Nachdem ich gestern an dieser Stelle über Indiens Windkraftpläne geschrieben habe, heute etwas über China. Die zweite Großmacht Asiens setzt mit Projekten wie dem Drei-Schluchten-Staudamm deutlich auf Wasserkraft.
Wie wichtig für China solche Projekte sind, zeigt auch, dass die entsprechende Trägergesellschaft inzwischen auch international expandiert: In Portugal hat die Three Gorges Corporation sich in den Versorger EdP eingekauft.

Immerhin hat das Reich der Mitte derzeit etwa 250 GW installierte Erzeugungskapazität in Punkto Wasserkraft, aber das ließe sich durchaus verdoppeln.

Nun hat Voith Hydro für die Xiliodu-Talsperre (http://de.wikipedia.org/wiki/Xiluodu-Talsperre) seine erste Großturbine in Betrieb gesetzt: Die Francis-Turbine hat, wie ihre zukünftigen Geschwister, eine Leistung von 784 MW. .. 784 MW. Kein Kommafehler, kein Tippfehler, und damit fast das Vierfache der größten Einzelturbine im Donaukraftwerk "Eisernes Tor 1". 784 MW bewegen sich locker in der Größenordnung von Steinkohle- und Kernkraftwerksblöcken.

Solche Projekte sind beeindruckende Ingenieursleistungen, aber zugleich Erinnerung, das auch die Erneuerbaren nicht ohne negative Externalitäten kommen (vgl. etwa http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/china-stauseen-sollen-erdbeben-in-sichuan-verursacht-haben-a-896205.html)

#energiewirtschaft #strom #wasserkraft #china #voith #voithhydro  
Shared publicly