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Almut Kartoffel
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Almut Kartoffel

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"Wer soll man denn sein? Wer ist denn schon wer?"
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Almut Kartoffel

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Auch sprachlich gesehen bleibt die Euro-Krise spannend, siehe Formulierungen wie "Kleinsparer ausnehmen" oder hier, "Einlagensicherung":

"Griechenlands Finanzminister Giannis Stournaras versuchte einer aufkommenden Panik entgegenzutreten und versicherte, dass die Einlagen bei zyprischen Banken in Griechenland sicher seien. Wirklich sicher sind die Guthaben einstweilen aber wohl nur vor dem Zugriff ihrer Inhaber: Auch die Filialen der zyprischen Banken in Griechenland bleiben noch mindestens an diesem Mittwoch geschlossen." (Michael Martens, FAZ)
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Almut Kartoffel

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"Bundeskanzlerin Angela Merkel hält die Beteiligung privater Sparer für fair. 'Damit werden die Verantwortlichen zum Teil mit einbezogen', sagte die CDU-Chefin, 'und nicht nur die Steuerzahler anderer Länder. Ich finde, das ist richtig.'" (siehe Spon-Link)

Ich mag mich irren, aber diese Eurorettungsrhetorik erscheint mir neu. Das mir vertraute Beschwichtigungsmodell ging immer so: "Kosten würden die neuen Beschlüsse den Steuerzahler nichts." (bit.ly/Srcvjz).

Heißt das also, dass jetzt erstmals auch "Steuerzahler anderer Länder" an der Retterei beteiligt werden, oder waren sie das vorher auch schon, aber die Regierung hat sich nicht getraut, dem Steuerzahler das so direkt zu sagen?

Gegen Annahme 1 spricht, dass der Teil des sog. Rettungspakets für Zypern, der anderer Länder Steuerzahler betreffen könnte, meines Wissens nur den üblichen Mix aus ESM- und IWF-Krediten enthält, also Sachen, die laut Regierung steuertechnisch "nichts kosten".

Für Annahme 2 spricht, dass diesmal ein neuer Umstand (Privatsparerbeteiligung) hinzukam, der offenbar dazu einlud, das bisher Verschwiegene (Steuerzahlerbeteiligung) einfach darin zu verpacken.

Vermutlich ging die Regierungsüberlegung so: Endlich haben wir was durchgesetzt, wofür uns zwar sehr viele Leute außerhalb Deutschlands hassen, aber ohne diesen Beschluss wäre das Paket innenpolitisch nicht vermittelbar gewesen (erkennbar daran, dass sogar die Opposition dagegen war!).

Der Steuerzahler wird dann vor lauter Begeisterung darüber, dass wir, die Regierung, einer Einlagensicherungsregelverletzung zulasten von mit dem Steuerzahler nicht verwandten Völkern zugestimmt haben, gar nicht so genau hinhören, wenn der Teil kommt, den wir schon länger mal zugeben wollten, aber bisher keine Gelegenheit dazu hatten: dass nämlich "die Steuerzahler anderer Länder" auch "mit einbezogen" werden.

Eventuell gibt es da eine kurze Schrecksekunde, aber wenn wir sagen "nicht nur", dann klingt das ja wieder fast so wie "nicht" oder "nichts", etwa in: "Kosten würden die neuen Beschlüsse den Steuerzahler nichts."
In Griechenland herrschen Zorn und Frust: Gut drei Milliarden Euro haben die krisengeplagten Hellenen auf zyprischen Konten gebunkert, um sie vor der Krise in ihrer Heimat zu schützen. Nun verlieren s...
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Almut Kartoffel

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"Aus den ersten Worten dieses Papstes spricht ja genau der Populismus des Guten, der keine Konsequenzen haben wird und sich mit der bekannt reaktionären Haltung gegenüber so ziemlich allen wesentlichen Errungenschaften der Moderne auszeichnet, Freiheit, Selbstbestimmung, Individualität. Wie kann auf dieser Grundlage so etwas wie Hoffnung erwachsen?" (Georg Diez, SpOn)
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Almut Kartoffel

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Probleme mit dem Ohr?

