Profile cover photo
Profile photo
Ann-Bettina Schmitz
819 followers -
http://lesen.abs-textandmore.de/impressum-2/
http://lesen.abs-textandmore.de/impressum-2/

819 followers
About
Communities and Collections
View all
Posts

Post has attachment
Am 24.09.17 ist in 52146 #Würselen, Landgraben der black-smoke-farbige, kastrierte, 2 Jahre alte Maine Coon #Kater HULK #entlaufen. Er ist relativ klein. HULK ist gechipt.

Bitte seht auch in Garagen, Keller u.ä. nach. Verschreckte Katzen verstecken sich gerne dort.

Wem HULK zugelaufen ist oder wer etwas über seinen Aufenthaltsort weiß, bitte die TASSO-Notrufnummer 06190-937300 anrufen (sie ist Tag und Nacht erreichbar).
Suchnummer: S2282871
Photo

Post has attachment
Am 22.09.17 ist in 52070 #Aachen der schwarze, kastrierte, 2 Jahre alte EKH #Kater FRITZ #entlaufen. Er ist gechipt und tätowiert. Fritz´ Revier ist das Karree Alfonsstrasse, Lothringerstrasse, Wilhelmstrasse und Augustastrasse.

Bitte seht auch in Garagen, Keller u.ä. nach. Verschreckte Katzen verstecken sich gerne dort.

Wem FRITZ zugelaufen ist oder wer etwas über seinen Aufenthaltsort weiß, bitte die TASSO-Notrufnummer 06190-937300 anrufen (sie ist Tag und Nacht erreichbar).
Suchnummer: S2282745
Photo

Post has attachment
Heute gibt es etwas für die Freunde von Liebesromanen. Nett zu lesen, aber für meinen Geschmack ein bisschen zu viel "heile Welt".

Post has shared content
Eigentlich wollte Oskar Schindler einen Textilbetrieb als Treuhänder übernehmen. Zum Glück wurde aus diesen Plänen nichts, denn so ein Betrieb war nicht "siegentscheidend". So kaufte er einen metallverarbeitenden Betrieb, ohne den Schindlers Liste nicht möglich geworden wäre.

Post has shared content

Am 18.09.17 ist in 52070 #Aachen, Siedlung Daheim der schwarze, kastrierte, 1 Jahr alte EKH #Kater AMIGO #entlaufen. Er hat eine weiße Brust, weiße Pfoten und weiße Barthaare. AMIGO ist gechipt.

Bitte seht auch in Garagen, Keller u.ä. nach. Verschreckte Katzen verstecken sich gerne dort.

Wem AMIGO zugelaufen ist oder wer etwas über seinen Aufenthaltsort weiß, bitte die TASSO-Notrufnummer 06190-937300 anrufen (sie ist Tag und Nacht erreichbar).
Suchnummer: S2281755

