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Plasticontrol - Plastikmeer
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Umwelschutzorganisation gegen Plastik im Meer und Ozean, Plastikmüll, Bisphenol A und Weichmacher
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Venedig gegen Plastikmüll: Venedig hat schon lange ein Müllproblem. Wasser in Plastikflaschen - das müsse nicht sein, wirbt die Stadt jetzt. Zumal das Leitungswasser keinesfalls aus der Lagune stammt, sondern aus Quellen.
Lieber das "Wasser des Bürgermeisters" aus dem Hahn als Tafelwasser aus der Flasche: Die Lagunenstadt Venedig versucht mit einer Werbekampagne für Leitungswasser, ihre Bürger von der Flasche zu entwöhnen. In der Stadt der Kanäle, der Brücken und Treppen stellt die Müllabfuhr eine gigantische Aufgabe dar, und ein großer Teil des Problems besteht aus Bergen von Plastikflaschen. Leitungswasser zu trinken, würde auch die Ökobilanz der Stadt verbessern, finden die Verantwortlichen.
Artikelbild: Lagunenstadt startet Werbekampagne für Leitungswasser Venedigs Bürger sind aufgerufen, Müll zu reduzieren und das "Wasser des Bürgermeisters" zu trinken. Foto: dapd
Die Vorstellung, venezianisches Wasser zu trinken, scheint zunächst befremdlich - schwappt in den berühmten Kanälen doch eher trübe Brühe. Doch wie viele andere italienische Städte bezieht Venedig sein Trinkwasser aus natürlichen Quellen. Sie liegen gleich gegenüber denen, die eine bekannte Mineralwasserfirma anzapft.
Jeden Morgen zwischen 6 und 8 Uhr fegen die Müllmänner durch die historische Altstadt und türmen Abfall auf ihre Handkarren: täglich 2,4 Kilogramm pro Einwohner, das ist wegen der vielen Touristen mehr als doppelt so viel wie im Landesdurchschnitt. Zweimal die Woche wird auf der Tour ausschließlich Plastikmüll gesammelt, so groß ist die Menge.
Die Kampagne scheint bereits erste Wirkung zu zeigen. Als sie im zweiten Halbjahr 2008 gestartet wurde, fielen 260 Tonnen Plastikmüll an. Im zweiten Halbjahr 2009 waren es 237 Tonnen, zwölf Prozent weniger. Zudem stieg der Anteil der Bürger, die nach eigenen Angaben immer Leitungswasser trinken, von 2007 bis 2009 um 13 Prozentpunkte, wie Riccardo Seccarello, Sprecher des Wasserversorgers und Müllentsorgers Veritas, berichtet. Der Anteil derer, die angaben, nie Leitungswasser zu trinken, ging um fünf Prozentpunkte zurück.
"Wir versuchen, den Leuten begreiflich zu machen, dass unser Wasser gut ist und nachhaltig. Wir sagen nicht, sie sollen niemals Wasser aus der Flasche trinken", betont er.

Beim Verbrauch von abgefülltem Wasser liegen die Italiener mit 194 Litern pro Kopf und Jahr weltweit in der Spitzengruppe, wie der Forschungsleiter der Umweltstiftung AGMA, Giorgio Temporelli, erklärt. Dadurch entsteht nicht nur Müll, sondern auch Kohlendioxid: Bei der Herstellung von 25 PET-Flaschen entstehen mehr als zwei Kilo CO2.
"Wenn die Leute Leitungswasser trinken, sparen wir die Kosten von Tafelwasser und nutzen der Umwelt, weil kein PET gebraucht wird." In Italien gibt es hunderte von Quellen und 320 Mineralwasserfirmen. Sie füllen jährlich 12,5 Milliarden Liter ab, die bis auf eine Milliarde alle für den heimischen Verbrauch bestimmt sind. Wasser aus dem Norden wird in den Süden gekarrt und umgekehrt, was die Umweltbelastung noch erhöht.
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Wer gerade seinen Sommerurlaub am Meer verbringt, der stößt immer wieder auf angeschwemmte Plastikfolien, alte Plastikflaschen und anderen Kunststoffmüll. Die Weltmeere sind voller Unrat, doch am häufigsten sind es Plastikteile, die das Wasser verschmutzen.

