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ralf schwartz
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ralf schwartz

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Freue mich, dass es weitergeht!
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Stammzell-Spendenaktion bei Jung von Matt/Neckar, Stuttgart

Wie gesagt, es muss weitergehen!
Saving some Souls, saving some Lifes!

Die Saison 2015 sei eröffnet mit Jung von Matt/Neckar:

Prolog: Während des Stamzellspenden-KickOffs beim Agency Cup forderten der Werbefussballverband und krebsuzette die Media- und Werbeagenturen Deutschlands spielerisch heraus, "das Agency Cup Ergebnis 'locker' nach der Sommerpause und bis zum nächsten Cup zu übertreffen und In-House-Registrierungsaktionen durchzuführen".

Projekt: Ulli Keitel überzeugte im Oktober 2014 das JvM-Management, dass man einfacher als mit einer Stammzell-Spende kein Leben retten kann. Tausenddank, Ulli!

Ergebnis: In Stuttgart ließen sich 31 MitarbeiterInnen als Stammzellspender registrieren. 31 potentiell gerettete Leben! Vielen Dank allen Beteiligten!
(JvM/Neckar spendete darüberhinaus 1.550€ (ie. 50€/Registrierung))

Stellvertretend für alle JvM-Spender auf dem Photo: Ulli Keitel, die engagierte Initiatorin, und ihre Chefs Achim Jäger, Peter Waibel.
Sehr cool! Danke Euch allen!


Und? Seid Ihr die nächste Agentur? Meldet Euch bei mir!

Lasst uns gemeinsam ein paar Seelen, ein paar Leben retten!


Mehr zum Thema findet Ihr unter krebsuzette.org und facebook.com/krebsuzette!
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ralf schwartz

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Meine Wiwo-Kolumne: "Das Fernsehen ist eine Scheibe".

"Die Rückständigkeit des Fernsehens ist beängstigend, Kühlschränke und Toaster sind bald intelligenter. Das Marketing schaut tatenlos zu. Was ist beim Fernsehen schief gelaufen?" ...

Dabei könnte es so schön sein:

"... Sender sollten ihre Programme 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche per Livestream und auf individuellen Abruf anbieten. Unabhängig vom Gerät. Kostenlos. Ohne Sieben-Tage-Lösch-Damokles. Wir haben unseren Ablass entrichtet.

Fernsehgeräteproduzenten sollten uns Internet-fähige Computer mit geteilten Bildschirmen und Bluetooth-Tastatur an die Wand oder in die Hosentasche kreieren, statt irgendwelcher Smart-TV-Gimmicks, die nur das Unvermeidliche künstlich hinausschieben. Warum überhaupt sind Fernsehgeräte nicht längst Tablets? Oder Beamer?

Über Nacht hätten wir unendliche Möglichkeiten des Sozialen, der Programmqualität und Interaktion. Agile Agenturen und alerte Marketer würden morgen schon die neuen Horizonte und Welten ausloten, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

Die alten Sender könnten zu YouTubes, Vimeos, Snapchats werden. Rezipienten würden zu Produzenten, Produzenten zu Sendern, Marken zu Medien.

Markenverantwortliche könnten mit den neuen Rezipienten, Sendern und Produzenten co-kreieren oder gar verschmelzen. Insgesamt würden sich Relevanz und Engagement in ungeahnte Höhen bewegen. Denn aus dem passiven, anachronistischen Lean-Back-Medium könnte ein aktives, avantgardistisches Lean-Forward-Medium werden."


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Die Rückständigkeit des Fernsehens ist beängstigend, Kühlschränke und Toaster sind bald intelligenter. Das Marketing schaut tatenlos zu. Was ist bei den Fernsehsendern schief gelaufen?
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ralf schwartz

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Die Agenturen der Zukunft? Google und Facebook!

Meine Wiwo-Kolumne: "... Agenturen haben die Deutungshoheit des Digitalen an Google und Facebook abgegeben. Statt zu begreifen, dass dieses Digitale das Analoge ablösen wird. ...

