
Beim diesjährigen Glühweintest schlürften sich sieben Experten durch die acht Stände. ...

Ich wundere mich nicht über das Schlürfen, sondern darüber, das sie sich durch die Stände schlürften. Oder schlürften sie sich entlang der Stände, oder schlürften sie an jedem der acht Stände?

In epischer Breite hat ein Aufschreiber von dpa ein Übungsschießen bequakt. Besser hätte es die Propagandatruppe des Kriegsministeriums auch nicht hinbekommen.

... Torgelow. Tiefes Grummeln erfüllt die Luft, dann biegen zwei polnische Leopard 2 Panzer auf das Übungsfeld ein. Von der Seite stoßen Schützenpanzer mit deutschen Soldaten auf dem Truppenübungsplatz Jägerbrück bei Torgelow in Vorpommern dazu. Bewaffnete Männer in Tarnkleidung laufen in Schützenstellungen. „Eine feindliche Einheit ist mehrere Kilometer entfernt, sie soll gestoppt werden“, erläutert ein Offizier den rund 120 Gästen auf der Tribüne. „Cross attachment“ (Annäherung) heißt die Gefechtsübung und es ist eine Premiere. ...

Woher die feindliche Einheit kommt wird schon im Anreißer klargestellt:

In Vorpommern haben Polen und Deutsche erstmals gemeinsam mit Panzern geübt und scharf geschossen. Das soll mit Blick auf Russland sicherheitshalber noch ausgebaut werden.

Also hat der Putin, der notorische Bösewicht, die Einheit geschickt. Das wird im Text bestärkt und natürlich nicht hinterfragt:

Vize-Inspekteur des Heeres der Bundeswehr, Johann Langenegger ... „Wenn wir von Risiko reden, geht der Blick nach Osten - wir haben die gleichen Sicherheitsinteressen“, sagte der 60-Jährige in Torgelow mit Blick auf Russland. ...

Post has attachment

Post has attachment
Fefe ganz garstig

Gute Nachrichten! Endlich hat die Milliarden-Steuerhinterziehung via Cum-Ex juristische Folgen!
Die Staatsanwaltschaft ermittelt!

Oh, Sekunde, ich sehe gerade: Nicht gegen die Bankster, sondern gegen den Chefredakteur von Correctiv. Ja gut, äh, der ist ja auch offensichtlich der Bösewicht hier. Der hat schließlich…

Er habe Banker angestiftet, Geheimnisse zu verraten.
Und DAS geht ja mal GAR nicht! Leute dazu anstiften, kriminelle Machenschaften aufzudecken? Na hör mal! Wo kommen wir da hin?! Sowas macht nur Ärger.

Gut, immerhin ist das Verhalten konsistent. Beim Dieselskandal gehen sie ja auch nicht gegen die Autobauer vor sondern gegen die Umwelthilfe. ...

Post has attachment
Nur so nebenbei

Seit heute gibt es das Bundesgesetzblatt frei im Internet. Die Veröffentlichung ist eine ausdrückliche Kampfansage an die Bundesregierung, welche 2006 die Veröffentlichung neuer Gesetze privatisiert und die Rechte dem privaten Bundesanzeiger Verlag übertragen hat. Das Modell führt mitunter zu der etwas merkwürdigen Situation, dass man sich als Bürger zwar an die Gesetze halten, aber für deren Kenntnis oder etwa den Ausdruck des Bundesanzeigers als einziger amtlicher Quelle Geld bezahlen muss. ...

Die Usedomer Lokalredaktion versucht es mit einer Polizeimeldung:

Polizei nimmt Raddieb auf Usedom fest
In der Nacht zu Dienstag wurde ein 44 Jahre alter Mann auf Usedom festgenommen. Er fuhr mit einem Rad über die Grenze –konnte aber nicht belegen, dass dies sein Rad ist. ...

Es mag sein, dass er ein Fahrrad stahl, sicher ist es aber nicht und geht auch aus der Meldung nicht hervor. Der Autor vorverurteilt den Mann. Wäre ich der Anwalt des Verdächtigen, gäbe es eine Gegendarstellung.

Ein OZ-Redakteur beklagt die immer geringeren Besucherzahlen in Kinos und schlägt vor:

... Kinos, die eigentlich aus einer Zeit stammen, als die Technik noch analog war, sollten soziale Treffpunkte werden. Mit guter, vielleicht sogar zum Film passender Gastronomie. Die Häuser könnten sich mehr für Lesungen, Kabarett, Konzerte öffnen. Public Viewing für Theater, Musik- oder Sportereignisse anbieten. So ist das Kino vielleicht zu retten.

Sie sind nicht zu retten.
Apropos, was tut die OZ gegen die immer geringere verkaufte Auflage? Ich habe bisher nichts bemerkt, was dem Schwund zahlender Leser entgegenwirken könnte. Im Gegenteil: Die journalistische Qualität erreicht immer neue Tiefpunkte. Die Zahl langweiliger Geschichten nimmt zu. Es wird spekuliert, dass die bildliche Heide wackelt. Ich sehe keine Schreibtalente. OZ schrottline ist eine einige Katastrophe.
Die OZ ist nicht zu retten.
Wait while more posts are being loaded