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Hamecher Thalmann Robertz Rechtsanwälte & Steuerberater
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Gewinn aus dem Verkauf einer Ferienwohnung ist steuerfrei, wenn diese auch teilweise selbst genutzt wird

Andre Thalmann, Rechtsanwalt, Steuerberater, Fachanwalt für Steuerrecht*

Der Bundesfinanzhof hat in einem neueren Urteil ein Urteil des Finanzgerichts Köln aufgehoben. Die Steuerpflichtige aus Köln hatte ihre Ferienwohnung auf Sylt, die sie für 2,5 Mio. € verkauft hatte, selbst und mit ihren Familien Angehörigen sowie dritten Personen genutzt.

Das Finanzgericht Köln hatte den Verkaufsgewinn von mehr als 2,1 Mio. € als steuerpflichtigen Veräußerungsgewinn gesehen.

Der Bundesfinanzhof sah dies anders, da die Frau das Ferienheim im Jahr des Verkaufs und in den Jahren zuvor nicht vermietet, sondern selbst genutzt hat.

Bundesfinanzhof – Aktenzeichen: IX R 37/16

Wir beraten Sie gerne in steuerlichen Fragen und helfen auch in den sehr komplexen finanzgerichtlichen Verfahren.

* Andre Thalmann arbeitet als Rechtsanwalt, Fachanwalt für Steuerrecht und als Steuerberater in der Bürogemeinschaft Hamecher Thalmann Robertz in Grevenbroich und betreut Mandanten sowohl im Großraum Düsseldorf als auch in Ruhrgebiet in ihren steuerlichen Angelegenheiten sowohl im Rahmen der abzugebenden Steuererklärungen als auch als anwaltlicher Vertreter in steuerlichen Rechtsbehelfsverfahren und beim Finanzgericht

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Karneval und Steuerrecht

Das Steuerrecht betrifft viele Lebensbereiche, so auch den rheinischen Karneval.

Erst kürzlich entschied der 10. Senat des Finanzgerichts Köln mit Urteil vom 20.08.2015 (10 K 3553/13) einen interessanten Fall.

Ein gemeinnütziger Karnevalsverein aus dem Bergischen Land veranstaltete seit mehr als 35 Jahren am Karnevalssamstag eine "Nacht der Nächte". Dabei handelt es sich um eine vom Verein selbst als "große Kostümparty" bezeichnete Veranstaltung, an der im Streitjahr rd. 1.200 kostümierte Karnevalisten teilnahmen. Neben Musikbeiträgen typischer Karnevalsinterpreten und karnevalistischen Tanzdarbietungen standen u.a. der Aufzug des Dreigestirns, Gardetänze und Ordensverleihungen auf dem Programm.

Das zuständige Finanzamt setzte auf den Gewinn aus der Veranstaltung Körperschaftsteuer fest und verlangte von dem Verein den vollen Umsatzsteuersatz von 19 %. Es war der Ansicht, die "Nacht der Nächte" sei keine typische Karnevalssitzung, so dass sie nicht als "Pflege traditionellen Brauchtums" einzuordnen sei. Es handele sich vielmehr um eine Musik- und Tanzveranstaltung, bei der die allgemeine Unterhaltung der Besucher im Vordergrund stehe. Aus diesem Grunde sei sie dem steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb zuzuordnen.

Das Finanzgericht gab der Klage statt.

Anders als das Finanzamt, war das Finanzgericht der Meinung, dass wenn ein gemeinnütziger Karnevalsverein in der Woche zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch eine Kostüm- und Tanzparty mit typischer Karnevalsmusik, karnevalistischen Tanzdarbietungen und weiteren Elementen klassischer Karnevalssitzungen veranstaltet, es sich um einen sog. Zweckbetrieb zur Förderung des „traditionellen Brauchtums“ handelt.

Die Gewinne aus diesen Veranstaltungen sind daher von der Körperschaftsteuer befreit und für die Umsätze ist nur der ermäßigte Umsatzsteuersatz von 7 % zu zahlen.

Die Revision zum BFH wurde u.a. wegen grundsätzlicher Bedeutung der Rechtssache zugelassen.

Andre Thalmann*


* ist als Rechtsanwalt Steuerberater und Fachanwalt für Steuerrecht in der Kanzlei Hamecher Thalmann Robertz in Grevenbroich tätig. Neben dem Steuerrecht ist er als Anwalt mit einem Tätigkeitsschwerpunkt im Arbeitsrecht tätig. Die Kanzlei betreut Mandanten sowohl im Rheinkreis Neuss und der Metropolregion Köln, Düsseldorf aber auch überregional.







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Das Finanzgericht Köln hat 03.07.2014, Aktenzeichen: 4 K 2025/11, entschieden, dass eine offenbare Unrichtigkeit auch dann vorliegen kann, wenn das Finanzamt eine in der Steuererklärung des Steuerpflichtigen enthaltene offenbare, d.h. für das Finanzamt erkennbare Unrichtigkeit als eigene übernimmt. Ist jedoch die mehr als theoretische Möglichkeit eines Rechtsirrtums gegeben, liegt keine offenbare Unrichtigkeit vor.

Dies ist insofern wichtig, als dass offensichtlich unrichtige Bescheide auch eine Änderung nach Bestandskraft, also nach Ablauf der Einspruchsfrist, des Bescheides zulassen.

Für mehr Informationen stehen Ihnen unsere Berater in der Kanzlei Hamecher Thalmann Robertz Rechtsanwälte und Steuerberater gern zur Verfügung.

André Thalmann, LL.M.*
Rechtsanwalt
Steuerberater
Fachanwalt für Steuerrecht


*ist tätig in der Kanzlei Hamecher Thalmann Robertz in Grevenbroich - Rechts- und Steuerberatung aus einer Hand in der Metropolregion Düsseldorf Köln
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Rechts- und Steuerberatung u.a. im Arbeitsrecht, Steuerrecht, Mietrecht, Erbrecht und Baurecht in Grevenbroich
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