Post has shared content

Post has shared content

Post has shared content
»Die Beschwörungsformel« - Spannendes und anspruchsvolles Buch nicht nur für Kinder, sondern #Lesespaß für die ganze Familie.
#Leseprobe:
... „Unbefugten ist das Betreten des Flughafengeländes verboten“, stand in dicken roten Buchstaben auf einem großen Blechschild. Es war an dem hohen Maschendrahtzaun befestigt, der das weitläufige Areal umgab. Kalatur stand schon eine ganze Weile am Zaun, beobachtete das Starten und Landen der Flugzeuge, bewunderte die Geschwindigkeit, die die Flugzeuge kurz vor dem Abheben erreichten, sah staunend zu, wie sie abhoben, höher und höher stiegen, und sah ihnen nach, bis sie, immer kleiner werdend, schließlich gänzlich in den Wolken verschwanden.
Er hatte sehr schnell festgestellt, dass Fliegen nicht so einfach funktionierte, wie Busfahren. Die Menschen warteten nicht einfach an der Startbahn auf den nächsten Flieger, um dann einzusteigen wie in einen Bus, sondern betraten ihn durch einen beweglichen Gang, der mit dem Flughafengebäude verbunden war.
Zu einem Flugzeug, das auf dem weitläufigen Rollfeld stand, führte eine fahrbare Treppe hinauf, Mechaniker hantierten an Fahrgestell und Triebwerken, ein Tankwagen fuhr vor, um die Treibstofftanks zu betanken. Diese stählernen Ungetüme flogen zwar schnell und weit, aber sie konnten nicht, so wie er, aus eigener Kraft fliegen, sondern sie verbrauchten zur Energieerzeugung ungeheuere Mengen Kerosin und bliesen als Abfallprodukt giftige Abgasschwaden in die Luft. Kalatur beschloss, dieses Flugzeug näher zu inspizieren. Vorsichtig sah er sich um, vergewisserte sich, dass niemand ihm zusah, und löste seinen materialisierten Körper in feinen Rauch auf. Ungehindert flog Kalatur über den Zaun mit dem Warnschild hinweg, umkreiste das Flugzeug, spähte durch die runden Fenster ins Flugzeuginnere hinein, wo gerade eine Putzkolonne damit beschäftigt war, den Passagierraum für den nächsten Flug zu reinigen. Er flog weiter, und als er sah, dass niemand im Cockpit war, konnte er seine Neugier nicht mehr länger zügeln und flog durch die offene Tür ins Flugzeug hinein.
Das Cockpit des Riesenvogels starrte vor Instrumenten, Hebeln und Schaltern. Erstaunlich, dass ein Mensch hier überhaupt durchblicken konnte. „Ob ich wohl unbemerkt zusehen kann, wie der Pilot dieses stählerne Ungetüm fliegt?“, dachte Kalatur beeindruckt. Er sah sich um. „Vielleicht kann ich mich hier irgendwo verstecken?“ Doch es war eng in der Flugzeugkanzel. Außerdem wusste er aus dem Buch der Baumanns, dass während des Fluges noch ein Kopilot anwesend sein würde. Sein feiner Rauch bliebe im Cockpit bestimmt nicht unbemerkt. Nein, wenn er in einem dieser stählernen Vögel mitfliegen wollte, dann musste er das in materialisierter Menschengestalt tun.
Langsam flog Kalatur über den großen Parkplatz vor dem Flughafengebäude hinweg. Er suchte nach einem stillen Fleck, wo er sich ungesehen wieder materialisieren konnte. Am hinteren Ende des Platzes war niemand zu entdecken, nur ein Mann und eine Frau, die wortreich und lautstark damit beschäftigt waren, ihr umfangreiches Gepäck auf einen Kofferkuli zu verstauen. Die beiden würden ihn gar nicht bemerken, denn seit sich seine Energie wieder stabilisiert hatte, konnte er seine Gestalt so schnell wie früher wechseln. Er begann zu wirbeln, verdichtete sich, und im nächsten Moment stand er auch schon in Menschengestalt auf dem Parkplatz. Kalatur sah an sich hinunter – nein, im roten Lendenschurz konnte er sich hier nicht blicken lassen – und in der nächsten Sekunde trug er wieder jenen unauffälligen grauen Anzug, in dem er seine Busfahrten unternommen hatte. Als er sich zum Gehen anschickte, stand plötzlich ein kleines Mädchen zwischen den Autos. Die Kleine mochte vielleicht 5 oder 6 Jahre alt sein. Sie starrte ihn mit großen Augen und offenem Mund an und Kalatur dachte sich: ‚Gleich wird sie schreiend davonlaufen’, aber sie holte nur tief Luft und fragte dann:
„Bist du ein Zauberer?“
Er wusste nicht so recht, was er darauf antworten sollte und meinte nach einigem Zögern:
„Kann schon sein.“
„Wie David Copperfield?"
„Ja, so ähnlich“, sagte Kalatur, obwohl er keine Ahnung hatte, wer David Copperfield war.
„Mein Papa sagt, der kann gar nicht richtig zaubern. Das sind alles nur Tricks!“
„Da hat dein Papa ganz sicher recht.“
„Und das was du gerade gemacht hast, war das auch nur ein Trick oder kannst du richtig echt zaubern?“
„Aber nein, das war natürlich auch nur ein Trick.“
Die Kleine musterte ihn von oben bis unten. „Kennst du auch einen Trick, um meinen Brummi wieder heil zu zaubern? Er hat ein Ohr verloren.“ Sie hielt ihm einen ausgefransten, einohrigen Teddybären hin. „Meine Mama will ihn wegwerfen, weil er schon so alt ist und nicht mehr schön aussieht. Aber er ist doch mein Lieblingskuscheltier!“
Kalatur erinnerte sich an die Zaubersprüche, mit denen die Baumanns versucht hatten, ihn aus der Flasche zu zwingen. Er nahm den Teddy, murmelte geheimnisvoll: „Simsalabim“, und im nächsten Moment hatte der Teddy wieder beide Ohren und sein braunes Plüschfell sah aus wie neu.
Die Kleine drückte ihren Bären freudestrahlend an sich.
„Kannst du mir verraten, wie der Trick funktioniert?“
„Nein, das kann ich nicht. Zaubertricks sind streng geheim!“
„Schade, dann könnte ich meinen Brummi nämlich immer wieder selbst heil zaubern!“
„Janine! – Janiiine, wo steckst du schon wieder!“, rief eine ärgerlich klingende Stimme. Die Frau, die er vorhin mit dem vielen Gepäck beobachtet hatte, kam in ihren engen, spitzen Schuhen eilig herangestöckelt, und ihre hohen Absätze klackten laut bei jedem Schritt. Sie packte die kleine Janine wütend an der Hand. „Warum läufst du weg? Du weißt doch, dass wir spät dran sind!“
„Mama, Mama, der Mann hier ist ein Zauberer! So einer wie David Copperfield!“, rief Janine aufgeregt. „Er hat meinen Brummi wieder heil gezaubert!“
„Ja, ja, komm jetzt, wir müssen noch einchecken!“, befahl die Frau mit den klackenden Schuhen und zog die Kleine achtlos hinter sich her.

