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06.12.2012 | Nikolaustag

Seid ihr auch alle brav gewesen?

Diese Frage stellt sich am heutigen Nikolaustag. Am 6. Dezember zaubert der Nikolaus mit Äpfeln, Nüssen, Süßigkeiten und kleinen Geschenken ein Leuchten in die Augen aller braven Kinder. Doch wer ist der Mann mit dem Rauschebart eigentlich?

Geschichte des Hl. Nikolaus
Die Gestalt des Heiligen Nikolaus geht auf den Bischof von Myra zurück, der um 280 n. Chr. in Lykien, im Südwesten Kleinasiens, geboren wurde. Belegt ist seine Teilnahme am 1. Konzil in Nicäa sowie sein Tod am 6. Dezember. Die Jahreszahl seines Todestages liegt zwischen 345 und 351 n. Chr. Die Gebeine des Heiligen Nikolaus wurden Ende des 11. Jahrhunderts von italienischen Kaufleuten vor den Eroberungszügen der Muslime in Sicherheit gebracht. In Bari entstand auf den Resten des ehemaligen Gouverneurspalastes die monumentale Basilika San Nicola, in der die sterblichen Überreste ihre bisher letzte Ruhestätte fanden. Am Tag der Überführung wird noch heute ein großer Umzug in der Hafenstadt abgehalten. Auf deutschem Boden entstand die erste Nikolauskirche Ende des 8. Jahrhunderts in Billerbeck. Die byzantinische Prinzessin Theophanu, Gattin von Kaiser Otto II., verschaffte der Nikolausverehrung in Deutschland den entscheidenden Aufschwung: Sie machte ihn zum Hausheiligen der Ottonen, woraufhin Nikolaus zum Patron fast aller neu gegründeten Kirchen dieser Zeit wurde. Unzählige Legenden um Nikolaus wurden geschaffen, die seine Menschenfreundlichkeit und Hilfsbereitschaft in den Vordergrund stellen. Dies machte ihn zu einem der beliebtesten Volksheiligen.

Warum verteilt der Nikolaus Geschenke?
Wenn der Nikolaus kommt, hat er einen großen Sack voller Geschenke bei sich, die er an brave Kinder verteilt. Dieser Brauch des Schenkens geht auf jene Legende zurück, nach der Nikolaus mit Hilfe von Geldgeschenken, die er heimlich durchs Fenster und durch den Kamin warf, drei Töchter einer verarmten Familie vor der Prostitution rettete.

Wer ist eigentlich Knecht Ruprecht?
Als der Nikolaus nicht mehr nur reiner Geschenkbote war, sondern auch die Androhung der Bestrafung ungezogener Kinder im Raum stand, bekam der Heilige mancherorts einen Begleiter, der dem Zweck der Abschreckung diente. Der Name dieser Figuren verweist oft auf den Teufel, ihr Äußeres ist dunkel, meist pelzvermummt und furchteinflößend. In Deutschland tritt Knecht Ruprecht seit dem späten 17. Jahrhundert zunächst als Gehilfe des Christkinds auf, im 18. Jahrhundert wurde er zum Begleiter des Heiligen Nikolaus. Am Mittelrhein nennt man die dunkle Gestalt Pelznickel, in Österreich Krampus oder Bartel.

Wer heute selbst für seine Lieben den Nikolaus darstellen will, findet hier Tipps für einen gelungenen „Auftritt“.

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03.12.2012 | Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung

Ende des Jahres 2011 lebten rund 7,3 Millionen…

…schwerbehinderte Menschen in Deutschland. Eine Zahl, die genauso vielfältig ist wie die Erkrankungen und Beschwerden, unter denen diese Menschen leiden. Am heutigen „Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung“ gilt es, auf die Belange der behinderten Menschen aufmerksam zu machen und die Probleme hinsichtlich einer zum Teil erschwerten gesellschaftlichen Integration anzusprechen.

