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Mathias Wolters Heilpraktiker für Chinesische Medizin
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Warum sind manche Männer nach dem Sex müde 

Aus chinesisch medizinischer Sicht hat die männliche Sexualität viel mit der Energie Ebene Jueyin (Leber/Pericard) zu tun. Die Leber nährt und beeinflusst die Sehnen und die Genitalien. Kommt es zur Erektion und den erregenden Gefühlen dann geht der Wind von der Leber hoch zum Pericard. Das Pericard verteilt das Blut in unserem Köper und nur über das Blut ist es uns möglich wahrzunehmen, da im Blut der Shen/Geist ist. Das Pericardium hat auch eine direkte Verbindung zu den Genitalien und weshalb die Erektion auch so intensive wahrgenommen wird.
Warum sind einige Männer nach dem Organsmus müde und schlafen ein und tun es nach dem Sport nicht? Sex ist körperliche Aktivität mit einer starken Beteilung des Geistes und der Gefühle.
Kommt es zu Müdigkeit nach dem Sex so gibt es dafür zwei Möglickeiten. Der Sperma ist aus Sicht der chinesischen Medizin die Essenz aus dem Blut. Der Mann braucht für die Produktion der Sperma viel Blut und Yang. Zum Nähren des Yang braucht der Mensch auch viel Yin, Flüssigkeiten. Die Ejakulation bedarf also genügend Yang/Blut und Yin. Hat der Mann ein Defizit im Yang/Blut und/oder Yin so kann es zu Müdigkeit kommen. Männer haben nach der Ejakulation schlicht weg weniger Yang/Blut im Yin und der Schlaf ist dann eine natürliche Reaktion das Yang sich wieder erholen zu lassen. Das Yang ist in diesem Moment zu schwach um wieder zur Leber aufzusteigen und uns wach zu halten. Beim Sport haben wir nicht diesen tiefen Yang Verlust. Meistens wird das Yang stimuliert, kommt es doch zum Yang Verlust, so ist dieser nicht so tief. Sportler fühlen sich vielleicht erschöpft aber sie fallen nicht in den Schlaf.
Die andere Möglichkeit kann sein, das Männer mit exzessiven Begierden (Hitze im Pericard) durch den Orgasmus ihre Unruhe stillen und danach endlichen chillen können. Das starke Feuer kann nun plötzlich nach unten gehen und diese Männer können in den Schlaf fallen, da sie endlich sich tief entspannen. Dieses Absteigen des Feuers ist natürlich, hier haben wir aber ein zu starkes Feuer aufgrund der Hitze im Blut. Der Wind von der Leber hinauf zu Pericard ist zu stark. Nachdem Organsmus ist zuviel Yang verbraucht und das Yang kann nicht natürlich von den Nieren, dem Ministerfeuer wieder zur Leber aufsteigen und uns wach halten.

Heutige TCM folgt nicht mehr dem Wandel und den Prinzipien der alten Tradition der chinesischen Medizin

