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Peter Addor
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"In einer Epoche, in der alle mit Tools, Techniken und Methoden hantieren, stirbt das Denken aus. Wir leben in der Hohen Zeit der Zauberlehrlinge" (Adrian W. Fröhlich)
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Nachdem Gott tot ist und das Universum sehr relativ, suchen viele Menschen nach neuen Autoritäten. Ich habe einen Blogbeitrag darüber geschrieben: http://bit.ly/2kysnbG

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Neuer Gastbeitrag in meinem Blog über Systeme und ihre Kompexität von Marko Willnecker und Margret Richter. http://bit.ly/2h7EYkv

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Mein neuster Blogbeitrag: Über Bruno Latur und die Natur-Gesellschaftsdichotomie. http://bit.ly/2fiYlGv

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Aus aktuellem Anlass:

«Eine wichtige Beschäftigung im Urlaub ist das Sonnen am Swimmingpool. Dabei existieren Liegestühle an schattigen und sonnigen Plätzen, mit unterschiedlichen Auflagen und unterschiedlich weit von der Bar entfernt. Durch ein Handtuch kann man morgens den bevorzugten Liegestuhl reservieren und so einen Nutzen von 7 erhalten. Eine durchschnittliche Liege ist 3 Nutzeneinheiten wert und eine schlechte Liege nur 0.

Eine andere wichtige Beschäftigung im Urlaub führt dazu, dass man nicht gerne früh aufsteht. Früh aufzustehen verursacht einen Nutzenverlust von 2. Den bevorzugten Liegestuhl erhält man nur, wenn man vor den Miturlaubern am Pool ist. Kommt man gleichzeitig zum Pool, so erhält man nur eine durchschnittliche Liege. Kommt man später als die anderen zum Pool, so sind alle guten und durchschnittlichen Liegestühle schon reserviert und man erhält nur eine von den schlechten, die übrig geblieben sind.»

Wie wird sich der durchschnittliche deutsche Tourist verhalten? (Dasselbe gilt sicher auch für deutschschweizer Touristen).

(Aus dem Standardwerk «Spieltheorie» von Gernot Sieg, Oldenbourg Verlag München, 2010, S. 7).

Die Lösung dieses spieltheoretischen Problems ergibt sich dadurch, dass wir die zwei Parteien »Ich» und «die Anderen» machen und jedem die zwei Strategien «früh aufstehen» und «liegenbleiben» zuordnen. Das ergibt dann folgende Darstellung des Spiels (s. Abbildung).

Bleiben beide liegen, erhalten beide eine durchschnittliche Liege mit dem Wert 3. Kommen beide gleichzeitig früh, erhalten sie ebenfalls eine durchschnittliche Liege mit dem Wert 3, haben aber noch das Aufstehensleid von 2 abzuziehen.

Wie man sieht, gibt die untere Zeile für mich in beiden Fällen den besseren Wert und für die anderen ist die zweite Spalte besser. Das führt dazu, dass der durchschnittliche Tourist früh aufsteht, um einen begehrenswerten Platz zu reservieren und dabei schlechter gestellt ist, als wenn er und alle anderen liegen blieben.

Ich habe das Beispiel auch unter http://www.anchor.ch/wissen/Spiele.htm besprochen.

Von der Realität dieses Verhaltens künden Blätter wie «Der Spiegel und «Die Welt»:
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/liegestuhl-reservierung-briten-fuerchten-sich-vor-deutschen-handtuchkriegern-a-639062.html
http://www.welt.de/reise/article8552317/Deutsche-sind-Weltmeister-im-Reservieren-von-Liegen.html

Nun hat Bruno Jennrich verdankenswerterweise eine Situation vorgeschlagen, die exakt dem Beispiel mit den Liegestühlen gleicht. Auf der Bahnfahrt zum Urlaubsort muss man in Mailand umsteigen. Da der Zug stets verspätet ist, muss man so schnell wie möglich aussteigen, um den Anschlusszug noch in letzter Minute zu erreichen. Jeder der Mitreisenden hat mehrere schwere Gepäckstücke, die er beim Aussteigen mühsam und zeitraubend auf dem Wagen hieven muss.

Wer als einer der Ersten aussteigen kann, erreicht den Anschlusszug, was ihm 7 Punkte wert ist. Diejenigen, die am Schluss aussteigen, verpassen den Anschlusszug und erhalten keinen Punkt. Wer in der Mitte der Warteschlange zum Aussteigen steht, kriegt nur 3 Punkte.

Gerne würde man in Mailand möglichst lange sitzen bleiben. Um aber als erster an der Türe zu sein, muss man früh aufstehen, was einen Nutzenverlust von 2 verursacht. Den bevorzugten Platz an der Türe erhält man nur, wenn man vor den Mitreisenden sein Gepäck zusammengerauft und an die Türe gestellt hat. Steht man gleichzeitig auf, so steht man in der Mitte der Warteschlange. Steht man später als die meisten anderen auf, so muss man sich am Schluss der Warteschlange anstellen und verpasst den Anschlusszug.

Auch das ist ein schönes Beispiel für ein Gefangenendilemma. Die Realität kann ich aus vielen Fahrten Zürich – Diano Marina via Mailand mehr als bestätigen!

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Interessante Reportage auf ZDF info über den Chaos Computer Club (CCC). Ich nahm Mitte der 80er-Jahre an 2 CCC-Veranstaltungen teil und sprach mit Wau und Steffen über eine bessere Welt dank dem Internet.
Hacker, Freaks und Funktionäre
Die Geschichte des Chaos Computer Clubs (CCC) ist gleichsam eine Geschichte der deutschen Digitalisierung.

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Komplexe Organisationsstrukturen http://bit.ly/1t37i9g

Mit interessanter Diskussion im Kommentarteil!

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