Hintergrundbild des Profils
Profilbild
K. Schräder Nachf.
4 Follower
4 Follower
Über mich
Beiträge von K. Schräder Nachf.

Beitrag ist angepinnt.Beitrag enthält einen Anhang
Schräder ist …

… ein inhabergeführtes Familienunternehmen mit Sitz in Kamen. Nach seiner Gründung im Jahr 1949 befasste sich Schräder zunächst mit der Herstellung von Ofenrohren und versorgte Kunden überwiegend aus dem lokalen Umfeld. Seit den 80er Jahren entwickelt und produziert Schräder Abgasleitungen aus Edelstahl und ist heute einer der führenden Hersteller von Schornsteintechnik aus Edelstahl in Deutschland. Im Jahr 2008 hat Schräder mit den Themen Emissionsminderung (Feinstaubfilter) und Energieeffizienz (Wärmerückgewinnung) zwei Schnittpunkte zur Abgastechnik aufgegriffen und seitdem stetig weiter entwickelt. Sowohl bei der Emissionsminderung als auch bei der Energieeffizienz hat Schräder die umweltpolitischen Herausforderungen und Trends als eines der ersten Unternehmen erkannt und in seine Produktentwicklung aufgenommen.
Foto

Beitrag enthält einen Anhang
Energieeffizienz im Celler Badeland

Wärmerückgewinnung mit dem Abgaswärmetauscher von Schräder

Schwimmen fördert die Gesundheit und bietet Erholung vom Stress des Alltags. Die wenigsten Schwimmbadbesucher machen sich jedoch Gedanken über die energetische Seite einer solchen Anlage. Nach der Erweiterung ihrer Heizzentrale durch ein weiteres BHKW in Kombination mit Gas-Brennwerttechnik kann das Badeland in Celle gelassen in die Zukunft blicken. Abgaswärmetauscher von Schräder sorgen für eine äußerst effiziente Ausnutzung der Energie.

Wellness und Erholung groß geschrieben

Was 1962 als einfaches städtisches Schwimmbad begann, hat sich inzwischen zu einer vielseitigen Wellness-Oase entwickelt. Bereits in den 80er-Jahren erkannte die Stadt Celle die Zeichen der Zeit und erweiterte das Bad zu einem Freizeitbad mit viel Platz zum Schwimmen und Tummeln, aber auch einem großzügigen Saunabereich für die Entspannung suchenden Gäste. Heute verfügt das Celler Badeland über einen Indoor-Bereich mit fünf verschiedenen Becken, Whirlpools und Solebad. Ab Mai können die Gäste das angeschlossene Freibad nutzen, das mit seinem 50-Meter-Becken auch für ambitionierte Schwimmer keine Wünsche offen lässt. Für den Spaßfaktor sorgt eine Riesenrutsche mit 86 m Länge. Entspannung verspricht schließlich die Saunaanlage, die mit Blockhaus und Erdsauna, Feuchtraumsauna und Dampfbad für jeden Wärmetyp das passende bietet.

Neue Wege beim Energiekonzept

Der Energieverbrauch, der für Heizung und Warmwasserbereitung in einem großen Schwimmbad mit Sauna anfällt, ist enorm. Die Stadtwerke Celle überlegten daher als Betreiber, wie der Betrieb durch den Einsatz modernster Technik möglichst effizient gestaltet werden kann. Zunächst wurde ein energiewirtschaftliches Gutachten erstellt, das als Grundlage einer integralen kommunalen Bäderstrategie diente. Als Ergebnis kristallisierte sich die Erweiterung der bereits bestehenden Energiezentrale des Badelandes heraus. Vor Beginn der energetischen Sanierung umfasste das Energiekonzept ein BHKW mit 405 kW elektrischer und 540 kW thermischer Leistung sowie zwei Gasbrennwertkessel mit je 1.078 kW thermischer Leistung. Man entschloss sich daher, nicht nur die bestehende Anlage zu modernisieren, sondern auch um ein weiteres BHKW-Modul zu ergänzen. Teil dieses Konzepts ist die Integration eines Abgaswärmetauschers in der Abgasleitung des neu installierten BHKWs. Damit lassen sich die hohen Abgastemperaturen effizient nutzen. Die so zusätzlich gewonnene Wärme dient der Vortemperierung der Wasserkreisläufe für das Freibad und das Spielbecken.

