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Matthias Schmitt
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Schachen Werbespot

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Roll20 has a great feature to simulate card games.
I'll try to integrate my special cards...

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Nice Review about Schachen / ChessMe

(Disclaimer: i'm one the authors)

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Another interesting list (or the start of). i'm especially pleased by the game sheepshead. i played the original game Schafskopf a lot and didn't know, there so many variants in Wisconsin.

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Great list of important games in the last 200 vears.
From a german view some games are missing (Doppelkopf, Romme)
and i would prefer MauMau instead of Uno.

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Brettspielgenres und Musikgenres

tl;dr: Musizieren und Brettspielen sind zwei vergleichbare kulturelle Tätigkeiten. Auch die Genres in den beiden Bereichen sind vergleichbar.

Fragestellung:
Wenn Musizieren (zu Hause in einer kleinen Gruppe) mit dem Brettspielen verwandt ist(link unten) , dann lohnt es sich evtl. auch die verschiedenen Musikgenres mit den Brettspielgenres zu vergleichen. Wo gibt es hier Gemeinsamkeiten und Unterschiede?  

Popmusik und Familienspiele:
Der vorherschende Markt der Popmusik produziert einfach strukturierte Lieder mit wiederkehrenden Themen. Das Lied muss direkt ins Ohr gehen und ist meist nach kurzer Dauer wieder verschwunden. Das Gegenstück im Brettspielbereich sind einfache Familienspiele von Ravensburger, Hasbro, Schmidt Spiele oder Kosmos. Diese eignen sich für ein Massenpublikum und müssen aus einfachen Regeln bestehen, und die Spieler möglichst direkt ansprechen. Wenn im Musikbereich das Thema sich meist um Liebe dreht, ist bei den Brettspiele mehr Varianz zu sehen (Lizenz-, Abenteuer- oder Wirtschaftsspiele).

Klassik und abstrakte Spiele:
Klassische Musik baut sich einfache Themen mit einer grossen Tiefe aus. Meist gibt es kein Thema. Das Gegenstück dazu sind offensichtlich abstrakte Klassiker wie Schach, Go oder Scrabble, diese haben kein Thema, wenig Regeln aber eine grosse Tiefe und einen grossen Wiederspielreiz.

Jazz und Verhandlungspiele:
Im Jazz gibt es eher ein Regelgerüst, in dem der Spieler viel Freiraum zum Improvisieren erhält. Vergleichbar mit Verhandlungspielen wie Diplomacy oder Partyspielen. Es gibt hier wenig Regeln und der Spielspass entsteht aus dem Improvisationstalent der Spieler. Diese müssen sich als Person einbringen, damit die Partie gelingen kann.

HipHop und Sammelkartenspiele:
Bei Sammelkartenspielen gibt es ein Grundgerüst an Regeln und viele Erweiterungen, die aus den einzelnen Karten entstehen. Der Spieler agiert im Rahemn seiner aktuellen Möglichkeiten und muss ständig seine Strategie anpassen. Im HipHop werden gerne eine Loops/Samples aus anderen Liedern recycelt und neu zusammen gesetzt. Der Sänger improvisiert seine Texte passend zur Situation.

Konfliktspiele und Rock:
Rock ist härter als Pop. Die Musik ist konfliktreicher und fordert die Musiker mehr. Hier kommt es öfter auch zu einer Konfliktsituation zwischen den Musikern. Auch thematisch kommt hier der Konflikt stärker zum Tragen. Das ist vergleichbar mit Konflikstpielen wie Risiko bei denen Spieler gegeneinander antreten.

Metal und Schlachtenspiele:
Ein Abspaltung des Rock gibt es den aggressiveren Metal, der das Thema Konflikt noch stärker in den Vordergrund stellt. Das passend gibt es an TableTop angelehnte Schlachtenspiele mit vielen Plastikfiguren.

Kinderlieder und Kinderspiele:
Einfachste Liedstrukturen und Spielregeln. An Kinder angepasste Themen.

Zusammenfassung:
Es gibt auffällig viele Gemeinsamkeiten zwischen Musikgenres und Brettspielgenres. Diese sind durchaus vergleichbar. Aber was ist mit Skat, Doppelkopf. Entspricht das der Schlagermusik? Wenn jemand gerne Klassik hört, ist er dann automatisch auch eher Schachspieler?

Interessant ist noch, dass die verglichenen Genres auch in jeweils den gleichen Zeitepochen entstanden sind. Klassik und klassiche abstrakte Spiele sind schon Jahrhunderte alt. HipHip und Sammlekartenspiele entstehen in den 90ern. Rock und Pos in den 50ern.

Ausblick:
Was bedeutet dieser Zusammenhang für den Brettspielautor? Er ist Komponist, Texter und Instrumentenbauer in einer Person. (Der Text wird öfters auch dom Verlag angepasst.) Wie kann er das Instrument auf das Musikgenre anpassen. Dazu mehr im nächsten Artikel.

Brettspielen und Musizieren

tl;dr: Musizieren ist als kulturelle Tätigkeit dem Brettspielen am Ähnlichsten. Es gibt viele Gemeinsamkeiten, aber auch einige wichtige Untersschiede. Ein Vergleich gibt viele Hinweise, was sich bei den Brettspielen verbessern lässt. Der Sbrettspielautor ist damit Komponist, Texter und Instrumentenbauer in einem.