Enttäuscht studierte Kalatur die große Anzeigetafel in der Abflughalle: Hamburg, Paris, London, Düsseldorf, Malaga, Split, Palma de Mallorca, Athen, Frankfurt – kein Flieger nach Sydney oder Perth oder sonst einer australischen Großstadt. Er sah sich um: Die Menschen warteten vor verschiedenen Schaltern, um ihre Koffer abzugeben. Auch die Eltern der kleinen Janine entdeckte er am Ende einer dieser Schlangen. Aber er, Kalatur, hatte kein Gepäck und er brauchte auch keines. Dann sah er einen Uniformierten, der eilig durch die Halle schritt. Am Revers seines Jacketts war ein Schild befestigt, das ihn als Jochen Anthofer auswies. Kalatur ging auf ihn zu und fragte höflich:
„Entschuldigen Sie vielmals, wann fliegt denn das nächste Flugzeug nach Australien?“
Der Angesprochene blieb stehen und musterte Kalatur erstaunt von oben bis unten: „Australien? Flüge nach Übersee starten nur ab Frankfurt oder München – und auch von dort können Sie nicht direkt nach Australien fliegen. Da müssen Sie in Los Angeles oder Singapur zwischenlanden!“ Kopfschüttelnd ging Jochen Anthofer weiter. Flüge nach Australien – das hätte ihm gerade noch gefehlt. Wenn er Flüge nach Australien abfertigen müsste, fiele ihm die Arbeit doppelt so schwer, denn er sparte schon seit einiger Zeit auf einen großen Australienurlaub.
„Na gut“, überlegte Kalatur, „ich wollte ja nur einmal das Fliegen im Flugzeug ausprobieren. Paris oder London taugen auch für einen Probeflug.“
„Janine, lauf anständig und hops nicht so herum!“ Die schrille Stimme von Janines Mutter riss ihn aus seinen Überlegungen. Janines Eltern hatten ihre sperrigen Koffer abgegeben und trugen nur noch kleinere Gepäckstücke bei sich. Sie steuerten eilig auf ein kleines Tor zu über dem stand: „Gate 4“, und mit roten Leuchtbuchstaben blinkte eine weitere Anzeige auf: „Flug Nr. LH 722 – Hamburg“. Die kleine Janine flog also mit ihren Eltern nach Hamburg. „Hamburg ist gerade so gut wie Paris oder London“, entschied Kalatur und wandte sich auch dem Gate 4 zu.
„Ihren Boardingpass bitte!“, hielt ihn ein Uniformierter am Gate auf.
„Boardingpass? Was ist das?“
„Die kleine weiße Karte, die Sie beim Einchecken bekommen haben!“
Die kleine Janine drehte sich um: „Hallo Zauberer, sieh mal, das ist mein Boardingpass! Ich darf meinen schon selbst herzeigen. Aber wenn du keinen hast, kannst du dir sicher einen zaubern!“
„Gute Idee!“, meinte Kalatur, griff in seine Jackentasche, murmelte geheimnisvoll: „Simsalabim“, und zog eine weiße Karte aus der Tasche, auf der stand: „Flug Nr. LH 722 – Hamburg“, und dazu noch einige andere Buchstaben und Zahlen.
„Witzbold“, knurrte der Uniformierte und ließ Kalatur passieren.
„Und jetzt wird gleich alles durchleuchtet“, erklärte Janine, „mein Brummi auch, und Mamas Handtasche, und Papas Laptop. Den muss er manchmal …“
„Janine, belästige den Herrn nicht mit deinem dummen Geplapper!“ Mit scharfer Stimme schnitt die Mutter der Kleinen das Wort ab und wandte sich dann ungeduldig an ihren Mann: „Du bist dran, nun leg schon endlich deinen Aktenkoffer aufs Band!“
Aktenkoffer, Pilotenkoffer, Kosmetikkoffer, Umhängetaschen, Handtaschen, Rucksäcke, Rollenkoffer, Kamerataschen, Laptoptaschen, Plastikbeutel – manchmal kam es Jochen Anthofer so vor, als bestünde sein ganzes Leben aus Gepäckstücken – aus Handgepäck, das er auf seine Ungefährlichkeit kontrollieren musste. Manchmal, besonders wenn er, wie zurzeit, lange keinen Urlaub mehr gehabt hatte, dann träumte er sogar des Nachts davon. Jochen Anthofer durfte sich keine Nachlässigkeiten erlauben, die Sicherheit der Fluggäste hing von seiner Aufmerksamkeit ab. Nicht auszudenken, wenn es jemandem gelänge, Waffen oder Sprengstoff an Bord eines Flugzeugs zu schmuggeln. Im Laufe der