Die ursprüngliche chinesische Medizin folgt dem Prinzip der Wandlung, welches auch Ausdruck in dem bekannten Yin Yang Symbol findert. Wir finden in dem beiden Fischenaugen immer die Farbe der anderen Phase. Das Yin Yang Symbol beschreibt die Bilder des Mondes am Himmel. So sehen wir in der Nacht (Yin) den scheinenden Vollmond. Der Mond gleicht am Himmel der größe der Sonne und wird auch von Ihr beschienen. Der Mond ist also in der Nacht (Yin) das Yang Auge in dem dunklem Fisch. Genauso ist es am Tag (Yang) der ,von der Sonnne, unbeschienen Mond dunkel und stellt das dunkel Auge im hellen Fisch des Yin Yang Symbols dar. In der ursprünglichen chinesischen Medizin sind Yang und Blut die beiden Seiten einer Medallie und Qi und Yin bilden ein Paar. 
Die modern TCM ordnet aber das Qi dem Yang und Blut dem Yin zu. Diese ist der männliche Weg, wo nur der Weg der Sonne angeschaut wird. Am Tag sieht man die hell scheinende Sonne und in der Nacht scheint die Sonne nicht. Hier gibt es nur noch den Wandel von Tag und Nacht aber wir haben nicht mehr die Sicht des ursprünglichen Yin Yang Symbols, wo in einer Phase immer die Andere Qualität zu sehen ist.
Die modere chinesische Medizin ist somit eine rein materialistische Medizin geworden. Sie hat dieselbe Ausrichtung wie die Schulmedizin. Hingegen ist die ursprüngliche chinesische Medizin aus der Han Dysnastie eine energetische Medizin, die dem mytologisch weiblichen Prinzip folgt, dem Prinzip der Wandlung. In dieser Sicht stehen Yang dem Yin nicht einfach gegenüber, sondern Yang (unsere Funktionalität) ist in unserem Blut (der yin-ige Anteil des Yang) die bewegende und wärmede Kraft. Und Qi (yang-ige Anteil des Yin) ist der Dampf aus dem Flüssigkeiten (Yin). Hier haben wir dann nicht die materialistische Sichtweise sondern eine Sichtweise, dass sich Materie in Energie wandeln kann und umgekehrt, so wie das Materie und Energie nur zusammen Leben erzeugen können. Diese Prinzip wird in der heutigen sogenannten Traditionellen Chinesischen Medizin nicht mehr in den Behandlungen verfolgt.
Daraus ergeben sich völlig andere Behandlungsmethoden und sichtweisen zu den Symptomen der Patienten. Vor allem in der modernen chinesischen Kräutermedizin kann man häufig sehen, dass die jetztige sogenannte traditionelle chinesische Medizin nicht dem Prinzip des Lebens, des Wandels folgt.

Menopause/ Wechseljahre

Wie behandelt die chinesische Medizin das menopausale Syndrom. In dieser Phase der Hormonumstellung bei Frauen kann es viele unterschiedliche Symptome geben wie zum Baispiel: Hitzewallungen, Schweißausbrücke, Nachtschweiß, Blasenschwäche, Nachts Wasserlassen, veränderter Zyklus, trockene Schleimhäute, Mundtrockenheit, Stimmungsschwankungen, Depression, Schlafstörungen, Gewichtzunahme.
Wenn wir all diese Symptome ordnet nach den Yin/Qi und Yang/Blut, dann sehen wir, das das Yang (Hitze, Lebensenergie) nach außen und oben wegflutet. Das Yang flutet nach oben und außen weil es schwach ist und/oder weil das Blut zu trocken und vermindert ist und so das Yang nicht fest hält.
Eine Regel in der chinesischen Medizin besagt, dass ein starkes Yang steigt aber auch wieder zurück in den Körper singt. Wir haben aber in diesem Lebensabschnitt einen Zeitpunkt wo das Yang und Blut relativ vermindert sind. Yang und Blut sind die zwei Seiten einer Medaille, genauso wie Yin und Qi. So sind die Symptome wie Hitzewallungen, Schweißausbruch, Nachtscheiß, Blasenschwäche, Schlafstörungen ein schwaches, nach außen flutendes Yang. Haarausfall kann sowohl durch Blutmangel und nach außem flutendem Yang entstehen. Gewichtszunahme kommt zu Stande, weil wir ein schwaches, nach Außen treibendes Yang haben, was den Stoffwechsel im Innern des Körpers nicht antreibt und wir so ein Yin Überschuss bekommen und so an Gewicht zu nehmen. Trockene Schleimhäute deutet auf den Blutmangel an und, dass das Yang das Blut nicht bewegt. Die emotionalen Veränderungen sind ein Zeichen für ein Mangel und ein Stagnieren von Yang und Blut, welche nicht sauber im Körper zirkulieren. So sind Yin und Yang nicht mehr gut miteinander balanziert.
Wir haben kein Yin Mangel wie so oft in der modern traditionellen chinesischen Medizin (TCM) behauptet wird. Diese Mißverständnis habe ich in dem letzten Artikel über Yin Yang beschrieben. Würde man wie in der TCM Yin stärken, gehen vielleicht die Hitzewallung weg aber wir würden das Yang, unsere Lebensenergie noch mehr mindern. Diese Therapie müssten wir später mit einem anderen Preis bezahlen, da unser Yang noch mehr durch eine Yin stärkende Therapie geschmälert wurde. In dem klassischen Verständnis der chinesischen Medizin muss darauf geachtet werden, dass wir den Wandel der verschiedenen Kräfte wieder in Gang bringen. Diesen Wandel von Yin und Yang kann nur wieder gut funktionieren wenn das verminderte Yang/Blut genährt wird und es so wieder zu einem Gleichgewicht zwischen Yin und Yang kommt. Wie schon erwähnt sinkt ein Yang auch wieder ab. Wird das Yang aber unterdrückt indem man Yin stärkende Kräuter verabreicht, so betreibt man nur eine symptomatische Therapie aber keine Therapie, die die Selbstheilung des Menschen anregt.

