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Die große Light-Lüge
Warum sind die Zuckergehalte in unseren Lebensmitteln so hoch? Es gibt eine Erklärung:
Der amerikanische Physiologe Ancel Keys veranlasste Mitte der 50er Jahre eine große Studie mit Tausenden von Daten weltweit über das Essverhalten, den Fettanteil in der Nahrung und Herzinfarktraten. Die Studie zeigte, dass die Anzahl der Herztoten deutlich stieg, je mehr Fette und je mehr Cholesterin die Menschen mit der Nahrung zu sich nahmen. Die Studienergebnisse Keys galten als besonders valide und seine Forschungsergebnisse wurden zum Maßstab der Lebensmittelhersteller. Der Zuckeranteil in unserer Nahrung stieg immens und der Fettanteil ging stark zurück. Diese fettreduzierten Produkte werden bis heute unter dem Namen Light-Produkte vermarktet.
Der Britische Wissenschaftler John Yudkin veröffentlicht in den 70er Jahren eine Studie die belegte, dass Zucker und nicht Fett der wahrscheinlichere Grund für Fettleibigkeit, Diabetes und Herzerkrankungen sei.
Jahrzehnte nach der Veröffentlichung der Studienergebnise Keys, gesteht er selbst, dass er seine Studie gefälscht hatte. Von 22 untersuchten Ländern veröffentlichte er lediglich die Daten aus sieben. Alle Studieninhalte die nicht zu seiner These passten, hatte er einfach unterschlagen.
Leider ist es bis heute so, dass Keys gefälschte Studie unsere Lebensmittelindustrie dominiert. In mehr als 80 Prozent der verarbeiteten Lebensmittel steckt heute Zucker.
In der Bio-Branche kommt deutlich weniger Zucker zum Einsatz. Schaut doch mal vorbei in unserer Kategorie Essen & Trinken
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Hamburger Leitungswasser
Bei den hohen Getränkepreisen in Cafés und Restaurants in Norddeutschland ist Leitungswasser eine sinnvolle Alternative. Wir sparen jede Menge Geld und schützen die Umwelt, weil wir ein mitgebrachtes Gefäß befüllen. Die Qualität des Leitungswassers in Deutschland ist laut Stiftung Warentest optimal und damit leisten wir also auch noch einen Beitrag zu unserer Gesundheit.
Leitungs­wasser ist sehr günstig. Für einen Liter werden inklusive Abwasser­kosten ca. 0,5 Cent fällig. Übliches Mineral­wasser kostet zwischen 24 und 70 Cent pro Liter.
Im Jahr 2015 tranken die Deutschen im Schnitt 147 Liter. 1970 waren es nur 12,5 Liter. Das Segment der stillen Mineralwässer wächst stetig. Warum aber dann in Flaschen kaufen und nicht einfach den Wasserhahn aufdrehen?
Stiftung Warentest hat in 2016 30 stille Mineralwässer und 28 Trinkwasserproben aus ganz Deutschland, die in den Rathäusern anonym entnommen wurden unter die Lupe genommen. Alle Wässer waren unbedenklich. Was den Mineralstoffgehalt betrifft, konnte nur jedes zweite gekaufte Mineralwasser gute Werte vorweisen.
Leitungswasser ist in Hamburg also zukünftig öffentlich noch einfacher verfügbar. Ein Aufkleber von "Refill Hamburg" an den Fenstern von Cafés, Bars, Resturants oder Shops weist euch darauf hin, dass ihr willkommen seid, dort eure Trinkflasche nachzufüllen. Refill Hamburg Projekt

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Geplante Obsoleszenz!?
Elektrogeräte verschleißen häufig extrem schnell. Da stellen wir uns zu Recht die Fragen: Montagsproduktion oder Einzelfall? Gibt es so etwas wie geplante Obsoleszenz? Ist schlechte Qualität der Auslöser für Defekte oder kann Haltbarkeit einprogrammiert werden? Sind Zeitschaltuhren im Einsatz und ist das somit Absicht?
Eine interessante These besagt, dass Technikhersteller ihre Produkte tatsächlich so konzipieren, dass sie schnell kaputt gehen.
Handy, Waschmaschine und Co. landen immer häufiger nach kurzer Zeit im Müll. Oftmals sind dort, wo wir Schrauben vermuten, Verklebungen, die es uns unmöglich machen, ein Produkt zu reparieren. Wenn einfache und wenige Cents teure Teile in einem Elektrogerät defekt sind, können die Teile nicht problemlos ausgetauscht werden.

