Profile cover photo
Profile photo
Daniel Benke
6 followers
6 followers
About
Posts

Post has attachment

Post has attachment
Add a comment...

Post has attachment

Post has attachment
Add a comment...

Zur Veränderung von Prozessen undIT-Anwendungen in mittelständischen bis großen Unternehmen.

Irgendwann ist in jedem Unternehmen derTag gekommen, an dem das innerbetriebliche Stühlerücken einenkompetenten Emporkömmling an eine lukrative Stelle gespült hat,welche ihm endlich die Möglichkeit offeriert, seine seit Langemausgetüftelten Innovationen in den Betrieb einzubringen. Dazu gehörtnatürlich im Speziellen, alte Strukturen aufzubrechen, umzugrabenund den Acker komplett neu zu bestellen. Das lässt sich am besten inder IT umsetzen, denn in diesem Bereich schreitet die Technikbesonders schnell voran, so dass man in der hauseigenen EDV immeretwas findet, was nicht mehr dem Stand der Technik entspricht odereinfach nur erneuert werden kann.

Dabei ist es wichtig, dass die Kostenbesonders hoch ausfallen – man will schließlich keine Anlageneinkaufen, die in einem Jahr schon wieder überholt sind. Am besten,man beauftragt das Unternehmen, in dem zufällig der Schwippschwageroder der Großcousin zweiten Grades das Zepter in der Hand hält. Nurso ist gewährleistet, dass ein kleiner Bakschisch als Prämie -natürlich in bar – an den Auftraggeber ausgezahlt wird.

Ist der Deal unter Dach und Fach, gehtes an die Details. Wichtig ist, dass Prozesse und Benutzeroberflächenkomplett verändert werden und nichts mehr mit dem bisherigen Systemzu tun hat. Nur so ist gewährleistet, dass nicht nur bei derAnschaffung ein Haufen Kohle verbrannt wird, sondern dass auch teurerSchulungen notwendig sind, um das Personal an die neue ITheranzuführen. Dieses Engagement wird der Chef zu würdigen wissen.

Nachhaltigkeit ist in allen Bereichenein Schlagwort, welches in sämtlichen Seminarräumen ganz oben aufder Flipchart steht und da hat unser Emporkömmling gut aufgepasst.Man kann nicht nur einmalig hohe Kosten verursachen, sondern auchdurch komplizierte Prozesse hervorragend Personal binden und es sovon der eigentlichen Arbeit abhalten. Das Vorteil: Es fällt nichtauf die Führungsebene zurück. Stattdessen kann man mit erhobenemZeigefinger durch die Abteilungen marschieren, die massiveVerschlechterung der Produktivität anmahnen und Besserung verlangen.Der Chef wird das offensive Vorgehen zu schätzen wissen. Aber auchder Schwippschwager will mit seiner IT-Firma von dem Nachhaltigkeitsgedanken profitieren. Über teure Wartungsverträgeund fehlerhafte Software, die „anforderungsspezifische individuelleAnpassungen“ erfordert wird sichergestellt, dass auch in Richtungder buckligen Verwandschaft ein konstant hoher Cash-Flow mitgroßzügiger Rückvergütung ins private Portemonnaie unserer jungenFührungskraft stattfindet.

Bleibt zu hoffen, dass das nächsteStühlerücken für ihn eine schmerzhafte Erfahrung mit dem Spiel„Reise nach Jerusalem“ wird. .
Add a comment...
Wait while more posts are being loaded