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Dami Charf
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Es ist Zeit Psychotherapie zu revolutionieren!
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Trauma und dein Umgang mit Grenzen

Was meinen wir eigentlich, wenn wir sagen: „das ist mir zu nah gewesen“ oder jemand war „übergriffig“ oder mit „das geht mir zu weit“?

Grenzen haben viele verschiedene Gesichter und sind ein spannendes und wichtiges Thema, so dass ich es hier wiederholt aufgreifen möchte. In meinem Selbsthilfe-Online-Kurs „Mit Trauma leben“ widme ich diesem Thema ein ganzes Modul, eben weil es so wichtig ist.

Wenn wir unsere Grenzen nicht spüren und auch nicht verteidigen können, leben wir in unserem Körper wie in einem Haus, dessen Fenster und Türen wir nicht schließen können. Wir müssen ständig auf „Hab Acht“ sein, damit wir schon von weitem etwaige Gefahren erfassen und uns dann zurückziehen können.... um der Gefahr auszuweichen.
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Auf meiner Seite findest du noch mehr Informationen und kannst dir das gratis e-book "Trauma verstehen" herunterladen. Du bekommst dann auch eine Information, wenn der nächste Trauma-Online Kurs "Mit Trauma leben" stattfindet.

Traumatische Erlebnisse beeinflussen das emotionale Erleben eines Menschen auf vielerlei Ebenen. Es beeinflusst aber unter Umständen auch das emotionale Leben im sozialen Umfeld und das ist vielen so nicht bewusst.

Soziale Interaktion ist ein sehr feiner Prozess. Wir nehmen unendlich viele Informationen in einer Kommunikation wahr und die meisten Informationen werden nur unbewusst verarbeitet. Wir werden nur aufmerksam, wenn etwas nicht funktioniert und die Interaktion für uns nicht mehr stimmig ist.

Ein Traumahintergrund kann den emotionalen Ausdruck eines Menschen verändern und manchmal einschränken.

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Wie gehe ich mit meinen Eltern um?
Darf ich den Kontakt abbrechen?
Wie kann ich den Kontakt so gestalten, dass es mir hinterher noch gut geht?

Das sind Fragen, die ich immer wieder gestellt bekomme und die fast jede und jeden irgendwann betreffen. Gerade wenn Eltern älter werden, müssen Entscheidungen getroffen werden, darüber wie engagiert man selbst sein möchte oder eben auch nicht.

Gerade wenn man eine schwierige, traumatische oder lieblose Kindheit hatte, sind diese Fragen oft sehr schwer zu beantworten (oder auch manchmal ganz einfach).

Für den Umgang mit den eigenen Eltern gibt es natürlich keine Richtlinien und keine Wahrheiten. Es gibt nur Versuche und Lösungen, die jeder Mensch ganz individuell für sich finden muss.
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Frühe Verletzungen, unsichere Bindungen, Entwicklungstrauma und Schocktrauma hinterlassen ihre Spuren auf vielerlei Arten und Weisen. Fast nirgendwo ist dies für Betroffene spürbarer als in Beziehungen und Sexualität.
Oftmals herrscht hier auch viel Verwirrung und Unsicherheit und es ist für viele Menschen schwer Fragen zu stellen, um ihre Unsicherheit zu klären - selbst in Therapie.
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Sprechen Menschen darüber, dass sie eine narzisstische Mutter hatten, ist damit meist ein weiteres Feld gemeint, als der rein pathologische Begriff der narzisstischen Persönlichkeitsstörungen.
Für ein Kind bedeutet dies, dass es meist ausgebeutet wird und nicht als eigenständiger Mensch gesehen und behandelt wird. Für die narzisstische Mutter ist das Kind ein Teil ihrer Selbst und darf demnach auch keine abweichenden Handlungen oder Ansichten haben.

Die Rollen drehen sich durch diese Persönlichkeitsstruktur der Mutter meist um: Das Kind hat die Aufgabe, die Mutter möglichst positiv zu spiegeln und für das Wohlergehen der Mutter zu sorgen. Das Kind nährt die Mutter und nicht umgekehrt.