Sichtweise der chinesischen Medizin auf Nahrungsmittelallergien

Zur Zeit scheint es immer mehr Allergien zu geben, was nach hiesiger Meinung an verschiedenen Faktoren liegt, wie Umweltgifte, Immunsytemschwäche und der Überreaktion des Immunsystems auf die Giftstoffe, Schlacken und Pathogene. 
Es scheint gerade fast schon en vogue zu werden das Allergien, wie Gluten, Laktose und Fruktose Allergien, sozusagen zum Leben dazugehören. Ich meine damit nicht, dass es keine schwere Allergie auf Nahrungsmittel gibt. Selbstverständlich ist es dann gut diese Lebensmittel für eine Weile zu meiden.
Sind die gängigen Blickrichtungen auf das Thema Allergien wahr oder können sie auch anders betrachtet werden? Die Therapieideen, die zur Zeit bei Nahrungsmittelallergien existieren, sind z.B. die Allergien vermeiden, den Körper entgiften und andere Methoden. Das Vermeiden der Allergie nimmt ein immer größeres Ausmaß an, was man gut darin erkennt, dass die Produktregale für Nahrungsmittelallergiker immer größer werden. 
Bleiben Allergiker aber immer in der Rolle des Vermeidens, des Ausweichens kann sich unser Leben schnell immer enger und eingeschränkert anfühlen und unser Umgang mit der Umwelt wird von Angst und Vermeiden bestimmt. So bleiben wir in der Rolle des Sensiblen stecken.
Ein Klassiker der chinesischen Medizin das Shang Han Lun aus der Han Dynastie (206 v Chr. bis 220 n. Chr.) beschreibt sehr genau wie der Körper auf Pathogen und Allergene mit seinem körperlichen Yang antworten kann und was therapeutisch zu tun ist, wenn der Körper nicht mehr adäquat seine Aufgaben erfüllen kann. Die Idee in den Klassikern der chinesischen Medizin war es, dass eine kräftiges Yang unsere Immunsystem richtig und nicht überreagieren lässt. Wenn unser Yang aber in einer der Energieebenen stecken geblieben ist, kann es in den verschiedenen Energieebenen des Körpers zu unterschiedlichen Körperreaktion kommen. Meistens ist bei Nahrungsmittelallgien das Yang zu schwach und der Dünndarm zu kalt, Milz und Pankreas haben eine zu schwache Funktion. So können die komplexen Stoffwechselprozess nicht mehr genügend und sauber ausgeführt werden. Es müssen dann die Allergiesymtome beruhigt werden, aber im wesentlich muss das Yang gestärkt werden, der Dünndarm gewärmt und Milz/Pankreas tonisiert werden. Ein starkes Yang bedeutet, dass wir uns mit der Umwelt auseinander setzen können und unser Immunsystem aktiv funktioniert aber auch nicht überreagiert. Die Überreaktion des Immunsystem heißt nämlich eigentlich, dass das Immunsystem schon am Boden ist. 
So muss die vordringlichste Aufgabe seinen das Yang zu stärken, die Verdauungsorgane zu wärmen und erst dann kann man auch für ein guten, sauberen Fluss des Blutes zu sorgen. 
Stellen wir uns den Fluss unsers Blutes bei Nahrungsallergieen vor wie ein kleines versiegenes Bächlein. Hier ist der Wasserstrom schwach, das Wasser ist trübe und es bleiben am Ufer immer mehr Schlacken liegen. Wir müssen dann erstmal das Blut auffüllen und den Fluss des Blutes stärken. Dann wird unser Körper von selbst immer besser arbeiten und entgiften können. Falls es sein muss Giftstoffe auszuleiten, kann der Körper diese Aufgabe viel besser tun und dabei wird unser Yang und Blut nicht noch mehr geschwächt. Auch hier hat die chinesische Medizin eine andere Sichtweise als die Naturheilkunde, wo vielfach gegen Viren, Bakterien, gekämpft und Gifte und Schlacken ausgeleitet werden. Die chinesische Medizin geht davon aus, dass ein starkes Yang alle Stoffwechselvorgänge organisiert und antreibt, wodurch ganz natürlich auch entgiftet und ausgeleitet wird. Wenn wir den Körper entgiften über Ausleitungsverfahren, so bedeutet es auch immer ein Verbrauchen unseres körpereigenen Yang, das uns später fehlen kann. Denn haben wir weniger Yang kann auch wieder schneller eine Erkrankung oder eine Allergie entstehen.
Aus der Sicht der chinesische Medizin haben wir Menschen in der heutigen Zeit immer weniger Yang. Viele Erkrankungen haben damit zu tun, dass unser Yang nicht richtig und adäquat auf die Umwelt reagiert. In der chinesische Therapie und in der allgemeinen Lebenspflege geht es häufig darum unser Yang zu stärken und sauber fließen zu lassen.

