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Regionalgruppe OWL der Giordano-Bruno-Stiftung
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Säkulare Humanisten in Ostwestfalen-Lippe
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Filmvorführung und Diskussion mit der Filmemacherin Ricarda Hinz

Sie sind herzlich eingeladen! Der Eintritt ist frei!

Vorgeschichte: Im Mai 1995 hatte das Karlsruher Bundesverfassungsgericht eine Vorschrift der Bayerischen Volksschulordnung für verfassungswidrig und nichtig erklärt, nach der in allen bayerischen Volksschul-Klassenzimmern ein Kruzifix oder Kreuz anzubringen sei. In der daraufhin erarbeiteten Neufassung des Gesetzes übernahm jedoch die bayerische Regierung die Vorschrift aus dem alten Gesetzestext, begründete dies mit geschichtlicher und kultureller Prägung und erweiterte das Gesetz lediglich um einen Zusatz, in dem für den “atypischen Einzelfall” eine Konfliktlösung angeboten wurde. Dieses konservative Festhalten der bayerischen Politik an dem religiösen Symbol sollte 1996 im Düsseldorfer Karneval mit einem Motivwagen thematisiert werden, der nach einem Entwurf des Illustrators und Bildhauers Jacques Tilly drei Narren am Kreuz und eine Tafel mit der Aufschrift “Karneval in Bayern” zeigen sollte.

Da zu diesem Zeitpunkt die regionale Presse noch vorab über die Karnevalsmotive der Düsseldorfer berichten konnte, hatte sich aufgrund des “lästerlichen” Karnevalsmotivs eine Gruppe empörter Christen formiert. Die wirkten mit einer Beschwerdekampagne auf die örtliche Presse und die Sponsoren des Karnevalszuges derart massiv ein, dass die Stimmung in der Presse kippte und die Geldgeber das inzwischen angefertigte Motiv “ersatzlos” streichen ließen. Doch dann kam alles anders.

Die Dokumentarfilmerin Ricarda Hinz hat den als “Düsseldorfer Kruzifix-Skandal” bezeichneten Vorfall in einer 42minütigen Dokumentation unter dem Titel “Kruzifix – kurz vor der Endzeit” verarbeitet. Der Film ist ein ausgezeichnetes Lehrstück über religiös verletzte Gefühle, Intoleranzen und aggressive Nazi-Vergleiche, über vermeintliche gesellschaftliche Stimmungslagen, die sich hinterher in Luft auflösen und über abgedrehte Reportagen, die ungesendet in öffentlich-rechtlichen “Giftschränken” verschwinden. Letztendlich jedoch ist der Dokumentarfilm auch ein lehrreiches Beispiel dafür, wie man sich mit trickreichen Möglichkeiten den zornigen und verängstigten Verbotsforderungen nicht so ganz beugt.

1996 wurde der sehenswerte Film in einem Düsseldorfer Kino uraufgeführt und ist nun auch in Paderborn zu sehen.



Bild: Jacques Tilly - Mit freundlicher Genehmigung von Ricarda Hinz
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Die Theologie steht an Universitäten unter Denkmalschutz. Und wenig hilfreich scheinen auch die Beiträge zu sein, die die Theologie zu einer modernen Weltsicht beisteuern kann. Denn wo andere Fakultäten seit der Aufklärung die Welt real verändert haben, wird es in der Theologie schon als Innovation gefeiert, wenn ein alter Holzweg von Zeit zu Zeit mit viel verbalem Aufwand wieder frei geräumt oder eine neue Schule begründet wird.

Heinz-Werner Kubitza, selbst „gelernter Theologe“, macht sich auf in die Parallelwelten aktueller Dogmatiken und spürt den verschlungenen Denkwegen „moderner“ Universitätstheologen hinterher. Kubitza benennt das Elend der Theologie, die Scheinprobleme und Scheinlösungen einer an Bibel und theologische Tradition gefesselten und selbsternannten Wissenschaft, die sich zwangsläufig immer wieder in innere Widersprüche verstricken muss und der es unmöglich ist, sich aus den theologischen Fesselspielen aus eigener Kraft wieder zu befreien.

Im Anschluss Diskussion.

Veranstaltung in Kooperation mit dem Linken Forum Paderborn.

http://gbsowl.de/2015/11/heinz-werner-kubitza-liest-aus-der-dogmenwahn/
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„Recht göttlich? Wie kirchliche Einrichtungen Grundrechte aushebeln“

Vortrag und anschließende Diskussion zu den Auswirkungen der Loyalitätspflichten für Bewerber und Beschäftigte bei Diakonie, Caritas und Co., dem rechtlichen Hintergrund und den politischen Entwicklungen

Über eine Million Menschen arbeiten in Deutschland in kirchlichen Einrichtungen. Sie alle müssen auf ihre Glaubens- und Gewissensfreiheit und andere Grundrechte verzichten. Betroffen sind keineswegs nur „verkündigungsnahe“ Berufe wie Pfarrer oder Diakon, sondern die Regelungen gelten auch für Ärztinnen, Krankenpfleger, Hebammen, Lehrerinnen, Hausmeister, Küchenhilfen…
Evangelische und katholische Arbeitgeber machen von ihren Sonderrechten im Arbeitsalltag Gebrauch, indem sie Bewerber ablehnen, Mitarbeiter unter Druck setzen, Aufstiegschancen verweigern und Kündigungen aussprechen. Dies prägt nicht nur den beruflichen Alltag der Betroffenen, sondern wirkt weit in ihr Privatleben hinein.

Vortrag: Corinna Gekeler, Diplom-Politologin, PR- und Kommunikationsberaterin, Redakteurin, Publizistin, Autorin von “Loyal dienen” (Alibri-Verlag, 2013)

Beginn: 19:30 Uhr

Ort: Cafété in der Kulturwerkstatt Paderborn, Bahnhofstr. 64

Der Eintritt ist frei.


Eine Veranstaltung der Regionalgruppe OWL der Giordano Bruno Stiftung
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Es kann nicht sein, dass sich die Kirche in das Privatleben ihrer (ganz überwiegend aus öffentlichen Geldern finanzierten) Mitarbeiter einmischt. Bitte unterzeichnet diese Petition!

Aktueller Fall: http://www.die-glocke.de/lokalnachrichten/kreisguetersloh/Kindergartenleiterin-erhaelt-Kuendigung-553e533a-878d-43af-831b-9b365cb88724-ds Derartige Fälle gibt es zigfach.

Nicht nur die kath. Kirche macht dergleichen, auch die evang. Kirche: http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/darf-eine-mitarbeiterin-der-diakonie-pornos-drehen-13023000.html

Die Mehrheit der Katholiken hält nichts von der kirchlichen Sexualmoral: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2014-07/katholiken-liebesleben-sexualmoral-kirche
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