Fragestellung:
Was passiert beim Brettspielen? Welche kulturelle Tätigkeit ist damit am ehesten vergleichbar? 
Beim Brettspielen treffen sich mehrere Personen an einem gemeinsamen Ort, setzen sich an einem Tisch und spielen zusammen mit dem vorgegebenen Material nach festgelegeten Regeln eine Partie. Die Spieler sind dabei abwechselnd aktiv agierend oder passiv zuschauend. Im Idealfall sind die Spieler während der Partie in einem Flow und erleben gemeinsam die Dramaturige und das Spielgeschehen. 
Als kulturelle Tätigkeit lässt sich das am ehesten mit dem Musizieren in einer häuslichen Umgebung vergleichen. Die Spieler treffen sich an einem gemeinsamen Ort und bringen ihre Instrumente mit. Die Noten geben die Regeln vor man spielt gemeinsam eine Partie. Auch hier gibt es für die Spieler aktive und passive Phasen. Die Spieler kommen in einen Flow und haben ein gemeinsames Erlebnis. Jede Partie ist anders und das Gelingen hängt viel von der Erfahrung und Kompetenz der Spieler ab.

Andere ähnliche kulturelle Tätigkeiten wären evtl. noch das Theater spielen, das eher an einer Bühne stattfindet und einen anderen Rahmen hat.

Gemeinsamkeiten:
Wo liegen die Gemeinsamkeiten zwischen dem Brettspielen und dem (Haus-)musik machen?
Zuerst einmal gibt es eine semantische Übereinstimmung. Begriffe wie Spieler und  Partie kommen in beiden Bereichen vor.
Neben dem häuslichen Rahmen wird meistens eine Vertrautheit der beteiligten Personen vorausgesetzt. Als Instrument kommt hier das Spielmaterial zum Einsatz. Man kann sagen, dass beim Brettspielen alle Spieler gemeinsam auf demselben Instrument spielen. Die Handlung und das Thema des Brettspiels entsprechen dem Text des Liedes. Wobei es hier wie dort Lieder ohne Text bzw, abstrakte Spiele gibt. Die Regeln des Brettspiels entsprechen den Noten beim Musizieren. Sie geben eine klaren Rahmen wie die Partie abzulaufen hat, lassen dem Einzelnen aber genug Freiheit, um selbst zu improvisieren. Das musikalische Leitthema einer Melodie findet sich im eigentlichen Spielkern (-> das Minimalspiel) wieder.

Unterschiede:
Traditionell ist Musikmachen eher kooperativ und Brettspiele eher als Wettbewerb angelegt. Seit einiger Zeit gibt es auch vermehrt kooperative Brettspiele, aber dieser Unterschied ist doch deutlich. Nun kann es auch beim Musizieren einen Wettstreit geben, dieser steht aber nicht so sehr im Vordergrund.

Rezeption:
Durch die Schallplatte gibt es im Musikbereich einen grossen Anteil an Musikrezeption. Der Hörer ist nicht aktiv beteiligt, sondern hört nur die bereits gespielte Partie und daran (hoffentlich) viel Freude.

Die Rezeption von Brettspielen ist nur vereinzelt verbreitet. Zum Nachspielen einer Partie muss es naturlich eine Art von Aufzeichnung geben.Am Bekanntesten sind abgedruckte Schachpartien ( meist von Schachgrossmeistern). Diese werden von Spielern nachgespielt und wegen ihrer Schönheit genossen. Genauso gibt Aufzeichnungen von Go-Partien und (vermutlich) anderen klassischen Spielen.
Speziell beim Go-Spielen wünschne sich die Spieler vor dem Spiel ein "schöne Partie". Nicht das Gewinnen-wollen soll hier im Vordergrund stehen, sondern die Schönheit der Partie.

Auch Livekonzerte gibt es bei den Brettspielen. Neben Schach. und Gopartien, die live mitverfolgt werden, sind die den letzten Jahren auch viele Pokerpartien live übertragen worden. Außerdem gab es auf der Spielmesse in Essen auch schon Weltmeisterschaftpartien in Dominion, die dort von den Anwesenden mitverfolgt wurden.


Die Spieler:
Das Erleben und Gelingen der Partie hängt von den Fähigkeiten der Spieler und deren Zusammenpassen ab. Bei Brettspielen kommt es gelegentlich zu Partien in denen ein Spieler während des Zuges zu viel und zu intensiv nachdenkt und damit die anderen Spieler aus den Spielflow reisst. Hier kommt es zu einem Missklang innerhalb der Partie.

Das Brettspiel und seine Regeln geben auch die Art der Musik vor. Es gibt ruhige getragene Spiele und aufregende schnelle Spiele. 



Nachtrag:
als Nächstes kommt der Vergleich zwischen Musikgenres und brettspielgenres mit vielen überraschenden Erkenntnissen. Und dann würde ich noch gerne über die Bedeutung dieses Vergleichs für die Brettspielautoren schreiben.

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Interview mit +Marcel-André Casasola Merkle über die Zusammenhänge von Brettspielentwicklung und Gesetzgebung.
Sehr schön finde ich den Bezug zu den "robusten Spielen". :)

Solange die Gesellschaft "Reichtum" als Spielziel ansieht, ergeben sich dieselben Probleme, wie bei den Brettspielen. Der Führende wird seinen Vorsprung noch vergrößern können.
Vermutlich sollten wir ein System von Siegpunkten oder Ruhmpunkten einführen, um das zu entkoppeln. (und irgendwo eine riesige Kramerleiste aufstellen.)

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Gut gemacht. :)
Ein polnische Spielerklärung zu Schachen.
Mit Bewertung 8/10 Punkten.

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Auf der Schachen Seite sammel ich alle Neuigkeiten über Schachen.

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