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Philip “plaetzchen” Brechler
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Philip “plaetzchen” Brechler

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Ein <3 für die Verkleidungen.
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Genau das was ich auch schon immer schreiben wollte. Danke
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Schlanderia you suck

Ich liebe Fußball und werde die nächsten Wochen im Spagat verbringen. Freude an schickem Gebolze mit viel Nervenabrieb einerseits und gleichzeitig wissen, wie krass die Umstände drumherum in Brasilien zu Lasten der Menschen vor Ort gehen. 
Und dann ist da noch diese seit 2006 wieder aufgeflammte Flaggengeschichte. Alle Jahre wieder dieselbe Diskussion, bei der mir mit Befremden begegnet wird, weil ich mich der verschwarzrotgoldung verweigere und nicht nur nationalbeflaggte Fruchtzwerge kritisiere, sondern all die Autowimpel, Außenspiegelkondome, Teutonenhüte und Schlandschminke. Als Kind der 90er bin ich nach wie vor hochallergisch auf stolz zur Brust getragene deutsche Nationalfarben. 
Und ja, ich schaue die Spiele mit deutscher Beteiligung, fiebere dabei intensiv mit und freue mich über dieses bunte Team, das mittlerweile nicht nur gewinnen kann, sondern sogar Fußballästhetik liefern kann. 
Die Diskussion liefert immer wieder die gleichen Argumente und ich nehme mir heraus, sie öffentlich zu erwidern.

1. Die anderen Länder haben einen unverkrampften Umgang mit ihrer Nationalflagge/-hymne

Ja, das ist korrekt. Ab von Punkt 2. (siehe unten) ist das aber ein "der hat aber angefangen"-Argument. In meiner Wunschwelt, hätten andere Länder sich im Umgang mit Flaggen und Co der deutschen Mentalität vor 2006 angenähert. Eine Abkehr von Kollektivritualen, die immer andere Menschen ausschließen. Weg von Düsenjets, die Landesfarben versprühen und militaristischer Folklore und dem enthusiastischen Kreisen um sich selbst. Hin zu einer weltoffenen Gesellschaft, in der deine Herkunft keine Rolle mehr spielt. Da war Deutschland geschichtsbedungen mal weiter und entspannter. Mir gefiel das. Mir hätte gefallen, wenn das auch anderorts runtergeschraubt worden wäre.

2. "Das" ist jetzt 70 Jahre her, irgendwann muss auch mal gut sein, wir haben mit dem Krieg nichts mehr zu tun.

Achja? Aber das Wunder von Bern und die folgenden Titel gehören aber zwingend immer wieder überbetont? Weil damit muss nicht gut sein, denn das haben "wir" uns verdient? Glorifikation vergangener Heldentaten, hat zwangsläufig zur Folge sich auch die unsäglichste Schande überhaupt auf die Schulter zu lasten. Auch und gerade wenn man selbst aktiv nichts damit zu tun hatte (siehe Punkt 3.).

3. Das war damals was anderes, heute ist Deutschland ganz anders.

Wir haben die NSU-Taten noch lang nicht aufgearbeitet, während parallel die rechtsextremen Straftaten an Härte und Quantität zunehmen. Zig offizielle Todesopfer und Opfer von Gewalttaten und eine undefinierte Dunkelziffer wächst seit Kriegsende stetig an. Und zeitgleich trauen sich Faschisten 2014 ein Rathaus zu stürmen und deklarieren Regionen zur national befreiten Zone.
Ja, der Holocaust und die unsäglichen Verbrechen an der Menscheit sind nicht wiedergekehrt. Aber latenter und struktureller Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind überall in Deutschland und immer wieder präsent und führen nur selten zu angemessener Reaktion seitens der Staatsgewalt. 
Parallel ist der Umgang mit den wenigen Refugees, die ihren Weg nach Deutschland schaffen maximal beschämdend und die letzten Wahlen zeigten mehr als Deutlich, dass rechte und rechtspopulistische Parteien genug Menschen einfangen können.

4. Das ist doch nur Fußball und ein wenig Patriotismus und kein Nationalismus

Es braucht nur das eine Bier zuviel, dass bei Fußball-Großveranstaltung unweigerlich fließt und es fallen viele Masken. Die lustigfröhliche Schlanderia kippte immer wieder mannstark in ekelhaften und tumben Nationalismus. Gut dokumentiert und überall nachzusehen. 
Als privilegierter Großstädter genießt man den Luxus, viel Mist nicht direkt mitzubekommen. Doch schon kurz vor dem eigenen gutsituierten Milieu, das wehen auf einmal (ohne viel Aufhebens) zwischen den schwarzrotgoldenen Fahnen auch schwarzweißrote oder Reichskriegsflaggen. Die Grenzen sind fließend und ich möchte dazu maximale Distanz wahren. Applaus von der falschen Seite ekelt mich an.

5. Türken und andere Menschen mit Migrationshintergrund machen doch mit bei der Schlanderia

Na und? Macht es das irgendwie besser oder ist es nicht nur eine billige Ausrede? Und hey, viele der oben benannten Menschen, sind womöglich schon in sonstwievielter Generation "eingedeutscht" und besitzen die deutsche Staatsbürgerschaft. Leider sorgt der Wunsch dazu zu gehören nicht selten dafür auch dumme Angewohntheiten mitzutragen. Die Schlanderia ist auch extrem viral.


Ich könnte jetzt ewig so weiterschreiben. Aber ich muss früh ins Bett, denn die nächsten Fußballwochen werden recht schlafarm. Habt auch viel Spaß (im Zweifel ohne Fußball) und bitte bitte bitte schaltet mit der schwarzrotgoldenen Penetranz ein paar Gänge zurück. Nicht dass ich einem Aus in der Vorrunde etwas Positives abgewinnen muss!
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Ich habe beim Doodle #googlebirthday Süßigkeiten gewonnen! Ergebnis: 113
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Ich schreibe über die größte Herausforderung der Piratenpartei im Moment, wieder eine Partei werden
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Das Problem ist halt: wir meinen das auch noch Ernst.
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My talk at #ep14  about testing mobile apps and websites with a robot and computer vision.
A talk I gave at europython 2014 about testing mobile web sites and apps on real devices using CV and a robot
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Philip “plaetzchen” Brechler

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Die Piratenpartei solidarisiert sich mit dem Protest der Non_Citizen und unterstützt ihre Forderungen vollstens. Der menschenunwürdige und diskriminierende Umgang mit Geflüchteten in Bayern, Deutschland und Europa muss ein sofortiges Ende haben. Stattdessen ist es wichtig, dass wir uns solidarisch mit flüchtenden Menschen weltweit zeigen und ihnen ein Leben in Frieden, Freiheit und Selbstbesti ...
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Ich habe mir Gedanken zum BPT und zur Kandidatenbefragung gemacht: http://plaetzchen.cc/2012/04/gedanken-zum-bpt/
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  • Gymnasium Paulinum
    1997 - 2005
Basic Information
Gender
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plaetzchen