Die Wintersonnenwende am 21. Dezember

Was bedeutet die Wintersonnenwende für uns, ausser dass sich die meisten Menschen freuen, dass die Tage ab dann wieder länger werden?
Interessant ist es diesen Zeitpunkt im Jahr nach dem Konzept von Yin und Yang zu betrachten.
Der Sommer ist Yang und der Winter ist Yin. Im Sommer ist das Yang, unsere Aktivität und Energie mehr im Aussen. Im Winter ist es genau anders herum, unser Yang ist mehr Innen und Yin ist mehr außen. Da Yang und Blut die beiden Seiten der selben Medaille sind, sind Yang und Blut im Winter und besonders an der Wintersonnenwende tief im Innern des Körpers. Deshalb haben wir im Winter eher Symptome wie Kältegefühle, wir frieren schneller, die Hände und Füsse werden eher kalt und es kommt auch zu trockener und rissiger Haut.
So ist es günstig im Winter allgemein und im besondern zum Zeitpunkt der Wintersonnenwende das Blut zu nähren und zu wärmen. In den Tagen um den 21 Dezember ist es ein sehr günstiger Zeitpunkt den Körper zu stärken und die Konstitution aufzubauen.
In der chinesischen Medizin hat man hierfür eine bestimmte Rezeptur genutzt, die das Blut stärkt, das Blut in den Gefäßen besser zirkulieren lässt, starkt wärmt und das Yang und somit auch das Blut wieder nach außen bringt.
Zum Zeitpunkt der Wintersonnenwende soll das Blut und Yang wieder anfangen nach außen zu zirkuieren bis es dann zur Zeit der Sonnenwende ganz im Außen ist.
So ist es möglich den natürlich Fluss von Yin und Yang im Jahr zu unterstützen und an den jeweiligen Extrempunkten im Zyklus den Anstoß zu geben, so dass Yin und Yang wieder in die Gegenrichtung zu fließen.
Somit ist es günstig zur Wintersonnenwende warm, scharfe Suppen, wenn möglich mit Fleisch, Angelika sinesis, Paeonia alba, roten Dattel, Süßholz, Zimtstangen, Zimtrinde und Ingwer und andern scharfen Gewürzen zu essen.