Jahre hatte er einen scharfen Blick für die diversen Gepäckstücke und die dazugehörenden Passagiere entwickelt. Meist konnte er schon vorher in etwa erahnen, was sich in ihren Taschen und Köfferchen befand, ob der Inhalt ordentlich gepackt, oder nur hastig hineingestopft war, was nicht mehr in die Koffer gepasst hatte, ob sie Akten und Papierkram mit sich führten oder Reiseführer, Kameras und Urlaubsutensilien. Er musterte den elegant gekleideten jüngeren Mann im dunklen Nadelstreifenanzug: ‚Geschäftsmann’, dachte er bei sich, ‚teurer Aktenkoffer aus schwarzem Leder mit dem Label einer Nobelmarke.’ Die aufgedonnerte junge Frau, die ungeduldig ein kleines Mädchen hinter sich herzerrte, war vermutlich seine Frau. Jochen Anthofer ließ das Förderband auf Knopfdruck ein Stück weiterlaufen, bis der teure Lederkoffer auf seinem Bildschirm erschien. Röntgenstrahlen verrieten ihm den Inhalt: Akten, Schreibzeug und Laptop, und irgendwo in einer Ecke konnte er einen Rasierapparat erkennen. Keine Pistole, kein Messer, kein Sprengstoff. Jochen Anthofer war sich zwar sicher, dass der Laptop, den sein Bildschirm anzeigte, wirklich nur ein harmloser Computer war, aber die Sicherheitsvorschriften verlangten, dass der Aktenkoffer ausgepackt, und der Computer von Hand auf seine Ungefährlichkeit überprüft wurde. Etwas ungehalten öffnete der Geschäftsmann den Aktenkoffer, nahm den Laptop Marke Toshiba heraus und ließ ihn hochfahren. Der blaue Desktophintergrund zeigte ein eindrucksvolles Firmengebäude mit der Aufschrift: „Moneda-Finanz-GmbH“. Die Akten, ebenfalls in blauen Ordnern, zeigten den gleichen Aufdruck. Jochen Anthofer registrierte ein kostspieliges Schreibzeug im Lederetui und unten im Koffer den Rasierer in einem grauen Hartplastikfutteral mit dem Aufdruck „Remington“. Auch der Inhalt seiner Jacken- und Hosentaschen – Geldbörse aus hellem Schweinsleder, ein Autoschlüssel der Marke Jaguar mit einem kleinen Golfschläger als Anhänger, ein Nokia Smartphone, ein Stofftaschentuch mit rotem Rand und eine angebrochene Packung Aspirin - den der Besitzer des Aktenkoffers auf Geheiß auf ein extra Tablett gelegt hatte, erwies sich unter Jochen Anthofers Röntgenschirm als harmlos. Der Herr im Nadelstreifenanzug blieb kurz im Metalldetektor stehen, dann konzentrierte sich Jochen Anthofer wieder auf sein Röntgengerät und das rote Rollköfferchen, das die aufgedonnerte Frau mit den hochhackigen Schuhen aufs Band gelegt hatte. Jochen Anthofer stellte fest, dass er den Inhalt ziemlich genau erraten hatte. Gefährliches und Verbotenes konnte er auf seinem Bildschirm nicht entdecken, und die Frau und das Kind gelangten durch den Metalldetektor in den Warteraum. Nun stand nur noch ein einzelner Mann im grauen Anzug da. Sein Kollege, der die Boardingpässe kontrolliert hatte, war bereits zum Gate 5 gegangen, um den Flug nach London abzufertigen, die anderen machten Mittagspause.
„Würden Sie bitte Ihr Handgepäck aufs Band legen!“
„Benötige ich Handgepäck?“
Jochen Anthofer sah erstaunt auf: Das war doch dieser merkwürdige Typ, der eigentlich nach Australien wollte. „Jeder hat Handgepäck. Meist sogar viel zu viel.“ Jochen Anthofers Misstrauen war geweckt, und es steigerte sich, als dieser seltsame Typ mit dem schwarzen Pferdeschwanz und den unheimlich funkelnden Augen sich bückte, einen schwarzen, ledernen Aktenkoffer mit dem Label einer Nobelmarke hochhob und aufs Band legte. Der Koffer glich dem des Herrn im Nadelstreifenanzug wie ein Ei dem anderen. Jochen Anthofer ließ das Band ein Stück weiterrollen, bis der Koffer unter seinem Röntgengerät zu liegen kam. Er konnte jedoch keinerlei Inhalt erkennen.
„Der Koffer ist ja leer!“ Sein Misstrauen steigerte sich.
„Ist das verboten?“
„Es ist ungewöhnlich!“