Der Tag
Dieser Aktionstag beruht auf dem „Jahr der Behinderten“, welches 1981 von den Vereinten Nationen initiiert wurde. Darauf basierend folgte im Dezember 1982 ein Aktionsplan, der die Rechte und Belange behinderter Menschen thematisierte und von 1983 bis 1993 das so genannte „Jahrzehnt der behinderten Menschen“ ausrief. Als Abschluss dieser Jahre wurde von der Generalversammlung der Vereinten Nationen in einer Resolution der 3. Dezember als „Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung“ oder auch „Tag der Behinderten“ ausgerufen. Seit 1993 wird dieser Tag alljährlich begangen.

Die Ziele
Die Ziele, die der „Internationale Tag der Menschen mit Behinderung“ mit sich bringt, können leicht formuliert werden: Menschen mit Behinderung müssen noch gezielter in die Gesellschaft integriert werden. Gleichzeitig ist es immer wichtig, die körperlichen oder seelischen Beeinträchtigungen behinderter Menschen zu akzeptieren, ohne die Menschen dabei auf ihr Leiden zu reduzieren. Darüber hinaus sollen Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmtes Leben führen können, ohne dabei an den alltäglichen „Barrieren“ zu scheitern. Dadurch erhalten diese Menschen die Möglichkeit, sich selbstständig in allen Lebensbereichen zu realisieren und aktiv am Leben teilzuhaben.

Wer sich intensiver mit den Zielen und Thesen des „Internationalem Tags der Menschen mit Behinderung“ beschäftigen möchte, der findet auf der Homepage des Deutschen Behindertenrates (DBR) weiterführende Informationen hierzu.

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29.11.2012 | Tag des ersten Einsatzes der Schnellpresse im Zeitungsdruck

Die erste Tageszeitung, die jemals mit der Schnellpresse gedruckt wurde, war…

… „The Times“ in London, heute im Jahre 1814. Die Erfindung der Schnellpresse markierte einen Meilenstein in der Geschichte der Drucktechnik und läutete die Ära der Massenblätter ein: Nun war eine Produktion von 1100 Exemplaren pro Stunde möglich!

Die Schnellpresse
Dreihundertfünfzig Jahre nach der Erfindung der Holzpresse im 15. Jahrhundert veränderte der Buchdrucker Friedrich Koenig die Buchdruckerkunst mit der Erfindung der Schnellpresse grundlegend. Als Schnellpresse bezeichnet man im Gegensatz zur Handpresse einen Apparat, der alle Schritte des typografischen oder lithografischen Druckes, mit Ausnahme des Einlegens der Druckbogen, selbsttätig ausführt. In der Entwicklung des Buchdrucks lösten dampfgetriebene Schnellpressen ab dem frühen 19. Jahrhundert die handbetriebenen Druckerpressen in der Tradition Johannes Gutenbergs ab. 

Der Erfinder
Bereits 1811 nahm Friedrich Koenig in London die erste einsatzreife Druckmaschine in Betrieb. Das Patent dieser ersten Zylinderdruckmaschine ist auf den 30. Oktober 1811 datiert. Außerdem ließ sich Koenig schon im selben Jahr das Verfahren der Doppelmaschine sichern. Bereits am 23. Juli 1813 erhielt Koenig ein drittes Patent für neue Verbesserungen, welche beim Bau der für die Times bestimmten Maschinen zur Anwendung kamen. Diese Maschinen wurden mit zwei Druckzylindern versehen, so dass die auf dem Karren ruhende Schriftform bei jedem Hin- und Hergang zweimal statt einmal eingeschwärzt und gedruckt wurde, was zu einem Gesamtergebnis von 1100 Abdrucken in der Stunde führte. 

Vorbereitungen für „The Times“
Nachdem die fertigen Maschinenteile aus der Produktion kamen, wurden sie in ein Gebäude der Times gebracht, das den Betriebsangehörigen nicht zugänglich war. Die Installation war streng geheim, denn der Besitzer der Times, John Walter, befürchtete Demonstrationen und Sabotageakte seiner Arbeiter, da ihr Arbeitsplatz durch Koenigs „Times-Doublemachine" gefährdet war. In der Nacht des 28. auf den 29. November wurde die erste Timesausgabe per Zylindermaschine gedruckt. Den epochalen Erfolg kommentierte J. Walter vor seinem Betriebspersonal um sechs Uhr morgens folgendermaßen: "The Times is already printed - by steam!". Die Times feierte dieses Ereignis in einem seitdem zu historischer Bedeutung gelangten Leitartikel.

