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FC St. Paulifan, Hobby-Fotograf und Freifunker. Dazu noch Asperger und trotzdem lebensfähig.
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Bericht von der Beerdigung von #OZ  
Lasst uns alle Sprühdosen kaufen, damit Hamburg bunt bleibt…FÜR IMMER

Diese Worte richtete eine Frau spontan an die Trauergemeinde, die sich zur Beerdigung von OZ versammelt hat. Es brandete Applaus auf. Nicht das erste Mal und nicht der einzige Bruch mit den Konventionen, der diesem Anlass innewohnte.

Ich musste in meinem noch nicht so langem Leben leider schon auf zu viele Beerdigungen. Diese jedoch war rundum stimmig und wurde Walter aka OZ und seinem Wirkungsgrad gerecht. Weit mehr als die in der Presse genannten 350 Menschen fanden zusammen, um OZ zu verabschieden. Es war ein bunter Haufen, der da zusammenfand. Kapuzenpullover, Jogginghosen, Cordjackets, Basecaps, Zylinder, Irokese - es war als fand sich das andere, das alternative Hamburg zusammen, um einen aus ihrer Mitte zu verabschieden. Ein Mensch, der Zeit seines Lebens eher Einzelgänger und Verfolgter war. Ein Mensch, der viel Hass auf sich zog, der mit seiner Stadtgestaltung hart polarisierte.

Ich hörte Reden voller Anekdoten, die mir diesen Mann noch einmal näher brachten, die ihn, seinen Lebensweg und auch die Härten seiner Vita beleuchteten. Immer wieder brandete Applaus oder auch fröhliches Gelächter auf. Hier war OZ beliebt und anerkannt, für das was er der Stadt schenkte. Bevor der Trauerzug loszog, wurde "You'll never walk alone" angestimmt. Ein Lied, bei dem ich generell Gänsehaut bekomme. Und nicht nur mich berührte die Situation. Ich sah gestandene Männer, die sicher nicht nur legal sprühen, hinter deren Sonnenbrillengläsern es feucht wurde. OZ hat auch sie berührt und dieser Abschied war für viele, die nicht zwingend in der Mitte der Gesellschaft stehen, ein sehr emotionaler Moment. Zu den Klängen von Captain Gips & Johnny Mauser und ihrem Track "OZ" verließen wir das Bestattungsforum.

Die Gesellschaft in Bewegung war ein freudiger Anblick. An der Spitze rollte der knallbunte Sarg voller Tags und Stickern. Der Rest wirkte wie eine kreative Demonstration der Farbenfreude. Bunte Luftballons überall, dazwischen Seifenblasen und selbstgemalte Plakate mit OZ-würdigen Botschaften und farbige Rauchpyro leitete den Weg. Ein unerwartet positiver Vibe und das auf einer Beerdigung. Ein guter Freund der Verstorbenen versorgte uns mit Klängen aus seinem Puste-Piano. 

Am Grab selbst war nicht genug Platz für die vielen Gäste. Als der Sarg hinabgelassen wurde brandete ein epischer Applaus auf, dazwischen Jubel und freudige Pfiffe. OZ wurde wohl am allermeisten gefeiert, als er für immer verschwand. Jetzt wurden Dosen, Fatcaps, Bier und Bilder als Grabbeigaben zum Sarg geworfen und die Anwesenden summten traurige Melodien. In den Bäumen saßen Kinder - das Gesicht entglitten zwischen Traurigkeit, Fröhlichkeit und Faszination. Und immer wieder harte Hunde, mit Kloß im Hals und feuchten Augen, die in ihren Baggypants zur Grabstätte gingen, die Mütze vom Kopf nahmen und OZ Respekt zollten.

Es war eine wunderschöne Beerdigung, für einen spannenden Charakter, der Hamburg gestaltet hat, wie kein Zweiter. Vielleicht der rechte Moment für diejenigen, die sich über ihn empörten. Der Moment mal einen Schritt zurück zu gehen, auf seine Smileys, Schriftzüge, Kringel und Farbflächen zu schauen, die uns überall entgegen lachen. Der Moment zu überlegen, ob OZ nicht eben gerade doch ein kleines bisschen Zuhause zwischen den Beton malte. Der Moment zu überlegen, ob es nicht verdammt schön war, dass er Hamburg soviele Farbtupfer schenkte. Er selbst sagte, er sei im steten Kampf gegen das Grau(en). Er hat ihn gewonnen.

Ruhe er in Frieden - es lebe der Sprühling - Hamburg bleibt bunt
Danke OZ

dein Fan, der leider kaum Farbe an Wände brachte.
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Besser geeignet als das counterscript, um vermartungsanrufe los zu werden. und viel lustiger auch noch.
Today is a good day. I just had a call from a telemarketer. Did I yell and scream at them, you ask? Certainly not. Like a good IT administrator I put my skills to use for their benefit. Here's how the conversation went:

Computer: "Press 9 to not be contacted in the future. Press 4 to speak to someone about your mortgage issues"
<presses 4>
TM: "Hello, are you having problems paying your mortgage?"
Me: "Hi, this is the IT department. We intercepted your call as we detected a problem with you phone and need to fix it."
TM: "Oh... ok, well what do we need to do?"
Me: "We're going to need to fix the settings by pressing 4-6-8 and * at the same time"
TM: "Ok, nothing happened."
<alright, so he's not using a Polycom>
Me: "Are you using the new Polycom phones that we deployed?"
TM: "No, it's a Yealink"
Me: "Ok, I see. You haven't had the new Polycom phone deployed to your desk yet. Let me check our technical documentations for the Yealink."
<did a quick Google search, "yealink phone factory reset">
Me: "Alright, do you see an "OK" button on your phone?"
TM: "Yes I do"
Me: "Alright, you're going to press and hold that button for 10 seconds."
TM: "OK, pressing it now"
Me: "Perfect, let me know if you get a password request"
TM: "OK, nothing has popped up ye----"
<click>

That's right. I made a telemarketer unwittingly factory reset his phone which means he will be unable to make anymore calls until someone is able to reconfigure his phone and that will take at least an hour or longer if they can't do it right away!

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