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Fahrgastverband Magdeburg
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Manche hatten ja schon schlimmes befürchtet, aber Betriebsleitung und Verkehrsplanung der +Magdeburger Verkehrsbetriebe haben unter den gegebenen Rahmenbedingungen hier in relativ kurzer Zeit einen nahezu optimalen Fahrplan erarbeitet.
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Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, dass endlich konsequent gegen Behinderer und Falschparker vorgegangen wird.
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Eine klare Strategie für den ÖPNV fehlt leider auch in Magdeburg.
Offener Brief an die Kanzlerin zur Zukunft der Deutschen Bahn

Vier Politiker der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag haben einen offenen Brief an Bundeskanzlerin Merkel zur Zukunft der Deutschen Bahn geschickt. Aufhänger ist die Auswahl eines neuen Vorstandsvorsitzenden für die DB AG. Hauptkritikpunkte sind die marode Infrastruktur und der weiterhin schlechte finanzielle Zustand des Konzerns.

Weiter heißt es: "Der Deutschen Bahn fehlt die klare Strategie genauso wie die verkehrspolitische Rückendeckung. Deswegen werden wesentliche Ziele der Bahnreform von 1994 seit Jahren verfehlt."
Gefordert wird daher eine "Neuausrichtung der Verkehrspolitik", damit Bahnfahren "einfach, bequem und verlässlich" werden kann. Den Regierungsfraktionen wird vorgeworfen, sich einer Diskussion über die künftige Ausrichtung der Bahnpolitik zu verweigern - es fehle ein "Leitkonzept für eine moderne und wirtschaftlich erfolgreiche Bahn".

Wir geben im Anschluss den Text des Briefes im Wortlaut wieder.


____________________

FRAKTION BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
PLATZ DER REPUBLIK 1 11011 BERLIN
Berlin, 20. Februar 2017

Frau Bundeskanzlerin
Dr. Angela Merkel

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

Sie als Bundeskanzlerin haben die Aufgabe, einen neuen Bahnchef auszuwählen. Wir erhoffen uns von Ihnen diesbezüglich eine glückliche Hand.

Der Eisenbahnverkehr ist entscheidend für das Erreichen unserer Klimaschutzziele. Die Bahn ist das Herzstück einer vernetzten und klimafreundlichen Elektromobilität. Deswegen muss uns Sorge machen, dass der zentrale Anbieter auf dem deutschen Schienenverkehrsmarkt, die Deutsche Bahn AG, seit Jahren diesem Anspruch nicht gerecht wird. Die Infrastruktur – insbesondere abseits wichtiger Fernverkehrsverbindungen – ist marode, es gelingt der DB AG nicht, mit dem umweltfreundlichen Schienengüterverkehr schwarze Zahlen zu schreiben, die Gesamtverschuldung des Konzerns ist so hoch, dass der Bundeshaushalt Risiken übernimmt.

Bahnchef Rüdiger Grube hinterlässt ein Unternehmen in der Krise. Sein Rücktritt offenbart, dass zwischen Management, Aufsichtsrat und Eigentümer kein Vertrauen mehr besteht. Die Ursachen für enttäuschende Konzernergebnisse, fehlende Investitionskraft und die Unzufriedenheit vieler Kundinnen und Kunden dürfen nicht länger ignoriert werden: Der Deutschen Bahn fehlt die klare Strategie genauso wie die verkehrspolitische Rückendeckung. Deswegen werden wesentliche Ziele der Bahnreform von 1994 seit Jahren verfehlt.

Seit dem Rücktritt von Bahnchef Grube wird öffentlich über seine Nachfolge spekuliert. Die Bahnpolitik Ihrer Regierung ist bislang verfehlt. So haben Sie sich als Bundeskanzlerin persönlich massiv für den Bau von Stuttgart 21 eingesetzt. Doch gerade durch dieses Projekt lasten auf der DB AG über viele Jahre Kosten und Risiken in Milliardenhöhe. Ein verkehrlicher Mehrwert, etwa für den Deutschland-Takt, entsteht hingegen nicht.

Auch der Bundesverkehrsminister hat sich allenfalls mit der Einzelforderung nach kostenlosem WLAN in allen Zügen hervorgetan. So richtig diese Forderung auch ist und von uns unterstützt wird, ersetzt sie nicht die Aufgabe, einen guten Schienenverkehr zu gestalten.
Die Bahnpolitik braucht jetzt einen Aufbruch. Bahnfahren muss im ganzen Land attraktiver – einfach, bequem und verlässlich – werden. Im Bereich des Güterverkehrs muss die Schiene Marktanteile zurückgewinnen. Wer Klimaschutz und einen starken Bahnverkehr will, kommt um eine Neuausrichtung der Verkehrspolitik nicht umhin.