Auch auf der Homepage der englischen Times findet man im Archiv einen Bericht über die denkwürdige Ausgabe.

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27.11.2012 | Beginn der Plätzchenzeit

„In der Weihnachtsbäckerei, gibt es manche Leckerei…“

Wer liebt nicht den Duft von weihnachtlichen Gewürzen und vollmundigem Glühwein? Wenn alles zusammen kommt, kann Weihnachten nicht mehr weit sein. Heute sind es genau noch 27 Tage bis zum „Fest der Liebe“. Was in dieser vorweihnachtlichen Zeit auf gar keinen Fall fehlen darf sind die kleinen Leckereien für zwischendurch – Plätzchen. Doch kaum einer kennt ihre Geschichte!

Plätzchen nur für die Obersten
Im 18. Jahrhundert wurden Plätzchen als kleines „Leckerli“ zu Kaffee und Tee gereicht. Sie waren äußerst zuckerhaltig und nicht sonderlich nahrhaft. Dieses Privileg genoss jedoch nur die feine und gehobene Gesellschaft, da zur damaligen Zeit Zucker und andere Zutaten wie Mandeln oder Kakao für die einfache Bevölkerung nicht erschwinglich waren. Dies änderte sich, als man aus heimischen Rüben Zucker gewinnen konnte. Danach gab es Plätzchen für jedermann. Das Wort „Plätzchen“ wurde übrigens aus dem lateinischen Wort „Plazenta“ also „Kuchen“ abgeleitet. 

Plätzchen backen von heute
Beim alljährlichen Weihnachtsfest mit der Familie kommen alle Plätzchenkreationen auf den Tisch. Und wehe da ist eine Sorte dabei, die man letztes Jahr schon einmal gebacken hat. Denn auch unter den Hausfrauen gilt jedes Jahr: prunkvoller-verzierter-aufwendiger! Dabei sind doch gerade die Plätzchen aus Omas Zeit die allerbesten. Da werden bei jedem Kindheitserinnerungen wach. An was werden sich aber unsere Kinder dann wohl erinnern? An Schokoherzchen mit edler Trüffelcreme oder Schneeterrassen mit Apfelpunsch-Tupfen? Sicherlich nicht! Das was Sie an diese schöne vorweihnachtliche Zeit erinnert ist nur der Satz: „Nein mein Schatz, beim Plätzchenbacken kannst du mir leider nicht helfen, die sind für dich viel zu schwierig!“

Also, schnell Omas gute Zutatenmischungen wieder ausgraben und rein in die Backstube – mit Mama und Kind (und dem Papa natürlich auch!)

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26.11.2012 | Welttag der Zeitschriften

Bereits seit über 300 Jahren…

…gibt es sie, die Zeitschrift. Zu Ehren dieses ganz besonderen Mediums wird heute der Welttag der Zeitschriften gefeiert und auf die tragende Bedeutung der Zeitschriften hingewiesen. Denn: Allein in Deutschland betrug im Jahr 2005 die Gesamtauflage der Zeitschriften pro Ausgabe 123,1 Millionen Exemplare.

Die Geschichte
Die Geschichte der Zeitschrift beginnt fast zeitgleich in Frankreich und England, wo im Jahr 1655 die ersten Zeitschriften herausgebracht wurden. Obwohl zu dieser Zeit vor allem lateinisch geschrieben wurde, waren die beiden Magazine in ihrer Landessprache gehalten. Die erste deutsche Zeitschrift erschien dagegen erst im Jahr 1670. Sie trug den Titel „Miscellanea curiosa medicophysica“ und war, wie der Titel schon vermuten lässt, in Latein verfasst. Im Jahr 1681 wurde dann die erste deutschsprachige Zeitschrift mit dem Titel „Relationes curiosae“ von dem Gelehrten Eberhard Werner Happel herausgebracht. Seitdem hat sich der Markt dieses Printmediums immer weiter etabliert und erweitert, so dass zahlreiche Fachzeitschriften entstanden sind. Seit der Jahrtausendwende werden viele Zeitschriften darüber hinaus ebenfalls in elektronischer Form angeboten.