Die neue BHKW-Anlage

Die neue BHKW-Anlage besteht aus zwei Modulen, die beide in der bestehenden Heizzentrale untergebracht werden konnten. Zur Neuinstallation wurde Anlage 1 zunächst demontiert und eine Stahlträgerkonstruktion zur gleichmäßigen statischen Verteilung der neuen Gewichtslasten eingebaut. Im Anschluss wurden sowohl das bereits bestehende als auch das neue Modul in das Heizungssystem eingebunden. Für die nun deutlich gesteigerte Leistung wurde eine neue Niederspannungsverteilung einschließlich Zuleitung erstellt. Auch die Niederspannungshauptverteilung des Badelandes wurde umgebaut und optimiert. Auf diese Weise wird die Eigenstromversorgung mit Überschusseinspeisung und Reststrombezug ermöglicht. Zusammen mit den beiden Brennwertkesseln verfügt die Heizzentrale nun über eine Feuerungswärmeleistung von 1,71 MW.

Effizienzsteigerung mit dem AWT von Schräder

Um die Leistung der neuen BHKW-Anlage bestmöglich ausnutzen zu können entschloss man sich, das neu eingebaute Modul mit einem Abgaswärmetauscher zu kombinieren. Dies ist insofern sinnvoll, da bei dem Betrieb eines BHKW hohe Abgastemperaturen entstehen, die auf diese Weise energetisch genutzt werden können. Der Gesamtnutzungsgrad des neuen Moduls wurde damit von 90,6 % auf ca. 97,3 % gesteigert.
Der Abgaswärmetauscher AWT-D wurde speziell an die Anforderungen für den Einsatz an Blockheizkraftwerken angepasst. Für den Betrieb im Überdruck konzipierte Schräder ein verstärktes Gehäuse, das sich für die maximale Anwendung von 5.000 Pa/50 mBar eignet. Ein Bypass erlaubt die sichere Vorbeileitung des Abgasstroms am Wärmetauscher, falls einmal keine Wärme benötigt werden sollte. Dieser wird mit einer externen Bypassbox ausgeführt. Der Abgasstrom wird über eine Klappe gesteuert, die mit einer speziellen druckfesten Wellendichtung ausgestattet ist. Die Bypassbox ist ausgelegt für die Druckklasse H1 (5.000 Pa) sowie der Temperaturklasse T600 mit 600°C Betriebstemperatur. Vorbedingung für den Einsatz des AWT-D ist die Kombination mit einem gasbetriebenen Verbrennungsmotor. Die Bypassbox lässt sich auch bei anderen Brennstoffarten einsetzen. Darüber hinaus sind für kundenspezifische Anwendungen Lösungen für Druckbereiche bis zu 30.000 Pa/300 mBar möglich.
Der AWT-D wurde direkt hinter der Feuerstätte nach dem Feuerungsstutzen installiert. Im wasserführenden Wärmetauscher gewährleisten patentierte, lasergeschweißte Rippenrohre einen hohen Wirkungsgrad. So genannte motorisch gesteuerte Bypassklappen sorgen sowohl im Dauer- als auch im Vollastbetrieb für eine störungsfreie Funktion. Wird keine Wärme benötigt, schaltet der Motor auf Bypassbetrieb.
Der AWT-D besteht aus hochwertigem Edelstahl der Werkstoff-Nr. 1.4571/1.4404 ohne Zusatzwerkstoffe. Diese Werkstoffgüte findet aufgrund ihrer hervorragenden Qualitätseigenschaften bereits seit vielen Jahren in der modernen Abgastechnik Verwendung. Bei besonders hohen Beanspruchungen ermöglicht der Werkstoff 1.4539 den Einsatz des Schräder-AWT-Ds.
Muss der Abgaswärmetauscher gereinigt werden, lässt sich das Rippenrohrregister seitlich aus dem Gehäuse ziehen und außerhalb der Abgasstrecke oder auch abseits des Produktionsprozesses reinigen. Dies ist auch während des Betriebs durch die externe Umleitung der Bypassbox vor dem AWT-D möglich. Durch das Ausziehen der Rohrpakete ist eine vollkommene Reinigung gewährleistet. Optional ist es auch möglich, den AWT mit einer automatischen Reinigung zu versehen. Darüber hinaus zeichnet sich der AWT durch geringe Strömungswiderstände aus, die aus einer optimierten Rauchgasführung resultieren.

