Das IWR berichtet: Nachdem Spanien erst kürzlich die Einspeisevergütung abgeschafft hat, erhebt das Land nun auch noch Steuern auf den Eigenverbrauch von Solarstrom. Begründung sei, dass man die Eigenverbraucher an den Kosten der Strominfrastruktur beteiligen wolle.
Ganz ähnlich wird übrigens auch in der deutschen Kosten-Nutzen-Analyse zum Thema Smart Metering argumentiert, wo es um einen weitgehend verbrauchsunabhängigen Systembeitrag geht. Der wird aber keine diffuse (da nicht zweckgebundene) Steuer sein, sondern direkt in die Netz- bzw. Messinfrastruktur fließen.
Hm. Wenn ich mich recht erinnere, müssen ja auch in Deutschland Eigenverbraucher Stromsteuer zahlen - aber nur bei Anlagengrößen, die deutlich größer sind, als das, was man sich so aufs Haus spengeln oder in den Keller stellen könnte.

Aus Spanien also keine gute Nachrichten für Unternehmen wie Conergy, die zeigen konnten, dass sich dort auch bei Nullvergütung die Eigenerzeugung lohnen kann (vgl. http://klumpp.net/blog/archives/313-KW09-Energiewirtschaft-im-Strom.html). Zugleich eine Warnung, dass die deutsche Steuerpolitik auf ähnliche Gedanken kommen könnte.
Das allerdings wäre dann ein weiterer Sargnagel für das Vertrauen der Wirtschaftssubjekte in den Ordnungsrahmen.

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