Wer ein Plastikstück unter das Mikroskop legt, der entdeckt, dass darauf viele Algen und Bakterien leben. Kleine Organismen, die das Plastik als eine Art “mikrobisches Riff” nutzen. So beschrieben es Wissenschaftler jüngst in der Fachzeitschrift American Chemical Society. Für sie ist der schwimmende Plastikmüll, der von Organismen besiedelt ist, sogar ein neues marines Ökosystem. Der Name des Systems: Plastisphäre.

Die Existenz dieses Ökosystems hat möglicherweise sogar gesundheitliche Folgen. Denn die Plastiphäre ist ein Lebensraum für Bakterien, die wiederum andere Fische, wirbellose Tiere und möglicherweise den Menschen beeinträchtigen können. Die Wissenschaftler verweisen etwa auf die Bakterienart Vibrio, die auf Plastikmüll entdeckt wurde. Das Bakterium kann unter anderem Cholera übertragen.

Es mag absurd anmuten, aber nun gilt es wohl, die Ausbreitung dieses neuen Ökosystems zu bekämpfen. Schließlich kann es, wie oben beschrieben, nicht nur Krankheiten übertragen. Auch Fische und Meeresvögel verenden häufig qualvoll an den Plastikteilen, wenn sie diese verschlucken. Mehr als sechs Millionen Tonnen Plastikmüll landen jährlich in den Ozeanen, schätzt das Umweltprogramm der Vereinten Nationen. 20.000 Tonnen sind es allein jährlich in der Nordsee.

Fishing for litter ist zurzeit in Deutschland wohl die prominenteste Initiative, die den Plastikmüll in den Meeren reduzieren will. Fischer landen dabei den Müll, der sich in ihren Netzen verhängt, an Land an und entsorgen ihn dort sachgerecht – ein erster Schritt gegen die Ausdehnung der Plastisphäre. Wichtiger aber ist es, bereits an Land und während der Herstellung von Produkten dafür zu sorgen, so wenig Plastik wie möglich zu verwenden. 
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Mikroorganismen: Auswandern auf Plastikmüll

Mehr als 24,5 Millionen Tonnen Plastikmüll landen Schätzungen zufolge jährlich im Meer. Für viele Lebewesen stellt dieser eine Gefahr dar. Mikroorganismen, die ohne dieses Treibgut ortsgebunden wären, können es aber dazu nutzen, in Gebiete einzuwandern, in denen es sie bisher noch nicht gab. 

Das Bild zeigt eine Rasterelektronenmikroskopaufnahme eines aus dem Meer gefischten Plastikstücks, das übersät mit Mikroorganismen ist. Diese Methode zu reisen, um sich neue Lebensräume zu erschließen, ist nicht neu: Neu ist die Haltbarkeit und die Menge an "Flößen", die geentert werden. 

Mehrere unabhängige Forscherteams, darunter auch Erik Zettler von der Sea Education Association in Woods Hole und Lars Gutow vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven haben es sich daher zur Aufgabe gemacht, die Auswirkungen dieser Auswanderer auf die Biotope der Erde genauer zu untersuchen. 
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Electrolux hat Staubsauger aus Plastikmüll, der in verschiedenen Weltmeeren gesammelt wurde, hergestellt. Die AEG-Mutter rechnet nächstes Jahr auch mit einem besseren Geschäft in den USA.
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WWF und DNV konstruieren Forschungsschiff zur Erforschung des Plastikmüll in den Weltmeeren. Hamburg: DNV und WWF haben Vorschläge zur Entwicklung und Konzeption eines Forschungsschiffs angekündigt, das im Kampf gegen die scheinbar unlösbaren Probleme bei der Entfernung des Plastikmülls eingesetzt werden kann, der sich in den Strömungswirbeln der Weltmeere ansammelt. Welche Wege der Plastikmüll nimmt und wie er im Meer abgebaut wird, sind noch weitgehend unbekannte Prozesse. Deshalb ist es für eine wirksame Säuberung der Meere vom Plastikmüll wichtig, dass diese Wissenslücken geschlossen werden.