Fazit

Die Ertüchtigung der Heizzentrale im Celler Badeland zeigt, dass sich mit moderner Heiztechnik auch in energieintensiven Betrieben der Energieverbrauch senken lässt. Maßgeblich dazu bei trägt der Einbau eines Abgaswärmetauschers in die Abgasleitung eines BHKWs. Auf diese Weise lässt sich der Gesamtnutzungsgrad des neuen BHKW-Moduls von 90,6 % auf ca. 97,3 % steigern. Insgesamt ergibt sich so eine Einsparung von 1.500t/a CO2 und 3.102.000 kWh/a an Primärenergie.
_______________________________________________________________________
Bautafel
Objekt: Celler Badeland
29221 Celle
http://www.celler-badeland.de
TGA-Fachplanung: ARGE Ing. Büro Koch & Partner GmbH, Balve mit VUB-SWH Verwaltungs- und Betriebs GmbH, Hildesheim
Ausführung: TH-Schornsteintechnik
31008 Elze
Produkte: 1 x Abgaswärmetauscher
AWT-D
Heizung: 2 x BHKW
2 x Gas-Brennwert-Heizkessel
Lieferant: Schräder
Abgastechnologie
59174 Kamen
http://www.schraeder.com
----------------------------------------------------------------------------------------------
Bericht und Foto:
Vera Höhner
Pressebüro Dieter Last
Dielingerstraße 42 B, 49074 Osnabrück
http://www.last-pr.de

Beitrag enthält einen Anhang
Foto

Beitrag enthält einen Anhang
Foto

Beitrag enthält einen Anhang
SAUBERE LUFT IM URLAUBSPARADIES

Angenehm temperierte Pools, ein Spa-Bereich mit wohltuenden Anwendungsmöglichkeiten: All das bietet das Seaside Hotel Los Jameos Playa auf Lanzarote. Die dafür benötigte Wärme stammt unter anderem von einer mit Pellets betriebenen Heizungsanlage.

Um den beim Heizungsbetrieb zeitweise entstehenden Ausflockungen im Bereich der Schornsteinmündungen begegnen zu können, setzt das Vier-Sterne-Hotel nun auf die FilterBox von
Schräder.

http://www.schraeder.com/uploads/media/Bericht_Hotel_Lanzarote_Filterbox_Kor_D._Last.pdf
Foto

Beitrag enthält einen Anhang
Bulten spart jede Menge Energie:
Wie Wärmerückgewinnung in der Praxis funktioniert, zeigt dieses Video.

Beitrag enthält einen Anhang
ÜBER SCHRÄDER

Seit den 80er Jahren entwickelt und produziert Schräder Abgasleitungen aus Edelstahl und ist heute einer der führenden Hersteller von Schornsteintechnik aus Edelstahl in Deutschland. Zurzeit beschäftigt Schräder ca. 70 Mitarbeiter in Kamen (Nordrhein-Westfalen) und in Schönwölkau (Sachsen). Zum Unternehmensverbund gehört die Schraeder gmbh mit weiteren 20 Mitarbeitern in Kamen.