So bleibt eine reale Spiegelung und das Genährt-werden bleibt für das Kind aus.

Leider lernen wir alle durch die Art und Weise wie wir "geliebt" und behandelt wurden, was Liebe und Beziehung ist. Und Mangel bindet uns oft mehr an die Bezugsperson als Erfüllung. Das sind schwierige und oft tragische Prägungen mit denen Menschen dann in ihr Erwachsenen-Dasein gehen.

Narzisstische Mütter lassen ihre Kinder natürlich auch niemals ziehen. Sie wollen diese symbiotische Beziehung, die sie nährt, nicht aufgeben.

Oftmals bedeutet das für die Kinder narzisstischer Mütter einen lebenslangen Kampf, um sich aus dieser Verstrickung zu lösen. Und ein langer Kampf 'des Kindes' bis es die eigenen Gefühle, Gedanken und Bedürfnisse selbst überhaupt sehen und ernst nehmen kann.

Eine Klientin von mir, die selbst eine eine narzisstische Mutter hatte, verteidigte diese noch in hohem Alter. Es war ihr kaum möglich wirklich zu sagen, dass ihre Mutter grausam war. Diese hatte ihr jede eigene Gefühlsregung abgesprochen und ihr immer und immer wieder erklärt, dass es Quatsch sei, was sie fühle. Dies ging so weit, dass die Tochter einen Fuß gebrochen hatte und ihre Mutter ihr erklärte, dass sie sich das nur einbilde.

Zusätzlich zu diesen Extremen gibt es natürlich auch viele "mildere" Formen, die für die Kinder dennoch ebenso furchtbar in seinen Auswirkungen sein können.

Das Umlernen, was Beziehung ist und was Liebe ist, dauert oft sehr lange. Das Lösen aus dem Muster "Liebe ist bedienen zu müssen", kann schmerzhaft und langwierig sein. Auch die Überzeugung, dass man gar nicht anders als der/die Partnerin sein darf und im Grunde kein eigenes Ich besitzen darf, kann in späteren Beziehungen eine große Herausforderung sein.

Wichtig ist auch hier, die Verantwortung für die Verletzungen dahin zu geben, wo sie hingehören: Zum Elternteil. Und sich gegebenenfalls von der Vorstellung verabschieden dort noch etwas zu bekommen.

Bei all dem ist es wichtig mit sich immer wieder gnädig zu sein und dennoch Verantwortung für den eigenen Prozess und das eigene Sein zu übernehmen. Es kann hilfreich sein sich Unterstützung zu holen für diesen nicht leichten Weg.

Willst du mehr lernen oder hast Interesse an dem Online Selbsthilfekurs "Mit Trauma leben" dann trage dich auf meiner Seite ein http://www.traumaheilung.de
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Eine Frage, dich ich sehr häufig gestellt bekomme ist diese: Ich bin traumatisiert und habe Kinder, gebe ich mein Trauma automatisch an meine Kinder weiter? Und wie kann ich meine Kinder am besten davor schützen.

Ich persönlich arbeite nicht mit Kindern und auch wenn ich inzwischen natürlich viel über die Entwicklung von Kindern weiß und was Trauma mit einem Kind macht, so ist es immer ein Unterschied, ob man dieses Wissen mit Erwachsenen oder direkt in der Arbeit mit Kindern anwendet.

Deswegen habe ich meine Kollegin Diana Sterzik, die inzwischen auch einen Prozessgruppe für mich leitet, gefragt, ob sie sich für ein Interview zur Verfügung stellt. Diana hat viel Erfahrung mit Kindern und hat sich auf die Beratung von Eltern und die direkte Arbeit mit Babys und Kleinkindern spezialisiert.

In diesem Interview geht es darum, wie es Eltern möglich sein kann ihren Kindern nicht das Päckchen weiter zu geben, das sie selbst mit sich herum tragen.