„Der Koffer ist nicht leer“, behauptete der Mann mit dem Pferdeschwanz.
Jochen Anthofer erhöhte die Strahlendosis und jetzt zeichneten sich tatsächlich auf seinem Bildschirm Aktenordner ab, ein Laptop, Schreibzeug und unten in einer Ecke konnte er einen Rasierapparat erkennen.
„Bitte öffnen Sie den Koffer! Die Sicherheitsvorschriften verlangen, dass der Laptop von Hand kontrolliert wird.“
Der merkwürdige Passagier ließ die Schlösser aufschnappen, klappte den Deckel auf und hob den Laptop Marke Toshiba heraus. Jochen Anthofer registrierte die blauen Akten mit der Aufschrift „Moneda-Finanz-GmbH“, das kostspielige Schreibzeug und den Remington-Rasierer – und er wunderte sich schon gar nicht mehr, dass der Computer nach dem Hochfahren das Firmengebäude jener Finanz-GmbH als Desktophintergrund hatte.
„Es kann eine ganz harmlose Erklärung dafür geben“, überlegte er. „Es sind wahrscheinlich Kollegen, die gemeinsam zu einer Tagung fliegen …“ Trotzdem wurde er das Gefühl nicht los, dass hier irgendetwas faul war.
„Bitte den Inhalt Ihrer Jacken- und Hosentaschen auf das Tablett hier legen“, forderte er den mysteriösen Fluggast auf, der eigentlich eine Maschine nach Australien gesucht hatte und nun ganz schlicht und einfach nach Hamburg fliegen wollte.
„Ich nehme an, es ist üblich, Inhalt in den Jacken- und Hosentaschen zu haben“, sagte der Seltsame und legte eine Geldbörse aus hellem Schweinsleder, einen Autoschlüssel der Marke Jaguar mit einem kleinen Golfschläger als Anhänger, ein Nokia Smartphone, ein Stofftaschentuch mit dunkelrotem Rand und eine angebrochene Packung Aspirin auf das Tablett.
„Hier stimmt etwas nicht, – irgendetwas stimmt hier ganz und gar nicht“, fuhr es Jochen Anthofer durch den Kopf. Er hatte zwar keinen Sprengstoff entdeckt, keine Waffen und auch sonst nichts Verbotenes, trotzdem wurde er das Gefühl nicht los, dass hier etwas höchst sonderbar und womöglich sogar gefährlich war. „Kann ich noch einmal Ihren Boardingpass sehen?“, forderte er den seltsamen Passagier auf und las dann halblaut: „Flug Nr. LH 722 – Hamburg“, Reihe K, Sitz Nr. 3!“
„Das hab’ ich auch!“, rief plötzlich das kleine Mädchen, das die aufgedonnerte Frau hinter sich hergezerrt hatte. Es kam durch den Warteraum gehüpft und schwenkte seinen Bordausweis: „Reihe K, Sitz 3! Das ist lustig. Er ist nämlich ein Zauberer!“
Jochen Anthofer glaubte weniger an Zauberer als an Flugzeugentführer, an Ganoven und Betrüger, an Gangster auf der Flucht oder Schlimmeres, und unbemerkt von den restlichen Passagieren drückte er unter seinem Pult auf einen roten Alarmknopf.
Aber Kalatur, der Rauchgeist, hatte es gesehen, und er sah auch die bewaffneten Polizeibeamten, die eilig durch das Flughafenterminal auf das Gate 4 zukamen. ‚Ich habe wohl so ziemlich alles falsch gemacht’, dachte er sich. ‚Ich wollte unauffällig sein, und jetzt kommt die Polizei, und dann gibt es mächtig viel Wirbel und Aufregung – es wird besser sein, wenn ich verschwinde …’, und bevor die Beamten das Gate erreicht hatten, schwebte er bereits als feiner Rauch davon, immer bestrebt, nicht zu hoch unter der Decke zu fliegen und irgendwelche Rauchmelder auszulösen.
„Er ist ein Zauberer, er ist ein Zauberer!“, rief die kleine Janine und klatschte begeistert in die Hände.
Ihre Mutter sah ärgerlich von der Modezeitschrift auf, in der sie gerade geblättert hatte. „Was soll der Blödsinn? Wer ist ein Zauberer?“
„Na der Mann mit dem Pferdeschwanz, der meinen Teddy heil gezaubert hat. Hast Du ihn nicht gesehen? Er hat sich ganz plötzlich in Rauch aufgelöst und ist davongeflogen!“
Janines Vater blickte von seiner Börsenzeitschrift auf, runzelte die Stirn und sagte dann tadelnd zu seiner Frau: „Du lässt das Kind zuviel fernsehen!“