... kein Wunder, dass der Marketingvorstand lieber seine Kinder fragt, wo es langgeht, als seine Agentur. Bei den Kindern sieht er, dass dieses Netz lebt. Lebt von Dialog, von Sharing und Caring, von weltweitem Austausch, Fortschritt und intellektuellem Wachstum. Von Schnelligkeit und Präzision. Von neuen Herausforderungen und nie gekannten Möglichkeiten.
Seine Kinder zeigen ihm regelmäßig die neuesten Trends, Gadgets, Social Networks. Warum schafft das seine Agentur nicht? Seine Kinder lieben dieses Netz. Warum tut das seine Agentur nicht?

Solch eine Agentur ist keine Hilfe. Während die Kinder des Vorstandes in neue Welten vordringen, posten Agenturen Cat Content, Autobildchen, Gewinnspielchen. Relevanz, Involvement und Individualisierung sehen anders aus. ..."
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Muss der Vorstand seine Familie fragen, ob Internet oder Social Media Engagement sinnvoll sind, feuert man besser die Agentur.
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ralf schwartz

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Danke für die tolle Aktion, +Thomas Strerath und Ogilvy!
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Thomas Strerath und Ogilvy spenden Stammzellen

Ihr erinnert Euch: Während des Stamzellspenden-KickOffs beim Shutterstock Agency Cup forderten der Werbefussballverband und krebsuzette die Media- und Werbeagenturen Deutschlands spielerisch heraus, "das Agency Cup Ergebnis 'locker' nach der Sommerpause und bis zum nächsten Cup zu übertreffen und In-House-Registrierungsaktionen durchzuführen".

Thomas Strerath ist nun mit Ogilvy der erste, der engagiert unserem Aufruf folgt und eine DKMS-Aktion in Frankfurt, Düsseldorf und Berlin realisiert. Großes Danke schon vorab an Thomas, alle Helfer und freiwilligen SpenderInnen!

Wir sind gespannt. Ab dem 22. September läuft die Aktion. Die w&v wird berichten. Vielleicht auch horizont und new business.

Und? Seid Ihr die nächste Agentur? Meldet Euch bei mir unter engage@krebsuzette.org.
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ralf schwartz

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brandpoems(163)
Dear Brand, …
Don’t Talk Unless You Can Improve the Silence.

via http://brandpoems.tumblr.com/post/96530106432

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ralf schwartz

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Awake: How to rewire your Brain for greater Happiness

"Wouldn’t it be awesome if we could hack into our own brains and rewire them to be happier?", fragt Jane Porter in ihrem Fast Company Artikel.

Es wäre 'awesome' und es ist in der Tat machbar. Lasst Euch kurz auf die vorgestellten Thesen ein und probiert es aus. Ich denke allerdings, dass dies ein bis zwei Jahre länger dauert als hier angepriesen, wenn man sich ganzheitlich anders einstellen möchte.

Ah, das klingt alles so esoterisch und schamanenhaft. Kennt man aber die Erkenntnisse seriöser Hirnforschung, dann weiß man, wie immens hoch die Plastizität des Hirns wirklich ist. Faszinierend, würde Spock sagen.
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The bad news: Our brains are wired to be negative. The good news: Happiness doesn't mean you have to be naive, just think realistically.
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Meine Wiwo-Kolumne 'Berühmte letzte Worte':
Die Kunst des Vergessens

"Die Organisation, die lernt, hat ein entsprechend kollektives Gedächtnis, aus dem sich der Einzelne immer wieder bedienen kann. Ein Gedächtnis, zu dem der Einzelne auch immer wieder reziprok beiträgt. Ein Gedächtnis vor allem, das nicht so einfach mit dem Einzelnen in eine im Zweifel konkurrierende Organisation verschwindet. Ein Gedächtnis, das sich kontinuierlich wandelt, wächst und entwickelt. Schneller als das des Wettbewerbs oder des Marktes.

Wie aber lernt man und wandelt sich effektiv und zukunftsgerichtet, wenn man an Zielen von gestern gemessen wird? Mit den Methoden und mentalen Modellen von gestern? Wenn alle immer wieder begeistert von ihren Erfolgen der Vergangenheit berichten und sich dafür feiern lassen - da die aktuellen Erfolge immer öfter ausbleiben?

