Eine Prognose
Ein interessantes Stichwort für die nächsten Monate wird für mich der „Clash of cultures“. Aktuell zu sehen bei Heveling (http://bit.ly/ycbxCU), bei Schneider (http://bit.ly/zgrKQW) aber auch für mich selbst in der täglichen Beratungsarbeit. Ich meine damit den Konflikt zwischen "Revoluzzern" und "Beharrern". Und irgendwie dünkt mir, dass das eine gewisse Dynamik annehmen wird. Dass die Anhänger einer "radikalen Digital-Ökonomie" den Druck erhöhen werden, und dass dabei auch zweifelhafte Methoden und Rhetoriken eingesetzt werden. Verhöhnung, Entwertung und sarkastische Wutreden gehören ja inzwischen zum Alltag. Und ich fürchte, dass das bei den "Verteidigern der bürgerlichen Werte" zu immer mehr Trotzreaktionen führt, die dann wieder zu mehr Empörung und (dann irgendwann irgendwie auch berechtigter) "Wut" bei den dann auch gemäßigten "Net-Citizens" führt. Und ich denke: Das wird nicht unbedingt förderlich sein. Ich befürchte sogar, dass es viele evolutionäre Prozesse stark behindern wird. Denn hierfür ist Vertrauen Voraussetzung, eine Radikalisierung hilft da nichts. Aber es wird auch diejenigen geben, die sich um eine gegenseitige Annäherung bemühen, und um eine "kultivierte Auseinandersetzung". Und auf die setze ich. Wird spannend.
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