Pressefreiheit
Gerade am Welttag der Zeitschriften ist auch ein Gedanke an die Pressefreiheit wichtig. Denn obwohl die Geschichte der Zeitschriften lang ist, so wurde in Deutschland erstmals im Jahr 1874 mit dem „Reichspressegesetz“ eine grundsätzliche Pressefreiheit gewährt. Nach Rückschritten während der Weimaer Republik, der Zeit des Nationalsozialismus und in der DDR, wurde 1949 mit dem Grundgesetz eine ständige Pressefreiheit in der Bundesrepublik Deutschland eingeräumt. Viele Länder sind allerdings noch heute weit von einer Pressefreiheit entfernt. So müssen beispielsweise in China Journalisten Genehmigungen für Interviews einholen und dürfen über bestimmte Themen, wie z.B. Dammbauprojekte, kaum berichten.

Für eine weltweite Pressefreiheit setzt sich die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ ein. Wer sich hierüber genauer informieren möchte und wissen will, wie man sich hinsichtlich der Pressefreiheit engagieren kann, der sollte einen Blick auf die Homepage der „Reporter ohne Grenzen“ werfen.

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21.11.2012 | Buß- und Bettag

Buße für die Pflegeversicherung?

Der Feiertag, Buß- und Bettag, wurde in Deutschland 1994 als arbeitsfreier Tag abgeschafft, um die Mehrbelastung für die Arbeitgeber durch die Beiträge zur neu eingeführten Pflegeversicherung durch Mehrarbeit der Arbeitnehmer auszugleichen. Lediglich im Freistaat Sachsen besteht er bis heute als gesetzlicher Feiertag weiter, dafür bezahlen in Sachsen abhängig Beschäftigte (nicht jedoch deren Arbeitgeber) einen höheren Beitrag zur Pflegeversicherung als im restlichen Bundesgebiet. Dieser zusätzliche Beitrag in Höhe von 0,5 % des Bruttoarbeitsentgelts übersteigt jedoch die Kosten eines Arbeitstages. Insoweit ist die sächsische Regelung für die Arbeitnehmer ein Nachteil und die Sachsen müssen sozusagen für ihren Feiertag büßen.

Wieso „Buß- und Bettag“?
Das Wort „Buße“ lässt in manchen Regionen des deutschen Sprachraums unrichtige Assoziationen aufkommen. Es geht bei diesem Tag nicht um Büßen für begangene Vergehen im Sinne von „bestraft werden“, sondern um eine Buße im Sinne der Reue für begangene Sünden, und eine Umkehr und Gesinnungsänderung zu Gott hin. Der Buß- und Bettag ist für evangelische Christen daher ein Tag der Besinnung und Neuorientierung im Leben. Der Gedenktag dient dem Nachdenken über individuelle und gesellschaftliche Irrtümer wie beispielsweise Ausländerhass, Umweltzerstörung und die Ausgrenzung von Armen und Obdachlosen. Der protestantische Buß- und Bettag wurde erstmals 1532 im mittelalterlichen Straßburg offiziell eingeführt. Der Bußtag hat seinen festen Platz im kirchlichen Festkalender trotz Verlust des Feiertagsstatus jedoch nicht verloren. Viele Gemeinden laden meist am frühen Abend zu Andachten ein, um so auch Berufstätigen die Teilnahme zu ermöglichen. 