Plastik verbleibt schätzungsweise 10 bis 500 Jahre lang in den Meeren, bis es zersetzt ist. Mit Hilfe eines Aktionsplans und der Konzeptentwicklung für die Konstruktion eines speziellen Forschungsschiffes hofft DNV praktikable Wege aufzuzeigen, wie die Situation verbessert werden kann, und auf eine weltweite Unterstützung der Maßnahmen.
 Bis 2020 werden sich schätzungsweise 230 Mio. Tonnen Plastikmüll in den Meeren angesammelt haben. Der Großteil stammt von Verursachern an Land, aber auch von Aktivitäten auf See. Es hat sich gezeigt, dass es im ruhigen Inneren von fünf Strömungswirbeln der Weltmeere zu einer verdichteten Ansammlung des Plastikmülls kommt.

 Zwar scheint diese Verdichtung das Entfernen des Plastikmülls zu erleichtern, die Dimension des Problems und viele unbekannte Variable machen es jedoch zu einer sehr großen Herausforderung. Um nur ein Beispiel zu nennen: Um die Oberflächenschicht der betroffenen fünf großen Strömungswirbel zu filtern, wären 1.000 Schiffe ca. 80 Jahre beschäftigt.

„Ähnlich wie die CO2-Problematik betrifft auch die Meeresverschmutzung mit Plastikmüll jeden Einzelnen von uns“, so Bjørn Haugland, Chief Technology and Sustainability Officer bei DNV. „Und wie auch bei der CO2-Verschmutzung sind klare Lösungen zur Zeit nicht ersichtlich. Deshalb ist Innovation gefragt.“

Gemeinsam haben nun DNV und WWF ein Konzept für die Konstruktion eines neuen Forschungsschiffs entwickelt – die „Spindrift“. Das 85 Meter lange Schiff ist für 38 Forscher für 90 Seetage ausgelegt und bietet eine Reihe von flexiblen Forschungsplattformen, um das Problem besser zu erforschen und Lösungen zur Sammlung des Plastikmülls testen können. Das Schiff verfügt über effektive Überwachungssysteme des Ozeans sowohl aus der Luft als auch in der Wassersäule und ist so konstruiert, dass unterschiedliche Sammeltechniken flexibel angewendet werden können.

Mit Hilfe des Schiffes sollen beispielsweise Antworten auf die folgenden Fragen gefunden werden: Auf welche Wassertiefe sollten sich Reinigungsbemühungen konzentrieren? Welche Partikelgröße sollte ausgewählt werden? Wie lässt sich der Beifang minimieren?
„Wir benötigen zudem genauere Schätzungen zur Menge des Plastikmülls, wenn regulierende Maßnahmen für Hersteller und Konsumenten von Plastik zukünftig eingeführt werden sollen”, so Haugland. „DNV fördert staatliche Initiativen sowie Initiativen der Industrie und von Nichtregierungsorganisationen, um einem weiteren Anstieg von Plastikmüll im Meer entgegenzuwirken. Doch das reicht leider nicht aus. Globale Umweltschutzinitiativen, die grenzüberschreitend tätig sind und alle Ozeane mit einbeziehen, sind gefragt. Die ‚Spindrift‘ bietet hier eine ideale Plattform für Zusammenarbeit und Innovation.“ (Pressemeldung vom 29.07.2013) 
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Sechs von acht getesteten Spielzeugen, die in diesem Jahr Kinderzeitschriften beigefügt waren, enthielten gesundheitsgefährdende Schadstoffe. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des für Spielzeuganalysen zertifizierten Münchner Labors "Dr. Graner & Partner" im Auftrag der Grünen-Bundestagsfraktion.
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Einer vorläufigen Expertise der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA zufolge ist die Nahrung die Hauptquelle für die Aufnahme der Chemikalie Bisphenol A (BPA).