SpOn-Kolumnist Wolfgang Münchau erwartet unablässig, dass "uns"...
...der Laden/der Euro-Raum/die Währungsunion/die Finanzkrise/die Krisenpolitik...
...über kurz oder lang/in den nächsten Tagen/gerade/bald...
...um die Ohren fliegt/knallt.

Februar 2009:
"Wenn wir nicht bald die unsichtbare Dame und ihren bissigen Gefährten ablösen, knallt uns der Laden noch um die Ohren."
(FTD, bit.ly/13ohN7D)

Januar 2010:
"Daher ist die Frage gerechtfertigt, ob uns der Euro-Raum um die Ohren fliegen kann."
(FTD, bit.ly/9h87zE)

April 2010:
"Und dann merkten wir plötzlich, dass uns die gesamte Währungsunion um die Ohren zu fliegen drohte."
(FTD, bit.ly/9QWTiZ)

Mai 2010:
"Ich halte es nach wie vor für eher wahrscheinlich, dass uns angesichts unserer weiterhin verlogenen Politik der Euro-Raum über kurz oder lang um die Ohren fliegen wird."
(FTD, bit.ly/143hESA)

Juli 2011:
"Wenn sich Deutschland in den nächsten Tagen nicht von seinem ordnungspolitischen Dogmatismus bewegt, fliegt uns der Euro-Raum, wie wir ihn kennen, um die Ohren."
(FTD, bit.ly/rgBBUW)

November 2011:
"Auch die anderen Gipfelbeschlüsse, die man am Donnerstagmorgen noch feierte, sind gerade dabei, uns um die Ohren zu knallen."
(FTD, bit.ly/ugRS4Z)

April 2012:
"Merkel ist auf dem Zenit ihrer Macht - aus vier Gründen: (...) Die Krise ist ihr bislang politisch noch nicht um die Ohren geflogen."
(SpOn, bit.ly/15T2bZb)

Mai 2012:
"Aber vor allem hat Spanien eine Finanzkrise, die gerade dabei ist, uns allen um die Ohren zu fliegen."
(SpOn, bit.ly/Vdnhy9)

Februar 2013:
"Nicht Mario Monti oder Pier Luigi Bersani sind die größten Verlierer der Wahl in Italien, sondern Angela Merkel: Sie ist schuld, dass die Euro-Krise wieder voll da ist. Ihre Krisenpolitik fliegt uns bald um die Ohren."
(SpOn, bit.ly/ZAKaKO)
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Almut Kartoffel

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Die EZB enthielt einer Nachrichtenagentur seinerzeit z.T. bereits veraltete Informationen über Griechenlands Finanzen vor, was laut EuGH angesichts dummbeuteliger Finanzmärkte richtig war: den Umstand der partiellen Veraltetheit der Informationen...

"...hätten die Finanzmärkte nach Ansicht des Gerichts aber nicht unbedingt zur Kenntnis genommen. Denn 'auch wenn es sich bei den Marktteilnehmern um Fachleute handelt, die es gewohnt sind, mit dieser Art von Dokumenten zu arbeiten, sehen sie gleichwohl die von der EZB stammenden Annahmen und Standpunkte als für die Bewertung des Finanzmarkts besonders wichtig und zuverlässig an', heißt es in einer Pressemitteilung des Gerichts."

Übersetzt in Leichte Sprache, von der man jetzt überall liest, heißt das vermutlich: Finanzfachleute sind toll. Noch toller aber ist die EZB. Daher vertrauen Finanzfachleute der EZB blind. So blind, dass sie nicht mal das Datum auf EZB-Dokumenten lesen können.
Die Europäische Zentralbank hat mit Recht Informationen zu den griechischen Staatsfinanzen zurückgehalten. Das entschied der Europäische Gerichtshof und wies damit die Klage einer Journalistin ab. Beg...
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Almut Kartoffel

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Goethe zu Eckermann (1827): "Das ist aber eben das Wesen der Dilettanten, daß sie die Schwierigkeiten nicht kennen, die in einer Sache liegen, und daß sie immer etwas unternehmen wollen, wozu sie keine Kräfte haben."

