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Michael Dieckmann
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EU-Strafe gegen Google über 2,4 Mrd. Euro – worauf sich Preisvergleiche, Affiliates Shop-Inhaber vorbereiten sollten/könnten

Worum geht’s:
Inzwischen 1000fach beschrieben, muss Google „Preisvergleiche besser in den Rankings positionieren“ – so weit so gut, zunächst eine wichtige Unterscheidung, Ranking ist nicht gleich Traffic und Traffic ist nicht gleich Ranking.
Am Ende zählt natürlich Traffic, doch die Kausalität von Ranking und Traffic bietet naturgemäß eine Schwachstelle, da nur Google bzw. der Webseitenbetreiber in der Lage ist hierüber Nachweise zu erbringen.
So heißt es z.B. in der Begründung der Strafe: Der Trafficabfall der Preisvergleiche sei massiv und hätte nur teilweise und auchnur bis zu 30% wieder kompensiert werden können.
Man achte wieder auf die Unterscheidung von Ranking und Traffic – betrachtet man das „Ranking“ über Google Trends so müsste der Traffic auch hinuntergegangen sein, weil Nutzer bei „gutem“ Traffic zwangsläufig wiederkommen und somit in Google die Suche Nach „Brand plus „.de“ auslösen: Doch dieses passiert erstaunlicherweise nicht, die die Grafik zeigt:

Ok – aber woher kommt nun der von der EU bezifferte Trafficanstieg von bis zu 30%?
Beispielshaft habe ich mir Kelkoo und Ciao angeschaut:
Kelkoo:


Ciao:


Was passiert dort „manchmal“, so dass es zu diesem Trafficanstieg kommt?
Hier spielen Tippfehler eine große Rolle: Beispiel uggy.de etc. man kann sich einfach „Live http Headers“ in den Browser laden und sieht wie sich Traffic verhält:
Tippfehler-Domain wird eingetippt – jetzt kommt es zu einer Weiterleitung an z.B. eine der genannten Trafficquellen von Kelkoo, Billiger.de oder den anderen Preisvergleichen mit Traffic.


Man sieht unter (2.) die aufgerufene URL im Rahmen einer http-Header Auswertung, den Referer (1.) also wo der Traffic herkommt und (3.) wo der Traffic hingeht.
Mir geht es hier NICHT darum herauszufinden, ob das Ganze legal, OK oder abgesprochen ist, ich möchte nur Licht in die Traffic-Argumentation der EU-Wettbewerbshüter bringen, da diese in meinen Augen falsch ist. Der Trafficaufbau und Abfall ist von anderen Mechanismen abhängig, die gerade unabhängig von der Google Suche sind: Nämlich Abhängig von Googles domain parking policies.

OK, was bedeutet das jetzt für die Affiliates:
Der Affiliate oder auch Preisvergleicher liefert in der Regel Traffic, der dann mehr oder weniger funktioniert. Häufig ist es ein Gemisch aus Sales und Traffic, sodass man z.B. so viel Traffic liefern kann, wie man will, solange die Conversionrate stimmt.
Da Google jetzt durch die EU gezwungen wird, „Preisvergleichern“ bessere Rankings einzuräumen, wird der Traffic an „gutem“, conversionträchtigem Traffic für die Preisvergleicher steigen.
Conversionraten von 5% bei preisaffinen Produkten sind da keine Seltenheit. Jetzt werden häufig Conversionraten von 1% als Richtgröße gesetzt, sodass man 80% zusätzlichen Traffic z.B. über Tippfehler mitverkaufen kann. Die Preise für Tippfehlertraffic dürften also in die Höhe gehen.
Für Affiliates bieten sich somit nicht nur interessante Preisvergleiche an, die dann von Google eine erhöhte Sichtbarkeit erfahren müssen, sondern eben auch Trafficeinkauf, wie es die „Großen“ vormachen.

„Traffic“ bleibt spannend …












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