Herbst Wetter
Die Tage werden kürzer und die Temperatur geht herunter, was dazu führt, dass die Sättigung der Luft mit Feuchtigkeit geringer ist. So atmen wir mehr trockene Luft ein als im Sommer. Gleichzeitig geht unsere körpereigene Energie (Yang) immer mehr von der Oberfläche nach Innen. Dabei wird das Blut in unserem System ein zweites Mal durch das Yang erhitzt und kann so das Blut trockener machen. Und nach der chinesischen Medizin haben wir auch die Zeit des Yangming-Metalls, dem auch der Funktionskreis Lunge zugeordnet wird. Diese Ebene reagiert gerne wenn sie nicht ausgeglichen ist mit Hitze und Trockenheit. Das zurückgehen des Yang nach Innen, heißt also das Blut auf und befindet sich auch in der Ebene Yangming-Metal (Lunge) und dem Funktionskreis Lunge. Gleichzeitig atmen wir auch noch trockenere Luft ein. So ist es leicht möglich, dass wir eine Trockenheit der Lunge bekommen und es so zu Erkältungen kommt. Die Trockenheit löst eine Blockade in der Lunge aus, so dass sich dann leicht Krankheitserreger in die Lunge eindringen können. Wir bekommen Husten, Fieber, Schnupfen, Bronchitis, Schleim in der Lunge. Die Stagnation der Flüssigkeiten und die Krankheitserreger führen leicht zu Husten mit Schleim, wenn sich dann der Krankheitsprozess noch weiter erhitzt bekommen wir gelblichen Schleim.

Zeitlich und energetisch sind wir im Spätsommer angekommen. Im Sommer war unser Yang ganz weit ins Äußere unseres Körpers gegangen. Jetzt beginnt die stetige Rückwärtsbewegung des Yang zurück in das Innere des Körpers. Wenn im Sommer Yang mehr im Außen war, so haben wir relativ mehr Yin im Innern. Ist unser Yang geschwächt (Stress, Emotional, älter werden, konstitutionell) so wird es noch mehr nach außen hin wegfluten, so wie wir es auch bei Nachtscheiß, Hitzewallungen, viel Schwitzen, viel Urin, nachts Wasserlassen, Schlafstörungen usw. sehen können. Dadurch haben wir noch mehr Yin im Innern und befinden uns in einem Kreislauf aus dem wir schwer wieder selbständig herauskommen. Im Spätsommer kehrt das Yang nach Innen zurück und ist nun einem zuviel an Feuchtigkeit ausgesetzt. Wenn das Yang zu schwach und die Feuchtigkeit zu groß ist, so kann es zu Müdigkeit, Lethargie, Immunschwäche, Durchfallerkrankungen, Herzklopfen und Brustdruck, Schwindel, Schlafstörungen und Anderem kommen.
Wenn dass Yang (Hitze) auf seinem Weg nach Innen durch die Flüssigkeiten geht, so kann es in dieser Zeit auch zu feuchte Hitzeerkrankungen kommen. Wir können dann Magen-Darmerkrankungen, Durchfälle, Herpes, Hautausschläge und Anderes bekommen.
Spätsommer ist auch die Zeit der Wandlungsphase Erde und den zugehörigen Organen Milz und Magen. Es ist die Zeit der Ernte und der Fülle, auch der Süße Geschmack wird dieser Phase zugeordnet. Im alten China hatte man das Bild, dass der gelbe Kaiser in der Mitte ruhte. Die Wandlungsphase Erde wird aber auch der gelben Farbe und der Mitte in den fünf Wandlungsphasen zugeordnet. Der Kaiser ruhte in der Mitte und genießt die Fülle der Ernte. Das heißt aber auch, dass in dieser Zeit die Phase Erde auch eher ruht. Da die Erde die feuchteste Wandlungsphase ist, kann es so auch aus dieser Perspektive schnell zuviel Feuchtigkeit kommen.
Es ist also nicht ratsam in dieser Phase sehr befeuchtende Nahrungsmittel zu essen, da wir sonst noch mehr Yin (Feuchtigkeit ansammeln. Sind wir jetzt emotional unausgeglichen kann das Süße uns entspannen, was daran liegt, dass der süße Geschmack unser Leber entspannt und sie nicht so übergriffig werden lässt auf die anderen Organe. Aber generell kann jetzt etwas schärf in das Essen hinein. Zusammen mit dem salzigen, herzhaften und aromatischen Geschmack kann es uns helfen der Feuchtigkeit und dem Yang Mangel Einhalt zu gewähren. Haben wir aber auch etwas Hitzesymptome, so brauchen wir zusätzlich noch den bitteren Geschmack in unseren Speisen.