Wenn alle begeistert am "Das haben wir schon immer so gemacht" festhalten, weil der Mensch auch ein Gewohnheitstier ist, das nicht aus seiner Komfortzone hinter dem warmen Ofen verscheucht werden möchte? Wenn die prächtige Firmenzentrale, die schweren Möbel, die Desktops und tiefen Teppiche "Vergiß mein nicht" schreien? Jedes infrastrukturelle Silo überzeugt ist, es allein sei das Wichtigste? Jeder Abteilungsleiter sich wie ein kleiner Ministerpräsident fühlt?" ...

"Mit anderen Worten: Vergessen ist so wichtig wie Lernen. Vergessen ist eine Kunst für sich - die vor allem sieben Regeln beinhaltet: ..." Aber lest selbst!

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Lange hörte man nichts von der Lernenden Organisation - und erst recht nicht vom notwendigen Vergessen. Erfolgreich ist, wer zwischen beidem differenzieren kann.
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ralf schwartz

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Auch wenn Ihr Seinfeld nicht mögt, seine CLIO-Award-Rede, äußerst ehrlich und präzise, müsst Ihr Euch ansehen!
When Jerry Seinfeld accepted the Honorary Award at the 55th Clio Awards on Wednesday night, he took a moment to dispense some harsh (but oddly uplifting) truths about the advertising industry. “I think spending your life trying to dupe innocent people out of hard-won earnings to buy useless, low-quality, misrepresented items and services is an excellent use […]
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ralf schwartz

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Meine neue Wiwo-Kolumne: "Unnachahmlich - Unnachgiebig - Unwiderstehlich" - das kann man sich leicht merken, ist für jeden verständlich, und sollte über jedem Bett und jedem Schreibtisch als eingängige Inspiration prangen. Dabei ist es egal, ob wir von einem (Top-)Manager, einer Marke, dem Bewerber um einen Job, einem Krebspatienten, Menschen wie Du und ich, einem viralen Video, Werbung oder einem Produkt sprechen.

Wer möchte nicht einfach unnachahmlich, öfter mal unnachgiebig, und rund um die Uhr unwiderstehlich sein? Unsere Leben könnten so einfach sein, wären wir ständig wir selbst und immer ein bisschen besser als gestern. Fast automatisch würden wir vom ungeschliffenen Diamanten zum erfolgreichen Kleinod.

Lassen Sie sich also die drei Worte auf der Zunge zergehen und in Ihren Herzen Assoziationen wecken. Bewundern Sie ihre Eleganz und Einfachheit, erkennen Sie ihre Kraft und Faszination - und machen Sie sie sich zu eigen. Hier eine kleine Bedienungsanleitung: ..."
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Um als Manager oder Marke erfolgreich zu sein, braucht man drei Eigenschaften. Man muss unnachahmlich, unnachgiebig und unwiderstehlich sein.
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ralf schwartz

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"Erfolg ist konsequente Kompromisslosigkeit!"
(im besten Sinne des Wortes)
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Meine @Wiwo-Kolumne: Berühmte letzte Worte
Der Krebs als Lebenscoach

"... Plötzlich bleiben Ihnen wegen der Krebserkrankung nur noch wenige Monate. Und dann fragen Sie sich: Soll das bereits alles gewesen sein? Ein Job, der Sie nicht fordert. Ein Leben, das Sie nicht fasziniert? Ein ewiger, langweiliger Lauf in diesem Hamsterrad? Welches Vermächtnis hinterlassen Sie der Welt, Ihren Liebsten? Wird man Sie vermissen? Und wenn ja, warum?

Verdammt, denken Sie, anscheinend machen Sie nichts richtig. ... Prioritäten verschieben sich, Sie zweifeln an Ihrem Lebenswandel, gar am Sinn des gesamten Lebens. Sie stellen alles infrage.

Und genau hier setzt der Krebs als eine beispielhafte Grenzerfahrung an, die Sie nachdenklich stimmt. ... Dann wird es Zeit, etwas zu ändern. Nämlich sich selbst!"

