"Die Energiewende findet im Verteilnetz statt", mittlerweile geradezu eine Binsenweisheit, und dennoch muss man es sich immer wieder ins Gedächtnis rufen. Dezentrale Energieerzeugung verlangt eine Umgestaltung insbesondere der lokalen Netzstrukturen ("Netztransformation"). Schließlich waren die "Verteilnetze", wie der Name schon andeutet, ursprünglich zum Verteilen von Strom gedacht, nicht zum Einspeisen.

Das Bayernwerk - der Netzbetreiber der E.ON in Bayern - will mit intelligenter Netzregeltechnik sparen. Damit ließe sich der Umfang des teuren Leitungsausbaus zu den höheren Netzebenen deutlich reduzieren.

Nach dem Abschluss eines Pilotprojekts werden nun über ganz Bayern 40 sogenannte "RONTs", regelbare Ortsnetztransformatoren, ausgerollt. Der erste der Baureihe wurde im niederbayrischen Städtchen Mainburg in Betrieb genommen. 
Der smarte Trafo passt die Spannung gemäß der Einspeise- und Lastsituation an. Im Mainburger Beispiel sind immerhin 600kW Photovoltaikanlagen im Strang der Station, so dass die Netzsituation an sonnenreichen Mittagen deutlich angespannt sein könnte. (Zum Vergleich: Die Laufwasserturbinen der Neckarkraftwerke liegen zwischen etwa 300 und 2.000 kW Erzeugungskapazität.)

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