Wenn Geräte kurz nach der Garantiezeit kaputt gehen, liegt zuweilen die Vermutung nahe, dass manipuliert wurde.
Nach einer Kosten-Nutzen-Rechnung kann eine Reparatur zu teuer sein und damit nicht mehr lohnenswert. Wenn der Hersteller ein Produkt manipuliert, damit der Verbraucher schneller wieder ein neues Modell kaufen muss, nennen wir das geplante Obsoleszenz (Alterung). Es werden oftmals bewusst Schwachstellen in die Produkte eingebaut. Tonerkartuschen z.B. haben oftmals eingebaute Zähler und das kann dazu führen, dass anstatt 5000 nur 1400 Seiten gedruckt werden können.
Akkus in elektrischen Zahnbürsten haben oftmals nur 300 Ladezyklen und sind fest verbaut. Damit ist es der Zähler im Akku der die Haltbarkeit begrenzt.
Jedes Jahr fallen in Deutschland ca. 1,5 Milionen Tonnen Elektroschrott an. Dann gehts zum Recyclinghof, dort werden Wertstoffe recycelt und Schadstoffe entsorgt. Elektroschrott wird massenaft in Entwicklungsländern wie Ghana entsorgt und führt zu verherenden Umweltverschmutzungen. In den Entwicklungsländern versuchen Kinder Kupfer aus Computerplantinen herauszubrechen oder zu schmelzen. Mit dieser Tätigkeit lassen sich um die ein bis zwei Euro pro Tag verdienen.
greenya-Tipp: Wer ein wenig technisches Know-How besitzt, kann z.B. auf YouTube viele gute Reparaurvideos finden. Bevor wir defekte Geräte zum Recyclinghof bringen, lohnt sich der Blick ins Internet.
Ein Fall ist bekannt, bei dem eine bewusst eingebaute Schwachstelle nachgewiesen werden konnte. Weihnachten 1924 trafen sich führende Glühbirnenhersteller um Preise abzusprechen und den weltweiten Lampenmarkt unter den Mitgliedern aufzuteilen. Der Plan: Die Lebensdauer sollte verkürzt werden. Damals waren schon 2000 Stunden Lebensdauer möglich. Je länger aber eine Lampe brennt, desto seltener brauchen Verbraucher neue Glühlampen. Die Hersteller waren sich schnell einig - nicht länger als 1000 Stunden sollen die Glühlampen brennen. In den Laboren der Unternehmen wurde experimentiert um die Leistungsdauer der Lampen zu verringern. Je dünner und kürzer der Wolframdraht, desto kürzer leuchtet die Lampe. Alle Mitglieder des Kartells der Glühbirnenhersteller müssen mitziehen. 1942 fliegt das Kartell auf und ihm wird verboten die Lebensdauer künstlich zu verringern. Die Realität aber zeigt, dass die Lebensdauer der Glühbirne bei 1000 Stunden bleibt.
Fakt ist: Unser Konsumverhalten bestimmt den Markt. Wer shoppen geht, handelt in den seltensten Fällen vernünftig. Die Lust auf Neues ist uns angeboren. Wir lernen gerne etwas dazu um uns weiter zu entwickeln. Unser Belohnungssystem reagiert auf alle neuen Reize positiv und das hebt unsere Stimmung. Eine Studie zeigt, je geringer das eigene Selbstwertgefül, desto mehr werden Jugendliche von der Konsumwelt angezogen. Deutsche Jugendliche geben an, dass 50% ihrer Einkäufe überflüssig sind. Am Kaufen hindert es sie trotzdem nicht.
Das Bundesumweltamt möchte jetzt Mindestanforderungen an Produktlebensdauern stellen. Die Rahmenbedingungen für die Reparatur sollen verbessert werden. Verbraucher sollen über Ersatzteile für Produkte besser informiert werden. Generell wird mehr Transparenz am Markt gefordert, damit die Konsumenten wissen was sie kaufen.
Was können wir tun?
Z.B. "Murks" melden. Die Bürgerbewegung "Murks - nein danke!" findet ihr hier:
Murks melden!
Professionell und preiswert reparieren lassen oder gemeinsam reparieren:
Hier geht es zu den Repaircafés bei greenya!
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