Geschlossene Gesellschaft?
Der Buß- und Bettag steht 2012 unter dem Motto „Geschlossene Gesellschaft“. Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck und die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern haben eine eigene Internetseite zum Thema erstellt und fragen konkret: Wo stehen Sie vor verschlossenen Türen und fühlen sich ausgeschlossen? Hier kann man selbst Beiträge posten, Beiträge von anderen lesen und findet auch Gebete, Seelsorge Angebote und Gottesdienste in der näheren Umgebung. Ein überraschend fortschrittliches Angebot der Kirche.

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19.11.2012 | Internationaler Männertag

„Wann ist ein Mann ein Mann...?“

…so sang bereits Herbert Grönemeyer im Jahr 1984 in seinem Erfolgshit „Männer“ über das starke Geschlecht. Am heutigen „Internationalen Männertag“ sollen die Besonderheiten der Männer beleuchtet und geehrt werden.

Achtung, Verwechslungsgefahr!
Tatsächlich besteht, was die Ehrentage der Männer angeht, eine gewisse Verwechslungsgefahr. Denn da wäre zum einen Christi Himmelfahrt und damit der so genannte „Vatertag“, der wohl am populärsten und bekanntesten ist. Am 3. November wird darüber hinaus jährlich der „Weltmännertag“ gefeiert, welcher seit 2000 begangen wird. Initiiert wurde der „Weltmännertag“ übrigens von einem Wiener Andrologen und Michail Gorbatschow ist Schirmherr dieses Tages. Der dritte und letzte Männer-Ehrentag findet am heutigen 19. November mit dem „Internationalen Männertag“ statt. 

Der heutige „Internationale Männertag“
Der „Internationale Männertag“ wurde im Jahr 1999 in Trinidad und Tobago eingeführt und wird seither unter anderem von der UNESCO gefördert und unterstützt. Ziel dieses Ehrentages ist es, auf die Bedürfnisse der Männer aufmerksam zu machen. Gleichzeitig sollen aber auch die Leistungen des Mannes im Alltag – beispielsweise im Beruf und in der Familie – gewürdigt werden. Im Vordergrund stehen darüber hinaus die Männergesundheit, die Gleichberechtigung beider Geschlechter sowie die Hervorhebung männlicher Vorbilder.

Klischees und Vorurteile
Nicht nur Frauen müssen sich mit Klischees und Vorurteilen auseinandersetzen. Denn natürlich ist es nicht immer zwangsläufig der Fall, dass alle Männer Fußball mögen, gerne schnelle Autos fahren und bei jeder Gelegenheit den Grill anwerfen möchten. Im Gegenteil: Auch Männer gehen heutzutage „weiblichen“ Tätigkeiten nach und arbeiten beispielsweise als Nagel-Designer. Deshalb ist ein weiteres Ziel des heutigen „Internationalen Männertages“, mit ebensolchen Klischees aufzuräumen und die Männer von den „typischen männlichen Rastern“ zu befreien.
Weitere Informationen über die Themen des diesjährigen „Internationalen Männertages“ finden Sie auf der Website des International Men‘s Day.

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04.12.2012 | Gründung der Stiftung Warentest

Konrad Adenauer sei Dank! …

… Wäre unser ehemaliger Bundeskanzler nicht gewesen, ist fraglich, ob es die „Stiftung Warentest“ heute überhaupt geben würde. Denn: Die bekannte unabhängige Verbraucherorganisation begleitet uns seit nunmehr 48 Jahren durch die reichhaltige Konsumwelt und ist beim täglichen Einkauf kaum noch wegzudenken. Die Produkttests, die die „Stiftung Warentest“ regelmäßig durchführt, geben zuverlässige Auskünfte über Qualität und Preis-Leistungsverhältnis verschiedener Waren.

Geschichte: Es begann mit Rührgeräten und Nähmaschinen

Als im Jahre 1962 der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer verkündete, dass ein neutrales Warentestinstitut gegründet werden soll, glaubte wohl keiner der Beteiligten, dass die Marke „Stiftung Warentest“ einen derartigen Erfolg verzeichnen würde. Nach dieser Verkündung Adenauers dauerte es noch bis zum 4. Dezember 1964 bis sich das Unternehmen „Stiftung Warentest“ gründete . Das erste Verbrauchermagazin der Stiftung hieß „DER test“ und erschien Ende März 1966. Damals untersuchte man Rührgeräte und Nähmaschinen.
Nach nunmehr über vier Jahrzehnten blickt die Verbraucherorganisation stolz auf ihre Erfolgsgeschichte zurück: Insgesamt wurden über 73.000 Produkte geprüft, ca. 4.000 Warentests durchgeführt  und rund 1.200 Tests im Dienstleistungsbereich  unternommen.