Wir Grüne fordern die Große Koalition auf, über die künftige Ausrichtung der Bahnpolitik zu beraten. Bisher haben sich die Fraktionen Ihrer Koalition dieser Diskussion verweigert. Genau hier sollten wir aber als Politik im Interesse der Kundinnen und Kunden der Bahn handeln und eine neue Bahnreform auf den Weg bringen. Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern fehlt uns ein Leitkonzept für eine moderne und wirtschaftlich erfolgreiche Bahn. Dabei ist Deutschland als zentrales Land und wichtigster Markt geradezu prädestiniert, den Personen- und Güterverkehr auf der Schiene auszubauen.

Die Bürgerinnen und Bürger dürfen eine glaubwürdige Personalentscheidung für die Spitze Ihres Bahnunternehmens erwarten. Sie ist dann gegeben, wenn sich die Bundesregierung und das neue Management der DB AG für eine neue Bahnreform öffnen. Dann sind wir Grüne bereit, Ihre Personalentscheidung zu unterstützen.

Mit freundlichen Grüßen

Cem Özdemir
Dr. Anton Hofreiter
Oliver Krischer
Matthias Gastel
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21.02.17
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Ja, da kann man sich schon fragen...
Wenn ich mir so die letzten Informationen der MVB (Magdeburger Verkehrsbetriebe) anschaue, dann kommt mir irgendwie immer der kalte Kaffee hoch.
Die Linie 8 war in den vergangenden Wochen wieder wegen Personalmangel eingestellt. Und fehlt mal kein Personal, dann fehlen die Züge.
Deswegen schaue ich mich gern einmal n der jüngeren Vergangenheit um und kann behaupten, diese Probleme sind doch hausgemacht.
Der Betriebshof Nord wurde ja aufgrund des enorm gewachsenen Wagenparks der Straßenbahn fast aus dem Boden gestampft. Man lasse sich einmal die Zahlen auf dem Mund zergehen: Über 200 Triebwagen und über 100 Beiwagen fuhren bei den Verkehrsbetrieben. Heute beträgt die Anzahl der vorhandenen Wagen gerade mal 94!
Und wer erinnert sich noch an die Linien 7 oder 11?
Vielleicht war ja doch nicht alles schlecht in der achso bösen DDR?

#Magdeburg #DDR #Straßenbahn #Tram #Geschichte
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Wow!!! Die Magdeburger Verkehrsbetriebe übererfüllen bereits Anfang Februar 2017 die ambitionierten Planzahlen für das Jahr 2021…
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Wie die MVB in einer weiteren Pressemitteilung erklärte, wird auch in der kommenden Woche (KW 7) keine Linie 8 im Regelbetrieb verkehren.
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Die ÖPNV-Finanzierung bleibt weiterhin ein Sorgenkind.
Quo vadis, Verkehrsmix in Deutschland?
Scheitert die Verkehrswende?

Parallel zu seiner Jahrespressekonferenz hat der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) drei Pressemitteilungen veröffentlicht: "Fair Play Schienengüterverkehr", "Rekordjahr für Bus und Bahn", "ÖPNV-Finanzierung bleibt das Sorgenkind" - siehe Links auf www.pro-bahn.de/aktuell/aktuell_one.php?sel_id=36&sel_db=27

Die Frankfurter Rundschau stellt auf Basis der VDV-Daten die immer wieder als Ziel genannte Verkehrswende in Frage. Interessant schon die zum Artikel gehörende Bildunterschrift: "Beim Anteil des ÖPNV am Gesamtverkehr liegt Deutschland hinter vielen Nachbarländern."

PRO BAHN ist mit dem VDV einer Meinung, wenn es um mehr Investitionen in den Öffentlichen Verkehr geht. Dass die Steigerung der Fahrscheinkosten aber weiterhin deutlich über der allgemeinen Preissteigerung bleiben soll (siehe www.pro-bahn.de/aktuell/aktuell_one.php?sel_id=401&sel_db=26), ist weder im Sinne der Fahrgäste noch im Sinne einer nachhaltigen Besserung der Verkehrsverhältnisse.

Die Verkehrsbetriebe und -verbünde und ihr Dachverband VDV sollten sich vielleicht auch fragen, ob es nicht an der einen oder anderen Stelle einfach an Kundenorientierung fehlt. Es ist leider Tatsache, dass sich ein Teil der Bevölkerung vom ÖV schlicht abgestoßen fühlt. Geld ist wichtig, aber einige Defizite liegen auch woanders. Das gilt natürlich auch für die Verkehrspolitik, die meist eher von Verkehrswende redet, statt auch entsprechend zu handeln.
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Ist aber auch ärgerlich, wenn der Winter sich auch wie Winter aufführt.
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