Trauma und Kinder ist für Eltern ein sehr schweres Thema und viele Mütter und Väter tragen das Gefühl von Scham, Schuld und Hilflosigkeit mit sich herum. Niemand möchte seinen Kindern das eigene negative Erbe mitgeben.

Ich persönlich glaube ja, dass allein dadurch, dass du dich als Mutter oder Vater mit "deiner" Traumatisierung und deren Folgen für deine Kinder auseinandersetzt schon viel von der negativen Kette gelöst ist. Das ist viel mehr, als viele von uns jemals von ihren Eltern mitbekommen haben.

Außerdem erlebe ich immer wieder, dass die Kinder - auch bereits erwachsene Kinder - sich verändern, wenn ihre Eltern beginnen, "ihren Keller aufzuräumen" (also ihre Geschichte zu bearbeiten). Dies löst eine Kettenreaktion in Familien aus, weil sich der Umgang mit sich selbst verändert und der Kontakt zu den anderen Familienmitgliedern besser wird.

Es ist also nie zu spät auch den vielleicht schon älteren Kindern etwas von dem Päckchen wieder zu nehmen.

Und wir alle können nur tun, was wir tun können.... so gut wir können. Das ist leider unser aller Schicksal und das einzige was wir tun können ist, aus der Vergangenheit ist zu lernen, die Verantwortung dafür zu übernehmen und sie zu integrieren. Mehr geht nicht.

Ich hoffe, du findest in diesem Beitrag "Trauma und Kinder" noch ein paar Anregungen.
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Wie beeinflusst Trauma eigentlich die Art, wie wir Kontakt und Freundschaft oder Beziehung herstellen?

Immer wieder lese ich oder bekomme ich erzählt, wie frustriert und enttäuscht Betroffene von anderen Menschen sind. Scheint es doch so, dass diese nicht genug Interesse haben oder sich wieder aus dem Kontakt zurück ziehen.

Sicher kann es passieren, dass das Interesse zu einseitig ist. Ein anderer Grund kann aber sein, dass traumatisierte Menschen, vor allem auch Menschen mit Entwicklungstrauma Kontakt auf eine Art und Weise herstellen, die oft zu Frustration führt.

In diesem Video erkläre ich, wie Entwicklungstrauma dazu führen kann, dass wir zu schnell und zu massiv in Beziehung treten und damit dem langsamen Wachstum von Kontakt und Beziehung manchmal keine Chance lassen.
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Ich werde immer wieder gefragt, ob Hochsensibilität etwas mit Trauma zu tun hat. Das Thema Hochsensibilität ist momentan ja sehr aktuell und hat für mich mehrere Aspekte.

Der 1. Aspekt ist der Zusammenhang von Trauma mit Hochsensibilität
Der 2. Aspekt ist der der Identität oder Identifizierung

Meiner Ansicht nach ist Hochsensibilität eine Traumafolge, vor allem von frühen Verletzungen und/oder Entwicklungstrauma. Traumatische Erfahrungen brechen die Grenzen von Menschen und überfluten und überwältigen das gesamte psychische System.

Dies führt in der Folge oft zu einer Entgrenzung in dem Sinne, dass Reize nicht gut diskriminiert werden können und die Selbstregulationsfähigkeit sich nicht ausprägen kann, jedenfalls nicht in dem Maß in dem es sinnvoll wäre. Dies hat viel damit zu tun, dass jeder Sinneseindruck in unserem Gehirn zunächst danach beurteilt wird, ob er wichtig ist und somit in das Bewusstsein eingelassen wird. Außerdem erzeugt jeder Eindruck ein gewisses Erregungsniveau im Körper, das wiederum reguliert werden muss.

Bei Menschen die Trauma erlebt haben, können (nicht muss) diese Fähigkeiten eingeschränkt sein. Das bedeutet, dass der Thalamus seine Arbeit als Pförtner des Bewusstseins nur eingeschränkt nachkommt. Er hat nur bedingt die Möglichkeit, Sinnesreize als "unwichtig" abzuweisen und so wird als Folge davon das Gehirn mit den Eindrücken, denen wir im Alltag ausgesetzt sind, ständig geflutet.