Skandale über Skandale
Das Magazin der „Stiftung Warentest“  blieb an sich immer skandalfrei,  aber die Enthüllungen hatten es manchmal in sich: Beispielsweise gab es im September 2002 eine große Rückrufaktion des Magazins, da es Fehler bei der Bewertung der Riester-Rentenversicherung gegeben hatte.
Ein weiterer Skandal drehte sich 2006 um die berühmte Schauspielerin Uschi Glas. Zu dieser Zeit untersuchte die „Stiftung Warentest“ verschiedene Hautcremes. Die unter Uschi Glas‘ Namen hergestellte Creme wurde von der „Stiftung Warentest“ wegen ihrer schlechten Hautverträglichkeit lediglich mit einem „Mangelhaft“ bewertet. Dagegen legte die Herstellerfirma der Creme sogar vor dem Kammergericht in Berlin Beschwerde ein - dieser Einspruch blieb jedoch erfolglos.

Neueste Entwicklungen
In der letzten Woche machte die „Stiftung Warentest“ wieder einmal von sich Reden, da ein neuer Tests bezüglich „Adventskalendern mit Schokoladenfüllung“ veröffentlicht wurde.
Aber warum immer nur einen gekauften Kalender an die Kleinen und Liebsten verschenken, wenn doch das Selbergestalten viel mehr Freude und Spaß bringt? Auch in diesem Jahr ist es für einen selbstgemachten Adventskalender noch nicht zu spät,. Wer einige Tipps und Anregungen benötigt, wird im Netz schnell fündig. Viel Spaß beim Basteln und Verschenken!

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29.11.2012 | Jahrestag des ersten Fußballländerspiels

Stolzes England: Der Fußball erlangt dort Serienreife

Auch wenn es den deutschen Fußballfan schmerzt: "Football’s coming home" hat einen wahren Kern. Schließlich erlangte des Deutschen liebster Sport erst im Vereinigten Königreich Serienreife  – während hierzulande noch die Ideen von Turnvater Jahn nachschwangen.

Tore schießen wurde erst später erfunden
Das erste Fußballländerspiel fand am 30.11.1872 auf dem Hamilton Crescent bei Glasgow zwischen England und Schottland statt. Das Toreschießen war zu dieser Zeit allerdings noch nicht erfunden worden. Wenig verwunderlich also das Endergebnis: 0:0. 4.000 Fans verfolgten dieses erste offizielle Länderspiel friedlich. Heute enden Spiele dieser zwei Dauerrivalen dagegen oft mit einer dritten Halbzeit.

Wie es weiter ging
Erst 1873 schwappte die Fußballbegeisterung langsam von der Insel nach Deutschland über. Zunächst allerdings in kleinen Wellen. Im Deutschen Reich probten sich anfangs nur Gymnasiasten in der neuen  Sportart – unter den kritischen Blicken der breiten Öffentlichkeit.

Auf dem europäischen Festland setzte sich der Fußball insgesamt eher langsam durch. 30 Jahre nach dem ersten Länderspiel zwischen zwei britischen Mannschaften – am 12. Oktober 1902 – folgte ein Länderspiel ohne britische Beteiligung. Österreich besiegte Österreich (Ungarn) damals 5:0 – das neu erfundene Toreschießen gab dem Ganzen mehr Kick.

Das erste deutsche Länderspiel endete 1908 – heute kaum auszudenken – mit einem 5:3 Erfolg der Schweiz.  International wurde die Länderspielgeschichte erst 1916. Die U.S.A. bezwang Schweden mit 3:2. 