Also dilettiere ich mal ein bisschen in Prozentrechnung:

"Spanier ein Drittel reicher als Deutsche"?

Durchschnittsvermögen eines Haushaltes in
Spanien: 286 T€
Deutschland: 195 T€

Demnach müsste der spanische Haushalt doch um fast die Hälfte reicher als der deutsche Haushalt sein, weil:
195 + 47 % = 286,65

Höchstens von Spanien aus gesehen könnte man das eine Drittel unterbringen, um auf den deutschen Betrag zu kommen:
286 - 32 % = 194,48

Deutsche sind also um ein Drittel ärmer als Spanier, aber Spanier um die Hälfte reicher als Deutsche.

Eine aus Sicht der deutschen Kirchenmaus noch unschönere Zahl findet sich aber, wenn man die das Gesamtbild der Vermögensverteilung nicht so verzerrenden Medianwerte vergleicht:

Spanien: 178 T€
Deutschland: 51 T€
(51 + 250 % = 178,5)

Also haben spanische Haushalte ein um 250 Prozent höheres Medianvermögen als deutsche Haushalte. Man kann sich das fast nicht vorstellen, wo doch immer von der angeblich so irrsinnig hohen Privatverschuldung in Spanien die Rede ist und das Haushaltsvermögen natürlich abzüglich von Schulden ermittelt wurde.

Apropos "Schwierigkeiten nicht kennen, die in einer Sache liegen":
"Bei der Vorstellung der Studie verwenden die Statistiker zudem große Mühe darauf, Erklärungen anzubieten: Die Höhe der Durchschnittsvermögen hänge in den einzelnen Ländern stark von der Verbreitung privaten Immobilienbesitzes ab."

Hm. Die Höhe der Durchschnittsvermögen hängt doch von allem ab, was zum Haushaltsvermögen gezählt wird, also hier "unter anderem Geld, Immobilien und Autos abzüglich der Schulden". Das heißt, die Höhe der Durchschnittsvermögen hängt davon ab, wie reich oder arm die Leute an Geld, Immobilien und Autos sind. Oder auch: Die Höhe der Durchschnittsvermögen hängt davon ab, wie hoch die Durchschnittsvermögen sind.
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Almut Kartoffel

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Ein ungebrochen beliebter Volkssport: genau zu wissen, was Frauen Schreckliches erdulden, auch wenn eine unscheinbare Mehrheit von ihnen sagt 'Alles gut!', hier am Beispiel Minijobs:

"Programm zur Erzeugung lebenslanger ökonomischer Ohnmacht und Abhängigkeit von Frauen", "negatives Image", "(Selbst-)Täuschung und Schimäre". (Carsten Wippermann, Studienleiter)

"Mehr als 80 Prozent [der Frauen] gaben an, diese [Arbeit] sei für sie keine 'Sackgasse'."
Minijobs sind weit verbreitet, aber ein hohes Risiko vor allem für Frauen. Das zeigt eine Studie im Auftrag des Familienministeriums, die drastische Worte findet: Geringfügige Beschäftigung sei "ein P...
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Almut Kartoffel

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"Dass man sich heute von denen da unten abgrenzt, ist eine Schande"
(Zwischenüberschrift auf Seite 1 der neuen ZEIT)

"Die Liebe zum Vulgären - Wie Werbung und Fernsehen den Proleten als Star inszenieren"
(Feuilletonhinweis neben der erwähnten Zwischenüberschrift)

"Heute wird Prolet – in einer weiteren Verkürzung auch Proll, Prol oder Prolo – umgangssprachlich als abwertende Bezeichnung verwendet für Menschen, deren Umgangsformen und Lebensstil als unkultiviert empfunden werden."
(de.wikipedia.org/wiki/Prolet)

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Almut Kartoffel

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Mit der Sichtweise dieses ZEIT-Lesers könnte man auch die Prügelstrafe für Kinder wieder gutheißen: Irgendeinen Erwachsenen wird man immer finden, der sagt "Hat mir nicht geschadet!".
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In Niedersachen sollen künftig alle Schüler unabhängig von ihren Noten versetzt werden. Leser Michael Herth ist dagegen. Er profitierte von seiner Ehrenrunde.
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Almut Kartoffel