Erschwerend kommt hinzu, dass die damit einhergehende Erregung nur unzureichend moduliert werden kann. So entsteht eine ständige Überreizung bis hin zur Überflutung, die sehr anstrengend ist für die Betroffenen.

Ebenso ist es meist auch schwierig, die Aufmerksamkeit zu lenken. Diese Fähigkeit brauchen wir im Alltag, um unseren Fokus bewusst auf etwas zu lenken - oder auch von etwas weg nehmen zu können. Dies führt dazu, dass die Aufmerksamkeit sehr sprunghaft und vom jeweils stärksten Reiz angezogen wird. Dies beeinträchtigt dann oftmals die Konzentrationsfähigkeit.

Menschen mit Entwicklungstrauma, vor allem in sehr früher oder sogar pränataler Zeit sind mit ihrem inneren Fokus sehr häufig im Außen und bei anderen Menschen. Sie nehmen das Feld um sich herum sehr aufmerksam wahr. Dies diente der Früherkennung von Gefahren und der Einschätzung der primären Bezugspersonen auf ihre aktuelle Stimmung. Das Dilemma dabei ist, dass es dadurch sehr schwer sein kann wirklich nur bei sich selbst zu sein, im eigenen Körper zu landen und Ruhe zu finden.
Diese Perspektive würde die Welt in einem anderen Licht erscheinen lassen.

Jeder Mensch organisiert sich um die eigenen Fähigkeiten und Einschränkungen und in jeder Einschränkung liegt oft auch Gold verborgen. So auch hier, da andere Menschen sehr fein wahrgenommen werden und Stimmungen fast "übersinnlich" erahnt werden können.

Dennoch kann es sinnvoll sein an diesen Folgen früher Verletzungen zu arbeiten und sie im Laufe der Zeit mehr zu integrieren, damit das Nervensystem und die Psyche mehr zur Ruhe kommen können und man wählen kann, ob man viel wahrnehmen möchte oder nicht und auch, auf was man sich konzentrieren möchte und auf was nicht.

Der zweite Aspekt der Identität oder Identifizierung kann diese Integration erschweren. Ich versuche hier und im Video zu erklären, was ich damit meine.
Ich möchte damit niemandem auf die Füße treten, sondern lediglich eine Anregung geben!

Unsere Identität gibt uns Orientierung und lenkt und leitet unser Verhalten. Unsere Identität besteht aus vielen Aspekten, die wir als Teil von uns selbst begreifen. In dem Moment, in dem ich etwas als einen Teil meiner Identität begreife, fange ich an mich identitätskonform zu verhalten. Ich identifiziere mich mit bestimmten Aspekten oder Gedanken oder Verhaltensweisen oder Einstellungen etc. Ich sage: "Das bin ich!"

Leider können wir uns auch mit unserem Leiden identifizieren oder mit Dingen, die uns zugestoßen sind. Wir sagen dann: "ich bin traumatisiert oder ich bin hochsensibel".

Das hat bestimmte Konsequenzen, die uns häufig gar nicht bewusst sind. Die Psyche möchte immer kongruent sein und kann eine Dissonanz nicht zulassen. Stimmt unser Denken und Handeln nicht mit unserer Vorstellung von uns überein bekommen wir Stress. Dieses Phänomen der nicht-übereinstimmung nennt man kognitive Dissonanz und ist sehr mächtig. Wir möchten, nein wir müssen, diese Dissonanz möglichst bald auflösen. Zur Not ignorieren wir sogar Informationen, Gefühle etc. die diese Dissonanz auslösen!