Im Jahr 2008 hat Schräder die Themen Emissionsminderung und Energieeffizienz aufgegriffen. Mit den von Schräder entwickelten Feinstaubfiltern für die Holzverbrennung wird eine Reduktion der Staubemissionen von bis zu 90 % erreicht. Damit werden auch die seit Anfang 2015 geltenden Grenzwerte der 1. BImSchV eingehalten. Beim Thema Energieeffizienz konzentriert sich Schräder auf Wärmerückgewinnung aus Abgasen. Schräder-Wärmetauscher stellen die aus dem Abkühlungsprozess gewonnene Energie zur weiteren Nutzung bereit, zum Beispiel zur Raumheizung oder zur Warmwasserbereitung.

Emissionsminderung

Kleine und mittlere Holzfeuerungsanlagen haben einen erheblichen Anteil an den Feinstaubemissionen. Parallel und gestützt durch neuere wissenschaftliche Veröffentlichungen wird die Gefahr, die von Feinstaub ausgeht, auch in der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen. Das Spannungsfeld zwischen Klimaschutz auf der einen und Emissionsschutz auf der anderen Seite löst nach dem Willen des Gesetzgebers die 1. BImSchV : Sie stellt dem im Rahmen der Energiewende gewünschten Ausbau der energetischen Biomassenutzung ambitionierte Vorgaben für die Luftqualität zur Seite. Die Novelle der Verordnung gilt dabei seit dem Jahr 2010, u.a. mit strengeren Grenzwerten für Feinstaub aus kleinen und mittleren Feuerungsanlagen. Die Feinstaubgrenzwerte treten in zwei Stufen und mit gestaffelten Übergangsfristen in Kraft. Seit dem 1. Januar 2015 gelten mit der zweiten Stufe der Verordnung schärfere Grenzwerte. Die letzte Übergangsfrist für ältere Anlagen läuft im Jahr 2025 aus. Da viele Feuerungsanlagen die Grenzwerte nicht einhalten bzw. einhalten werden, müssen sie entweder stillgelegt oder mit einem Filter zur Staubreduktion nachgerüstet werden. Mit seinen elektrostatischen Staubabscheidern bietet Schräder als - soweit erkennbar - einziger Hersteller weltweit für das gesamte Leistungsspektrum der kleinen und mittleren Feuerungsanlagen Filteranlagen an, durch deren Einsatz die Einhaltung der aktuellen und künftigen Grenzwerte für Feinstaub sichergestellt ist.

Der Bund fördert über das Marktanreizprogramm zur Förderung erneuerbarer Energien – Innovationsförderung Biomasse die Errichtung oder Nachrüstung von Biomassefeuerungen mit Staubabscheidern mit attraktiven Zuschüssen.

Die von Schräder produzierten - und vom DIBt - zugelassene Filter haben sich im praktischen Einsatz bewährt. Auch die Nachfrage aus dem Ausland zeigt, dass Schräder eine Vorreiterrolle spielt: So ist bereits der Filter „AL-Top“ an einer Heizzentrale der Universität Otago, Dunedin in Neuseeland im Einsatz, eine „Filterbox“ wird gerade in einer Hotelanlage auf Lanzarote installiert. Auch in anderen Ländern werden künftig Regularien zur Feinstaubbegrenzung greifen, sofern dies nicht schon der Fall ist.

Energieeffizienz

Das jährliche Energieeinsparpotenzial in Industriebetrieben in Deutschland wird im Be-reich der Abwärmenutzung auf ca. 130 TWh geschätzt. Tatsächlich wird dieses Potential jedoch bei weitem nicht genutzt.