Gleichzeitig stellten die Wissenschaftler fest, dass die Exposition geringer ist als frühere Schätzungen der EFSA ergaben. Die Kriterien für diese Feststellung sind noch nicht transparent, aber sicherlich freuen diese die entsprechenden Lobby Verbände

BPA ist eine chemische Verbindung, die in Lebensmittelkontaktmaterialien, beispielsweise Verpackungen, aber auch in anderen Verbrauchsgütern verwendet wird.

Die aktuelle Bewertung der BPA-Exposition durch die EFSA ist die erste, bei der sowohl Nahrungs- als auch Nichtnahrungsquellen berücksichtigt werden, wie zum Beispiel Thermopapier und umweltbedingte Ursachen wie Luft und Staub. Die Risikoberwertung ist noch nicht abgeschlossen. Bis zum 15. September gibt es eine öffentlich Konsultation dazu.

In einem weiteren Schritt wird die Behörde eine öffentliche Konsultation über den zweiten Teil ihres Gutachtenentwurfs durchführen, dessen Schwerpunkt auf der Bewertung der potenziellen Gesundheitsrisiken für den Menschen durch BPA liegen wird.
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BEHÖRDE WARNT

Zu viel Fisch schadet der Gesundheit - auch Plastikweichmacher beteiligt

Mehr als zweimal pro Woche Fisch kann zu chronischer Vergiftung führen, warnt die französische Lebensmittelagentur Anses. Besonders Lachs, Sardinen und Hering sind mit Vorsicht zu geniessen.Nicht nur Fleisch, auch fetthaltige Fische wie Sardinen und Lachs können die Gesundheit gefährden, schreibt «Le Matin». Die Zeitung beruft sich auf eine Warnung der französischen Lebensmittelagentur Anses. Wer mehr als zweimal wöchentlich fettreiche Fische esse, riskiere eine chronische Vergiftung.Anses weist darauf hin, dass viele Fische mit Dioxinen, Quecksilber und dem Weichmacher PCB belastet seien – alles Stoffe, die durch den Menschen in die Umwelt gelangen. Insbesondere die wegen ihrer Omega-3-Fettsäuren eigentlich besonders gesunden Fische wie Lachs, Sardinen und Hering seien besonders belastet. «Man findet aber auch Spuren von Dioxinen und PCB in Forellen aus Schweizer Seen», sagt der Genfer Kantonschemiker Patrick Edder. Einige Umweltgifte würden sich in lebenden Organismen ansammeln, insbesondere im Fett.Risiko einer chronischen VergiftungDie Lebensmittelsicherheitsagentur Anses empfiehlt, höchstens zweimal wöchentlich Fisch zu essen und dabei bei Art und Herkunft abzuwechseln. «Diese Empfehlung scheint mir vernünftig», sagt Hugo Kupferschmidt vom Schweizerischen Toxikologischen Informationszentrum.Die positiven Wirkungen von Fisch für die Gesundheit seien wichtiger als die negativen, so Kupferschmidt. Trotzdem sei es so, dass sich die giftigen Substanzen auch im menschlichen Körper anreichern, da Schwermetalle und Weichmacher auch von uns nicht ausgeschieden werden können.
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Plastikmüll als Ökosystem - Robben fressen am Plastikriff
Immer mehr Plastikmüll verschmutzt die weltweiten Meere. Das belastet die natürlichen Lebensräume zahlreicher Arten. Zugleich ist aber auch ein neues Ökosystem entstanden, wie eine Studie erstmals untersucht hat. Auf dem Plastik sammeln sich Bakterien an, die es möglicherweise als Nahrung benutzen.
Kategorie: Umwelt Erstellt am 28.06.2013.
Sie fressen das Problem dennoch nicht einfach weg, betonen die Forscher um Erik Zettler von der amerikanischen Sea Education Association. Außerdem haben sie auch krankheitserregende Kleinstlebewesen in der "Plastisphäre" - so der Kunstname für das neue Plastik-Ökosystem - entdeckt, deren Auswirkungen unklar sind.
Die Studie:
