vor der Wahl : was kann man zu den Piraten raten?
@BinBerlinerIn unter die Piraten gefallen

Es geht uns um ein Gespräch, das ein #Piraten  -Abgeordneter im Landtag von Nordrhein-Westfalen namens Daniel Schwerd (http://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_Schwerd) dem @BinBerlinerIn-Twitter aufgezwungen hat, indem er öffentlich mitteilte:
“Bitte retweete mir keinen antisemitischen Dreck in die Timeline.”
An dem Gespräch haben sich alsbald andere Twitter-Accounts, offenbar empört über Daniel Schwerd’s Aussagen, beteiligt -  an diesem Fortgang haben wir nicht mitgewirkt und der ist somit auch nicht Gegenstand unserer Erwägungen.
der Thread zum Nachlesen: https://twitter.com/netnrd/status/378133656998404097 

Wir haben den Vorwurf zurückgewiesen und auch den nachgeschoben Vorwurf “das hast Du offenbar zwischenzeitlich wieder gelöscht.” mit den Worten
richtiggestellt: “Du bist bist im Irrtum” “habe ich weder RT noch den RT (vorauseilend gehorsam?)revidiert” 
Dass wir immer bereit sind, wenn jemand einen Irrtum aus dem Eifer des Gefechts einräumt, das mit einem “Schwamm drüber” zu beenden, konnten wir nicht unter Beweis stellen, da MdL Schwerd sich zu solch geistigem Höhenflug emporschwang: 
“Wenn Du den Tweet gelöscht hast, ist's nicht OK, wenn Du ihn nicht gelöscht hast, ist's auch nicht OK.”
und dann noch via http://www.twitlonger.com/show/n_1rnk293 nachlegte:
“Es ging um das Retweeten eines antisemitischen Tweets. Es ging um zionistische Horden oder so, die zum Angriff auf Syrien blasen, ich habe es jetzt aber nicht mehr wörtlich.”
Dass die erste Behauptung nicht stimmt haben wir gezeigt, dass auch die zweite Behauptung, zu der ja immerhin zugegeben wird, sie nicht mehr wörtlich zu haben, mag sich jeder eine Meinung bilden indem er in der Konverstion nachliest, da ist der Link zu finden - obgleich das für unser Gespräch ja irrelevant ist.

Soweit so schlecht, nicht der Rede Wert? Es wurde uns geraten, Vorsicht - irgendwas bleibt immer hängen! Nun - da haben wir keine Befürchtung: twitter bietet ja eine Such-Option, mit der man jedem Verdacht nachgehen, und auch unter 45k tweets herausfiltern kann.

Es ist überaus überaus unappetitlich und stigmatisierend in Verbindung mit Antisemitismus gebracht zu werden und zwar ohne jeden Anlass.

Wenn Daniel Schwerd dann ausführt “Mit den Piraten hat das übrigens so ganz und gar nichts zu tun, das ist eine höchstpersönliche Sache.” muss man ihn fragen: Wie kommt der als @netnrd twitternde denn  darauf? ”MdL NRW (Piraten), einer der #20Piraten , Sprecher Wirtschafts-, Netz- und Medienpolitik.” lesen wir in dessen Profil, von einem Privatheitsvorbehalt, finden wir da nichts, auch nicht auf der verlinkten website.

Dass dies kein privates, sondern eine politisches Problem der Piratenpartei ist, wird spätestes hier klar: 
unserer Anfrage an die #Berlin -AgH-Piraten “was meinen denn #15piraten ,heute 2 Jahre im #AgH -Berlin,zum #NRW -#Piraten-Kollegen #MdL #Schwerd /@netnrd?” wird via AgH-Mitglied Fabio Reinhardt, der offenbar als Sprachrohr des kollektivem Hohns und der BürgerInnen-Verachtung dieser Herrschaften https://www.piratenfraktion-berlin.de/category/abgeordnete/ zu fungieren hat, diese Replik, - eine Antwort ist es ja nicht - beschieden:

“Sie meinen, dass du den Account irgendwem übergeben solltest, der oder die damit umgehen kann!”
https://twitter.com/Enigma424/status/380425716753391616 

Für diese Nachricht hat der Abgeordnete Reinhardt eigens die Blockierung unseres Accounts kurz aufgehoben, ein verbreiteter Piraten-Style übrigens, Leute schief anzureden und quasi mundtot zu machen, indem man ihnen sofort die Antwort verunmöglicht.

Den Piraten als substanziell irrelevante politische Gruppe, arithmetisch allerdings durchaus geeignet Frau Merkel im Sattel zu halten, sollte man sicher nicht zu viel Beachtung schenken: sie sind in ihren fein ziselierten Wahrnehmunsfiltern mit sich selbst beschäftigt und kreisen auch ohne Ende bloß um sich selbst - wer es nicht glaubt, kann ja gelegentlich in einen Teil ihres  Reservats einen Blick werfen: https://twitter.com/BinBerlinerIn/lists/piratinnen. Wir machen, das schon lange nicht mehr, weil uns solche Selbstbezogenheit schmerzt.

Werden die Piraten, wie in diesem Fall aus deren Filter-Bubble heraus übergriffig und streuen Diffamierung und Hohn, müssen wir dem öffentlich Einhalt gebieten, um allen die Chance zu geben, zu sehen wen sie sich da anschicken zu wählen. 

Und so muss sich jede/r selbst raten - zu den Piraten.
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