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Alexander Klier
Mehr zu mir unter http://www.alexander-klier.net
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Antwort an Alexander Klier zum #CL2025

Auf LinkedIn hat Alexander nach der Beobachtung der ersten CL2025 MOOC-Woche einige Thesen aufgestellt, die ich hier beantworten möchte (LinkedIn lässt nur gut 1000 Zeichen als Kommentar zu).
Zum Verständnis hier kurz sein Beitrag:

Alexander Klier:

Mein persönliches Lernziel ...

... im Rahmen des Corporate Moocs 2025 ist es, LinkedIn als Kommunikations- und Diskursplattform näher kennenzulernen und auszuprobieren. Dazu wollte ich eigentlich diese Lerngemeinschaft nutzen, habe aber bisher noch keine Diskussionsbeiträge entdeckt.
Parallel dazu habe ich mit den Studierenden an der Hochschule München unter #AufgeMOOCt eine eigene interne Lerngruppe gebildet. Daraus ist ein persönlicher Blogbeitrag entstanden, den ich gerne zur Diskussion, auch im Rahmen dieser Gruppe, stellen möchte. Er wäre hier zu finden:

https://www.alexander-klier.net/aufgemooct/

Es ist schade, dass die unterschiedlichen Netzwerke es noch nicht erlauben, die Verlinkung im Sinne einer Einbettung zu betreiben. Ich will jedenfalls vorerst nicht darauf verzichten, meine Blogbeiträge über meine WordPress Seite zu gestalten. Und ein simples Kopieren hierher fände ich im Sinne der Datesparsamkeit auch nicht wirklich überzeugend.

Ich will deshalb mit vier möglicherweise provokanten Thesen entlang meiner Argumentationslinie probieren, den Anfang eines Diskurses in Gang zu setzen. Dabei möchte ich darauf hinweisen, dass der Blogbeitrag und die Thesen bisher nur bis zur Eröffnungswoche mit der Firma Merck gehen. Wir sind aber (als Lerngruppe) an der weiteren Entwicklung dran. Hier nun die Thesen:

These 1: Die im MOOC verwendeten "Sprachspiele" (Wittgenstein) sind für die Zielgruppe adäquat, können aber verhindern, dass sich andere Interessierte aktiv daran beteiligen.

These 2: Es fehlt (absichtlich) ein gemeinsamer virtueller Raum für den MOOC als Gesamtkurs. Das stellt ein Problem für die Diskussio dar.

These 3: Es fehlt auch an Reflexionszeiten, um die vielen tollen Inhalte tatsächlich verarbeiten und lernen zu können.

These 4: Anhand des Begriffs der "Learning-Bits" möchte ich zeigen, dass die Begriffe im Rahmen des MOOCs eher oberflächlich und uneinheitlich verwendet werden. Das gilt insbesondere für den zentralen Begriff des Lernens.

Ich bin gespannt auf Eure Reaktionen.

(Zu LinkedIn: Ich bin auch erstaunt, aber mit nur 1000 Zeichen im Kommentarfeld kommt keine ausführliche Diskussion zu Stande.)

Zu These 1:
Ja, Fachsprache ist immer auch irgendwie aus- oder abgrenzend. Der Dialog über Fachgrenzen hinweg wird dadurch erschwert. Andererseits bestimmen die Experten immer selber, was sie wie äußern. Eine Einflussnahme auf den sprachlichen Ausdruck der Experten halte ich nicht für klug. Sie transportieren in der Art, wie sie etwas ausdrücken mehr als nur den reinen Text.

Zu These 2:
Der gemeinsame virtuelle Raum wurde absichtlich nicht gegeben. Ganz im Gegenteil hatten wir Veranstalter gehofft, dass viel mehr auf eigenen Plattformen oder in sozialen Medien diskutiert wird - was aber praktisch kaum passiert. Die meisten Diskussionen finden auf Disqus, der Blog-Erweiterung statt, und auf Twitter.
Wir wollten uns dort aufhalten, wo auch unsere Kunden (die Mitarbeiter in Unternehmen) schon lange sind. Also im echten Leben, und nicht auf typischen Lernplattformen, die immer nur wir gestaltet haben.

Zu These 3:
Ja, man könnte auch länger Zeit haben für Diskussionen. Die Woche hat nur maximal 7 Tage. Aus meiner Sicht ist ein gewisser Zeitdruck aber auch sehr heilsam: Wenn ich nicht heute schreibe, dann ist die Karawane schon weitergezogen. Und wenn ich das auch noch nächste Woche machen könnte, dann werde ich es vermutlich gar nicht mehr machen. Wo da das Optimum liegt, ist sicher auch bei jedem Einzelnen unterschiedlich.
Reflexionszeiten sind aus meiner Sicht der ganze Tag, mit Ausnahme des Nachtschlafes, und das 7 Tage in der Woche.

Zu These 4:
Begriffe wie Lernen und Learning-Bits werden sicher nicht wissenschaftlich sauber verwendet. Wenn aber das Ziel ist, eigenes Handeln als Learning Professional zu überdenken, sich mit Anderen auszutauschen um neue Ideen zu bekommen, dann ist es eigentlich egal, wenn unterschiedliche Interpretationen wirken. Möglicherweise schafft das sogar die sogenannten "nützlichen Missverständnisse", die schneller zu neuen Ideen führen.

Alexander, Danke für Deine kritischen Anregungen!

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Liebe Community,

Reflexion am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen ;-). Jetzt im Ernst: der Kurs "Bildung im digitalen Handlungsraum" an der Hochschule München nimmt als Lerngruppe am MOOC teil. Wir sind noch auf der Suche nach einem Namen und werden uns entsprechend in der Gruppenliste eintragen. Dabei wird es sich um eine geschlossene Lerngruppe handeln, die jedoch die Ergebnisse öffentlich beiträgt. Unabhängig davon natürlich, dass die Studierenden eigenständig dazu beitragen werden.
Eher zufällig hat es sich ergeben, dass wir bei der Bearbeitung einer Aufgabe zu einer gemeinsamen theoretischen Reflexion über einen Blogbeitrag von mir gekommen sind. Diesen möchte ich der Community im Vorfeld des beginnenden MOOCs als gemeinsames Ergebnis zur Verfügung stellen.
Ich werde das auch gleich noch über Twitter bekannt geben. Hier ist die URL:
https://www.alexander-klier.net/disruption-durch-digitale-bildung-videos-teil-3/

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Ich freue mich schon auf die Dikussion im Rahmen der Cebit.

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Absolut sehenswert und aufklärerisch.

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“Wenn ein Arbeitssystem also verstärkt Kommunikation und Interaktion zwischen Individuen ermöglicht und diese nicht durch Hierarchie oder anderweitige Barrieren behindert und somit neben der Individualität auch die Gemeinschaftlichkeit – beispielsweise in…

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Hat wie beschrieben funktioniert. Kämpfe noch mit ein paar kleineren Problemen, hoffe aber, auch diese in den Griff zu kriegen.

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Endlich ein guter und sachlich argumentierender Artikel zu diesem Problem. Leider bin ich selbst nicht kundig genug (gewesen). Aber intuitiv fand ich das Kölner Urteil für richtig. Eine Diskussion darüber ist meinerseits natürlich erwünscht. Das gilt insbesondere für den Aspekt, dass sich Religionen und ihre Rituale immer schon geändert und Kulturen angepasst haben. Und umgekehrt.
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