"Life in the 'Plastisphere': Microbial Communities on Plastic Marine Debris" von Erik Zettler und Kolleginnen ist am 7.6.2013 in "Environmental Science and Technology" erschienen.
245 Millionen Tonnen pro Jahr
Die Zahlen sind alarmierend: Alljährlich werden 35 Kilogramm Plastik pro Mensch produziert. Macht bei sieben Milliarden rund 245 Millionen Tonnen. Auch wenn einiges davon wiederverwertet wird, landet ein beträchtlicher Teil der Kunststoffmengen in den Ozeanen.
Meeresströmungen treiben die unzählbaren Tonnen Müll mittlerweile zu riesigen Gebilden zusammen, weshalb die UNESCO vor kurzem ein provokantes Zeichen setzte: Sie ernannte die großen Müllinseln zu einem "Staat" und taufte ihn "Garbage Patch" ("Müllfleck").
Dass das Plastik das Leben im Meer verändert und belastet, ist aus einigen Studien bekannt; etwa wie Fische, Vögel, Schildkröten und Meeressäuger reagieren, die es als Teil ihrer Nahrung zu sich nehmen. Wie der Müll aber selbst zu einem neuen Ökosystem geworden ist, wurde bisher noch nicht untersucht. Erik Zettler und seine Kolleginnen haben dies nun geändert.
Fressen Bakterien das Plastik auf?
Sie untersuchten Plastik, das sie aus dem subtropischen Teil des Nordatlantikwirbels gezogen hatten - einer Meeresströmung zwischen Nordamerika und Afrika, von der schon bisher bekannt war, dass sie viel Müll transportiert. Die meisten Stücke waren mit weniger als einem halben Zentimeter winzig klein. Dennoch tummelt sich auf ihnen eine sehr unterschiedliche Schar von Kleinstlebewesen, wie die Forscher mit Hilfe von Rasterelektronen-Mikroskopie und Gen-Analysen herausfanden.
Wimpertierchen, Bakterien und Kieselalgen auf einem Plastikteil, aufgenommen mit einem Rasterelektronenmikroskop
Wimpertierchen, Bakterien und Kieselalgen auf einem Plastikteil, aufgenommen mit einem Rasterelektronenmikroskop
Von den Auswertungen im Labor waren sie einigermaßen überrascht, denn manche der Bakterien scheinen kleine Löcher in das Plastik zu fressen. Die Meeresregion, aus der sie stammten, galt wegen ihres Nährstoffgehalts bisher nicht als Ort, an dem Bakterien leben, die Kohlenwasserstoffe verdauen können.
Genau das könnte aber die Erklärung für kleine Gruben sein, welche die Forscher auf den Plastikteilen gefunden haben: Möglicherweise stammen sie vom Stoffwechsel der Bakterien. Zettlers Team legt sich dabei nicht fest, verweist aber auf ein Rätsel, das dadurch gelöst werden könnte: Obwohl jährlich mehr Plastik produziert wird, ist die Plastikkonzentration im Nordatlantikwirbel zwischen 1986 und 2008 nicht gestiegen, wie Forscher vor drei Jahren in einer Studie berichteten. Die Bakterien könnten die Polymere aufgefressen oder auseinandergebrochen haben, weshalb sie schneller und leichter auf den Meeresgrund gesunken sind.
Keine frohe Botschaft
Entsorgen die Mikroben somit das von Menschen verursachte Problem? Für diese frohe Botschaft ist es eindeutig noch zu früh. Abgesehen davon, dass auch kleinere Plastikteile Schäden anrichten, könnte es auch sein, dass die Mikroben beim Stoffwechsel giftige Chemikalien freisetzen, wie z.B. Flammschutzmittel.
Zukünftige Studien sollen diese Fragen klären. Jetzt schon sicher ist die Vielfalt und Eigenständigkeit der Plastikbewohner. Die Kleinstlebewesen auf dem "Plastikriff" unterscheiden sich deutlich von ihren Kollegen im umgebenden Meereswasser. Bei Proben von wenigen Zentimetern fanden die Forscher Hunderte verschiedener Arten - darunter auch krankheitserregende Bakterien der Gattung Vibrio, deren bekanntester Vertreter Cholera auslöst.
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MIKROPLASTIK
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