„… Kreislaufkollaps …“
„… Alarm ausgelöst …“
„… nichts Verdächtiges …“
„… wahrscheinlich beim Ohnmächtigwerden auf den Knopf gekommen …“
„… zu viel Stress …“
Als kämen sie von weit her durch dichten Nebel, drangen die Wortfetzen undeutlich in sein Bewusstsein. Er schlug die Augen auf und sah in Gesichter, die sich über ihn beugten. Erst schemenhaft und verschwommen, dann nahm er Einzelheiten wahr: Die Polizeibeamten, Dr. Brenner, den Flughafenarzt, der gerade dabei war, ihm den Puls zu fühlen und den Blutdruck zu messen, und Hartmut Pleitner, seinen Chef, der mit verschränkten Armen und finsterer Miene im Hintergrund stand. Langsam lichtete sich der Nebel in seinem Hirn und er wusste wieder, was passiert war.
„Soso“, wiederholte der Polizeibeamte belustigt, als Jochen Anthofer sich etwas erholt und die seltsamen Geschehnisse zu Protokoll gegeben hatte, „da hat sich also dieser mysteriöse Dunkelhäutige so mir nichts, dir nichts vor Ihren Augen in Nebel aufgelöst und ist davongeflogen!“
„Nein, nicht in Nebel, in Rauch, in feinen, weißen Rauch, der dann dort durch die Abflughalle geschwebt ist!“
„Aha, in Rauch. Und dieser seltsame duplizierte Koffer, der Schlüsselbund und die anderen Sachen – wo sind die?“
Jochen Anthofer sah sich um. „Ich glaube, die sind verschwunden!“
Die Polizeibeamten sahen sich vielsagend an, und Dr. Brenner holte eine kleine Lampe aus seiner Kitteltasche, leuchtete ihm in die Pupillen, murmelte etwas von Stresssymptomen und Überarbeitung und begann geschäftig, eine Spritze aufzuziehen.
Sein Chef kratzte sich verlegen am Kopf und fragte dann: „Und wann, sagten Sie, haben Sie das letzte Mal Urlaub gemacht?“
#Kinderbuch #Jugendbuch # #ebook #Fantasy #Spannung #Abenteuer #Taschenbuch # #debk
http://www.e-books-fuer-kids.de
https://www.amazon.de/dp/B00YAOHVTA/ref=cm_sw_em_r_mt_dp_5n0mxbSXVMGZX
https://www.hugendubel.de/de/buch/hildegard_gruenthaler-die_beschwoerungsformel-29609103-produkt-details.html?searchId=1423370286
Photo
Wait while more posts are being loaded