Und heute?
Heute ist internationaler Fußballwettkampf an der Tagesordnung. WM und EM zeigen uns regelmäßig, welche Faszination der Sport mittlerweile erreicht hat.
Ein kurzes Medley aus erinnerungswürdigen Momenten der deutschen Fußballgeschichte wollen wir unseren Lesern nicht vorenthalten:Cordoba, Wasserschlacht und Weißbier.

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28.11.2012 | Halbmondschattenfinsternis

Ein Highlight für Astronomen:…

...am 28. November 2012 wird sich mit dem Beginn des Abends bei Mondaufgang eine unscheinbare Halbschatten-Finsternis des Mondes ereignen. Der Mond wird sich für einen Zeitraum von vier Stunden und 36 Minuten durch einen Halbschatten bewegen, den seine Stellung zur Erde verursacht.

Wo kann man die Halbschatten-Finsternis sehen?
Das Geschehen spielt sich bei Mondaufgang am Abendhimmel und damit am Nordost-Horizont ab. Auf 50° nördlicher Breite und 10° östlicher Länge geht der Mond etwa 50 Minuten nach Finsternismitte und nur rund 30 Minuten vor dem theoretischen Sichtbarkeitsende auf. Im Nordosten, z.B. in Mecklenburg, sind die Bedingungen besser, weil der Mond dort früher und somit tiefer im Halbschatten stehend über den Horizont tritt. Wenn der Mond im Südwesten von Mitteleuropa, z.B. in der Westschweiz, aufgeht, hat er den Halbschatten bereits zur Hälfte verlassen - das Ende der Sichtbarkeit ist erreicht. Je weiter östlich und nördlich man sich befindet desto besser sind also die Chancen, von der Mond-Finsternis etwas zu sehen. Wer beispielsweise in Bonn dem Spektakel zusehen möchte, kann auf YouTube eine Animation des Ablaufs anschauen. Doch wer die Finsternis in voller Länge erleben möchte, muss mindestens bis nördlich des Polarkreises oder nach Russland reisen.

Der Mondkalender
Der Mond ist der einzige natürliche Himmelskörper, der um die Erde kreist. Steht er am Himmel, so ist er ein sehr auffälliges Gestirn. Deshalb prägte er zusammen mit der Sonne die Kalender der Menschen. Im Laufe des Monats wechselt sein Anblick, da wir einmal mehr und dann wieder weniger seine Tagseite sehen. Dies nennt man die Mondphasen. Der Mond, beeinflusst auf vielfältige Weise das Leben auf der Erde. Ebbe und Flut sind die vielleicht auffälligsten Wirkungen. Daher gibt es heute viele Mondkalender. Ob allerdings der Mondkalender direkt die Wirkungen der Kräfte des Mondes beschreibt, oder der Mond mehr als eine Art von Zeiger der himmlischen Uhr zu sehen ist, der die Zeit und ihre Wirkungen anzeigt, aber nicht "macht", ist kaum zu entscheiden und für den Mondkalender letztlich unerheblich.

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22.11.2012 | Tag der Hausmusik

Die Ohrenstöpsel liegen und die Club-Klamotten im Schrank lassen können Musikbegeisterte am heutigen…

… „Tag der Hausmusik“. Denn der heutige Tag ist deutschlandweit dem guten "altmodischen" Musizieren zu Hause gewidmet. Mit diesem Feiertag soll dem Musizieren im Familienkreis die ihm gebührende Anerkennung gezollt und Menschen zum privaten Musizieren motiviert werden. Dementsprechend planen heute auch zahlreiche Musiker und Musikschulen aus ganz Deutschland kleine Konzerte und Aufführungen im privaten Rahmen. Übrigens: Der Tag der Hausmusik fällt nicht von ungefähr auf den Cäcilientag. Denn die Hl. Cäcilia ist die Patronin der Kirchenmusik.