Nach Sport und körperlichen Aktivitäten nicht sofort Duschen!
Haben wir Sport oder andere körperliche Aktivitäten gemacht, sollten wir nicht sofort (besonders im Sommer) Duschen gehen. Unsere Hautporen sind ganz weit auf, das Yang hat sich nach dem Model der chinesischen Medizin weit nach außen hin ausgebreitet. Das Yang zieht auch unsere Säfte mit nach außen. Der Scheiß wir auch als der dünne Anteil des Herzblutes angesehen. Yang und Blut sind die zwei Seiten einer Medaille. Wir haben also immer auch ein Yang Verlust durch das Schwitzen. Wenn man nach Schwitzen zu lange lauwarmem Wasser ausgesetzt ist kann dann "gelber Schweiß" entstehen und unbehandelt kann es sich später zu Rheuma entwickeln. Der Körper versucht Yang/Flüssigkeiten nach außen zu bringen um sich runter zu kühlen. Zu frühes Duschen, im Sommer nach Sport sich lange in lauwarmen Wasser reinlegen, kühlt die Flüssigkeiten des Körpers von außen runter und so werden die Flüssigkeit auf dem Weg nach außen geblockt. Es entstehen Schwellungen, da sich die Flüssigkeiten sammeln und eingeschlossen werden. Dies kann sich unbehandelt in Rheuma umwandeln.

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Yin Yang - Tanz des Lebens

Verloren im Denken,
Uns anvertrauen dem Sein.
Noch Ängstliche im Traum,
im Himmelreich wir erkennen.

Klang lässt uns hören,
was unhörbar ist.
Bewegung lässt uns fühlen
den unendlichen Raum.

Wenn uns der Himmel berührt,
uns ganz der Augenblick verführt
und uns zum hiersein einlädt,
wird alles vollkommen sein.

Himmel und Erde,
Form und Sein.
Die goldene Spur wird
im reinen Herzen sein.
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In der chinesischen Medizin und Philosophie ist der Sommer in der Theorie der 5 Wandlungsphasen dem Feuer zugeordnet. Im Menschen entspricht dem Element Feuer das Herz und dem geistigen Aspekt unseres Seins.
Der Sommer ist eine gute Zeit dem Geist, dem Sein und nicht dem Haben zur Entfaltung zu bringen. Wichtig ist, dass das Sein nicht vom geschäftigem, natürlich auch notwendigem, Tun überlagert wird. Aufmerksamkeit kann uns leiten, uns nicht zu verlieren im Tun und Bewerten, sondern anleiten sich die Lebendigkeit des Sein in den Formen des Lebens entfalten zu lassen. Die formlose Aufmerksamkeit lässt uns klar und sorgenlos werden. In der chinesischen Medizin sagt man, dass das Herz leer sein soll, was soviel heisst, dass auch der Geist leer sein soll und sich nicht an Dingen, Gedanken verliert. Die formlose Aufmerksamkeit lässt den Geist klar und das Herz ruhig werden. Unser Tun wird geleitet durch unser Sein.
In der Theorie der 5 Wandlungsphasen stärkt ein ruhiges und kräftiges Herz dann unsere Mitte mit dem Verdauungsorganen Milz und Magen. Somit beeinflusst unser bewusste Geist die Funktionen unsere Organe und sorgt dafür, dass natürlich Zyklen im Menschen sich entfalten können.
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