Aber lest selbst:
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Spätestens im Angesicht des Todes ist
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ralf schwartz

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Irgendwann muss doch Schluss sein mit diesem Krebsgelaber. Irgendwann muss man doch wieder zum Business as usual zurückkehren. Irgendwann muss man doch wieder normal sein. Der Norm entsprechen. Dem Durchschnitt entsprechen. Dem Durchschnitt huldigen, fröhnen, entgegeneilen, in die durchschnittlich kuschelige Comfort Zone zurückdrängen. Wieder geborgen sein, in der Gruppe, Abteilung, Einheit, Einfalt, Gesellschaft. Dieser Einzelhaft mit Gittern aus Menschen. Dieser Sachzwang-behafteten Welt ohne Horizonte. Ohne Helden. Ohne Engagement und Leidenschaft.

Irgendwann muss doch wieder einfach Geld verdient, der Kunde gewonnen, der Konsum angefacht, die Profite maximiert werden. Was denn sonst sollte unser aller Antrieb sein.

Effizienz. Effektivität. Excel.
Produktivität. Powerpoint. Powerless. Pointless.


"Was für eine unglaubliche Chance kann dieser Krebs sein, mit dem richtigen Geiste angefasst, mit der richtigen Einstellung begegnet. Dem richtigen Optimismus umarmt", schrieb ich in meiner letzten Reflexion.

Und wer sonst als Krankheit, Krebs und Tod sollten uns heute noch die Chance geben, uns, unser Denken und Handeln (besser: unser nichtdenken und nichthandeln), unser Gaffen und Raffen in Frage zu stellen. Unser stetiges immer mehr haben wollen vom immer gleichen.

Wer sonst als der Krebs sollte diese unendliche Langeweile hinterfragen, der wir unser Leben zu Füßen legen, um vernünftig zu erscheinen und der Liebe der Führung würdig. Diese unendliche Lethargie, die wir Karriere nennen, Leben gar.

Nur Krankheit, Krebs und Tod reißen uns heute noch aus diesem stetigen Fluss. Lassen uns sich gegen diesen Strom stemmen. Der uns alle mit sich reißt - ohne uns im geringsten mitzureißen.

Nur Krankheit, Krebs und Tod lassen uns noch innehalten und fragen, ob wir auf dem richtigen Wege sind. Ob wir überhaupt auf irgendeinem Wege sind. Oder uns nur im Rade drehen. Trippelschritt für Trippelschritt. Immer schneller. Immer blinder. Immer gleichgültiger. Immer irrationaler. Alles hinter uns lassend, was uns einst etwas bedeutete.

Nehmen wir die Herausforderung an. Geben wir unserem Leben wieder einen Sinn. Kein Gehalt, sondern einen Gehalt. Keinen profanen Profit, sondern einen relevanten Gewinn an Sinn und Bedeutung.

Nehmen wir die Herausforderung an. Trauen wir uns - und trauen wir es uns zu. Das Leben. Schauen wir dem Tod ins Auge und erkennen uns selbst. Vermissen uns selbst. In dieser absurden Hülle aus Effizienz, Vernunft, Sachzwängen und Kultur. Definieren wir uns selbst. In Unabhängigkeit, Brillanz und Relevanz. In guten und in schlechten Tagen. Gerade dann, wenn niemand guckt. Übertreffen wir uns selbst, wenn es schon sonst keiner tut. Nutzen wir die Zeit, die uns bleibt.

Ich kann mich nur wiederholen: "Was für eine unglaubliche Chance für einen Relaunch, einen Neustart, eine Wiederauferstehung des Kindes in uns, in dieser vom Leben gegerbten Hülle. Eine Wiedergeburt der Neugier, des Mutes, des Rückgrates, des Wissensdurstes. Der Bedeutung. Der Moral und Ethik. Der Disziplin, der Spontaneität, der Pflicht, der Kür. Des Spaßes, des Lachens, Weinens, Fühlens. Der Empathie. Des Menschseins."

In diesem Sinne!