Hausmusik im Wandel der Zeit
Die Hausmusik kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Im Mittelalter entstanden aus dem gemeinsamen Singen nach getaner Arbeit die verschiedensten Volkslieder. Sie wurden mündlich weitergegeben. In der Zeit der Romantik entstanden die ersten Volksliedsammlungen. Sie sind die ersten notierten Beispiele der Hausmusik. Die Hochzeit der Hausmusik ist jedoch die Barockzeit. Im 18. und 19. Jahrhundert gehörte es vor allem bei den Töchtern aus dem gehobenen europäischen Bürgertum zu einer guten Erziehung, eine musikalische Ausbildung genossen zu haben. Häufig waren hier Klavier- und Gesangstunden angesetzt. 

Und heute?
Der Anspruch an die gemeinsame Musik ist allerdings seit dem 19. Jahrhundert stark gesunken. Mit der Erfindung des Pianolas, der Schallplatte und nachfolgenden Tonträgern ging nach und nach die Praxis der Hausmusik innerhalb der Familien zurück. Jugendmusikbewegungen und Schulmusik versuchten, diesem Trend entgegen zu steuern. Studentenverbindungen hielten das traditionelle Liedgut ebenfalls lebendig. Das gemeinsame Singen von Glückwunschliedern zum Geburtstag oder von Weihnachtsliedern in der Adventszeit hat sich weitgehend noch erhalten.

Laut Statistik des Musikinformationszentrums machen nur 15 Prozent der Jugendlichen zwischen 14 und 24 Jahren aktiv Musik, während 78 Prozent CDs und 86 Prozent Radio hören und 91 Prozent fernsehen. Also, warum am heutigen Tag der Hausmusik eigentlich nicht mal wieder selbst Musik machen oder mit anderen ein Lied singen? Der Verein zur Förderung der Hausmusik stellt Fortgeschrittenen auf seiner Homepage ein Notenregal mit verschiedenen Stücken zum Nachspielen bereit.

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20.11.2012 | Deutscher Lebertag

„Wo damals meine Leber war…
… ist heute eine Minibar!“ Ein scherzhafter Spruch, der bei suchtkranken Alkoholikern den Ernst der Lage leider zu gut beschreibt. Denn: 76% aller Lebererkrankungen in Deutschland sind auf einen erhöhten Alkoholkonsum zurückzuführen. Die Wichtigkeit dieses menschlichen Organs ist unumstritten. Deshalb feiern wir heute den 13. Deutschen Lebertag.

Deutscher Lebertag
Ziel dieses Aktionstages ist es, die Bevölkerung über mögliche Ursachen, Verlauf, Therapie und Verhütung von Leberkrankheiten zu informieren. Langfristige Absicht ist zudem, die Deutschen für eine verbesserte Früherkennung und rechtzeitige Behandlung von Lebererkrankungen zu sensibilisieren. Für dieses Vorhaben wurde 1999 von der Gastro-Liga e.V der erste Deutsche Lebertag ins Leben gerufen.

Und gerade weil die Leber ein enorm wichtiges Organ zur Erhaltung des menschlichen Organismus ist, sind Personen, die an einer Lebererkrankung im Endstadium leiden, oft nur noch mit einer Organspende zu behandeln.

Organspende
Ist eine Organtransplantation zur Erhaltung oder Wiederherstellung des menschlichen Lebens erforderlich, wird die betreffende Person auf eine Organspenderliste gesetzt - vorausgesetzt es befindet sich kein geeigneter Spender im familiären Umfeld. Jüngst wurde jedoch ein Fall bekannt, der deutschlandweit für große Empörung sorgte: Ein Russe hatte sich eine neue Leber in Deutschland gekauft, da seine alte durch übermäßigen Alkoholkonsum zu stark geschädigt war. Dieser Fall entfachte zum mal wieder eine heftige Diskussion um die Organspende.
Weitere Informationen zu dem Vorfall in einer Göttinger Uniklinik finden Sie bei der Süddeutschen Zeitung.

Gut wäre, jeder Bürger setzte sich selber mit dem Thema der Organspende auseinander und stellte sich bewusst die Frage: „Was würde ich mir am meisten wünschen, wenn ich wüsste, dass mir nur ein neues Organ meine alte Lebensfreude zurückgeben kann?“

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