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"Here is my New Year's resolution (which I have managed to keep so far): I am not going to read any books, magazine articles, or blogs about issues related to women this year. I'm calling a moratorium on works on women (WOW).
The most talked-about WOW of 2012 have all been dissected individually. But cumulatively, their disappointments exceed their individual shortcomings. Together they fail as both snapshots of the present and maps for the future. They bomb as economic cris de coeur and sexual SOSs, much less as romantic paeans to the extended single life. They neglect entire areas of experience and nuance. They resemble, most of all, windows streaked with rain. You can't see much through them, although you can hear the raindrops falling."
(Rachel Shteir, siehe Link, via aldaily.com)
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Almut Kartoffel

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"Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt." (http://bit.ly/pcxVUL)

Dieser Satz von Jean-Claude Juncker ist mit schuld daran, dass ich gerade Die Target-Falle von Hans-Werner Sinn lese.

Passend zu der letztens zitierten Behauptung von ESM-Chef Klaus Regling ("Die Märkte haben versagt, als sie Griechenland noch bis Ende 2009 annähernd zum selben Zinssatz wie Deutschland mit Geld versorgt haben – während längst klar war, dass das Land erhebliche Probleme hat.") finden sich bei Sinn im Kapitel Marktversagen oder Staatsversagen? folgende Details, bei denen ich mich als Vertreterin der angeblich nichts begreifenden Mehrheit schon frage, ob das nicht auch ein Klaus Regling wissen könnte:

"(...) das Verhalten der Banken wurde auch durch einen Regulierungsfehler bei der Bankenaufsicht hervorgerufen, den die Regierungen der EU-Mitgliedstaaten nachträglich dem Basel-Abkommen zur Regulierung der Banken beigefügt hatten. Nach dem Basler Abkommen mussten die Banken mindestens 4% ihrer risikogewichteten Aktiva mit teurem Eigenkapital unterlegen. (...) So setzte man für Kredite an durchschnittliche mittelständische Unternehmen einen Gewichtsfaktor von 0,5 an, für Kredite an andere Banken im Euroraum 0,2 und für alle Staaten des Euroraums gar 0,0. Durch politischen Entscheid wurden die Staaten und Banken im Euroraum allesamt als gleich sicher definiert, obwohl sie es nicht waren."

Wenn, wie Sinn schreibt, "die Strategie, mit minimalem Eigenkapital zu arbeiten, allen Banken dieser Welt zu eigen [ist]", dann haben die Banken aufgrund der EU-politischen Vorgaben doch genau so gehandelt, wie es von Banken zu erwarten war. Hinzu kam nach Sinns Ansicht "das implizite Schutzversprechen, das die Länder der Eurozone aus der Sicht der Kapitalmärkte mit ihrem politischen Verbund gegeben hatten".

Wo haben hier "die Märkte" versagt? Ich sehe nur, dass sie sich sehr lange exakt entlang den Vorgaben und Wünschen der Euro-Politiker bewegt haben, die ihnen genau das nun vorwerfen.

(Seitenangaben aus Die Target-Falle fehlen, weil ich nicht weiß, wie man E-Book-Seitenzahlen korrekt angibt.)
Deutschland steckt in der Target-Falle, sagt Ökonom Hans-Werner Sinn. In seinem neuen Buch erklärt er, wieso ein kompliziertes Zahlungssystem der...jetzt lesen
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Danke für den Hinweis, aber das ist ein Stück, das vermutlich drei Etagen über meinem derzeitigen Verstehensniveau spielt... :-) Im Moment bewege ich mich auf dem Streckenabschnitt vom Junckerschen 'Gar nichts begreifen' nach 'So gut wie nichts begreifen'. Um Diskussionen darüber folgen zu können, ob das Target-Problem eine "Scheindebatte" ist oder nicht, müsste ich das Target-Problem überhaupt erst einmal verstanden haben. Aber dafür lese ich ja das Buch.
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