Vielleicht weißt du jetzt schon worauf ich hinaus will.
Wir können uns auch mit Dingen identifizieren, die sich nicht gut anfühlen oder schmerzhaft sind. Sobald wir diese in unsere Identität einbinden wird es sehr viel schwerer diese loszulassen oder zu verändern. Integration von Trauma oder unserer Geschichte bedeutet aber immer uns zu verändern. Wir sind dann nicht mehr die Person, die wir waren. Und das ist immer auch beängstigend, auch wenn wir es gerne möchten.
Je mehr ich meine Identität auf einer Zuschreibung aufbaue, desto schwerer fällt es in der Folge dann diese Zuschreibung wieder zu verlassen.
Das ist vollkommen normal. So sind wir als Menschen. Daran ist nichts falsch.
Ich kann dem entgegenwirken, in dem ich mir dies bewusst mache und mich nicht mit "Labeln" bezeichne oder darauf achte, welche Label ich haben möchte und welche Auswirkungen dies hat.
Hochsensibel ist sicher eine "schönere " Zuschreibung als "traumatisiert". Immer wenn es auch einen "Gewinn" in diesen Selbstzuschreibungen gibt, wird es noch schwieriger. Der "Gewinn" könnte sein, dass ich eine Heimat finde, dass ich "besonders" bin, etc.

Dies gilt natürlich auch für alle anderen inneren Zuschreibungen, die wir mit uns selbst und anderen machen.
Ich hoffe, meine Gedanken geben dir eine Anregung zum nachdenken.
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Selbstverachtung - das schreckliche Gefühl

Über den Zusammenhang von Trauma und Selbstverachtung

Selbstverachtung ist meiner Ansicht nach inzwischen so weit verbreitet, dass sie Teil dieser Gesellschaft geworden ist.

Die Selbstverachtung, die wir durch Trauma oder durch Demütigungen und allein gelassen werden, als Kinder lernen, trifft sich mit der Verachtung, die unsere Gesellschaft inzwischen allem Natürlichen und Schwachem entgegenbringt. Vor allem unser Körper ist Ziel dieser Verachtung und die Ablehnung des eigenen Körpers ist inzwischen epidemisch.

Je mehr Menschen sich selbst ablehnen oder gar verachten, desto mehr suchen Menschen Ablenkung in virtuellen Realitäten, in Konsum und allem, was dafür sorgt sich selbst nicht zu spüren.

Traumatisierungen führen zu Abspaltung , Wut und Ablehnung. Leider richten diese Gefühle sich meist von den Opfern gegen sich selbst. Wir beginnen schon als Kinder uns selbst zu hassen und uns für unsere "Schwäche" zu verachten. Wir verachten uns sogar dafür, dass uns jemand Gewalt antut.

Das in unserer Gesellschaft herrschende "Blame the victim" fördert diese Selbstverachtung (hinter der auch ganz viel Scham liegt) leider sehr. Diese Täterzentriertheit merkst du schon daran, dass du dich fragen lassen musst, wenn dir etwas gestohlen wurde, ob du auch gut genug darauf aufgepasst hast. Noch schlimmer und leider immer noch aktuell, dass Frauen nach sexuellen Übergriffen immer noch mit Fragen nach ihrer Kleidung etc. rechnen müssen.
"Du Opfer" ist inzwischen ein Schimpfwort und kein Mitgefühl erwirkendes Wort. So kommt es, dass Menschen, die Gewalt erfahren beginnen sich selbst zu verachten, statt Mitgefühl mich sich selbst zu haben.

Verachtung, die wir schon als Kinder uns selbst gegenüber entwickelt haben, hilft uns aber auch innerlich Abstand zu wahren, uns unberührbar zu fühlen und sogar überlegen. Verachtung ist u.U. eine sog. Überlebensressource - sie tut uns nicht gut, aber hilft uns zu überleben.

Wir dürfen aber nicht vergessen, wie zerstörerisch sie in ihrem Kern ist und wie sie unser Leben vergiften kann. Verachtung ist gefrorene Wut. Sie ist kalt und die Person auf die sie gerichtet wird, wird mit Kälte verletzt. Selbst, wenn die Person wir selbst sind.

In diesem Video spreche ich über die Zusammenhänge von Trauma und Verachtung. Und beschreibe einen - wie immer nicht ganz leichten - Weg, von der Kälte der Verachtung wieder zurück in die Wärme des Lebens.
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