Viele Produktionsprozesse sind davon abhängig, dass Prozesswärme in erheblichem Umfang eingesetzt wird. Beispiele hierfür sind das Schmelzen, Schmieden und Umformen von Metallen oder das Trocknen von Sägeholz, aber auch die Lebensmittel- und Backindustrie sind auf diese Prozesswärme, die kostenintensiv in Industrie- oder Backöfen er-zeugt wird, angewiesen. Über den Schornstein wird die Abwärme, die in diesen und zahlreichen Industrieprozessen als Nebenprodukt entsteht, an die Atmosphäre abgegeben. Ein Großteil der im Industrie- oder Backofen erzeugten Energie bleibt somit ungenutzt. Schräder- Wärmetauscher ermöglichen die Übertragung von Wärme von einem warmen Medium auf ein kälteres Medium. Im Schräder-AWT wird das heiße Abgas an einem Rippenrohrbündel vorbeigeführt und erhitzt dabei das durch dieses Rohrbündel geleitete Wasser. Das heiße Wasser kann anschließend in den Ausgangsprozess zurückgeführt oder betriebsintern genutzt werden, etwa zur Warmwasserversorgung oder zur Kälte- und auch zur Stromerzeugung. Möglich ist auch die Abgabe an Dritte, etwa an ein Nahwärmenetz.

Mit dem KfW Energieeffizienzprogramm Abwärme werden seit dem 1. Mai 2016 Unter-nehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie Energiedienstleistern Darlehen und Tilgungszuschüsse zur Verfügung gestellt, wenn sie in die Modernisierung, die Erweiterung oder den Neubau von Anlagen zur Vermeidung oder Nutzung von Abwärme investieren. Der Tilgungszuschuss beträgt im Regelfall 30 % der förderfähigen Investitionskosten. KMU erhalten einen Bonus von 10 % auf die förderfähigen Investitionskosten. Bei der außerbetrieblichen Nutzung von Abwärme - soweit die Kosten für Verbindungsleitungen zur Weitergabe an Dritte anfallen – macht der Zuschuss 40 % der förderfähigen Investitionskosten aus. KMU erhalten auch hier einen Bonus von 10 %.

Schornsteintechnik

Im Bereich der Schornsteintechnik begann Schräder unmittelbar nach der Wende damit, auch im sächsischen Schönwölkau Abgastechnik aus Edelstahl zu produzieren.

Seit 2006 bietet Schräder mit dem FUTURE Therm ein Schornsteinsystem mit einem Leichtbauschacht aus Vermiculit-Wärmedämmplatten an, das insbesondere für den nachträglichen Einbau gedacht ist. Der Leichtbauschacht ist auch als separater Montageschacht zugelassen und kann daher mit jedem zugelassenen Abgassystem bestückt wer-den.

Im ein- und doppelwandigen Bereich verwendet Schräder ein Konussystem (ein metallisch dichtes System), das bis 5000 druckdicht ist und ohne Einsatz von polymeren Dichtungen auskommt.

Das Schornsteinprogramm wird abgerundet durch die Wanddurchführung für Häuser in Holzbauweise, die sicherstellt, dass eine Abgasleitung ohne Probleme durch eine Wand aus brennbaren Materialien geführt wird.

Damit stehen Schornsteinsysteme für alle Regelfeuerstätten in ein- und doppelwandiger Ausführung und auch als Luft-Abgas-Systeme sowohl für den Neubau als auch für die Sanierung zur Verfügung.
Foto

Beitrag enthält einen Anhang
INDUSTRIELLE ABWÄRME WIRD NAHWÄRME!

Im Rahmen einer Klimainitiative des Landkreises Osnabrück entstand in Ostercappeln im Ortsteil Venne ein Nahwärmenetz, das mit der Abwärme der ortsansässigen Waffelfabrik Meyer zu Venne gespeist wird. Sie erzeugt im Dreischichtbetrieb über ihre Backstraßen hohe Abgastemperaturen, die über Abgaswärmetauscher aus dem Hause Schräder nutzbar gemacht werden.

Zu den Wärmenehmern zählen 152 Gebäude, darunter auch die Kirche, die Schule, ein Kindergarten und ein Seniorenheim, die ab der Heizsaison 2016 über ca. 10 km Wärmeleitung versorgt werden. Die Wärmetauscher von Schräder wurden in die Abgas-leitungen hinter den Backöfen installiert.

Die Wärmetauscher von Schräder wurden in die Abgasleitungen hinter den Backöfen installiert.