Via R101 - Der Krebs ist unsere letzte große Herausforderung:
http://ralfschwartz.typepad.com/ks/2014/09/r101-der-krebs-ist-unsere-letzte-grosse-herausforderung.html

Alle R101-Tagebucheinträge/Reflexionen:
http://ralfschwartz.typepad.com/ks/r101/
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ralf schwartz

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Reflexion/Tagebuch R101: Krebs als Gnade, Katharsis, Chance

Der Morgen der Transplantation im Juli 2013. Die Transplantation zu wählen ist keine freie Entscheidung. Man wählt zwischen zwei Toden. Einem langsamen und einem schnellen Tod. Man wählt zwischen dem 100prozentigen und dem 50prozentigen Tod.

Wenn man ehrlich ist, wählt man gar nicht. Wenn man ehrlich ist, sind alle Entscheidungen längst durch die Evolution getroffen. Ihr Programm wählt immer die Eins, das Leben, nie die Null. Ausser der Einzelne opfert sich für die Gruppe. Wenn man Familie hat, wenn man an die Liebe glaubt, sind alle Entscheidungen längst getroffen. Man wählt den beschwerlichen, den Leben versprechenden Weg. Nur wenn man an Gott glaubt, kann man machen, was man will, sterben, wann man will. Töten, wann man will. Gott verzeiht, das ist das Elend der Welt. Gott verzeiht alles, da ihm wohl alles egal ist. Mir jedoch nicht, der Evolution nicht, der Familie nicht, der Liebe nicht.

Man wählt das Leben oder was man dafür hält und entscheidet gleichzeitig zwischen der letzten Chance und einem immer mehr des immer gleichen. Man wählt die letzte Chance, die Gnade, die Katharsis. Man wählt den Neuanfang. Oder man macht sich weiter etwas vor. Und allen anderen. Das ist okay.

In der Quarantäne kann man sich konzentrieren. Zum Mönch, zum Eremiten, zum Einsiedler werden, zum Einzeller. Man kann den einen Monat zum Innehalten nutzen, zum Erwachen, zur inneren Einkehr und zur Umkehr. Man kann den Monat zur Hälfte zum Sterben und zur anderen Hälfte zur Auferstehung aus seiner eigenen Asche nutzen.

Man ringt mit seinem Leben und mit seinem Tode. Da sollte man vorbereitet sein. Warum ist man es nicht? Ringt mit der eigenen Vergangenheit, den eigenen Versäumnissen, Fehlern, Chancen, Potentialen. Was man sich schon im normalen Leben, bei bester Gesundheit nicht zutraut. Wie also soll das gerade jetzt klappen. Im Todeskampf. Während man sich auf das Überleben konzentrieren muss. Den Tod besiegen und das bisherige Leben?

Ganz einfach. Man muss nur verstehen, dass das Leben wie das Überleben immer untrennbar verbunden ist mit einer einzig relevanten Antwort auf die Frage 'Warum?'. Warum überleben? Warum leben? Warum würde man mich vermissen?

Was für eine unglaubliche Chance für einen Relaunch, einen Neustart, eine Wiederauferstehung des Kindes in uns, in dieser vom Leben gegerbten Hülle. Eine Wiedergeburt der Neugier, des Mutes, des Rückgrates, des Wissensdurstes. Der Bedeutung. Der Moral und Ethik. Der Disziplin, der Spontaneität, der Pflicht, der Kür. Des Spaßes, des Lachens, Weinens, Fühlens. Der Empathie. Des Menschseins. Mit dem Mitmenschen. Und nicht nur immer gegen sie und gegen ihn. ...

Was für eine unglaubliche Chance kann dieser Krebs sein, mit dem richtigen Geiste angefasst, mit der richtigen Einstellung begegnet, dem richtigen Optimismus umarmt.


Alle R101-Reflexionen/Tagebucheinträge lesen: http://ralfschwartz.typepad.com/ks/r101/

Image via Washington Post - These Weeks are all we've got. http://washingtonpost.tumblr.com/post/88174886182
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Leadership Strategist, Catalyst, and Counselor. 10 years Managing Director in leading Communication Agencies. 25+ years Media, Communication, Marketing, Strategic Business Development and Counseling.
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Leadership Strategist & Counselor
10 years Managing Director in leading Communication Agencies.
25+ years Media, Communication, Marketing, Strategic Business Development and Counseling.

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Co-Initiator & -Founder The Third Club.

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