Smart Metering in Deutschland. Gestern wurde dann endlich die langerwartete Kosten-Nutzen-Analyse (KNA) veröffentlicht. Das Wirtschaftsministerium hatte Ernst & Young beauftragt, dieses Gutachten zu erstellen - immerhin würde nach dessen Empfehlungen der tatsächliche Rollout-Umfang in Deutschland festgelegt werden.

Es wurde ein ganz schöner Wälzer - von dem vor ein paar Wochen kaum einer gedacht hätte, dass er noch vor der Bundestagswahl erscheinen würde.

Eher weniger überraschend war nun für einige Marktbeobachter das Ergebnis der Analyse: Dass ein forcierter Rollout sich unter den derzeitigen Umständen volkswirtschaftlich kaum lohnen würde. Stattdessen schlagen die Autoren in einer Art Kompromiss eine Überarbeitung der bisherigen Rollout-Planung zu, um die Ziele der Energiewende erreichen zu können.

Das Thema Smart Metering hatte es in den letzten Wochen und Monaten eher schwer. Anfang Juli hatte ja der Umweltausschuss des Bundesrats die wichtige Zählerstandsgangmessung beinahe zu Fall gebracht, dann grätschte Brüssel bzw. Paris dazwischen.

Das sieht insgesamt fast so aus, als würde die Politik bei der sich überdeutlich abzeichnenden Komplexität des Ordnungsrahmens etwas zurückrudern wollen. Und tatsächlich, dem Thema könnte etwas mehr Pragmatismus bei gleich hohem Sicherheitsstandard und etwas weniger Ideologie nicht schaden.

Überhaupt: Warten wir mal die Wahl ab - und wie es politisch danach aussieht..

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