Bei der Konzeption der Abgaswärmetauscher galt es, die unter-schiedlichen Abgastemperaturen der einzelnen Öfen zu berück-sichtigen. Die Eingangstemperaturen der Abgase in den Wärme-tauscher liegen zwischen 120° C und 200° C. Somit war auch die Leistungsfähigkeit der Wärmetauscher entsprechend anzupassen. Der Abgaswärmetauscher wurde speziell auf die Bedürfnisse in den Backanlagen der Waffelbäckerei Meyer zu Venne abgestimmt und ist dazu in der Lage, bei durchschnittlichem Betrieb eine maximale Gesamtleistung von 1.212 kW/h auszukoppeln. Darüber hinaus lassen sich so im Jahr über 1.000 Tonnen CO2 einsparen.
Insgesamt kamen an 30 Backöfen AWT zum Einsatz. Die Installation des Abgaswärmetauschers erfolgte in der Verbindungsleitung hinter den Backöfen. Im Inneren des Wärmetauscherregisters fließt Wasser, das durch die in entgegengesetzter Richtung strömenden Abgase erhitzt wird.

(HaustechnikDialog 14. Dezember 2015)
Foto

Beitrag enthält einen Anhang
Ein kleiner Rückblick auf die Hannover Messe 2016
FotoFotoFoto
2016-05-18
3 Fotos - Album ansehen

Beitrag enthält einen Anhang

BULTEN SPART JEDE MENGE ENERGIE

Industriebetriebe, in deren Produktionsprozess große Mengen Abwärme anfallen, haben ein erhebliches Energieeinsparpotenzial. Die Wärme, die häufig ungenutzt mit den Abgasen oder der Abluft entweicht, ist ein energetischer Schatz, den es zu heben gilt. Möglich ist dies mit Abgaswärmetauschern, wie sie die Firma Schräder aus Kamen anbietet.

Die Firma Bulten, Hersteller von Schrauben, nutzt jetzt diese Technologie, um die so gewonnene Wärme erneut dem Produk-tionsprozess zuzuführen. Ausschlaggebend für das Projekt war der Austausch zweier Waschanlagen in der Vergüterei. Ziel war es, die hohe Abwärmeleistung der Härteöfen für die Warmwas-serversorgung der Waschmaschinen nutzbar zu machen.

Bulten wandte sich an den Abgastechnikspezialisten Schräder, der mit seinem Abgaswärmetauscher AWT ein Produkt im Portfolio führt, das bereits häufig im industriellen Einsatz zu finden ist.

Schräder konzipierte als Generalunternehmer in enger Zusammenarbeit mit dem Waschanlagenhersteller Ilvet und der Bulten GmbH die neuen Anlagen. Für Bulten ergab sich so der Vorteil, dass die gesamte Anlage, die den Abgaswärmetauscher, die Heizungs- und Steuerungstechnik sowie die Wärmeübergabe an die Waschmaschinen mittels Rohrbündelwärmetauscher umfasst, aus einer Hand erstellt wurde.

„Betrachtet man die Investitionskosten von 125.000 Euro – 170.000 reine Anschaffungskosten minus 45.000 Euro Förderung – und nimmt man einen Energiebedarf der Waschmaschinen von einer Millionen Euro pro Jahr bei einem Energiepreis von 0,038 Euro kW/h, ergibt sich ein Einsparpotenzial von 38.000 Euro", erklärt Frank Welzel, projektverantwortlicher Leiter bei der Bulten GmbH. „Somit beläuft sich die Amortisationszeit auf unter 3,3 Jahre."

Da die Firma Bulten diese Maßnahme als energetische Maßnahme bewertet, wäre eine Amortisationszeit von bis zu acht Jahren akzeptabel gewesen. Das Projekt der Bulten GmbH zeige, dass sich speziell für gewerbliche Unternehmen, die Prozesse mit hohen Abgastemperaturen betreiben, der Einbau eines Wärmetauschers lohne, so Welzel.
(Ruhr Wirtschaft Januar 2016)
Foto
Einen Augenblick, weitere Beiträge werden geladen…